Dub Evolution, November 2010

Ich bin ein großer Freund des Minimalen, was vielleicht meine Vorliebe für Dub erklärt, denn Dub ist eine minimalistische Musik. Das Großartige an Dub ist aber, dass dieser Minimalismus nicht langweilig wird, denn innerhalb seiner engen Grenzen, bietet Dub einen wahren Kosmos an Möglichkeiten. In einer Komposition aus wenigen Elementen, hat die Veränderung eines einzelnen der Elemente eine viel größere Relevanz fürs Ganze, als in einer Komposition, die aus sehr vielen Elementen besteht. Dub zu produzieren heißt daher, die musikalischen Elemente sehr präzise zu komponieren und zu manipulieren. Statt ein vorhandenes Musikstück mit Effekten aufzupeppen, geht es um das genaue Gegenteil, nämlich darum, Musik so weit zu reduzieren, dass jeder einzelne Bestandteil, jedes Instrument, jeder Ton, dessen Klang und Kontext Bedeutung gewinnt. Aus diesem Grund, ist das Anhören von Dub eine andere Erfahrung als der Genuss eines „normalen“ Musikstücks. Während wir einem normalen Musikstück folgen wie einer Erzählung, also gewissermaßen „gegenständlich“ mit einem klaren Fokus auf Gesangsmelodie und Text, betreten wir bei Dub einen abstrakten akustischen Raum, in dem sich unsere Aufmerksamkeit nicht an einem bevorzugten Gegenstand festhalten kann, sondern vielmehr jedem Einzelnen sowie zugleich dem Ganzen gilt. Vielleicht rührt daher der meditative Charakter von Dub: Er evoziert beim Hörer einen Zustand der vollständigen Offenheit und Achtsamkeit.

Beim Hören von Alborosies neuem Album „Dub Clash“ (Shengen/Import) erging es mir wieder genau so. Es ist eine Musik, in deren Tiefe man als Hörer eintaucht und sie in fast meditativem Zustand, aber mit hellwachem Geist, erlebt. Hier ist jedes Detail sorgsam ausgewählt, platziert und arrangiert. Alles ist am richtigen Platz, nichts dürfte fehlen, ohne dass das austarierte Gleichgewicht der Komposition zerstört würde. Hier haben wir den glücklichen Fall, dass hervorragende Produktionen einer kongenial ausgeklügelten Dub-Prozedur unterzogen wurden, mit dem Ergebnis, dass die Dubs besser sind als die Vocal-Originale. Während Albos Songs zweifellos gut sind, so bleibt es doch den Dubs vorbehalten, das musikalische Erlebnis zu einer wirklich faszinierenden, reichen Erfahrung werden zu lassen. Ein wichtiger Grund für das Zustandekommen dieser Erfahrung ist Alborosies Vorliebe für gute, alte, analoge Studiotechnik, der seine Musik einen unglaublich reichen, warmen und harmonischen Sound verdankt, voller Komplexität und Tiefe. Seine andere Vorliebe gilt klassischen Riddims wie z. B. „Bobby Babylon“, „Full Up“ oder „When I Fall In Love“, was nicht nur schöne Basslines garantiert, sondern ebenfalls ein interessanten Aspekt des dem Dub eingeschriebenen Minimalismusprinzips darstellt. „Analoge Studiotechnik“ und „klassische Riddims“ klingt nach Old School – und das ist es auch und zwar volle Kanne. Nicht ohne Grund widmet Albo das Album King Tubby. Vor allem das erste Stück, das bezeichnender Weise mit „Tribute To The King“ betitelt ist, könnte von eben jenem gemischt worden sein. Doch im weiteren Verlauf emanzipiert sich Alborosie von der Vorlage und findet zu seinem eigenen Sound, der mit einem Bein in der Klassik, mit dem anderen aber im Hier und Jetzt steht. Je weiter das Album voranschreitet, desto reduzierter und hypnotisierender werden die Dubs, gewinnen an Erdung und Intensität und ziehen den Hörer immer tiefer in ihren Bann, bis schließlich die letzten Töne des sechzehnten Tracks verklingen und man aus der musikalischen Meditation erwacht – erfrischt und befriedigt und ein wenig verwundert darüber, warum diese großartige Musik Dub in Jamaika ausgestorben ist und erst ein Europäer sie dorthin zurück bringen muss.

