Sly & Robbie: Book of Dubelation

Wieder ein neues Dub-Album von Sly & Robbie, wieder gemischt von Dartanyan Winston und veröffentlicht von Guillaume Bougards auf seinem Label Tabou1. Kennen wir alles schon in exakt dieser Konstellation vom Sly & Robbie-Album „Dubocalypse“ aus dem letzten Jahr (und zweier Vorgänger). Kurzfassung: Größtenteils langweilige Dubs, konventionell gemixt, aber mit gutem Sound und cool illustrierten Fantasy-Covern. Ähnliches gilt auch für das „Book of Dubelation“ (Tabou1). Sanfte, unaufdringliche und leider auch etwas belanglose Dubs, die nette Stimmungsträger für den Hintergrund abgeben, aber kaum dazu animieren, ihnen konzentriert zuhören zu wollen. Irgendwie vermitteln diese Dubs den Eindruck der Zweitverwertung. Klar, das trifft originär auf das ganze Genre des klassischen Dubs zu, aber oft emanzipiert sich der Dub vom Song-Original und gewinnt eine eigene, unvergleichliche Qualität. Hier jedoch leider nicht, obwohl Dartanyan durchaus eifrig an den Reglern dreht. Nur macht er es – nach wie vor – zu konventionell. Wie es besser geht, hat zuletzt Dubmatix mit seinem grandiosen Sly & Robbie-Album „Overdubbed“ bewiesen. Allerdings hat er sich auch nicht nur auf die Arbeit am Mischpult beschränkt, sondern alles rund um Sly & Robbies Drum and Bass neu aufgenommen. Also eher ein (invertierter) Remix, statt eines reinen Dubmixes. So sehr ich Sly & Robbies Musik liebe, so muss ich doch inzwischen erkennen, dass die beiden etwas zu Old-Schoolmäßig produzieren, um mich noch so richtig zu flashen.

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „Sly & Robbie: Book of Dubelation“

  1. Das Cover gefällt mir zunächst auch am besten. Erinnert mich an alte On-U.Sound – ganz besonders African Head Charge – Cover. Man sieht zwar alles klar und deutlich aber irgendwie weiß man auch nicht so genau, was man eigentlich sieht. Und genau so habe ich Musik auch am liebsten. Musik sollte für mich nicht so genau zu durchschauen sein und immer irgendwie mystisch klingen. Deshalb ja auch immer wieder gerne Dub, Dub und nochmal Dub.
    „Book of Dubelation“ hat eigentlich auch alles, was Dub so ausmacht aber ich gebe dir vollkommen Recht.
    „Sanfte, unaufdringliche und leider auch etwas belanglose Dubs, die nette Stimmungsträger für den Hintergrund sind.“
    Ich würde sagen “ SeniorenDub“. Wird also ab jetzt mit jedem Tag besser, je älter wir werden ;-)
    Nun ja, wenn ich erst fünf Dubscheiben hätte, würde ich sie mir wohl dringend zulegen aber so kann ich die ja bei Gelegenheit mal streamen ………………. lemmi

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