International Observer: Free from the Dungeons of Dub

Endlich frei! Der International Observer liebt offenbar weite Dramaturgiebögen: Nach „From the Dungeons of Dub“ (2010) über „More Tales from the Dungeons of Dub“ (2013) und „Escape from the Dungeons of Dub“ (2017), erscheint nun mit: „Free from the Dungeons of Dub“ (Dubmission) der vielleicht letzte Teil der Dungeons-Saga. Beim letzten „Escape“ habe ich mich weit aus dem Fenster gelehnt und von meiner „persönlichen Definition modernen Dubs“ gesprochen, handele es sich doch „um hundert Prozent Reggae-Dub in absoluter handwerklicher Perfektion, die sich aber zugleich völlig vom Reggae emanzipiert hat.“ Tja, da kann ich jetzt wohl kaum noch einen drauf setzen: „Großartige Kompositionen, schöne Melodien, ausgeklügeltes Arrangement, perfektes Timing und unglaublich dynamischer, sauberer Sound“ – besser lässt sich die Musik des Ex-Thompson-Twins-Kopfes Tom Bailey nicht beschreiben. Auch das neue Werk rückt kein Nanometerchen von dieser Qualität ab. Mit jedem Beat wird deutlich, dass mit Tom Bailey ein Ausnahme-Talent am Werk ist, das sich jenseits kommerzieller Interessen und Szene-Credibility ganz egoistisch der reinen Lust an guter Dub-Music verschrieben hat. Ein absolutes Spitzen-Dub-Album, das hier nur deshalb nicht mehr Text erhält, weil schon alles gesagt wurde.

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „International Observer: Free from the Dungeons of Dub“

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