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	<description>Ein neues WordPress-Weblog</description>
	<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 22:04:37 +0000</pubDate>
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		<title>The best of letzte Wochen</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 22:04:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Sammelrezension]]></category>

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		<description><![CDATA[
In den letzten Wochen sind bei mir viele gute Alben eingetrudelt, die alle eines miteinander verbindet: Sie enthalten keine Dubs. Aber neuerdings spielt das hier ja keine Rolle mehr, weshalb ich die Besten hier und jetzt würdige. Beginnen wir mit dem neuen Album von Famara: „The Sound Of Famara“ (famara.ch). Vor zwei Jahren hörte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/51gkrr-wpjl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-313" title="51gkrr-wpjl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/51gkrr-wpjl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>In den letzten Wochen sind bei mir viele gute Alben eingetrudelt, die alle eines miteinander verbindet: Sie enthalten keine Dubs. Aber neuerdings spielt das hier ja keine Rolle mehr, weshalb ich die Besten hier und jetzt würdige. Beginnen wir mit dem neuen Album von <strong>Famara</strong>: <strong>„The Sound Of Famara“</strong> (famara.ch). Vor zwei Jahren hörte ich erstmals von dem Schweizer. Damals legte er sein Album „Oreba“ vor, das mir ausgesprochen gut gefiel, obwohl ich Afro-Reggae stets mit Vorsicht genieße. Denn genau das spielt der Alpenjunge: Reggae, wie er in Afrika produziert wird. Leichter, schneller, traditioneller als das jamaikanische Original. Famara bekommt diesen Stil perfekt hin, doch was seine Musik so besonders macht, sind seine fantastischen Melodien. Scheinbar mühelos reiht er einen Ohrwurm an den anderen. Während mancher jamaikanische Star im Studio erfolglos um Ideen ringt, sprudeln sie Famara scheinbar wie von selbst aus der Feder. „The Sound Of Famara“ blickt zurück auf die zwölfjährige Karriere des „Baselers Reggae-Paradiesvogels“ (Presseinfo) und präsentiert uns seine größten Hits und ältere, aber bisher unveröffentlichte Songs sowie zwei mit Hilfe der Scrucialists neu eingespielte Tracks. Alles sehr schön - und wie gesagt: melodiös. Auf die nächsten 12 Jahre!</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61xc4vp7gzl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-314" title="61xc4vp7gzl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61xc4vp7gzl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Wo wir gerade bei Afrika und Ideen sind: <strong>„United States Of Africa“</strong> (VP) heißt das neue Album von <strong>Luciano</strong> und ist ein perfektes Beispiel für ein gutes Album, das aber durchaus mehr Ideen hätte gebrauchen können. Die Rhythms, eingespielt von Sly &amp; Robbie, Dean Fraser, Steven „Lenky“ Marsden, Robbie Lynn und Mafia &amp; Fluxy und produziert von Veteran Frenchie, sind ausnahmslos sehr gut und machen die eigentliche Attraktion des Albums aus. Doch die Songs von Luciano klingen doch größtenteils etwas uninspiriert. Seine stärksten Momente hat Luciano, wenn er ein wunderbares Remake von „Only A Smile“ der Paragons singt oder Ini Kamozes Hit-Riddim „World A Music“ neu interpretiert – also dann, wenn er gute Song-Ideen von anderen nutzen kann. So ist ein schönes, jedoch nicht sonderlich originelles Album entstanden, bei dem definitiv mehr drin gewesen wäre.