Alpha Steppa & Nai-Jah: The Great Elephant

Ich bin bekennender Fan von Alpha Steppas militant-meditativem Sound. Viel hat er von Vater und Tante (= Alpha & Omega) gelernt und zu einem eigenen Style weiterentwickelt. Die mystisch-dunkle Atmosphäre der beiden UK-Dub-Pioniere behält er bei, produziert aber insgesamt akzentuierter, mixt phantasievoller und garniert seine stoischen Beats zudem gekonnt mit elegischen Melodien. Vor allem aber hat er ein untrügliches Gespür für kongenial zu seinen Dubs passenden Gesang. Im nigerianisch-französischen Sänger Nai-Jah hat er nun den idealen Partner gefunden. Einen Créateur starker Melodien und engagiert-intelligenter Texte. Endlich mal ein Conscious-Sänger, der nicht die alten Muster reproduziert, sondern über den Horizont von Rastafari hinaus zu blicken vermag. So singt er von Korruption, Gier und Leiden in Nigeria, beschwört aber trotzig und sich selbstvergewissernd zugleich die Größe und Schönheit Afrikas. Vor allem ist es jedoch Nai Jahs faszinierende Stimme, die das gemeinsame Album von Alpha Steppa & Nai-Jah, „The Great Elephant“ (Steppas), zu einem sehr intensiven Erlebnis werden lässt. Es bietet 11 Vocal-Tunes gefolgt von 10 Dub-Versions. Auch wenn ich normalerweise die Dubs besonders empfehle, favorisiere ich in diesem Fall definitiv die erste Hälfte des Albums.

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „Alpha Steppa & Nai-Jah: The Great Elephant“

  1. Wenn ich es nicht genau wüsste, würde ich sagen, da singt doch Don Carlos !?!
    Eventuell sind die Bassfrequenzen hier so stark, das ich das nicht mehr so genau unterscheiden kann.
    Nun ja, inzwischen weißt Du ja, wie ich im allgemeinen zu programmierter Musik stehe. Für mich ist programmierte Musik nicht nur der Anfang vom Ende, sondern auch dafür verantwortlich, das die Polkappen abschmelzen und die Fische voller Plastik sind ;-) …………
    Beim Schnelldurchlauf auf Spotify hat mich „Africa is great“ aber dermaßen geflasht, das ich wieder mal sagen muss, das auch diese Musik durchaus meinen „G-Punkt“ treffen kann. Ich finde es nur schade das echte Musiker wohl bald gar nicht mehr gefragt sein werden, weil viele Menschen echte Musik eh kaum noch kennen und dann eben bald alles nur noch Ravioli aus der Dose ist. Auch Ravioli aus der Dose können ja bei extrem Hunger mal ganz gut schmecken aber besser schmecken die immer, wenn sie frisch gemacht werden.

    Greetings ………….. lemmi

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