Dubvisionist: Yoga in Dub

Okay, wir kommen nicht daran vorbei. Der von mir hoch geschätzte Dubvisionist legt ein neues Album vor: Yoga in Dub (Echo Beach). Sphärische Klänge, trippige Chill-Out Sounds à la Space Night meet Bass – so ließe sich das Konzept schlagwortartig zusammen fassen. Ein Konzept, das auf einen ganz praktischen Nutzen abzielt: Die generische Meditations-Muzak, wie sie bei Yoga-Übungen zum Einsatz kommt, durch hochwertige Dub-Musik zu ersetzen. Alles handgespielt und wie gewohnt superb produziert. Mir ist die Musik aber – ehrlich gesagt – zu langweilig. Allerdings sitze ich hier vor dem Computer und nicht in einer Asana.

Meine Wertung:

3 Gedanken zu „Dubvisionist: Yoga in Dub“

  1. Ja, die “Yoga in Dub” ist bestens für Asanas oder zum Entspannen geeignet! Ich mag dieses Album sehr und meine, hier im Dubblog an anderer Stelle bereits darauf hingewiesen zu haben.
    Felix Wolter und seine Mitstreiter Markus Dassmannn (Senior Allstars), Nitai Guanmani (The Vision), Marco Baresi (Far East Band), DJ George Solar (Solar Moon, Chin Chillaz) bewegen sich in diesen acht Dubs gekonnt abseits des typisch esoterischen Gedudels. Ich habe das Album bereits sehr oft gehört und entdecke immer wieder neue Facetten.
    So ein prima Teil kann auch nur aus dem Hause Echo Beach stammen, Nicolai macht seit zig Jahren (1996) Dub-Records “for open minded people” und Felix Wolter hat bereits 1994 mit seiner Band „The Vision“ und den Alben „Mental-/Instrumental Healing“ sowie “Namas Te” (1996) den Brückenschlag zum etwas andersartigen Reggae/Dub vollzogen. “Yoga in Dub” ist lediglich die logische Konsequenz des schon sehr lange eingeschlagenen Weges.
    Sicherlich werden sich jetzt wieder die Dub-Puristen tierisch echauffieren, weil das nach ihren Vorstellungen nichts mehr mit Dub zu tun habe.
    Darauf kann ich immer wieder nur gebetsmühlenartig entgegnen, „falsch“, Dub ist aus dem Experimentieren entstanden und lebt auch heute noch vom Experimentieren, das ist Fakt.

    Stay tuned…

  2. Mir ist ja völlig schleierhaft, wie man sich zur Musik sportlich betätigen kann. Außer man betrachtet das Tanzen zur Musik auch als Sport. Jedenfalls könnte ich mir z.B. beim Jogging keine gute Musik anhören. Ich kann nicht etwas tun, was mich komplett anödet und eventuell sogar noch anstrengt und dazu meine Lieblingsmusik hören. Das wäre in etwa so, als ob ich auf meinen LieblingsKuchen aus reinem Masochismus Vasabisenf mit Fenchelgeschmack draufsprühen würde. ( es gibt ja leute, die mögen Fenchel aber für mich ist das der letzte Dreck, die totale Geschmacksverirrung. Das nur zur Erklärung ).
    Also lasse ich das mit dem Yoga jetzt mal weg, weil Yoga ist eigentlich auch nur Gymnastik für Wichtigtuer. Ja sorry, ich kann es mal wieder nicht lassen, über Dinge abzulästern, die ich nunmal überhaupt nicht ab kann. Jetzt wisst ihr ja, das ich auf Jogging und Yoga überhaupt keinen Bock habe und somit kann ich ja jetzt etwas zu „Yoga In Dub“ schreiben.
    Handgespielt ist da ja nicht unbedingt so viel. „Hand“ stimmt schon aber was den Spielwitz betrifft, haben sich ja sämtliche Musiker doch ziemlich viel auf den sphärischen klängen der Synthesizer ausgeruht. Insofern kann ich das auch langweilig finden.
    Aber es gibt diese schönen Sonntag-Nachmittage in meinem Leben, wo ich Zuhause erst mal Kaffee kochen und dazu noch ein paar „Dreharbeiten“ erledigen muss. Dazu muss ich auch noch ein wenig die Küche vom Samstags-Chaos aufräumen, so daß insgesamt locker eine halbe Stunde vergeht, bevor ich mich dann richtig auf die Musik konzentrieren kann. Und für diese Zeit ist sowas wie „Yoga In Dub“ perfekt !!! Es erzeugt genau die Atmosphäre, die in meiner Wohnung zum Standartklima gehört. „DubAtmosphäre“ ! Im Grunde sind das alles Intros für mich. Da muss ich nicht immer voll dabei sein und jeden Ton mitbekommen. Es reicht wenn die Atmosphäre stimmt !
    Ganz besonders gut klappt das hier bei „Prana Dub“ / „Vrindavan ( Rinderwahn Dub ) “ Deva / Asana und Cali Dub“.
    Bei „Siva Dub“ und eigentlich auch „Silver Dub“ ist mir die Atmosphäre dann aber gänzlich zu dünn. Enthält kaum noch Sauerstoff.
    Prana Dub würde ich eher als „Ambient Jazz“ bezeichnen. Da kommt der „DubPurist“ in mir durch, der auch gern mal Ambient hört.
    Mein HighLight hier ist „Deva Dub“ !!! Und um das zu begründen zitiere ich mal den guten Prince Fatty :

    „OHNE PERCUSSION LÄUFT SOWIESO GAR NIX !!!“ Der Mann hats ja sowieso erkannt, wie wir alle längst wissen …

    Greetings …………… lemmi

  3. Ich finde, „Yoga in Dub“ ist wirklich ein besonderes Projekt vom Herzen für die Seele. Es basiert auf der Idee, eine Auswahl von meditativen Instrumental-Dub-Reggae-Tracks in eine Region der Tiefenentspannung zu transferieren. Eine hervorragende und höchst glaubwürdige Umgebung für (und inspiriert von) Yoga Übungen und Meditation.

    Wem Yoga etc. nicht taugt, der kann sich einfach fallen lassen und entspannen oder so machen wie von lemmi so treffend beschrieben.

    @lemmi
    du verblüffst mich doch immer wieder!
    Ambient und die alten deutschen „Elektroniker“ mag ich auch immer noch sehr gerne zum Chillen – früher sagte man „abhängen“.

    Wie sagte bereits der „Katzen Steven“ vor vielen Jahren:
    „Music is a lady that I still love because she gives me the air that I breathe“.

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