Jah Schulz: Railroad Versions

Letztes Jahr um diese Zeit schwärmte ich noch von Jah Schulz’ „Railroads Sessions“. Nun hat Michael „Schulz“ Fiedlers mit „Railroad Versions“ (Railroad Records) eine Versions-Version nachgeschoben, die – so wie ich das sehe – aber auch neue Tracks enthält. Und ich muss zugeben, ich könnte schon wieder ins schwärmen geraten. Herr Fiedlers weiß einfach, wie intensiver, purer, betörender Dub geht. Weglassen und Konzentration aufs Wesentliche gehört jedenfalls schon mal dazu. Wuchtige Basslines im Zentrum des Universums auch. Tighte Beats ebenso. Jah Schulz hat sie alle!

Meine Wertung:

6 Gedanken zu „Jah Schulz: Railroad Versions“

  1. Na ?

    Will denn hier keiner was zu schreiben ? Hier regnet es gerade und im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten, wo mich so ein Wetter einfach nur angegeböbelt hat, bin ich darüber im Moment sogar froh. Nochmal so einen Sommer wie letztes Jahr brauche ich zumindest nicht. Nachts 29 Grad im Zimmer hat es echt nicht gebracht.
    Da hier noch keiner nen Kommentar zu „Railroad Versions geschrieben hat, denke ich mal, lieber René, Du bist hier so ziemlich der einzige, der die Scheibe abfeiert. Also die „Railroad Sessions“ fand ich auch noch ganz Ok und richtig gut, wenn man sie denn mal so richtig laut machen kann. Diese Versions wären jetzt meiner Meinung nach aber nicht mehr nötig gewesen. Die Basslines sind zwar wuchtig haben aber keine Eier ( wenn ich mal den Olli Kahn zitieren darf ).
    Sehr eintönig, wenig abwechsungsreich und schlicht weg zu uninspiriert empfinde ich diese Basslines. So als wäre es ein notwendiges Übel gewesen, das Dub Musik ja nunmal ne Bassline braucht. Aber für ne richtig gute Bassline braucht es Gottes Segen und den Fleiß eines Aston Familyman Barrett, der sich für ne gute Bassline auch mal mehr als eine ganze Nacht Zeit genommen hat und nicht nur einen Raum, wo man das Equipment hat und genug Zeit um damit rumzuspielen. Jetzt könnte man sagen „aber die Non a JAH JAH Childrens Bassline findest du doch auch ganz simpel, Lemmi“ !!! Da würde ich dann sagen, „ja simpel aber GENIAL !!!“
    Letztenendes kann ich das ja auch alles nicht immer rational erklären aber so rein vom Gefühl her, finde ich die Basslines der gesegenten Jamaicaner nunmal wesentlich besser als die Basslines von Jah Schulz.
    Ich hab´ hier öfter so schöne kleine „Reasonings“ mit meinen jüngeren Kollegen und die meinen zum Beispiel, David Getter – Mucke hat doch einen sehr guten Bass. Dann sage ich immer, ja „Bass kann schon sein aber keine Bassline !“
    Über den Unterschied haben die bisher noch nie Nachgedacht. Interressiert die aber auch nicht.

    Soviel dazu …………… lemmi

    1. Komme gerade vom (total verregneten) International Dub Gathering zurück, wo King Earthquake voller Begeisterung einen Jah Schulz-Dub von diesem Album aufgelegt und abgefeiert hat. Das hat im Sound-System wunderbar funktioniert. Wahrscheinlich hat der Kontext einen entscheidenden Anteil an der subjektiven Beurteilung von Musik.
      Beim gleichen Festival hatte auch Kanka einen viel beachteten Auftritt. Ich habe nur mit offenem Mund dagestanden und seinen Sound-Exkursionen gelauscht. War ein echtes Erlebnis. Ich würde fast sagen: Mein persönlicher Höhepunkt der vier Tage Dub.
      Und im Vergleich zu dem, was die Sound Systems an Steppers-Brutalitäten sonst so spielen, ist Kanka geradezu Free Jazz. Context matters.

  2. Respekt René !

    4 Tage Dub am Stück. Diese Energie hätte ich nicht mehr. Ich weiß gar nicht, ob ich soviel Energie jemals hatte. Dazu die schlaflosen Nächte, weil ja immer Party ist egal wo,egal wie, egal wann. Dub around the clock !
    Und echt, alles Sound System ? Keine Live Band ? Naja, schade das das so weit weg ist. Wäre es in der Nachbarschaft,
    würde ich gern mal vorbei schauen. Aber die Reise dahin wäre mir doch zu aufwendig und dann noch die Sache mit der CO2-Bilanz. Ach vergiss es, ich wollte Dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen machen. Im Grunde beneide ich Dich und jeden, der mir dieses Event voraus hat. Ich bräuchte allerdings inzwischen echt ein Hotelzimmer und ein Taxi Shuttle Service um so ein Event durchzuhalten.
    So jetzt muss ich aber mal googeln, ob es nicht doch ein paar Live-Impressionen von dem Festival gibt.

    Wadada ! Wadada ! ………………….. lemmi

  3. WOW !

    Also der Ausschnitt von Kanka auf YouTube macht echt Lust auf mehr. Und auf Meer ! Ich nehme an, es war nur sowas wie das Intro aber auch wenn es zuahause nicht unbedingt mein LieblingsDub wäre, so muss ich doch sagen, in dem Kontext mit Palmen und den vielen Leuten da, die alle gut auf Dub abgehen ……. Gänsehaut !

    Wie gesagt, ich beneide Dich aber nicht im Sinne von Neid ( was ja oft als Missgunst verstanden wird ) sondern ich gönne es Dir und allen die es erleben durften von ganzem Herzen.

    1. Stimmt, ist in der Tat mit einer Menge Aufwand verbunden. Abgesehen davon: Gecampt habe ich auch nicht. Wir waren statt dessen in einem netten B&B untergekommen.
      Das nächste große Dub-Event wird übrigend das Dub Camp in der Nähe von Nantes in Frankreich sein: https://www.dubcampfestival.com
      Das Lineup ließt sich noch besser. Vielleicht werden ich schwach.

  4. Als ich deinen Post hier gesehen habe, dacht ich schon beim Anblick des Covers, dass das Album mir wahrscheinlich gefällt… dann auch noch deine begeisterte Rezension… sofort ausgecheckt und ich muss sagen, ich bin enorm froh, dass du das Album hier empfohlen hast, es ist wirklich sehr gut. Danke!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.