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61u2ekdasyl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-315" title="61u2ekdasyl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61u2ekdasyl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Viel drin ist ja bekanntlich in den jährlichen VP-Gold-Samplern. Passend zur WM (und somit jetzt schon total veraltet) ist folgerichtig <strong>„Reggae Gold 2010“</strong> erschienen. Es posen vier Mädels in Phantasie-Fußballtrikots auf dem Titel: Japan, England, Amerika und natürlich Jamaika, womit die Hauptabsatzmärkte von VP wunderbar adressiert wären (während sie hinsichtlich ihrer Fußball-Kompetenz bei dieser WM ziemlich wenig zu melden hatten). Im Gegensatz dazu hat der Sampler jedoch einiges zu bieten, nämlich veritable Reggae-Hits wie „Hold You“ von Gyptian, „As We Enter“ von Nas &amp; Damian Marley, oder „Skip To Ma Luu“ von Serani &amp; Ding Dong. Den Sampler von 2009 hatte ich ob seines unwürdigen Inhalts kaum weiter beachtet, 2010 aber ist nun eine echte Überraschung. Nach meinen Geschmack enthält er wirklich gutes Material – auch für Reggae-Freunde, die dem Hardcore-Dancehall entwachsen sind. Aber vielleicht wandelt sich Dancehall ja gerade und gewinnt wieder mehr Eigenständigkeit gegenüber Hip Hop und R ,n‘ B. Schön wär‘s.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/51rlu1jnkel_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-316" title="51rlu1jnkel_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/51rlu1jnkel_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Und noch ein Album von VP: <strong>„Romain Virgo“</strong> (VP) von Roman Virgo. Es ist ein toller Beleg für das rätselhafte Phänomen, dass Schlagermusik in jedem Genre irgendwie gleich klingt. Es scheint so etwas wie einen Meta-Stil „Schlager“ zu geben, der unabhängig von allen Stilmerkmalen eines Genres existiert. Leider gibt es das auch im Reggae und im schlimmeren Fall klingt es dann wie die erste Hälfte des Albums von Roman Virgo. Mit der Neuauflage des „Baylon Boops“-Riddims wandelt sich die Musik dann allerdings auf der Hälfte des Albums zu weichem, aber schönem Reggae (nur der letzte Song fungiert dann wohl als grausiger Rauswerfer). Aber ob ein gutes halbes Album Grund genug ist, sich ein ganzes zu kaufen?</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61fqqlad9jl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-317" title="61fqqlad9jl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61fqqlad9jl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Richtig Spaß hat mir hingegen der One-Riddim-Sampler <strong>„Kokoo Riddim“</strong> (Rootdown) gemacht, das den hübschen, lustigen, beschwingten, leichten, melodiösen, hüpfenden, von Teka produzierten und von Jaqee besungenen Ska-Riddim in 17 Versions präsentiert. Fast allen Interpreten (u.a. Louie Culture, Antony B, Nosliw, Slonesta, Maxim) sind richtig gute Songs zu dem Ska-Beat eingefallen. Selten ein so abwechslungsreiches Album gehört <img src='http://dubblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/51epyq7ockl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-318" title="51epyq7ockl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/51epyq7ockl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>In den letzten Jahren machte ich stets einen großen Bogen um Dancehall, jetzt aber muss ich feststellen, dass mir das neue Album <strong>„D. O. B.“</strong> (VP) von <strong>Busy Signal</strong> ziemlich gut gefällt. Stimmt etwas nicht mit mir? Oder stimmt etwas nicht mit dem Dancehall-Sound von Busy Signal? Ich glaube letzteres ist der Fall, denn Dancehall als Unterform von Hip Hop bietet uns Busy Signal nur in den Songs „My Money“ und „Yes Dawg“. Zum Ausgleich dafür bekommen wir dann aber mit „Busy Latino“ waschechten Salsa zu hören während „Picante“ den Pocoman-Style der 1990er Jahre reanimiert und uns mit „HiGrade“ ein äußerst nettes Remake des Stalag-Riddim präsentiert wird. „Opera“ ist hingegen ein grandios minimalistisches Werk, das nur aus wenigen Cello-Streichen besteht. Und um den Sack voll zu machen bietet uns Mr. Signal mit „One More Night“ sogar noch einen wunderschönen und kein bisschen schnulzigen Lovers-Track. Also, ich bin jetzt beim bewussten Nachhören selbst beeindruckt, wie vielseitig, wie spannend und nicht zuletzt wie schön das Album ist. Ich glaube, ich werde zum Fan von Busy Signal.