Aus dem Heimatland Alborosies, Italien, kommt auch die Wicked Dub Division, ein typischer Vertreter der sehr starken Dub- und Roots-Szene jenseits der Alpen. Soeben ist das erste Album der Division erschienen: „The Singles Collection“(WDD/Download). Darauf bieten sie in gewisser Hinsicht ein echtes Kontrastprogramm zu Albos „Dub Clash“, denn statt ausgeklügelter Kompositionen und feinfühliger Mixe, geht‘s hier dubtechnisch voll auf die 12: Steppers galore, wuchtig, brutal, kompromisslos. Aufgebaut als Showcase-Album, gibt‘s stets zuerst die A-Seite der Single und dann den Dub. Doch nicht selten ist die Vokalversion ebenfalls ein Dub und der Gesang eher rudimentär vorhanden. Wer auf diese Art von UK-Steppers-Neuinterpretation steht, der könnte sich auch mal das etwas ältere Album von R.estistence in Dub, „Avampuest Dub“ (Alambic Conspiracy/Download) anhören.

2003 erschien das Pink-Floyd-Remake „Dub Side Of The Moon“. Damals schrieb ich in dieser Kolumne (ja, so lange gibt es sie schon!): „Schade, dass hier eine Menge Energie und eine noch größere Menge Innovationswillen auf das falsche Projekt verschwendet wurden. Vielleicht musste es aber mal versucht werden, um das Thema abhaken zu können – denn auch im Scheitern liegt die Chance zur Erkenntnis“. So kann man sich irren. Was ein Urteil hinsichtlich des Scheiterns im musikalischen Sinne betrifft, nehme ich nichts zurück. Im kommerziellen Sinne ist das Projekt jedoch alles andere als gescheitert. Unzählige (wahrscheinlich) Rock-Fans, stürzten sich auf das Album und ließen es zu einem der erfolgreichsten der Dekade werden. Anlass genug für die Easy Star All-Stars um Lem Oppenheimer, den Relaunch zu relaunchen. Dazu haben die Amis vor allem britische Dubber wie Groove Corporation, Dreadzone, Adrian Sherwood oder Mad Professor angeheuert, um Remixe von „Dub Side“ zu erstellen. Das Ergebnis ist nun „Dubber Side Of The Moon“ (Easy Star/Broken Silence) betitelt und krankt nach meiner Auffassung an den gleichen Unzulänglichkeiten wie „Dub Side“, nämlich daran, dass die Pink Floyd-Rock-Songs einfach nicht mit Reggae harmonieren. Die Produktionen sind oft gar nicht so schlecht, doch unverständlicher Weise haben viele Remixer die Gesangspassagen in ihre Dubs übernommen und damit das Ergebnis ungenießbar gemacht. Aber vielleicht stehe ich mit meiner Meinung auch alleine da. Meine Reggae-Facebook-Freunde haben sich jedenfalls ziemlich positiv über das Album geäußert und vor allem Mad Professor gelobt, der hier angeblich zu alter Größe zurück findet. Na ja, ich wollte es nur erwähnt haben …

Easy Star bedient den amerikanischen Markt übrigens auch mit den Produktionen der neuseeländischen Band The Black Seeds, die nun – wie passend – auch ein Remix-Album vorlegen: „Specials – Remixes And Versions From Solid Ground“ (Best Seven). Wie der Titel bereits klar stellt, haben wir es hier mit einem Remix ihres letzten Albums zu tun, wobei zu erwähnen ist, dass es sich bei den Remixes keineswegs ausschließlich um Dubs handelt. Überhaupt ist den Black Seeds mit dem klassischen Begriff von Dub nicht wirklich beizukommen. Ihr musikalischer Mix aus Reggae, Funk, Soul, Afro-Beat und recht untypischem (und witziger Weise stark an Fat Freddy‘s Drop erinnernden) Gesang, lässt einfach keinen deepen Dub-Mix zu. Die Musik klingt zu luftig, zu gutgelaunt und ist stets mehr Song statt Sound. Wer also auf der Suche ist nach einem eher unkonventionellen, souligen Reggae-Album mit gelegentlichen Dub-Exkursionen, der sollte sich die Specials mal zu Gemüte führen. Ansonsten reicht „Solid Ground“ als Begleitmusik zum Sonntagsfrühstück vollkommen aus.

Das dänische Chill-Out-Label Music For Dreams hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, obwohl Labelchef Kenneth Bager schon seit geraumer Zeit EPs mit Dub-inspirierter elektronischer Musik veröffentlicht. Nun ist die Compilation der EP-Compilations erschienen: „World Dub Pastry Vol. 1-5“ (Music For Dreams/Download). Auf ihr finden sich 20 Tracks, die sich vielleicht am besten als Ibiza-Chill-Out-Dubs bezeichnen lassen und sich stilistisch irgendwo zwischen Minimal-House und Reggae-Dub mit gelegentlichen Worldmusic-Einsprengseln einordnen lassen. Die Musik hat einen schönen warmen Klang, sanfte Beats und einen entspannten Flow. Gefällt mir eigentlich ganz gut, obwohl es mir nicht gelingt, mich länger als zehn Minuten auf die Musik zu konzentrieren. Ich habe das Album jetzt bestimmt schon fünf mal gehört und kann mich darin immer noch nicht orientieren. Den durchweg sehr feinfühlig produzierten Stücken fehlt es schlicht und ergreifend an Ecken und Kanten. Statt nach vorne ins Bewusstsein zu dringen, streben die Tracks in den Hintergrund, bilden einen Soundtrack, der eher gefühlt statt bewusst wahrgenommen werden will. Was fast schade ist, denn die Beats, Sounds und Samples, die hier zum Einsatz kommen, sind für sich genommen richtig gut, nur im Zusammenspiel verlieren sie an Prägnanz und werden zur Klangtextur. Da aber genau das der Anspruch von Chill-Out-Music ist, gibt es hier eigentlich rein gar nichts zu meckern. Es gibt immer Situationen im Leben, wo man genau solche Musik gebrauchen kann.

