Radio 77: Future Wave Bass

„Shoowab-Shoowab, Shoowab-Shoowab …“, die ersten Textzeilen des Debut-Albums „Future Wave Bass“ von Radio 77 machen schon klar, wohin die Reise gehen wird: in seichte Gewässer. Vier sanft-melodiöse Songs (“Walking On The Moon“ von The Police, Carlton & The Shoes “Love Me Forever“,“I Only Have Eyes For You” von den Flamingos sowie “Tonight“ von David Bowie und Iggy Pop) plätschern hier über klassisch schöne, aber nicht minder sanftmütige Reggae-Backings. Der Laid-Back-Style ist dem sehr, sehr, sehr samtweichen und hellstimmigen Gesang von DJ Joey RAD1O geschuldet. Zweifellos schöne Melodien, aber so dargeboten, klingt es für mich etwas nach Schlager. Immerhin sind da allerdings noch die Reggae-Backings, und die kommen in Form vierer begleitender Dubs sehr zu ihrem Recht. Produziert von Dubmatix, sind sie für seine Verhältnisse zwar auch ein wenig glatt geraten, aber immerhin stört hier kein Gesang. Das Album ist nur in digitaler Form unter dem Titel „ Future Wave Bass“ erhältlich. Merkwürdiger Weise steht auf dem Cover aber der Titel „ Future Wave Dubs“. Egal, wobei: „Future“ stimmt angesichts der Titelauswahl auch nicht ganz.

Meine Wertung:

2 Gedanken zu „Radio 77: Future Wave Bass“

  1. Hi,
    das oder so ähnlich habe ich bereits vor vielen Wochen an anderer Stelle geschrieben und daran hat sich bis heute leider nichts geändert.

    Neulich habe ich noch (fast) alle Veröffentlichungen aus dem Hause Echo Beach über den grünen Klee gelobt und jetzt kommt “Radio77” um die Ecke. Ehrlich gesagt, das ist mir dann doch zu viel „Weichspüler und Schmalz“, selbst als Hintergrundmusik.
    Wären da nicht wenigstens die guten Dubs von Dubmatix, könnte man das Teil bedenkenlos in die Tonne treten. So etwas nenne ich Fahrstuhlmuzak und wo sind da bitteschön die “Future Wave Dubs”?

    Gerade, weil ich auch die Originale sehr gut kenne, ging mir dieses flache Gedudel erst richtig auf den Senkel. Der verehrte David Bowie dreht sich im Grabe rum!
    Es gibt Beispiele wie z.B. “Police In Dub” (Echo Beach), da wurden die Originale fast schon ehrfürchtig behandelt und nicht so malträtiert.
    Eine Platte zum Vergessen, leider…

  2. Als ich die Rezension und den Kommentar gelesen habe, hatte ich schon gar nicht mehr das Bedürfnis da rein zu hören. Als Sympathisant von Stick Figure, darf ich ja eigentlich gegen diesen seichten Gesang hier nix sagen aber
    gegen den Gesang von DJ Joey Rad10 klingt Stick Figure ja schon fast wie Ian „lemmy“ Kilmister.
    Ich bin ja ehrlich gesagt hin und wieder ganz froh, wenn man eine Platte auch mal ganz einfach vergessen kann.
    Zur Zeit fahre ich echt voll auf Purple D´ Lite ab. Ist kein Dub aber Showcase. Ich sag jetzt nicht, das ich schon immer auf diese Sängerein gewartet habe aber für mich klingt die nicht so aufdringlich und die Riddims sind endlich mal wieder
    richtig Fett !!! Die Dubs gehören auch in die „Premier League Of Dub“ …. in my opinion. Die ganze Scheibe gefällt mir
    aber die Highlights kommen am Schluss. „Time Has Come“ / „Dub Has Come“ . Ich zitiere Linval Thompson :

    „A b…bi…..big…big…bigTune dat“ ……………………. lemmi

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