The Temple Brothers: Festival of Dub

Das Cover ruft Erinnerungen an Scientist „Heavyweight Dub Champion“ wach, ein magisch beleuchteter, nächtlicher Platz mit feiernden Menschen. Während bei Scientist ein erfolgreich bestrittenes Box-Duell gefeiert wird, ist es beim „Festival of Dub“ der aus New York stammenden Temple Brothers das jüdische Hanukkah-Fest. Inszeniert hat es der Ober-Tempelbruder und Bassist David Gould, der bereits 2011 mit einer Bill Laswell Co-Produktion „Dub of the Passover“ unseren Weg kreuzte. Auch damals feierte er jüdisches Musikerbe. Letztes Jahr erschien sein Album „Festival of Lights“ mit so gern gehörten Gästen wie Linval Thompson und Wayne Jarret, das traditionelle Songs des Hanukkah-Fest als Reggae-Versions versammelt. Schöne Songs – wie ich finde – aber noch schönere Rhythms. Für eine amerikanische Band unglaublich tight gespielt und mit grandiosem Bass. Ein Album, das geradezu nach einer Dub-Version verlangte, die nun tatsächlich erschienen ist: „Festival of Dub“ (Fresh Roots). Crisp, kraftvoll, inspiriert und mit einer wunderschönen Heavenless-Version. Wer handgespielten Dub in bester Soundqualität mag, sollte hier mal rein hören.

Meine Wertung:

12 Gedanken zu „The Temple Brothers: Festival of Dub“

  1. Ein gutes Album, keine Frage. Aber der Dub-Mixer hätte sich ruhig ein wenig mehr zutrauen können und seine Delays wagemutiger nutzen können, meine ich.

    Ganz nebenbei: Habt Ihr schon UB40’s „For The Many (Dub)“ gehört? Ich bin ja nicht als der allergrößte UB40-Fan bekannt ;-) aber das Album kommt recht gut.

    1. Ist heute erst im Stream freigeschaltet worden. Ich höre es gerade. Die letzten Tage habe ich aber schon des öfteren das Vocal-Album laufen lassen, was ich – für UB40-Verhältnisse – ausgesprochen gut finde.

  2. „Ein gutes Album, keine Frage. Aber der Dub-Mixer hätte sich ruhig ein wenig mehr zutrauen können und seine Delays wagemutiger nutzen können, meine ich.“

    Ich würde da nur das Wort „können“ gegen „müssen austauschen.

    Aber die beste Bassline hier bleibt „Heavenless“ von irgendeinem gesegneten Bassisten aus Jamaica.

    Da sind ja jetzt noch ein paar Hausaufgaben – in Sachen UB40 und Prince Fatty zu machen. Ich denke, das erledige ich mal gleich,sofort.

    Ich bin nämlich ein ganz alter UB40 Fan der ersten vier Alben. Das waren noch Zeiten !!!
    Dann haben sie nur noch Businessmusik gemacht. Und was hat es geholfen ? Heute sind se trotzdem alle pleite ! Tschuldigung aber is doch so.

    Crazy In Dub ( Dub Colossus ) ………………… lemmi

  3. Aijaijai auweia René !

    „Pay It All Back No.7“ endlich mal richtig „Dub für Erwachsene“ würde Markus Krebs eventuell sagen und ich würde mich dem gern anschließen aber ich bin im Moment maßlos enttäuscht.
    Die einzigen, die da Liefern sind Little Axe und Ghetto Priest. Ansonsten habe ich da bis jetzt nur „Geschmacksverirrung“ gehört.
    Aber das Teil gibt es Live and Direct zu kaufen und wie soll ich sagen ? …. was Mutti kocht wird immer gegessen, egal ob es schmeckt ( bei meiner Mama schmeckt es immer, nur damit hier keine komischen Fragen aufkommen ). Ich werde mir die Scheibe aufgrund meiner ewigen Treue gegenüber On-U.Sound kaufen und mal schauen, ob sie mit ein paar Bierchen doch noch etwas besser wird.
    Ja und wenn jemand verstanden hat, was DUB ist, dann ist das Prince Fatty. Keine weiteren Fragen ! High Grade Dub !
    Und es kann sein, das ich mir nach gefühlt 30 Jahren auch mal wieder eine UB 40 Scheibe zulegen werde. Zuletzt habe ich die mal aufm Summerjam ( vor gefühlt 15 Jahren ) erlebt. Eigentlich hatte ich gar keinen Bock mehr auf die aber ich musste zugeben : Die können echt Spielen ! Wie aus einem Guss ! Ich war beeindruckt !

    Noch nie waren Hausaufgaben so schön wie heute ………… lemmi

    1. jo… is‘ nicht wirklich prickelnd, der Herr Sherwood mit seiner 7. Werkschau. Ich kann mich für „War“ erwärmen – in welcher Sprache das auch immer ist… amharisch und dann chinesisch oder so – kein Experiment, die Mädels singen brav, das macht was her im Gegensatz zu den anderen Trax. Der Einäugige … unter Blinden… König…. und so.

      1. Ich muss gestehen, ich hab gleich nochmal durchgeskippt und da is mir dann auch das Horace Andy Teil richtig gut reingegengen. Zuerst dachte ich „och nee, nich schon wieder aufgewärmtes mit neuer Soße“ aber es hat mich doch schon mehr berührt als beim ersten mal. Und das , obwohl ich noch gar kein Bierchen getrunken habe ;-)

        Aber so kenne ich On-U.Sound ! Nur wenn die eigene Stimmung richtig auf den Punkt passt, dann wird das richtig gut.

        Ich geh die jetz ma kaufen ….. schönes Wochenende und bis denne …………. lemmi

  4. Moin Leute, erstmal danke fuer diesen Blog. Ich ziehe hier regelmässig wahnsinnig interessante Musik raus. Ich habe eine artverwandte Frage und bin hier sicherlich an der richtigen Stelle: Was fuer Kopfhörer benutzt Ihr um ein anständiges Dub-Erlebnis zu haben? Ich habe in der Vergangenheit meist Studio-Kopfhörer benutzt – die haben den Vorteil dass sie sehr sauber und differenziert klingen – gleichzeitig ist es aber auch ihr Nachteil – man möchte ja durchaus eine Betonung und Uebertreibung auf die Bass-Frequenzen. Habt Ihr eine Empfehlung fuer mich? Achso – in diesem Fall geht es um Kopfhörer die am Mobiltelefon hängen. Ein Anlage mit Equalizer ist also nicht vorhanden.

    Danke und beste Gruesse an alle!

  5. Apple’s Beats Bluetooth-Kopfhörer. Sowohl die BeatsX als auch die großen Overear: Beats-Solo3 und Beats Studio3. Ich mag da eigentlich keine Werbung für Apple-Produkte machen, aber der Klang ist schon erstaunlich… und mir war immer wichtig, kabellos zu hören.
    Noch ein Tipp am Rande: die Pacemaker-App. Mixt Dir die Tracks mit feinem Übergang zusammen – braucht aber ein wenig Zeit bis die AI Deine Musik gut kennengelernt hat und einwandfrei mixt. Steh‘ ich voll drauf… and best of all: gratis.

    1. Vielen Dank erstmal. Erstaunlich – diese Kopfhörer habe ich mir aufgrund naiver Vorurteile begruendet in Marketing & Zielgruppe bisher gar nicht erst angesehen bzw. damit beschäftigt. Hole ich mal nach…

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