So ziemlich das Gegenteil von Chill Out bietet das Netlabel Subbass (http://www.subbass.blogsport.de), das sich Dubsptep aus Deutschland verschrieben hat. Bereits im August veröffentlichte Label-Chef Uwe Heller die erste Labelcompilation „Subbass – Dubstep Made In Germany“. Darauf finden sich durchgängig hochwertige, klasse produzierte, energiegeladene Tracks, die voller Ideen stecken und zusammen ein äußerst abwechslungsreiches Album ergeben. Statt länger darüber zu lesen, hört es euch doch selber an. Es steht kostenlos zum Download bereit: http://subbass.blogsport.de/releases/

Meine Wertung:

Meine Dub Top 10 des Jahres 2010

1. Adrian Sherwood & Lee Perry: Dubsetter
2. Alborosie: Dub Clash
3. Dubmatix: System Shakedown
4. Lee Perry: Sound System Scratch
5. Hey-O-Hansen: We So Horny
6. Various: Evolution Of Dub Vol. 5
7. Dubblestandart: Marijuana Dreams
8. Dubkasm: Transformed in Dub
9. Various: Jahtarian Dubbers, Vol. 2
10. Various: Shatter The Hotel

Meine Wertung:

Italian Dub Community

Die Fackel europäischen Dub und Roots wurde schon vor Jahren vom vereinigten Königreich an Frankreich weitergerecht. Inzwischen ist das Dub-Feuer auch schon in Italien angekommen und lodert dort wie ein mächtiger Waldbrand. Den Beweis gibt es als kostenloses Net-Release: „Italian Dub Community – Showcase Vol. 2„. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt diverser italienischer Roots-Bands und Dub-Producer, die hier unfassbare 45 Tracks aus ihrem Oevre zusammengeworfen haben. Die Qualität des Albums ist ausgesprochen gut – zweifellos der beste Net-Release auf den ich je gestoßen bin. Erstaunlich, auf welchem Niveau die Italiener Roots produzieren – meilenweit von dem glatten jamaikanischen Roots der Gegenwart entfernt, ganz in der Tradition von UK-Dub stehend und doch eine konsequente Weiterentwicklung. Im Showcase-Style folgen hier Dub-Versions auf die Songs und bieten durchgehend einen grandios fetten Steppers-Sound. Faszinierend, dass sich die Italienischen Dubber – unter dem Motto „Cooperation No Competition“ – so einig darüber sind, wohin sie mit ihrem Sound wollen. Wer nicht ganz genau hinhört, könnte meinen, hier das Album einer einzigen Band zu hören. Tatsächlich aber stammen die Bands und Producer aus allen Landesteilen des Stiefels und waren mir – abgesehen von den BR. Stylers und R.esistence – bisher unbekannt. Schön, dass das Dub-Universum immer noch Überraschungen bereit hält.
Wer nach den 45 Tracks noch mehr Stoff braucht, der kann noch den „Showcase Vol. 1“ von 2008 herunterladen.

Meine Wertung:

