Ashley: Land Of Dub

Wie wir alle wissen, lässt sich mit Musik auf CD oder per legalem Download kaum noch Geld verdienen. Mit Dub schon einmal gar nicht. Im Gegenteil, wahrscheinlich stecken die Dubheads mehr Geld in ihr Studio-Equipment, als sie je über den Verkauf ihrer Alben einnehmen werden. Dub ist very, very, very special interest. Mit anderen Worten: Der Markt für Dub-Produktionen ist winzig. Der Verkauf einiger weniger hundert Kopien finanziert wahrscheinlich nicht einmal die Studio-Stromrechnung. Auch Live-Konzerte – die letzte verbliebene Möglichkeit im Musik-Biz Geld zu generieren – sind für Dub keine Option, denn bekanntermaßen ist Dub eine Studio-Musik. Was also liegt näher, als die Früchte endloser, im Studio verbrachter Nächte gleich kostenlos zum Download anzubieten? Statt die Musik auf der eigenen Festplatte oder auf dem iTunes-Server versauern zu lassen, gelangt sie so zu denen, für die sie gedacht ist: zu den Freunden des Dub wie uns, die wir nicht zögern, ein geschenktes Dub-Album dankend anzunehmen. Zugegeben, die meiste freie Musik im Netz lohnt nicht den Klick, den es kostet, den Download zu starten. Im Falle des neuen Albums von Ashley, „Land Of Dub“ (Dubkey), lohnt es aber ganz gewaltig. Ich muss zugeben, dass mir dieses kostenlose Album richtig ans Herz gewachsen ist. Der Brite Edward Reeve hat hier ein wunderbar entspanntes, harmonisches und nicht zuletzt ausgesprochen melodisches Album produziert, das zu hören durchweg Spaß macht. Jeder Track wartet mit einem anderen Feature auf, bietet eine andere Melodie, ein neues Arrangement sowie einen eigenen Beat und wird zudem noch von einem inspirierten Mix gekrönt. Okay, die Synthie-Bläser sind nicht wirklich überzeugend, das ist aber auch schon alles, was mir an Kritik einfällt. Es gibt also keinen Grund, nicht auf diesen Link zu klicken: http://dubkey.com/dubkey010.html

Meine Wertung:

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