Vibronics: Dubs on a Mission

Anfang 2018 brachte Steve Vibronics das all female-Album „Woman on a Mission“ raus. Jetzt liefert er mit Dubs on a Mission (Scoops) die Dub-Version nach. Was es hier zu hören gibt, dürfte niemanden überraschen: guter, alter, klassischer Vibronics-Sound, nah am Steppers gebaut, wuchtig, voluminös und leider auch ein wenig antiquiert. Mir gefällt das Album aber dennoch deutlich besser als die Vocal-Version. Im Sound System funktioniert es super, zuhause läuft es jedoch Gefahr, etwas zu langweilen. Wenn man schön laut dreht, wird es besser.

Meine Wertung:

Hermit Dubz: Pursuit of Balance

Da habe ich letztes Jahr noch Miniman für die Idee gelobt, Kenji Kawais „UTA I – Making of Cyborg“ aus dem Soundtrack des Animes „Ghost in the Shell“ zu dubben, da begegnet sie mir jetzt schon wieder: auf dem neuen Album von Hermit Dubz: „Pursuit of Balance (Dubophonic Records). Eine Idee setzt sich durch. Wie Miniman, so setzt auch der in Birmingham arbeitende Brite Hermit Dubz auf typischen Steppers-Sound. Witzig, dass seine Plattenfirma ihn als innovativ preist, denn Hermit Dubz ist meines Erachtens ein geradezu archetypischer Vertreter des UK-Steppers-Dubs, der sich bekanntlich seit Jahrzehnten nur in Nuancen verändert hat. Gutes bleibt. Astreines Sound-System-Food also. Mit fettem Subwoofer macht die Musik aber auch zuhause Spaß.

Meine Wertung:

Cookie Ranks: Digital Dub Clash

Schon mal was von Cookie Ranks gehört? Ich auch nicht. Keine Ahnung, wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt. Die Biographie auf Bandcamp besteht aus folgenden zwei Sätzen: „People love cookies. Cookie Ranks is the best cookie.“ Aha. Immerhin lässt der Name an einen Deejay der 1980er Jahre denken, womit wir schon auf einer zielführenden Spur wären, denn was der Top Ranking-Cookie auf seinem Album Digital Dub Clash (Vizual Records) bietet, könnte direkt aus den 1980ern stammen: 8-Bit Computerized Dub. Minimale Loops im Atari-Sound, veredelt mit Hall und Echo – das Ganze aber mit der vollen Sound-Dynamik moderner Produktionen und einem an elektronischem Minimalismus geschulten Musikverständnis. Ich habe ja generell eine Vorliebe für etwas ausgefallenere Styles und mag diesen Retro-Futurismus, zumal sich die hier versammelten Stücke bei genauem Hinhören unter der Sound-Oberfläche dann doch als recht abwechslungsreich entpuppen.

Meine Wertung:

Dubblestandart & Firehouse Crew present Reggae Classics

„Ich wollte schon lange Songs aufnehmen, die in meinem Leben große Bedeutung haben und mich inspirieren. Es war an der Zeit für eine Verbeugung vor ein paar handverlesenen Artists“, umschreibt Paul Zasky die Idee hinter dem neuen Album von Dubblestandart. Was nach einer verklärten Rückschau klingt, ist tatsächlich ein in vielerlei Hinsicht gehaltvoller Release geworden, der sich an Roots-Perlen der späten 70er und 80er Jahre heranwagt. Wer dahinter das x-te Bob Marley-Cover vermutet, wird überrascht sein: Hier wird Schwergewichten wie Matumbi, den Twinkle Brothers, Steel Pulse oder Burning Spear die Ehre erwiesen.

Zasky, Mastermind und Bassist der Wiener Formation Dubblestandart, geht diesmal auch produktionstechnische neue Wege – nicht umsonst überrascht das Album mit dem Titel „Dubblestandart & Firehouse Crew Present Reggae Classics“ (Echo Beach). Initiiert von Producer Devon D. fanden die Aufnahmen mit der Firehouse Crew 2017 und 2018 in Kingston’s legendärem Anchor Studio statt. Das Ergebnis ist eine für Dubblestandart-Verhältnisse sehr zurückgenommene und auf’s Wesentliche konzentrierte Produktion, die stark vom Spiel der Firehouse Crew geprägt ist.