Fat Freddy’s Drop: Live At Roundhouse

Fat Freddy‘s Drop sind nach meinem Geschmack zur Zeit definitiv eine der interessantesten Reggae-Bands auf dem Globus, was schlicht und ergreifend an dem sehr eigenwilligen, kaum einzuordnenden Stil der Neuseeländer liegt. Sie durchkreuzen im untersten BPM-Drehzahlbereich eine rätselhafte Landschaft, wo der Boden aus Dub, die Berge aus Reggae, die Bäume aus Jazz und der Himmel aus Soul bestehen. Vielleicht ist es sogar eine Unterwasserlandschaft, durch die der dicke Freddy, mit bleibeschwerten Schuhen, im Zeitlupentempo stapft. Der Schall wird durch das Wasser gedämpft und verwandelt sich in dunkles Grollen, während gemächlich aufsteigende Luftblasen Stimmen und Töne freisetzen. Ja, das ist ein schönes Bild. Verfrachtet man es gedanklich in die einzigartige Welt Neuseelands, dann bekommt man eine Vorstellung davon, was Fat Freddy‘s Drop ausmacht. Und nun machen wir noch ein Gedankenexperiment, indem wir uns vorstellen, dass wir diesen trägen, lässigen, schweren Sound nicht in 4-5-Minuten-Häppchen genießen, sondern in einem Kontinuum von 10 Minuten aufwärts. Denn das ist die Qualität von „Live At Roundhouse“ (The Drop/Rough Trade), einem Konzertmitschnitt vom Dezember 2008, bei dem wir der siebenköpfigen Band dabei zuhören können, wie sie einen Song 15 Minuten und länger improvisierend variieren. Dass dies das eigentliche, authentische und einzig wahre Fat Freddy‘s Drop-Erlebnis ist, braucht wohl kaum erwähnt zu werden (vor allem, wenn man es hätte live miterleben dürfen). Das damals noch ungehörte Material diente ein Jahr später als Grundlage für das Album „Dr. Boondigga & The Big BW“. Wir hören also vor allem Stücke dieses Albums, das sich ja bekanntlich etwas vom Reggae-Fundament des Vorgängers entfernt hatte. Trotzdem: Ich bin begeistert.

Meine Wertung:

Lee Perry: Sound System Scratch

Es gibt immer wieder Gründe, ein Album mit Material von Lee Perry zu veröffentlichen. Oft sind es fadenscheinige Vorwände, um altes Material erneut kommerziell auszuschlachten. Doch Pressure Sounds hat jetzt eine neue, überraschende Idee gehabt: Sie haben nämlich alte Dub-Plate Specials eingesammelt, die Perry in den 1970er Jahren für diverse Soundsystems geschnitten hatte, diese teils glattgehobelten Acetatscheiben aufwändig restauriert und zu dem faszinierenden Album „Sound System Scratch“ (Pressure Sounds/Groove Attack) zusammen gestellt. Dabei zeigt sich, dass Perrys Dub Plates keineswegs nur die Kopie eines bloßen Rhythm-Tracks waren, sondern dass der kreative Derwisch, der er war, für jeden Auftrag einen exklusiven Remix anfertigte. Man kann sich leicht vorstellen, dass bei einem so ephemeren Produkt wie einem Dub Plate, also einem Produkt für eine begrenzte Hörerschaft und mit kurzer Halbwertszeit, Perrys Experimentierlust in Wallungen geriet. Hier galt es nicht, einen kommerziellen Erfolg zu erzielen, also Ecken abzuschleifen und Kanten wegzubügeln. Im Gegenteil, hier war alles möglich; ein weites Experimentierfeld, dessen Grenzen kein Hindernis für Lee Perry darstellten. Und so nutzte er die Studiotechnik nicht nur äußerst kreativ, sondern auch weit über ihre Möglichkeiten hinaus – was nicht selten auf Kosten der Soundqualität ging. Doch erst das endlose Um- und Ineinanderkopieren diverser Tonspuren und Samples brachte den typischen, vielschichtig komplexen Black Ark-Sound hervor. Diesem Sound huldigen die hier vorliegenden Dub Plates. Sie nehmen uns mit auf eine faszinierende Exkursion durch die multiplen Dimensionen des Klangraumes der Schwarzen Arche, mit ihrem typischen, hüpfenden Bass, dem Non-Stop-Phasing und natürlich den scheppernden Becken-Klängen. Vor dem inneren Auge entsteht ein Bild des Black Ark Studios, das für Perry eine Wohnung war, vollgestopft mit Instrumenten, Studio Equipment, Voodoo-Utensilien und Kram jeder Art. Die Wände flächendeckend mit Bildern und Drucken gepflastert. Hitze, Ganja-Qualm und das Aroma von jamaikanischem Rum, der Perrys Blutbahn durchströmte. Die Musik, die in dieser Atmosphäre entstand, war nicht von dieser Welt. Vielleicht war sie ein direkter Ausfluss von Perrys damaligem Genius, entstanden ohne die kontrollierende Einflussnahme des Bewusstseins: eine direkte Materialisierung von Perrys unergründlich wirrem Geist. Mystisch, obskur und geheimnisvoll, und genau deshalb so ungemein faszinierend. Eine Musik, die ihren Wert bis heute erhalten hat und der ich bei jedem Hören von neuem verfalle. Nach manch akademisch anmutendem Release ist Pressure Sounds mit „Sound System Scratch“ wieder einmal eine richtig fundamentale Kompilation gelungen. Ein Album, das in wunderbarer Weise die Schönheit und die unglaubliche Innovationskraft des Reggae der 1970er Jahre ins Bewusstsein ruft und das nicht in die Sammlung gehört, sondern in die Ohren!