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61z5ezgfekl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-319" title="61z5ezgfekl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/08/61z5ezgfekl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Mit großer Spannung erwartete ich das letzte Kapitel der „Reggae Anthology“ (17 North Parade/VP), das sich auf der Doppel-CD <strong>„The Definitive Collection Of Federal Records (1964-1982)“</strong> dem gleichnamigen Label und dem Mann dahinter, Mr. Ken Khouri, widmet. Bereits in den 1950er Jahren hatte Khouri Mento-Platten produziert. 1960 kaufte er dann ein Stück Land in Kingston und gründete dort sein Studio und Presswerk „Federal Records“. Getrieben von der Vision, in Jamaika eine echte Musik<em>industrie</em> entstehen zu lassen, begann er Ska, später Rocksteady und dann Reggae aufzunehmen – und zwar stets in einer sehr kommerziellen Spielweise. Ein wichtiges Standbein seines Business war es z. B., Hits anderer Produzenten in „gefälligerer“ Weise zu covern und die Platten dann in der Karibik zu vertreiben. Vor allem bei den Produktionen aus den 1970er Jahren wird die kommerzielle und auf ein internationales Publikum zielende Ausrichtung überdeutlich. Das macht die Doppel-CD – obwohl sie eine wichtige historische Dokumentation ist – in weiten Teilen ungenießbar. 1981 verkaufte Ken Khouri sein Studio und das Presswerk übrigens an den Bob Marley-Clan, der den Komplex in Tuff Gong umtaufte.</span></p>
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		<title>Rocksteady – The Roots Of Reggae</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 08:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>

		<category><![CDATA[Film]]></category>

		<category><![CDATA[Rocksteady]]></category>

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In den nächsten Tagen wird der Film &#8220;Rocksteady - The Roots Of Reggae&#8221; in Deutschland Premiere haben. Ich habe ihn mir schon vorab angeschaut, nicht zuletzt, weil ich ziemlich gespannt darauf war zu sehen, ob endlich einmal eine gute Dokumentation über die Musik Jamaikas entstanden ist. Mein DVD-Regal ist prall gefüllt mit den dubiosesten Filmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/511fjhjybl_sl500_aa300_1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-310" title="511fjhjybl_sl500_aa300_1" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/511fjhjybl_sl500_aa300_1.jpg" alt="" width="196" height="282" /></a></p>
<p>In den nächsten Tagen wird der Film &#8220;<a href="http://www.rapideyemovies.de/film/rocksteady-the-roots-of-reggae/catalogue/dvd/genre/0" target="_blank">Rocksteady - The Roots Of Reggae</a>&#8221; in Deutschland Premiere haben. Ich habe ihn mir schon vorab angeschaut, nicht zuletzt, weil ich ziemlich gespannt darauf war zu sehen, ob endlich einmal eine gute Dokumentation über die Musik Jamaikas entstanden ist. Mein DVD-Regal ist prall gefüllt mit den dubiosesten Filmen über Reggae, meist dilettantische Versuche, dem Reggae zu huldigen, statt ihn zu erklären. Die einzige glorreiche Ausnahme ist die BBC-Dokumentation &#8220;Reggae: The Story Of Jamaican Music&#8221;, ein zweistündiger Streifzug durch die Reggae-Historie mit großartigem Footage aus allen Jahrzehnten der noch kurzen Existenz unserer Lieblingsmusik, mit sehr präzisem Off-Kommentar und schönen Interviews. Doch nun gibt es: &#8220;Rocksteady - The Roots Of Reggae&#8221; und die BBC-Doku bekommt nicht gerade Konkurrenz in meinem Regal, sondern eine gute Ergänzung. Anders als bei der BBC liegt das Interesse des Regisseurs Stascha Bader nicht so sehr in der akkuraten Vermittlung von historischen Fakten, sondern eher bei den Menschen, die dem Rocksteady Mitte bis Ende der 1960er Jahre Leben einhauchten. Und genau in dieser Hinsicht wirkt &#8220;Rocksteady - The Roots Of Reggae&#8221; manchmal wie eine Kopie von &#8220;Buena Vista Social Club&#8221;. Hier wie dort umkreist die