High Disciple: High Disciple

Im Nordosten New Jerseys gibt es seit 2015 eine Band, die als Duo begann und seit 2017 als Trio unterwegs ist, High Disciple. Die drei Herren (Bass, Drums, Gitarre, Synth) fanden sich via Internet und stellten bald fest, dass sie musikalisch eine große Schnittmenge haben. Ihre Haupteinflüsse sind die große Bewunderung für die Bad Brains, Adrian Sherwoods Produktionen, King Tubby, The Grateful Dead, Syd Barrett, die frühen Pink Floyd aber auch einige Dub- und Classic-Rock-Einflüsse sind unüberhörbar. Alleine die aufgezeigten musikalischen Einflüsse lassen eine wilde Mischung erwarten. Auf dem 2018er selbst produzierten Debut, schlicht „High Disciple“ (Ernest Jenning Record Co.) betitelt, macht das Trio eine spannende, schwer beschreibbare Musik, weil sie sich jeglicher Genre-Einordnung entzieht. Man könnte sie vielleicht am besten als eine Art spacy-trippy-surfy-dubby-free-Form-Jam-Session bezeichnen. Sorry, aber eine treffendere Beschreibung habe ich leider nicht parat.
Jedenfalls haben wir mit High Disciple wieder einmal eine dieser Bands, welche die Grenzen des Dub neu auslotet, ganz weit in andere Bereiche verschiebt, keinerlei Berührungsängste hat und so richtig in keine Schublade passt. Für Hardcore-Reggae-Dub-Freunde dürfte das Werk von High Disciple nichts sein. Mir persönlich taugt so etwas richtig gut.

Meine Wertung:

9 Gedanken zu „High Disciple: High Disciple“

  1. „spacy-surfy-dubby free-Form-Jam-Session“ !!!

    High RasVorbei ! Diese Beschreibung passt mir eigentlich auch sehr gut.

    Genauso gefällt mir auch die Musik hier ausgezeichnet. Ich mache ja kein Geheimnis daraus, das das Mischpult für mich das wichtigste Instrument bei DUB Music ist. Ich lege auch keinen Wert darauf, ob ich nun zur Hardcore Reggae Dub Scene gehöre oder nicht. Wenn es mir gefällt, dann ist das eben so und gut is.
    Bei „High Disciple“ gefällt mir vor allem mal wieder, die Offenheit und extreme Räumlichkeit der Synthesizer und der Guitarren.
    Da is mal wieder so richtig SPACE angesagt. Teiweise fliegen auch „leibhaftig“ die Gespenster durch den Raum und machen ein angenehmes Gruseln und wenn ich mich nicht irre schaut auch mal ein kleiner Raptor aus dem Juressic Park vorbei und kündigt durch versteckte Laute seine Gegenwart an. Dazu braucht man aber wohl „das absolute Gehör“ oder eben meine Art von Fantasie. Jedenfalls habe ich da ganz versteckt ein raptorähnliches Wesen vernommen.

    „Not exactly an anymal ….. it was something else“ ( sollte ein Zitat von William S. Burroughs werden, hat aber wohl nicht so ganz geklappt ) …………….. lemmi

    1. Lemmi du Depp !

      Jetzt hast du ganz vergessen zu schreiben, das „Critical Mass“ der Oberkracher hier auf dem Album ( tssssss… ) ist.

      Ja ja „Album“ schön wärs …………….. lemmi

  2. An der Sache mit Bill Laswell muss wohl was dran sein, denn ich dachte sofort an Roots Tonic meets Bill Laswell ;-)

    Ich war aber zu Faul das zu googeln, denn mir lag der Name Roots Tonic grad nicht auf der Zunge. Jetzt wo du den Bill aber auch erwähnt hast, musste ich doch noch mal nachschauen. Und siehe da, es gibt wieder mal eine quantenphysikalische Verbindung.

    Bill Laswell ist aber echt auch schwierig. Ich habe im Netz mal eine sagenhafte Zusammenarbeit mit Style Scott gehört. Ist aber inzwischen gelöscht. Es gab dann eine andere Scheibe mit Style Scott zu kaufen, die finde ich aber grottenlangweilig. Habe ich zuhause.
    Is mal wieder typisch für mein Leben, das was ich will gibt es nicht so richtig und das was ich bekommen kann, taugt mir nix.

    Greetings ………… lemmi

        1. Jetzt hast Du mich in meiner ganzen Ahnungslosigkeit erwischt.
          Die drei Dubs auf youtube waren schon mal gelöscht und ich habe sie Heute wiedergefunden. Genau diese Zusammenkunft meinte ich. Habe sie inzwischen auch auf Spotify entdeckt. Obwohl ich von diesem Album auch schon mal was gehört habe, war mir nicht im geringsten klar, das die drei Dubs da drauf sind. Ich habe bis heute gedacht, das wäre irgendein genialer Live-Mitschnitt !!!
          Jedenfalls hat der Freak auf Youtube genau die drei besten Dubs rausgesucht und hintereinader geschnitten.
          Die meisten anderen Dubs von „Meltdown“ haben für meinen Geschmack aber eine zu „sperrige“ Bassline.

          Trotzdem muss ich mal schauen, ob ich die Scheibe nicht doch noch irgendwo bekomme …….. lemmi

    1. Thanks for the positive feedback, you can’t imagine how long I was undecided whether High Disciple should be featured in the Dubblog. I think like you: definitely

      Stay tuned…

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