Dreadzone Presents: Dubwiser Vol. 1

Während der 1990er Jahre gehörten Dreadzone für mich zu den progressivsten Geistern der damals noch jungen, europäischen Dub-Szene. Ihr Crossover-Sound zwischen Dub und Club war für mich die Speerspitze der Entwicklung von Dub. Inzwischen ist klar, dass die Reise tatsächlich woanders hin gegangen ist. Ähnliche Bands, wie z. B. Rockers HiFi, sind längst abgetreten und zeitgenössischer Dub hat mit Club-Sounds nicht viel zu tun. Aber Dreadzone sind noch immer dort, wo sie in den 1990ern waren. Nur, dass sie heute nicht mehr nach Avantgarde klingen, sondern eher, wie ihre eigene Revival-Band. Dennoch hat die Musik der Band ihre Qualitäten beghalten. Z. B. eingängige (Folk-)Melodien, treibende Reggae-Beats und ausgeklügelte Arrangements. Der Sampler „Deadzone Presents Dubwiser Vol. 1“ stellt das vorzüglich unter Beweis. Er versammelt 12 Stücke des Dreadzone-Labels Dubwiser, die von Dreadzone und assoziierten Artists stammen und eine idealtypische Verkörperung des Sounds der Briten repräsentieren. War ich vom letzten Album der Band („Dread Times“, 2017) noch regelrecht enttäuscht, so hat sich meine Erwartungshaltung inzwischen angepasst und ich muss zugeben: die Dubwiser-Kollektion gefällt mir richtig gut.

Meine Wertung:

4 Gedanken zu „Dreadzone Presents: Dubwiser Vol. 1“

  1. High René !!!

    Auch wenn man es mir nicht unbedingt glauben mag aber ich hab´ es am liebsten, wenn ich mal keine Widerworte haben muss.
    Bei „Dubwiser Volume One“ sprichst Du mir zu 100% aus der Seele. Auch ich habe zwischenzeitlich meinen „Glauben“ an Dreadzone schon verloren gehabt. Aber mit diesem Album, was für mich trotzdem ein lupenreines Dreadzone Album ist, auch wenn es sich sozusagen um „gesammelte Werke“ handelt, spielen sie für meinen Geschmack wieder ganz oben mit. Schon allein, weil die einen echten Bassisten am Start haben. Aber was mich schon immer bei Dreadzone begeistert hat, ist deren Spielfreude
    und Abwechslungsreichtum. Das Spektrum geht hier von sehr lieblichen, ja fast schon poppigen Tunes bis hin zu -naja Steppers
    Fans sehen das wahrscheinlich anders – „knallharten“ Dubs, für die hier besonders Professor Skank sorgt. Allein schon der erste
    Dub „Cretan Skank“ haut mich von den Socken. Von mir aus kann jeder Dub mit diesem Schlagzeugtakt anfangen, durchlaufen und enden…….
    Aber ich bin natürlich auch offen für Tunes im Stile von Dreamtime. Obwohl es mit ein paar sehr abschreckenden Tönen beginnt,
    bin ich nach etwa 30 Sekunden voll dabei. Ich mag diesen Crossover Sound hin und wieder sehr gern, auch wenn er jetzt nicht in eine „Deep In Dub“ Liste passen würde. „Temptation klingt so, als ob es auch auf der allerersten Dreadzone Scheibe dabei gewesen sein könnte. Earl 16 singt hier aber für meinen Geschmack doch etwas zu nett aber der Tune geht mir auch sehr gut rein, weil er eben so viele Dreadzone Typische Elemente hat, auf die ich nunmal stehe. Dann kommen Louchie Lou und Michie One. Beim ersten Durchgang war ich etwas generft von den Mädels aber dieses Keyboard-„Solo“ am Ende des Refrains macht den Tune – für mich – inzwischen zu einem der vielen Highlights auf diesem Album. „High Seas“ grooved für mich auch sehr gut los, wobei der gute Earl 16 hier auch wieder sehr freundlich daherkommt. Ja ! …. und dann kommt das wunderschöne „Cast Away“ !!! Ich wundere mich immer noch, warum dieses schöne Lied nicht längst in allen Radios der Welt rauf und runter läuft.
    Für mich ist das ein Welthit. Mmmmmmh, Dub und Welthit in einem ? Geht das überhaupt ? Da es sich dabei gar nicht um Dub handelt, braucht man darüber auch nicht weiter zu verhandeln. Aber ein sehr schöner Tune bleibt es für mich trotzdem.
    „Local Man“ ist dann wieder die gute alte Dreadzone-Schule, so wie ich sie kenne. Passt !!! „Samsara“ werde ich allerdings beim nächsten Durchlauf der Scheibe doch überspringen. Das ist mir dann wirklich auch zu sehr „easy listening“. Obwohl es auch inzwischen typisch ist für Dreadzone. Dann kommen wieder die beiden Mädels mit „Firing“ . Hat wenn überhaupt nur ein paar Elemente, die den Tune berechtigen, auf eine Dubscheibe zu kommen. Aber jeder, der dabei noch mit dem Hintern aufm Sofa sitzen bleibt, tanzt wohl grundsätzlich nicht gern. Bei mir Zuhause bleibt da kein Auge trocken und ich schwinge alle meine Hand-
    tücher. Das ist für mich richtig geile Hottemusik !!! „Ganjaman“ von Bazil ist dann so richtig schön, was für meinen Dubschädel.
    Ich finde sowas „RUFF“ ( vielleicht, weil ich im Grunde meines Herzens ein Weichei bin ) !!!
    Die unangefochtene Krönung und für mich das Maß aller Dubs – weil es das Dub Syndicate nicht mehr gibt – ist dann ganz klar
    „The Mystery Of The Lost Race“ !!! Vielleicht packt mich der Dub auch vor allem deswegen so, weil er mich eben an eine der besten Dub Scheiben aller Zeiten erinnert. Ich glaube nicht, das ich im DubBlog erwähnen muss, welche Scheibe ich meine …..
    „Wafes“ von Submantra ist dann letztenendes ein schöner chilliger Ausklang für die Scheibe und rundet die „Wiederauferstehung“
    von Deadzone für mich ganz gut ab.
    Ja, so sieht das aus ……. ich hoffe, es war jetzt nicht zu langweilig, das ich jeden Tune/Dub einzeln unter die Lupe genommen habe aber diese Scheibe läuft bei mir öfter und deswegen habe ich da zu jedem einzelnen Tune eine spezielle Meinung.
    Es wird sicherlich auch nicht meine DubScheibe des Jahres aber auf jeden Fall ist es ein MusikHighlight aus dem Jahre 2019 für mich.

    Soweit erst mal …………….. lemmi

    1. Diese komischen Absätze hier, entstehen wohl dadurch, das Computerprogramme null, bzw. minus empathie für geschriebene
      Texte haben.

      Ich habe diese Absätze jedenfalls nicht im geringsten gewollt. Nix gegen Absätze ( ich mag auch High Heels ) aber sowas hier zeigt mir wieder, das Computer einfach nicht richtig mitdenken – geschweige denn Denken – können. Da is noch viel zu tun für onkel gates.

      Greetings …………. lemmi

      1. Jo, Geschmäcker sind verschieden: Ich finde solche Crossover-Alben grauenhaft. Kleines Detail am Rande für lemmi: Da ist auf keinem einzigen Track ein „echter Bassist“ zu hören… alles Synths.

        1. Upps !

          Echt gtkriz ? Das hättest Du ja bestimmt nicht hier hingeschrieben, wenn Du dir da nicht ganz sicher wärst.
          Ich könnte mich ja jetzt versuchen rauszureden, indem ich schreibe, das die Live „immer“ einen Bassisten dabei hatten.
          Aber die Wahrheit ist, das mich mein „absolutes Gehör“ da wohl getäuscht hat. Bzw. stand es für mich dermaßen außer Zweifel, das die einen richtigen Bassisten dabei haben, das sich die Frage für mich erst gar nicht gestellt hat.
          Tja, das einzige was mir jetzt noch dazu einfällt ist, das die Basslines von einem „echten Bassisten“ programmiert worden sein müssen ;-).

          Greetings ………………. lemmi

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