Kamera die gealterten Musiker, zeigt sie im Studio und auf der Bühne, weidet sich an ihren zerfurchten Gesichtern und zeigt mit einem verschmitzten Augenzwinkern die alten Recken in  Posen, die der Zuschauer normalerweise von jungen Stars gewohnt ist. Und noch etwas lässt mich unweigerlich an Wim Wenders Original denken: Wir sehen ein Jamaika, das ähnlich wie Cuba, in der Mitte des letzten Jahrhunderts stecken geblieben ist. Wir sehen romantisch verfallene Orte, pittoreske Ruinen alter Theater, Orte unschuldiger Tanzvergnügen, die  ein Jamaika vor dem Sündenfall wiederauferstehen lassen. An diesen Orten stehen die Rocksteady-Veteranen, schwelgen in Erinnerungen an eine bessere Zeit und stimmen ein Lied an. Tja, innovatives Kino ist zehn Jahre nach &#8220;Buena Vista Social Club&#8221; etwas Anderes. Aber als Freund von Reggaes &#8220;Goldenem Zeitalter&#8221;, nämlich der Rocksteady-Zeit, schaut man gerne über die allzu konventionelle Form des Films hinweg und freut sich, Gladstone Anderson, Ken Boothe, Stranger Cole, Marcia Griffith, Rita Marley, Derrik Morgan, Judy Mowatt, Dawn Penn, Leroy Sibbles und viele andere Musiker beim Musizieren zusehen zu dürfen. Langweilig wird das zu keiner Zeit, denn Stascha Bader entwickelt durch die Abwechslung von Studio-Szenen, Interviews mit den Artists (oft in deren erstaunlich kleinbürgerlich eingerichteten Häusern aufgenommen), dokumentarischen Straßenszenen und Footage aus den 1960er Jahren, eine kurzweilige Dramaturgie, die den Film sehr unterhaltsam macht. Gleichermaßen unterhaltsam sind die superb produzierten und aufgenommenen Songs, wenn auch Stascha Bader sich leider (aber verständlicher Weise) für die absoluten &#8220;Megahits&#8221; des Rocksteady entschieden hat, derer man eigentlich schon etwas überdrüssig ist. Aber egal. Das ist alles klagen auf höchstem Niveau. Für eine Reggae-Doku ist &#8220;Rocksteady&#8221; wirklich hervorragend gelungen und für jeden Reggae-Connaisseur ein Geschenk des Himmels.</p>
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		<title>Dubmatix: System Shakedown</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 20:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>

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Dubmatix – mein aktueller Dub-Held hat ein neues Album veröffentlicht: &#8220;System Shakedown&#8221; (Echo Beach/Indigo) – und es ist gar nicht Dub! Verdammt noch mal, ein so cooles Album, und es passt nicht in meine Kolumne. Und eigentlich auch nicht in den Dubblog. Aber was soll&#8217;s. Wenn Moses nicht zum Berg kommt, dann kommt der Berg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/cover_dubmatix_system_shakedown_250px.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-303" title="cover_dubmatix_system_shakedown_250px" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/cover_dubmatix_system_shakedown_250px.jpg" alt="" width="266" height="250" /></a></p>
<p>Dubmatix – mein aktueller Dub-Held hat ein neues Album veröffentlicht:<strong> &#8220;System Shakedown&#8221;</strong> (<a href="http://www.echobeach.de/eb_079_dubmatix_system_shakedown.html" target="_blank">Echo Beach</a>/Indigo) – und es ist gar nicht Dub! Verdammt noch mal, ein so cooles Album, und es passt nicht in meine Kolumne. Und eigentlich auch nicht in den Dubblog. Aber was soll&#8217;s. Wenn Moses nicht zum Berg kommt, dann kommt der Berg zu Moses! Also gilt ab heute: Der Dubblog weitet sein Spektrum und lässt nun alles zu, was dem Autor gefällt – und &#8220;System Shakedown&#8221; gefällt mir ganz außerordentlich. Denn das Album bietet genau das, wofür ich Dubmatix verehre: sehr fette, kraftvolle, grandios arrangierte und instrumentierte Old School-Rhythms. Gab es schon beim Vorgänger viele Tracks mit Gastvokalisten, so hat Dubmatix jetzt Nägel mit Köpfen gemacht und (mit zwei Ausnahmen) das gesamte Album in den Dienst des Gesangs gestellt. Wie nicht anders zu erwarten, reichen sich hier die Veteranen des Genres das Micro