Jah Schulz: A Railroad Session

„Jah Schulz“ – was für ein Name! Ist doch eigentlich Satire, oder? Stil-Zitat und Genre-Bekenntnis und zugleich eine absolute Distanzierung davon. Eine Haltung, die Jah Schulz’ (aka Michael Fiedlers) Musik prägt. Einerseits ist sie hundertprozentiger Reggae-Dub – andererseits hält sie trotzdem große Distanz zu den Genre-Klischees. Vielleicht liegt diese merkwürdig distanzierte Nähe an Michael Fiedlers langjähriger Auseinandersetzung mit Dub: „Als junger Kerl von 12 Jahren (ich bin 39) bin ich auf Mad Professor und Lee Perry Platten aufmerksam geworden. Mit Reggae hatte ich nicht viel am Hut, aber die Dub-Technik hat mich begeistert. Seitdem hat alles, was ich musikalisch mache auf irgendeine Art mit Dub zu tun“, erklärt er. Seine Künstlerpersönlichkeit „Jah Schulz“ existiert seit 2015 und steht für seine straighten Dub-Produktionen, die stets live eingespielt sind: „Der Plan war immer, wenn ich mal ein Dub-Album mache, dann muss das live entstehen. Ich mag die Ecken und Kanten im Dub, den „Schmutz“ und die Zufälle“. Nun ist das Debut-Dub-Album da: „A Railroad Session“ (Railroad Records). Auf ihm formuliert er seine ganz eigene Vision von tiefgründigem, hypnotischen, minimalistischen Dub. Stoische Rhythmen, reduzierter und doch – dank der Live-Instrumente – in den Details üppiger Sound, schlankes, aber effektives Mixing und kompletter Verzicht auf Vocals machen aus den Railroad Sessions ein absolut starkes und eigenständiges Dub-(Under-)Statement. Der Minimalismus der Tracks, ihre unbeirrt-repetitiv durchlaufende Bassline und die marschierende Bassdrum lassen manchmal eher an elektronische Musik oder gar Minimal als an Dub denken und sind gleichermaßen Club- wie Soundsystem-kompatibel. Gemastert wurden die Tracks übrigens von Dougie Wardrop (Conscious Sounds).

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „Jah Schulz: A Railroad Session“

  1. Eigentlich mal wieder viel zu früh für einen fundierten Kommentar von mir aber naja, was soll ich machen ……. hab´ hier noch ein bischen „Bereitschaftsdienst“.
    Auf jeden Fall scheint die Scheibe auch für Spotify zu neu zu sein. Da is nix. Alles was ich bisher dabei abchecken konnte war der Trailer auf youporn, äh quatsch YouTube meinte ich natürlich.
    Was mich ehrlich gesagt am meisten flasht, ist der bombastische Sound. Kann man echt nicht zuhause beim Tässchen Kaffee hören. Geht eigentlich gar nicht Zuhause ( jedenfalls nicht bei mir ). Diese Musik MUSS LAUT ! Und dann pumpt es aber richtig los. Faszinierend, das ein paar 20 Jahre alte Boxen das überhaupt übertragen können. Und es BLUBBERT wie ein dicker Schlammgeysir kurz vor der Ejakulation. GEIL !
    Ob die Riddims auch wirklich lange haltbar sein werden, kann ich jetzt noch nicht beurteilen aber ich habe auch schon so einen Moment gehabt, der mich an die abgefahrene Atmosphäre von „The Dub Projekt 2“ ( twilight … ) erinnert hat. Ich fühlte mich wie Alice im Wunderland als dann ( leider ) doch wider der SteppaRiddim losging und die ganze Magie zerstörte. Aber nunja, was willste machen. Alle Leute die nicht Tanzen können brauchen halt immer steppa steppa ( Foxtrott ) damit sie sich irgendwie doch bewogen fühlen, sich etwas zu bewegen.
    NEIN Lemmi ……….. jetzt hör doch mal auf immer so rumzuzicken …..

    Nix für ungut, die Scheibe läuft hier bestimmt noch öfter …………….. lemmi

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