Alpha & Omega: One by One

Christine Woodbridge (Bass) und John Sprosen (alles andere) firmieren seit den späten 1980er Jahren unter dem Namen Alpha & Omega. Wie kaum ein anderer Dub-Act (King Tubby und Lee Perry nicht mitgezählt), sind Alpha & Omega zu der vielleicht stärksten Dub-Marke aller Zeiten geworden. Warum? Das liegt einerseits an der schieren Dauer ihrer Produktionstätigkeit: 30 Jahre. Und andererseits liegt es daran, dass sie ihrem eigenwilligen Dub-Sound die komplette Zeit über absolut treu geblieben sind. Und genau das macht eine starke Marke aus: Kontinuität und Konsistenz. Soeben ist ihr neues Album „One by One“ (Steppas Records) erschienen. Und man glaubt es kaum: es klingt hundert Prozent nach Alpha & Omega! Interessanter wäre vielleicht zu erfahren, ob es hörenswert ist. Obwohl ich als ewiger Alpha & Omega-Fan vorbelastet bin, glaubt mir: „One by One“ ist wieder mal groß! Es besteht – wie zu alten Vinyl-Zeiten – aus lediglich zehn Tracks: fünf Vocal-Versionen und fünf Dubs. Dass die abgrundtiefen Dubs superb sind, versteht sich von selbst, aber auch die Vocals u. a. von Joe Pilgrim und Ras Tinny sind richtig gute, melodiöse Songs. Besonders gut gefällt mir Nai-Jah (er war mir schon auf Alpha Steppas Album „Kingdom“ so positiv aufgefallen), der hier den Titel-Track „One by One“ präsentiert. Neben den tiefgründig-poetischen Texten, zeichnen sich seine Songs durch betörend magische Melodien aus – was kongenial zu den Dschungel-Sounds der beiden Dub-Urgesteine passt. Also: Auch wenn schon zehn A&O-Alben in der Mediathek liegen: „One by One“ gehört dazu.

Meine Wertung:

2 Gedanken zu „Alpha & Omega: One by One“

  1. Ja, da muss ich dir recht geben, „One By One“ sollte bei keinem Liebhaber von Alpha & Omega in der Sammlung fehlen. Für mich ist diese Scheibe sogar mit Abstand die beste von A & O, da sie vielseitiger ist als all die, die ich sonst kenne. Besonders hat mich gefreut, Prince David mit seinem Tune „Poormans Style“ auf der Scheibe von Alpha & Omega wieder zu entdecken. Gerne präsentiert Prince David diesen Song bei Auftritten mit seinem Sound „MOA ANBESSA“, doch wurde der Song meines Wissens nach bislang nich veröffentlicht. Wunderbar, dass diese Lücke jetzt geschlossen wurde.

  2. Ich bin ja nun so ganz und gar kein Liebhaber von Alpha & Omega. Wenn Anonymous recht hat, liegt das wohl daran, das „One by One“ die mit Abstand beste A & O Scheibe ist, da sie anscheinend tatsächlich vielseitiger ist als all jene, die wir ( er und ich ) bisher kennen gelernt haben. Bisher waren A und O für mich immer das finsterste und düsterste, leider auch das deprimierenste „downliftment“ was ich in Sachen Dub kannte. Für mich war es immer zu düster muss ich gestehen. Und ja, ich habe auch Abwechslung und enthusiastische Dubspielereien vermisst. Bei „One by One“ habe ich jetzt auch schon so den einen oder anderen kleinen Psychotrick musikalischer Herkunft mitbekommen, der mich eventuell dazu bewegen könnte, mir tatsächlich meine immerhin zweite Alpha & Omega Scheibe zuzulegen.
    Klingt jetzt alles irgendwie geschwollen. Ich wollte ja nur sagen, „jo …. die Scheibe gefällt mir auch“.

    ( Aber Richie Phoe hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen …… sorry ich hab mich immer noch nich wieder einjekricht, was seine EP betrifft ) ………………….. Lemmi

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