weiter: The Mighty Diamonds, Dennis Alcapone, Gregory Isaacs, Tippa Irie und natürlich U-Brown. Flankiert werden sie von weniger bekannten Artists wie den Ragga Twins, Brother Culture oder Omar Perry. Und, ist das jetzt besser als ein reines Dub-Album? Der Purist in mir gibt zähneknirschend zu: ja, das könnte schon sein, denn die Sänger liefern ausnahmslos famose Songs ab. Songs, die die Rhythms zum brennen bringen, während die Rhythms wieder die Songs befeuern. Alles in allem also eine ziemlich eindrucksvolle Explosion, die uns hier auf die Trommelfelle knallt. Oder, um es nüchtern, objektiv und ohne persönliche Wertung zu sagen: Das Album rockt als hätte Dubmatix den Groove erfunden.</p>
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		<title>Mos Dub</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 20:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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Über Funkhaus Europa bin ich heute auf ein außergewöhnliches und hochspannendes Album gestoßen: &#8220;Mos Dub&#8221; (mosdub.com). Max Tannone, der bereits zwei Mash-Up Alben zu verantworten hat (mit Material von Radiohead und Beasty Boys), hat die Vocals des US-Rapper Mos Def extrahiert, isoliert und sie über verrückt zusammengesamplete Reggae-Backings gelegt. Scientist trifft Lee Perry, trifft Niney, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/mos_dub_cover.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-300" title="mos_dub_cover" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/mos_dub_cover.jpg" alt="" width="300" height="298" /></a></p>
<p>Über Funkhaus Europa bin ich heute auf ein außergewöhnliches und hochspannendes Album gestoßen: <strong>&#8220;Mos Dub&#8221;</strong> (mosdub.com). Max Tannone, der bereits zwei Mash-Up Alben zu verantworten hat (mit Material von Radiohead und Beasty Boys), hat die Vocals des US-Rapper Mos Def extrahiert, isoliert und sie über verrückt zusammengesamplete Reggae-Backings gelegt. Scientist trifft Lee Perry, trifft Niney, trifft Wailing Souls, trifft King Tubby, trifft Errol Thompson, trifft Studio One und trifft beim schönsten Stück des Albums auf Desmond Dekkers &#8220;007&#8243;. Weitere Beschreibungen spare ich mir, da das Album hier kostenlos und legal heruntergeladen werden kann: <a href="http://mosdub.com/" target="_blank">http://mosdub.com/</a></p>
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		<title>Dub Evolution, August 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 20:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>

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Wer glaubte, die Evolution des Dub wäre mit der „Natural Selection“ abgeschlossen, irrte, denn nun präsentiert uns Greensleeves den „Missing Link“, also Vol. 5 der „Evolution Of Dub“-CD-Box-Serie (Greensleeves). Trotz fortgeschrittener Evolution befinden wir uns zunächst immer noch in Mitten der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts und zwar beim Musiker und Produzenten Ossie Hibbert. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51imeukv6il_sl500_aa300_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-288" title="51imeukv6il_sl500_aa300_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51imeukv6il_sl500_aa300_.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><span>Wer glaubte, die Evolution des Dub wäre mit der „Natural Selection“ abgeschlossen, irrte, denn nun präsentiert uns Greensleeves den „Missing Link“, also <strong>Vol. 5 der „Evolution Of Dub“-CD-Box-Serie</strong> (Greensleeves). Trotz fortgeschrittener Evolution befinden wir uns zunächst immer noch in Mitten der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts und zwar beim Musiker und Produzenten Ossie Hibbert. Er steuert zwei der vier Alben der Box bei: <strong>„Earthquake Dub“</strong> und </span><strong>„Crueshal Dub“</strong><span> (sic!). </span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51by8mjljl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-289" title="51by8mjljl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51by8mjljl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span><strong>„Earthquake Dub“</strong> erschien auf dem Label von Joe Gibbs, nachdem Ossie es ihm im Tausch gegen ein Auto (Errol Thompsons Auto!) überlassen hatte. Im „Reggae: The Rough Guide“ wird es als „militantere Fortführung der „African Dub“-Serie“ beschrieben, was den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft. Zu hören gibt es den klassischen, wohlbekannten und allseits beliebten Professionals/Aggrovators/Revolutionaries-Sound, dominiert von Sly Dunbars immer wieder faszinierenden Drumpatterns. Uptempo, leicht und doch auch zielstrebig, bestimmt und geradeaus. Ganz im Stile der Zeit, gibt es vornehmlich Wiederauflagen klassischer Rhythms zu hören wie z. B. „Pick Up The Pieces“ von den Royals oder „Declaration of Rights“ der Abyssinians.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/41ir80xodnl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-290" title="41ir80xodnl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/41ir80xodnl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Das zweite Ossie-Album der Box, <strong>„Crueshal Dub“</strong>, ist so obskur, dass selbst Ossie himself sich kaum noch erinnern kann, wie es zu Stande kam. Soundtechnisch liegt es eindeutig vor „Earthquake Dub“ und konzentriert sich auf die Wiederbelebung alter Studio One-Rhythms. Weniger stark und eigenständig als „Earthquake“, weiß es jedoch durch schöne, kunstvolle Dub-Mixes zu überzeugen. </span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/king-of-the-dub-rock.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-291" title="king-of-the-dub-rock" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/king-of-the-dub-rock.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/king-of-the-dub-rock-part-2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-292" title="king-of-the-dub-rock-part-2" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/king-of-the-dub-rock-part-2.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Die anderen beiden Alben der Box sind ein Novum der Serie, da mit ihnen der Sprung nach England gewagt wird: <strong>„King Of The Dub Rock Part 1“ und „Part 2“</strong>. Insofern ist der Box-Titel „The Missing Link“ ja verdammt clever gewählt. Produzent beider Alben ist der britische Sound-Man Lloyd Blackford a.k.a. Sir Coxsone Sound. In den sechziger Jahren benannten sich viele britische Sound Systems nach ihren jamaikanischen Vorbildern. Und da Blackfords ärgster Widersacher sich nach Duke Reid benannt hatte, wählte Blackford folgerichtig den Namen von Clement Coxsone Dodd. „King Of The Dub Rock Part 1“ erschien 1975 und enthielt Rhythms von Dennis Bovell und Gussie Clarke. Blackford mischte die Dubs selbst und verlieh den recht unterschiedlichen Sounds so eine gewisse Einheitlichkeit. Das Album ist aus historischen Gründen als „Missing Link“ durchaus interessant, bleibt aber hinsichtlich des Hörvergnügens weit hinter „Part 2“ zurück, der erst sieben Jahre später erschien (und damit den Sprung in die 1980er Jahre vollzog). Ich hatte mir das Album im Jahr seiner Erstveröffentlichung gekauft und war einerseits fasziniert von dem satten Klang, den starken Bläsersätzen und den schönen Melodien, andererseits war ich aber auch ziemlich irritiert von den Space-Invaders-8-Bit-Sounds, die wahllos in die Tracks gemischt waren. Zum Glück wurden diese Overdubs inzwischen entfernt, so dass sich die originalen Dubs hier in ihrer ganzen ungetrübten Schönheit genießen lassen. Nach meinem Geschmack war der Old School Dub zur Entstehungszeit dieses Albums auf seinem künstlerischen Höhepunkt – nur um kurze Zeit später in Jamaika auszusterben. Ich bin gespannt, ob die Boxenserie nun mit Jah Shaka und Mad Professor in England weiter geführt wird. „Escape To The Asylum Of Dub“ wäre doch eine perfekte Fortsetzung …</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51tx8lbaf8l_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-293" title="51tx8lbaf8l_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51tx8lbaf8l_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Wie wäre es mit ein wenig Dub aus Australien? Der gebürtige Brite Brian May werkelt down under an diversen Musikstilen herum, die alle eines verbindet: Dub. Unter dem Pseudonym Beam Up hat er nun das Album <strong>„Terra Sonica“</strong> (beamingproductions.com) veröffentlicht auf dem er Dubs präsentiert, die sich stilistisch nicht in ein Genre packen lassen, aber alle den Gesetzen des Dub gehorchen. Das Spektrum reicht von Worldmusic über Reggae bis Dubstep. Nach meinem Geschmack sind genreübergreifende Experimente ja prinzipiell spannend, hier aber will der Funke nicht so recht überspringen. Die Mixe sind brillant, allein an den Rhythms hapert‘s. Die könnten etwas mehr Groove gebrauchen.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51zdyqiesl_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-294" title="51zdyqiesl_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/51zdyqiesl_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Angenehm traditionell geht es hingegen auf dem neuen Album von Aldubb zu: <strong>„Aldubb Meets Ras Perez“</strong> (MKZwo Records). Da weiß man, was man hat! Schöne Roots-Dubs, ganz unaufgeregt, ohne Anspruch auf einen Innovationspreis, einfach nur fette Basslines, große Echo-Chambers und ein schöner Old-School-Sound. Entstanden sind die Aufnahmen während vieler Probe-Sessions im hauseigenen Berliner Studio von Aldubb. Drums und Percussion hat der Dub-Meister himself eingespielt, Ras Perez übernahm den Rest. Ein Album, das gewissermaßen unbeabsichtigt entstanden ist. Beim Jammen ließen die Beiden einfach das Band mitlaufen: „Irgendwann waren es so viele Dubs, dass es einfach mal auf CD musste.“ Richtige Entscheidung! Ist ein gutes Album geworden.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/518z6ejx0l_sl500_aa240_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-295" title="518z6ejx0l_sl500_aa240_" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/518z6ejx0l_sl500_aa240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Dubstep darf nicht fehlen – vor allem nicht, wenn er von Kanka kommt, jenem französischen Steppers-König, der zuletzt mit seinem Album „Don‘t Stop Dub“ unsere Nachbarn aus dem Bett katapultierte. Unter dem Pseudonym Alek 6 hat er nun das Dubstep-Album „Inside“ (Hammerbass.fr) vorgelegt, das kompromisslos hält, was wir uns von Kanka versprechen, nämlich Bass, Bass und Bass. Drum herum erklingen jetzt allerdings, anders als gewohnt, nur wenige Offbeats – statt Warrior-Style gibt es düstere Elektronik und rigiden Minimalismus. Gelegentlich lodern ein paar Jungle-Breakbeats auf, ansonsten hält sich der Ideenreichtum allerdings in Grenzen. Doch wer braucht für eine betäubende Bass-Dröhnung schon Ideen? Hauptsache die Hose flattert.</span></p>
<p><a href="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/nowa.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-296" title="nowa" src="http://dubblog.de/wp-content/uploads/2010/07/nowa.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p><span>Zum Abschluss noch etwas leicht obskures, nämlich ein polnisches Dub-Album von einer Band namens DUP!: „Dup! Session In Something Like Studio“ (dupmusic.com). Das gesamte Presseinfo besteht aus diesen zwei Sätzen: „Wir heißen Dup und präsentieren stolz unser erstes Album. Wir spielen Dub-Musik und unser wichtigster Einfluss ist der Oldschool-Sound alter jamaikanischer Aufnahmen“. Knapp, aber präzise. „Old-School-Dub“ trifft die Sache ganz gut: Dubs, die fast live gespielt klingen, voller Atmosphäre, mit virtuosen Percussions und richtig schönen Basslines. Und natürlich mit Tubby-mäßigen Mixen und extra-sauberem Sound.</span></p>
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