„Wir haben wenig bis gar nicht nachproduziert, um die Sounds so original wie möglich hinzubekommen – dadurch ist ein sehr transparentes Klangbild zustande gekommen. Da spielt natürlich auch der einzigartige Aufnahmeraum des Anchor Studios eine große Rolle; dort bekommt man einen Drumsound hin, der einfach den richtigen Rootsvibe hat“, so Zasky, der sich bei den Aufnahmen weniger als Bassist denn als Sänger eingebracht hat. Auch das eine Überraschung, setzen Dubblestandart doch üblicherweise auf Samples und Guest Vocals – etwa von Marcia Griffiths oder Lee „Scratch“ Perry. 

Wer bislang das Thema „Dub“ vermisst hat, sei beruhigt: In bester Showcase-Manier folgen auf Vocal-Versionen die korrespondierenden Dubs, abgemischt in Robbie Ost’s Wiener GoEast-Studio. Auch hier zeigt sich eine ungewöhnliche Zurückhaltung: Solide Dubs, die in erster Linie von Danny Axeman’s groovenden Basslines leben. Etwas mehr Mut zum Klangabenteuer hätte durchaus gut getan, zumindest bei den Dubs auf der CD- bzw. Streaming-Version des Albums. Die Vinyl-Variante von „Dubblestandart & Firehous Crew Present Reggae Classics” hingegen wartet exklusiv mit anderen, rauheren und etwas gewagteren Dubs auf. Wer einen Plattenspieler sein eigen nennt, ist hier klar im Vorteil (und die CD gibt’s zum Vinyl gratis dazu).

Klangtechnisch ist am Album wenig zu bemängeln; freilich könnten die Mitten zugunsten von Bass und Höhen etwas weniger prägnant sein, aber dem allgegenwärtigen Trend zum „hot mastering“ kann sich auch Reggae und Dub nicht entziehen. Dem einen oder anderen wird George Miller’s extrem trocken klingende Kick-Drum auffallen, dafür gönnt sich Paul Zasky ein ausgiebiges Hall-Bad für seine Vocals. Das kann, muss man aber nicht mögen – trägt jedoch viel zum charakteristischen Sound von „Dubblestandart & Firehouse Crew Presents Reggae Classics“ bei.

Bleibt noch die Frage, ob Paul Zasky’s Album-Konzept aufgeht – selbst gesungene Cover-Versionen schwergewichtiger Songs von 70er/80er Roots Reggae-Ikonen mit der Firehouse Crew als Backing-Band. Eine schwierige Aufgabe, die mit Abstrichen gelingt – mal besser (Twinkle Brother’s „I’m No Robot“), mal schlechter (Johnny Clarke’s/Culture’s „Jah Jah See Dem A Come“), mal überraschend gut (Burning Spear’s „Fly Me To The Moon“). Der Knackpunkt ist Zasky’s wenig charismatische Stimme, die oft an den übermächtigen Originalen scheitert und auch die Einordnung des Albums im Dubblestandart-Oevre schwierig macht: Ist es ein von der Firehouse Crew eingespieltes Solo-Album des Band-Bassisten oder doch eines des Kollektivs Dubblestandart? Vielleicht wäre das bessere Konzept gewesen, ein Album mit dem Titel „Dubblestandard presents Reggae Classics in Dub“ herauszubringen und sich damit vorbehaltlos auf ein großes Soundspektakel einzulassen. Aus meinen Speakern wummern jedenfalls vorwiegend die Dubs – und zwar die von der Vinyl-Version des Albums.

Meine Wertung:

The Last Poets: Understanding what Dub is

Da wurde Reggae soeben von der UNESCO in den Status eines Welterbes erhoben, schon erweist ihm ein anderes hochrangiges Kulturgut die Ehre: The Last Poets. Selten hat Reggae so viele Feuilleton-Rezensionen gezählt wie aktuell durch das neue Album der legendären Band – und selten konnte unsere Lieblingsmusik damit so perfekt an ihren alten Markenkern als „Rebel Music“ anknüpfen. Was ist geschehen? Ziemlich genau 50 Jahre nach dem ersten Konzert der Last Poets (ein Konzert in Gedenken an Malcolm X in New York), und nach etlichen Alben quer durch Jazz, Funk und Hip Hop, erschien 2018, nach 20 Jahren Pause, mit „Understand What Black Is“ ein neues Werk der New Yorker Formation. Ein Reggae-Album! Die Feuilletons überschlugen sich vor Begeisterung: Die Wahl von Donald Trump hatte die inzwischen siebzigjährigen Rebellen, die als Begründer des Hip Hop gelten, wieder auf den Plan gerufen und sie zu heftigen verbalen Attacken auf Amerika veranlasst. Getragen vom Sound fetter Reggae-Beats. Auch wenn das eher konservative Blatt „Die Welt“ von „wohliger Hippie-Esoterik“ faselt, ist das schon ein beachtenswerter Vorgang. Reggae wird zur Basis eines prominenten Angriffs auf Nationalismus und Rassismus der USA. In einer Textzeile heißt es radikal: „Amerika ist ein Terrorist, das Töten war immer ein Teil des amerikanischen Masterplans“. Von Esoterik keine Spur. Was für Feuilleton-Redakteure neu und radikal erscheint, hat im Reggae eine lange Tradition. Dub Poets wie Oku Onuora, Linton Kwesi Johnson, Mutabaruka und Benjamin Zephaniah nahmen schon vor Jahrzehnten soziale Missstände, Diskriminierung und Rassismus auf Dub-Reggae-Beats unter verbalen Beschuss. Daher ist das Reggae-Bekenntnis der Last Poets eigentlich nur folgerichtig. 

Womit wir dann auch nach langer Vorrede endlich beim Thema Dub angekommen wären, denn zu „Understand What Black Is“ erschien mit Understand What Dub Is (Studio Rockers) jüngst die Dub-Version. Abgesehen davon, dass schon der Titel genial ist, handelt es sich nach langer Pause endlich mal wieder um ein Dub-Werk von Prince Fatty. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, er sei dem Reggae untreu geworden und in anderen Gefilden unterwegs. Aber nein. Offenbar waren er und sein Kumpel Ben Lamdin alias Nostalgia 77, nur mit den Produktionen für die Last Poets beschäftigt. Während bei den Poets stets das Spoken Word im Vordergrund steht, dreht sich bei der Dub-Version das Verhältnis um. Hier kommt die Musik voll zur Geltung – und sie hat es bei „Understand What Dub Is“ auch wirklich verdient. Fatty hat hier alles daran gesetzt, aggressive, militante Beats zu kreieren (von wegen „Hippie-Esoterik“!). Kraftvoll marschierende Drums, verziert mit den Percussions des jüngeren Poets-Mitglieds Baba Donn Babatunde, sowie wuchtige Basslines – u. a. eingespielt von Dub Judah. Fatty liefert einen beeindruckenden, spannenden Dub-Mix ab, der von heftigen Kontrasten lebt und selbst Mad Professor ein anerkennendes Nicken abtrotzen könnte. Geschickt gelingt es dem Prinzen, die pointiertesten Aussagen der Poets zwischen die Dub-Effekte zu platzieren, wodurch sie, meines Erachtens, sogar noch mehr Kraft entfalten, als bei den ursprünglichen Vocal-Versionen.

Meine Wertung:

Lee Scratch Perry: Rainford

Wie oft hatte ich schon die Aufgabe, ein neues Album von Lee Perry zu rezensieren? Ich habe aufgehört zu zählen. Dabei hatten meine Artikel eigentlich immer den gleichen Inhalt. Hier die Kurzversion: Wichtiger Produzent, interessante Backings und je weniger von Perry zu hören ist, desto besser. Es ist ja auch irgendwie tragisch. Lee Perry, genialer Produzent der 1970er Jahre, innovativ durch und durch, schon immer ein wenig verrückt, aber gerade deshalb auch genial. Zu Recht ein Held der Musikgeschichte. Doch statt seine Reputation still zu genießen, hat er beschlossen, nach der eigenhändigen Zerstörung seines legendären Black Ark Studios, unzählige weitere Alben zu veröffentlichen – eines schlechter als das andere. Nichtsdestotrotz überstrahlt der Mythos „Lee Scratch Perry“ alle Unzulänglichkeiten seiner Musik diesseits der 1970er Jahre. Immer wieder boten ihm (nicht selten recht prominente) Produzenten unterschiedlichster Musikgenres aufsehenerregende Kooperationen an. Und diese liefen stets nach dem gleichen Schema ab: Die Produzenten legten sich ins Zeug und überboten sich entweder darin, den magischen Black Ark-Sound möglichst zu reproduzieren, oder sie kreierten Crossover-Tracks zwischen ihrem jeweiligen Genre und Dub, über die Perry dann, äh, „singen“ konnte. Allerdings verzichtete Perry dabei konsequent auf Melodie und Inhalte. Mit etwas Zynismus ließe sich behaupten, dass die Dub-Versions immer das Beste an diesen Alben waren.

Nun haben wir es wieder mit einem neuen Perry-Werk zu tun. Der wichtige Produzent ist dieses Mal der vielleicht nicht weniger legendäre Adrian Sherwood. Er hat eine herausragende Stellung, denn er war es, der Perry 1987, rund zehn Jahre nach dem Black Ark-Niedergang, sein einzig wirklich gutes Album „Time Boom X De Devil Dead“ abrang. Auch danach fanden die beiden immer mal wieder zusammen, so wie auch jetzt. Das neue Werk, „Rainford“ (On-U sound), entstand in den letzten beiden Jahren an verschiedenen Orten der Welt und wird als das „persönlichste“ Werk des 83-jährigen vermarktet. Betitelt nach seinem Geburtsnamen, erzählt Rainford Hugh Perry darauf angeblich aus seinem Leben. Mir gelingt es allerdings kaum, seine genuschelten Lyrics zu verstehen. Das Album erscheint jedoch auch in Form aufwändiger Editionen – eine gar auf goldenem Vinyl gepresst –, denen die Lyrics als Booklet beiliegen. Viel Spaß beim Lesen.

Versteht mich nicht falsch. Ich habe großen Respekt vor Perrys Beitrag zur Reggae- und Musikgeschichte und zudem bewundere ich sehr seine Energie, in dem hohen Alter noch in den Studios und auf den Bühnen der Welt unterwegs zu sein. Perry ist wirklich einzigartig. Aber leider, leider sind seine Qualitäten als Songwriter und Sänger im Post-Black Ark-Zeitalter überaus beschränkt und ich muss ehrlich bekennen: Die Produktionen können noch so gut sein, sobald Perry seinen Senf dazu gibt, bin ich nur noch genervt. Das ist bei „Rainford“ nicht anders. Vielleicht sogar noch etwas schlimmer: Sherwood versucht dem kratzbürstigen Toasting/Gesang Perrys musikalisch zu begegnen und lässt seine Backings oft nicht weniger ruppig klingen. Ein cleveres Konzept, das wirklich hoch spannende Musik hervor bringt. Aber in Kombination mit Perrys Vocals klingt es oft einfach nur noch chaotisch. Kurz: Ich freue mich auf das Album „Rainford in Dub“.

Meine Wertung:

The Nextmen vs. Gentleman’s Dub Club: Pound for Pound (Dub Versions)

Letztes Jahr kam es zu einer folgenschweren Auseinandersetzung zweier Acts aus London: Den schwergewichtigen Nextmen und den neun Mitgliedern des Gentleman’s Dub Club. Dokumentiert wurde diese Auseinandersetzung in Form des Albums „Pound for Pound“ mit so illustren Augenzeugen wie Hollie Cook oder Parly B. Ein schönes Werk im New English Style wie es auch von Prince Fatty oder den Frightners hätte stammen können. Doch nun kommt der heftige Nachschlag: die Dub-Versions. The Nextmen vs. Gentleman’s Dub Club: „Pound for Pound (Dub Versions)“ ist das Werk einfallslos betitelt. Der Schlagabtausch der beiden sehr unterschiedlichen Bands ist aber angenehm harmonisch geraten. Frisch, uptempo und trotzdem mit einer gehörigen Portion Bassschwere, gelegentlichen Vocal-Samples und vor allem: sehr inspiriertem Mixing. Old School-Dub von seiner besten Seite.

Meine Wertung:

Various Artists: Pay it All Back Vol. 7

Mit „Pay it All Back Vol. 7“ (On.U-Sound) lässt der große Adrian Sherwood uns zum siebten Mal an seinem aktuellen Dub-Output Teil haben. Versteht sich von selbst, dass wir es hier nicht mit klassischen Dubs zu tun haben, sondern mit äußerst explorativen Produktionen jenseits einfacher Genre-Zuordnung. Wenn überhaupt, dann passt „Dub“ angesichts der Biographie Sherwoods noch am besten, denn immerhin erschien „Pay it All Back, Vol. 1“ 1984, als Sherwood noch leichter klassifizierbare Musik produzierte. 35 Jahre später bietet er uns mit Vol. 7 neue Mixes und Recuts sowie unveröffentlichte Tracks u. a. von Roots Manuva, Lee “Scratch” Perry, Coldcut, Gary Lucas (Captain Beefheart’s Magic Band), Mark Stewart, Horace Andy und anderen. Spannend, manchmal etwas zu verkopft, aber immer zumindest interessant. Äh? Was ist das für eine Aussage? Stimmt: Ich bin unschlüssig. Schlecht finden kann ich die neue Werkschau des Mischpult-Gottes ja wohl kaum. Aber so richtig Spaß machen mir die vertrackten Produktionen auch nicht immer. Am besten: hört selbst!

Meine Wertung:

Art-X: Nomad

Von dem Mann gibt es sieben (!) Alben, und mir war er bis Ende letzten Jahres tatsächlich unbekannt! Erst, als ich vor Weihnachten mal den odgprod-Katalog durchforstete, sind mir die Werke des französischen Komponisten und Keyboarders Art-X aufgefallen und fanden den Weg in meine Mediathek. Einige wurden von ihm produziert, zu anderen steuerte er nur sein Melodicaspiel bei. Ganz frisch ist „Nomad“, sein neues Album. Es zählt offenbar zur letztgenannten Kategorie: Die Dub-Backings stammen u. a. von Zenzile, Roots Attack, den Dub Shepherds oder den Radiators, darüber schwebt das Melodicaspiel des Franzosen. Trotz der diversen Herkünfte der Dubs, klingt das Album schön geschlossen und harmonisch. Obwohl ich mit der Melodica auf Albumlänge in der Regel meine Probleme habe, gefällt mir Nomad ausgesprochen gut. Wahrscheinlich wegen seines entspannten und unaufdringliche Stils. Der perfekte Sound fürs Sonntagsfrühstück.

Meine Wertung:

Uly E. Neuens: Op’ra Dub

Klassischer Operngesang meets Dub! Leute, bedenkt, dass Dub ein experimentelles Genre ist (zumindest aber: sein kann) und skipt nicht gleich weiter zum nächsten Text. Lest dies: Oper und Dub – eine geniale Kombination! Überlegt mal: Drei der größten Hits der Menschheit (Carmina Burana von Carl Orff, Ode an Die Freude von Ludwig van Beethoven und die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart) auf Dub-Beats! Und das nicht hingestümpert, wie seinerzeit bei der Persiflage von Buccaneer, sondern dargeboten von einem klassisch ausgebildeten Opern-Tenor – auf allen wichtigen Opernbühnen Frankreichs zuhause – und einer Crew nobler Produzenten wie Aldubb, Tune In Crew und Irie Worryah. Die Rede ist hier von „Op’ra Dub“, dem neuen Werk von Uly E. Neuens. Vor fünf Jahren legte er – wahrscheinlich unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit – sein Debut-Album vor. Nun kommt Opus 2 mit vier neuen Tracks und zwei Wiederveröffentlichungen. Mir gefällt es noch besser als der Vorgänger. Es ist in allen Streaming-Diensten zu hören. Gebt ihm eine Chance!

Meine Wertung: