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Balkan Dub System: Balkan Dub System

Wie in den Kommentaren zu den „Charts 2025“ bereits angeklungen, ist schon etwas Wahres dran, dass im Jahr 2025 viele ziemlich gute Dub-Alben erschienen sind. Teilweise war es eine riesige Flutwelle, die über unsere Dubheads hinweg geschwappt ist. Und deshalb wäre beinahe das „Balkan Dub System” mit seinem gleichnamigen Album in der Flut von mir unbeachtet untergegangen. Hätte ich gewusst, dass sich hinter dem „Balkan Dub System” ein neues Projekt des sehr umtriebigen und vielseitigen kroatischen Multiinstrumentalisten Ognjen Zecevic alias Egoless verbirgt, wäre mir das nicht passiert. Egoless ist seit 2007 in der Musikbranche tätig. Zunächst trat er der Band Stillness aus der Region Split-Zagreb bei. Danach folgte fast zwanzig Jahre eine beeindruckende Laufbahn in der globalen Bass-, Dub- und Dubstep-Szene. Auch seine Auftritte beim Seasplash in Istrien oder in einigen der besten Clubs Großbritanniens sowie eine Tour durch amerikanische und kanadische Städte machten ihn über den Atlantik hinweg bekannt. Mit seinem Album „Dubternal“ landete er beim renommierten britischen Soundsystem-Label Deep Medi Musik, das von Londons führendem Dubstep-Innovator Mala von Digital Mystikz betrieben wird. In Kroatien wurde „Dubternal“ mit dem Elektor und Ambasador für das Album des Jahres ausgezeichnet.

Kurz nach all den Auszeichnungen reifte bei Egoless bereits ein neues Konzept. Dieses entstand exakt an der Schnittstelle zwischen Ost und West mit seiner turbulenten Geschichte, komplexen Vergangenheit und fahrenden Völkern. Der Balkan war schon immer ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen, geprägt von Jahrhunderten der Migration, Konflikten und des regen Austauschs. Aus dieser Vielfalt von Traditionen, Sprachen und Religionen entstand der Raum für Egoless‘ neue musikalische Vision. Daraus resultierte ein Album mit sieben Tracks, das tief in den musikalischen Traditionen des Balkans und des Nahen Ostens verwurzelt ist. Das neue Projekt und gleichnamige Album von Ognjen Zecevic „Balkan Dub System” kombiniert geschickt Roots Dub, Oriental Dub und Weltmusik zu einer akustischen Fusion mit den traditionellen Instrumenten des Balkans, darunter Saz, Santur, Duduk, Ney, Kaval, Darbuka und Bendir. Als einziger zusätzlicher Musiker spielte Roko Margeta auf der türkischen Ney und der mazedonischen Kaval, während alle anderen Instrumente von Egoless selbst eingespielt und gemischt wurden.
Ok, solche Projekte sind nicht völlig neu. Wir kennen ähnliche Klänge von Moreno Visini alias The Spy from Cairo, dennoch gefällt mir das vorliegende Album ausgesprochen gut. Auch, weil es einfach etwas Besonderes ist.

Bewertung: 4 von 5.

Eine Antwort auf „Balkan Dub System: Balkan Dub System“

Der Rythmusteppich geht mir sehr gut ins Blut. Es gibt hier und da mal so kleine Ausflüge in Richtung Jazz. Da wird es für mich sofort etwas komisch aber das haben sie wohl selbst gecheckt und kommen eigentlich immer wieder sehr schnell ins Grooven. Aus meiner langjährigen Erfahrung beim Hören von DubMusik weiß ich aber, das Instrumente, die etwas zu „ambitioniert“ gespielt werden, mich letztlich zur Weißglut treiben. Bisher war das hier bei „Balkan Dub System“ nicht so der Fall. Lediglich diese „Wuwuzela“ zum beschwören von tauben Schlangen, die sich für mich irgendwie nach einer Mischung aus Oboe, Klarinette und eventuell sogar AltSaxophon anhört, will ich nicht, kann ich nicht und brauche ich nicht. Nervt mich ! Kommt aber hier nicht so oft vor. Leider kann ich die Dubs, wo das Teil auch nur relativ kurz zum Einsatz kommt, nicht genießen, da sich bei mir immer alles zusammenzieht, wenn ich dieses getrötche hören muss. Musiker sind auch nur Menschen, sonst würden sie checken, das sowas nix taugt. Is ne krass formulierte These aber so wird es noch deutlicher, dass man darüber mit mir nicht diskutieren kann. Ich kann die krassesten Effekte feiern aber wenn Klänge mir ins Ohr bohren, muss ich weg.
Ok, genug „Bad Vibes“. Ich finde immer sehr schnell mein HighLight auf den Alben und hier isses „Dogoda“ dicht gefolgt von …….. nö, mehr geht dann doch nicht. Zuviel „Wuwuzela“. Mal hier mal da und bei „Devils feast“
gehts gleich damit los. Das kann dann auch das schöne Akkordeon nicht mehr rausreißen. Dabei höre ich doch vieles sehr gern aber oft reicht ein Knorpel in der Wurst, um das ganze Essen zu versauen.
„Dogoda“ könnte – auch aus meiner Sicht – wunderbar auf ein Album von Spy from Cairo passen. Eigentlich auch die anderen Tunes hier aber auch die Alben ( in diesem Fall darf ich sogar Scheiben schreiben ), kann ich mir nicht an einem Tag ganz durchhören. Ich habe auch da so meine Highlights und auch die sind spitze, so wie „Dogoda“. Aber mir is auch ehrlich gesagt ein wenig, zu wenig DubLametta. Aber das ist Tagesform.

Ok, alles klar soweit ………….. lemmi

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