Meine Wertung:

Dubblestandart: Marijuana Dreams

Freude: wieder ein neues Album von Dubblestandart: „Marijuana Dreams“ (Collision/Groove Attack). Das nunmehr zwölfte und das mit kaum einem Jahr Abstand zum letzten, zu Recht hochgelobten „Return From Planet Dub“. Die Wiener Jungs haben haben wirklich Hummeln im Hintern. Die wollen nur spielen! Und das hört man ihrer Musik auch an. Denn vom Gros der programmierten, synthetischen Dub-Musik unserer Tage, setzt sich die vierköpfige Kombo mit ihrem virtuosen, handgespielten Sound wohltuend ab. Ein Sound übrigens, der mich nicht selten an Adrian Sherwoods Style der 1990er Jahre erinnert. Es ist ein drängender, schneller, in gewisser Weise sogar aggressiver Sound, der seine Nähe zum Industrial nicht verleugnen kann. Kraftvolle Beats, gespickt mit Vocal-Fetzen von so illustren Gästen wie Lee Perry oder David Lynch – womit „Marijuana Dreams“ nahtlos an das Vorgängeralbum anknüpft, denn einige der Tracks, wie z. B. der Jean Michel Jarre-Remix oder Perrys „I Do Voodoo“ und „Chase The Devil“, stammen vom Planet Dub und werden hier in remixter Form erneut auf die versammelte Hörerschaft abgefeuert. Zieht man noch die vier Bonus-Dub-Versions ab, dann entpuppt sich die Sammlung neuen Materials mit sieben Stücken als einigermaßen übersichtlich – was aber nicht als negative Kritik verstanden werden darf, denn bei Dub ist der Remix ja bekanntlich eine Tugend. Womit wir bei der zweiten Qualität der Wiener wären, nämlich ihren Dub-Mixing-Skills. Das machen sie wirklich gut. Ihre Dubs haben eine gute Dramaturgie, sind abwechslungsreich instrumentiert, durchaus üppig arrangiert und mit vielen FX und Samples gespickt. Minimalismus ist das nicht gerade – aber die Tracks erst eigenhändig einzuspielen, nur um sie dann auf Drum & Bass zu strippen, würde mir auch keinen Spaß machen. Spaß machen mir jedoch die wenigen, aber herausstechenden Vocal-Tunes. Während Dubblestandart es hervorragend verstanden haben, das Non-Stop-Geblabber von Mr. Scratch auf kleine Vocal-Schnipsel zu beschneiden, kommen in ihren Marijuana-Träumen auch zwei „richtige“ Sänger bzw. Deejays vor: Anthony B und Elephant Man. Ich muss zugeben, dass ich mir Elephant Man nicht wirklich auf dem Dubblestandart-Sound hatte vorstellen können – muss aber zugeben, dass Ele ein richtig guter Dienstleister ist und den Wienern ein perfekt passenden Song auf die Dub-Beats gezimmert hat. Anthony B ist sogar noch eine Spur besser. Dann wäre da noch David Lynch, der allerdings eher als Marketing-Gag, denn als echter Vokalist mit von der Partie ist. Cool ist allerdings der Dubstep-Remix seines „Songs“, fabriziert vom New Yorker Subatomic Sound System, der das Album beschließt. Fassen wir also abschließend merkfähig zusammen: Album = gut!

Meine Wertung:

Best Of Deep Root

Neil Perch ist einer der wenigen, unermüdlichen Sound System-Betreiber und Produzenten, die sich Anfang der 1990er Jahre dem Dub-Sound (instrumental oder mit Gesang) verschrieben haben und heute noch aktiv sind. Unter dem Motto „Dubwise – No Compromise“ hat er den Aufstieg des UK-Dub und dessen Niedergang erlebt, hat mit Zion Train an der Spitze der Bewegung gestanden, einen Major-Deal in der Tasche und die Geschicke des Dub in der Hand gehabt. Ein wahrer Veteran und Dub-Aktivist. Seit 1998 veröffentlicht er auf seinem Label „Deep Roots“ zumeist eigene Produktionen, ausschließlich Vinyl im 7“- und 10“-Format. Nun ist Premiere, denn mit „Best Of Deep Root“ (Universal Egg/Cargo) erscheint das erste Album und die erste CD. Der Titel sagt es ja schon: versammelt sind hier die Highlights des Labels, 8 Stück an der Zahl, stets als Vocal-Version gefolgt vom Dub (also 16 Stücke insgesamt). Mich verbindet mit dem Sound von Neil Perch eine echte Hassliebe. Eigentlich will ich 20 Jahre nach dessen Erfindung keinen UK-Stepper mehr hören. Die Synthie-Sounds haben sich verbraucht, der militante Beat hat sich die Füße wund marschiert. Aber! Wenn die Dubs losstürmen, wenn der Bass explodiert und mir die Bassdrum in den Magen schlägt, wenn die intensive Energie des Rhythmus mir Schockwellen durch den Körper jagt und mein Hirn in die Windungen der Echokammer saugt, dann, ja dann bin ich wieder ein großer Fan dieses stolzen, altehrwürdigen Sounds von Mr. Perch!

Meine Wertung:

Dub Foundation

Nachdem nun Greensleeves mit der „Evolution of Dub“-Serie die Geschichte des Dub nacherzählt hat, wollte wohl auch Trojan die durch die Popularität von Dubstep herbeigeführte Gunst der Stunde nutzen, dies ebenfalls zu tun – allerdings in einem etwas reduzierteren Rahmen. Statt, wie Greensleeves gleich mehrere 4-CD-Boxen zu veröffentlichen, beschränkt sich Trojan auf eine Doppel-CD – allerdings mit immerhin 40 Tracks: Foundation Dub (Trojan/Sanctuary). Und da sich Trojan nicht lumpen lässt, haben sie hier eine Sammlung der besten und wichtigsten Dubs ihres Archivs zusammengestellt, beginnend in den frühen 1970er und enden Anfang der 1980er Jahre. Alle wichtigen Dub-Produzenten und Mixer der Ära des klassischen Dubs sind dabei: Augustus Pablo, King Tubby, Niney, Prince Jammy, Scientist, Linval Thompson, Bunny Lee und natürlich (und vor allem): Lee Perry. In chronologischer Folge kann man sich hier durch die Geschichte des Dub hören, verfolgen, wie sich der Sound verändert hat und wie die Mixe erst immer komplexer und schließlich wieder ganz einfach wurden, kann tief eindringen in die Dub-Mystik des Black Ark-Studios, Jammys Virtuosität lauschen und natürlich Tubbys Routine bewundern. Es ist eine Zeitreise von der Instrumentalversion zum puren Sound, von der B-Seite in die Abstraktion, von der Zweitverwertung zur eigenständigen Kunst. Eine Reise anhand absolut essenzieller Dubs, eine Reise übrigens, die gar nicht akademisch daherkommt, sondern genau das bietet, wofür Dub erfunden wurde: Spaß.

Meine Wertung:

Dub Evolution November 2009

„Filz“. Welche Konnotationen begleiten dieses Wort? Wärme, Behaglichkeit, gedämpfter Schall, Weichheit? „Felt“ (Dubmission), das ist der Titel des neuen Dub-Albums von International Observer (hinter dem sich der britische Producer Tom Baily verbirgt, der in den 1980er-Jahren die Pop-Band „The Thomson Twins“ leitete). Die darauf zu hörende Musik ist die Klang gewordene Assoziation des Titels; wunderschöne, melodiöse, warme, behagliche Dub-“Songs“. „Songs“ deshalb, weil die Dubs sich wie vollwertige Songs „anfühlen“, ohne dass tatsächlich Gesang zu hören wäre. Es sind kunstvolle Kompositionen, in denen jeder Ton, jeder Beat sorgfältig abgewogen und austariert zu sein scheint. Alles fließt, blubbert, rollt – unendlich relaxed und doch höchst spannungsvoll. „Relaxed“ nicht „seicht“!: Die mit Filz ausgestopften Bässe wummern kraftvoll im 44-Herz-Keller und die Sogwirkung der synkopierten Beats saugt Ohren, Kopf und Bauch unaufhaltsam durch den Viervierteltakt. Es sind eingestreute Melodica-Melodien, Klänge einer akustischen Gitarre, kontrapunktisch laufende Percussions, Akkordeon-Harmonien oder die vielen anderen, sparsam aber effektvoll eingesetzten melodiösen Zutaten, welche die Musik so entspannt wirken lassen. Tom Baily versteht Dub nicht nur als Sound, sondern als komplexes musikalisches Gebilde, das mit Bauch und Kopf zugleich wahrgenommen werden will. Es ist ein Beispiel für die Kunst, Komplexität leicht und einfach erscheinen zu lassen. Alles ist evident, selbstverständlich, klar und folgerichtig – mit einem Wort: perfekt!

Die Evolution geht weiter – und zwar mit der natürlichen Auslese: „Evolution of Dub, Volume 4, Natural Selection“ (Greensleeves). Nachdem Greensleeves die Reihe mit der Joe Gibbs-Produktion „Dub Serial“ von 1971 eröffnete, steht nun die vierte CD-Box ganz im Zeichen des visionären Produzenten und seines genialen Toningenieurs Errol Thompson.

Die Auslese beginnt im Jahr 1976 mit dem Album „Joe Gibbs & The Professionals: State Of Emergency“ das uns 10 sehr angenehmen Dubs im locker gespielten„Rockers-Style“ präsentiert. Garniert mit schönen Bläser-Melodien –, was die Tracks eher nach Instrumentals denn nach Dub klingen lässt. Zitiert werden hier vor allem klassische Riddims wie John Holt‘s „Up Park Camp“, Jackie Mittoo‘s „Our Thing“ oder „Heavenless“. Jede Melodie eignet sich sich mitsummen und der militante Rockers-Drumstyle lässt die Musik fliegen – ich muss zugeben, dass ich sehr auf den Sound dieser Zeit stehe. Nach den eher trockenen Bunny Lee-Produktionen, bekommt der Reggae nun einen gewissen Swing und die Rhythmen fangen wieder an zu rollen – worauf sich vor allem die „Mighty Two“ (Gibbs & Thompson) prächtig verstanden. Übrigens: Das Cover, auf dem jamaikanische Sicherheitskräfte drei vermeintliche Delinquenten durchsuchen, wurde angeblich 1977 von The Clash für das Album „White Riot“ zitiert.

Album zwei der Box – „Majestic Dub“ von 1979 – stand stets im Schatten von Gibbs berühmter „African Dub“-Serie. Zu unrecht, wie sich hier zeigt, denn das Album enthält einige wirklich bemerkenswerte Stücke. Es unterscheidet sich sehr von „State Of Emergency“, ist ein echtes Dub-Werk mit abgespeckter Produktion und klassischem Dub-Mix. Doch Joe Gibbs gelang es wie stets, seine Tracks so zu arrangieren, dass sie nicht zu leer, zu minimalistisch klangen. Das lag nicht zuletzt daran, dass er sich nicht scheute, moderne (und ungewöhnliche) Synthie-Sounds einzufügen, während Thompson, der begnadete Dub-Mixer, seine Vorliebe für Samples auslebte. Letzterer zeichnet wohl auch für das gänzlich unpassende, aber in seiner elektronischen Fremdartigkeit auch wiederum typische Intro-Sample von Donna Summers „I Feel Love“ verantwortlich. Natürlich kommen auch hier wieder reihenweise bekannte Riddims und Sly Dunbars leichtfüßiger Drum-Style zum Einsatz – doch wer hätte etwas dagegen?

Ein weiter Sprung ins Jahr 1984 führt zum Unvermeidlichen, nämlich der „African Dub“-Serie, von der uns hier das eher unbekanntere, fünfte Kapitel zu Gehör gebracht wird. Lange nach den vorangegangenen vier Kapiteln der Serie veröffentlicht, erreichte es den Markt, als Dub in Jamaika bereits auf dem Sterbebett lag. Der Sound hatte sich stark verändert: statt „Rockers“ war nun „Dancehall“ der prägende Stil. Entsprechend langsam, schwer und bassorientiert waren die Stücke. Wir steigen direkt mit „Full Up“ ein, begegnen kurz darauf „Heavenless“, „Taxi“ und weiteren Classics. Schöne Melodien, satter Sound, gute Mixes – meiner Meinung nach das Beste Dub-Set der Box.

Doch Album vier harrt noch der Begutachtung: „Syncopation“ von Sly & Robbie und natürlich produziert von Mr. Gibbs. Es beschließ die Box, obwohl es aus dem Jahr 1982 stammt, also zwei Jahre vor „African Dub Chapter 5“ entstanden ist. Als Freund alter Sly & Robbie-Aufnahmen legte ich es vor den anderen dreien in den CD-Player – doch es enttäuschte mich! Zum einen, weil der Bass von Robbie kaum zu hören ist – unglaublich! Zum anderen, weil die Rhythm-Twins ihrem manchmal nicht ganz stilsicheren Faible für Pop-Songs freien Lauf ließen. So kommen wir z. B. in den Genuss des Beatles-Klassikers „Ticket To Ride“ (garniert mit einem grenzwertigen Rockgitarren-Solo) oder Leo Sayers „More Than I Can Say“. Dazwischen gibt es dann aber doch auch „ordentliches“ Material: auf „Space Invaders“ und „Laser Eyes“ hören wir Slys für diese Zeit typischen Syndrum-Shuffle-Rhythmus.
Wie gewohnt finden sich im Booklet der Box ausführliche Linernotes, die im ersten Teil die Evolutionsgeschichte des Dub fortschreiben und im zweiten Teil die Historie von Joe Gibbs minutiös referieren.

The Return of Dub Spencer und Trance Hill! Zwei Jahre wurde am neuen Album geschraubt, jetzt ist es fertig: „Riding Strange Horses“ (Echo Beach). Das vermeintlich italienische Duo, das aber tatsächlich ein Züricher Trio (rund um den Bassisten Marcel Stadler) war und nun zu einem Quartett angewachsen ist, nimmt den Titel offensichtlich wörtlich und präsentiert uns vornehmlich Cover-Versionen von Songs unterschiedlicher Genres. Wie bei Echo Beach guter Brauch, gibt es natürlich Versionen von The Ruts und Martha & The Muffins. Darüber hinaus hören wir (in diesem Kontext) wirkliche „strange horses“, die hier geritten werden, wie z. B. Metallica, Deep Purple oder Grauzone. Dazu gesellen sich gelegentlich kurze Vocal-Passagen von Lee Perry, Robin Scott, W. S. Burroughs, The Catch u. a. Das macht klar, dass wir es hier mit einem großen Rock-Remix zu tun haben, mit einer Echo-Chamber also, die aus Rock-Klassikern Reggae-Dubs macht. Faszinierend ist dabei, dass die Schweizer Jungs dazu das selbe Instrumentarium einsetzen wie die Rock-Größen in den Originalen. Und genau das ist der USP von Dub Spencer und Trance Hill: Sie spielen eigentlich Rock mit einem Reggae-Offbeat – was sie akustisch übrigens stark in die Nähe des New Yorker „Dub Trio“ bringt. Groove, Timing und One Drop stimmen, doch es sind Sound und Arrangements, die hier ihre Referenz zum Rock nicht leugnen können. Mich würde es nicht wundern, wenn alle Dub-Effekte zudem live gespielt wären, so dass die Musik genau das vermeidet, was Dub eigentlich ausmacht, nämlich die kreative Bearbeitung am Mischpult. Das Ergebnis ist jedenfalls eigenwillig und faszinierend – sofern man keine Probleme mit Hooklines wie „Smoke On The Water“ hat.

Finn the Giant ist ein Dub-Produzent aus Malmö, Schweden, der vor vier Jahren das „Heavyweight Roots Dub Reggae“-Netlabel „Giant Sounds“ gegründet hat (giantsounds.com). Nun ist die Zeit reif für die erste echte, physikalische CD-Veröffentlichung: „Dub Pon Top“ (Import). 14 Dubs hat der Gigant hier versammelt: Kraftvolle Steppers-Beats, deren digitale Herkunft unüberhörbar ist. Gelegentlich gibt es Melodica-Einsprengsel oder angerissene Synthie-Melodien, doch das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf den Grundrhythmen, die in stoischem, meditativem Takt voranschreiten.  Dabei ist es Finn durchaus gelungen, den Beat zu variieren und melodiöse und abwechslungsreiche Riddims zu bauen. Doch so inspiriert die Riddims auch sind, der Sound ist es leider nicht. Zwar sind die Tracks dynamisch abgemischt, so dass der Groove stimmt. Aber Finn gelingt es nicht, seinen synthetisch und irgendwie „eng“ klingenden Studiosound zu eliminieren. Seine Dubs könnten viel mehr Luft und Weite vertragen. Hoffen wir, dass die Erlöse von „Dub Pon Top“ für ein neues Mischpult reichen werden …

Nach den melodiösen Reggae-Basslines gibt es nun – zum Freiblasen der Ohren – eine Exkursion in die technoid wummernden Bass-Sphären des Dubstep. Mit „Steppas‘ Delight 2“ (Souljazz) liegt eine weitere wichtige Bestandsaufnahme der Szene vor. 26 Bass-gefüllte Tracks werden uns hier regelrecht um die Ohren gehauen und in die Magengrube gerammt. Bereits Track 1, „Grime Baby“ von Gemmy, macht klar, wohin die Reise gehen wird: In ein wütendes Bass-Inferno. Wer diesen Tune zu laut aufdreht, darf hinterher die Fetzen der Subwoofer-Membran vom Boden aufsammeln. Minimal aber gewaltig. Im Verlauf des Doppel-CD-Samplers begegnen wir auch weniger radikalen Statements sowie manchem angenehmen Garage-House-Groove, und werden ganz nebenbei feststellen, dass Dubstep sich inzwischen stärker differenziert hat und über ein größeres stilistisches Spektrum verfügt. Was sich übrigens auch an neuen Namen in der Szene ablesen lässt. So finden sich hier neben Benga und Appleblim kaum „Veteranen“. Doch das junge Gemüse macht einen guten Job und wir dürfen der Zukunft des Genres hoffnungsvoll entgegen sehen.

Ein weiterer, interessanter Dubstep-Release ist „Studio Rockers At The Controls“ (Studio Rockers). Auf diesem Sampler gibt es einige Reminiszenzen an Reggae wie z. B. Samples, Bläsermelodien oder ganze Reggae-Vocals. Die 23 Tracks sind von Tony Thorpe ineinander gemixt und stammen weitgehend aus dem Archiv des Studio-Rockers-Labels. Ich kann mich nicht erinnern, den Namen Tony Thorpe je gehört zu haben, angeblich ist er aber für seine Dub-Produktionen bekannt und hat sowohl Massive Attacks „Meltdown-Festival“ geleitet, als auch Remixes für Amy Whitehouse, Erykah Badu und Lee Perry geliefert. Wie dem auch sei – sein Parforce-Ritt durch die Welt des Dubstep zeugt von gutem Gespür für Bass & Beats. Wer eine erste, vage Exkursion in das neue Genre unternehmen will, der kann hier starten.

Meine Wertung: