Scientist Meets Hempress Sativa in Dub

Anfang letzten Jahres legte Hempress Sativa ihr viel beachtetes Debut-Album „Unconquerebel“ vor – eine faszinierende Old-School-Produktion, die dem Sound der frühen 1980er Jahre huldigte. Was nicht zuletzt auch daran lag, dass einige der Studio-Heroen jener Zeit maßgeblich beteiligt waren: Earl „Cinna“ Smith, Robby Lynn und Errol „Flabba“ Hold zum Beispiel. Und dann war da noch ein gewisser Scientist, der die Hälfte der Tracks gemixt hatte und damit ganz wesentlich zur Qualität des Albums beitrug. Der Dub-Meister war hier ganz in seinem Element. Was lag also näher, als das zu tun, was vor vierzig Jahren noch übliche Praxis war, nämlich dem Hit-Album ein Dub-Album folgen zu lassen. Hier ist es nun: „Scientist Meets Hempress Sativa in Dub“ (Conquering Lion Records). Abgesehen von der Problematik, dass es durchaus Fragen aufwirft, ob es sinnvoll ist, antiquarische Musik zu produzieren, lässt sich bei „Scientist Meets Hempress Sativa in Dub“ nur konstatieren, dass es ein schlicht superbes Dub-Album geworden ist. Es vereint alle Tugenden guter alter Dub-Music: wunderschöner, warmer Ambience-Sound, klassisch jamaikanisch groovende Beats und wirklich spannendes, inspiriertes Dub-Mixing. Trotz langer Berufspause hat Scientist es noch drauf – viel besser als das, was zuletzt an Dubs z. B. von King Jammy aus Jamaika herüber geschallt war. Und dann wäre da noch diese absolut brillante Sound-Qualität! So fein aufgelöst dürfte man 80ies-Dub noch nie gehört haben. Und das allein ist ja schon ein Grund, dem 2018er Remake ein Ohr zu leihen.

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „Scientist Meets Hempress Sativa in Dub“

  1. Wow, was für starke Releases dieser Tage auf meine Ohren warten. Auf diesen freu ich mich auch besonders. Und grad läuft das DIng von unserem Freund Steve V. zum Frauenkampftag auf meiner beinahe-dekadenten Schlafzimmer-Anlage.

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