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The Thugs: The Mighty Tiger Dubs

Nach über drei Jahren hat der sizilianische Komponist, Musiker und Grafikdesigner Nicola Giunta das zweite Kapitel mit „The Thugs: The Mighty Tiger Dubs“ (Aagoo Records) veröffentlicht. Die Geschichte erzählt, wie The Thugs eine blassgrüne Insel erreichen, auf der die Protagonisten als Anhänger der Todesgöttin Kali einen Überfall der gigantischen Anakonda sprachlos und blutend überstehen. Auf der Suche nach einem Rückzugsort führen sie eine mystische Versammlung im Untergrund durch. Dabei erhebt sich, ähnlich dem Phönix, ein strahlender, mächtiger Tiger aus den Flammen und kündigt den Beginn eines neuen Kampfes an, in dem die weißen Dämonen beseitigt werden müssen. So wird die Erzählung fortgeführt, die im Jahr 2023 mit dem Projekt „Holy Cobra Dub“ begann. Eine akustische Reise, ein Soundtrack sowie eine imaginäre Bilderwelt durch Raum, Zeit, Mystik und Dub wurden stilsicher ohne Rücksicht auf Genregrenzen konsequent weiterentwickelt. Das von Giunta verfasste und produzierte Album umfasst neun Tracks, in denen Roots-Dub auf Electro-Dub, Post-Punk und Psychedelia trifft. Im Gegensatz zu „Holy Cobra Dub“, wo gelegentlich noch ein live gespieltes Schlagzeug ertönte, kommen bei den „Mighty Tiger Dubs“ ausschließlich Riddims von Drumcomputern zum Einsatz. Eine Ausnahme bildet der Track „Underground Mystical Gathering”, wo ein Vinyl-Drum-Sample verwendet wird. Giunta erklärt seine Entscheidung hin zum Drumcomputer wie folgt: „I needed a very straight rhythm. If you don’t have a very good dub drummer, you have to use a drum machine.“ Damit verleiht er den Tracks einen geradlinigeren, trockeneren und mechanischeren Verlauf, in den sich Bass, Gitarre, Orgel, Synthesizer, Melodica und Percussion integrieren. Auf dem neuen Album spielt Andrea Davi Percussion und in einem der Stücke auch Gitarre. Nicola Giunta, der kreative Kopf des Projekts, übernimmt hingegen Bass, Gitarre, Orgel, Melodica und (Sprech)Gesang. Zusätzlich ist er für Aufnahme, Abmischung, Produktion, Grafik und Layout verantwortlich. Eine besondere Neuerung ist der Einsatz der Stimme. In „Mighty Tiger Dubs“ gibt es keine Texte im herkömmlichen Sinn. Giunta verwendet die Stimme vielmehr als weiteres Instrument, indem er Klänge und Laute direkt über die Tracks improvisiert. Inspiriert wurde er von Damo Suzuki, dem 2024 verstorbenen ehemaligen Sänger der legendären, brillanten und visionären deutschen Band CAN, mit dem er 2008 gemeinsam auf der Bühne stand. Tief beeindruckt von Damos freiem und wortlosem Gesangsstil finden diese Erfahrungen heute ihren musikalischen Ausdruck. „Mighty Tiger Dubs“ ist ein wirklich außergewöhnliches Album, auf dem die Stimme nicht vollständige Sätze bildet, sondern vielmehr dazu dient, lautmalerisch Spannungen, Präsenz und Atmosphären zu erzeugen. Es besitzt eine präzise narrative Struktur und Bilderwelt, die den Kali-Kult, die Sekte der Thugs und Erzählungen des antikolonialen Widerstands fortführt. Giunta scheint bei „Mighty Tiger Dubs“ absolut nicht daran interessiert zu sein, die Dub-Tradition ganz strikt einzuhalten; vielmehr nutzt er Bässe, Sound, Echos und Delays, um eine persönliche, vielschichtige, filmische Erzählung vor dem inneren Auge aufleben zu lassen.

Nachdem ich bereits 2023 den „Holy Cobra Dub“ über den grünen Klee gelobt habe, so können mich auch die „Mighty Tiger Dubs“ überzeugen. Insgesamt ist es ein stimmiges Werk, entgegen jeglicher Normen, und dennoch bietet es alles, was das Dub-Herz begehrt. Nicola Giunta liefert zusammen mit Andrea Davi ein weiteres gewagtes, fantastisches Projekt, um den Mutigen und Aufgeschlossenen zu gefallen und sich außerhalb der Norm zu positionieren. Oder, um es mit On .U Sound zu sagen: „Disturbing the comfortable and comforting the disturbed“.

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Gacha Medz: Dub

Dass Dub heute überall auf der Welt produziert wird, nur nicht mehr in Jamaika, ist einer jener Sätze, die man irgendwann nicht mehr sagen möchte, weil sie so entmutigend richtig sind. Frankreich, England, Italien, Spanien, Deutschland – überhaupt Europa, Skandinavien, Amerika, Asien – die Landkarte des zeitgenössischen Dub hat sich längst über den gesamten Globus ausgebreitet. Umso aufmerksamer wird man, wenn aus Kingston wieder etwas kommt. Auch wenn der Mann, der es produziert, ursprünglich aus Sapporo stammt.

Gacha Medz ging 2008 allein nach Jamaika und gründete dort Gachapan Records. Er arbeitete mit Mavado, Konshens und Jesse Royal, zuvor in Japan mit Mighty Crown, Pushim und Chehon. Nach dem Ende von Gachapan folgte 2015 die Gründung von Medz Music. „12pm“ von Alkaline wurde im Jahr darauf zum internationalen Hit. Danach kamen Projekte mit Walshy Fire, Vybz Kartel, Popcaan, Squash. Er lebt und arbeitet heute weiterhin in Kingston, nimmt Dubplates auf und veröffentlicht in einem Tempo, das an Haris Pilton erinnert: Trap-Dancehall-Riddims, Lo-Fi-Instrumentals, Chill-Beats und dazwischen immer wieder Dub-Alben.

Seit 2026 hat dieser Output einen Rahmen: Ninjah Rockerz, ein in Jamaika gegründetes Projekt aus Flabba Holt, dem Bassisten der Roots Radics, dem japanischen Reggae-Veteranen Triga Finga und Gacha Medz als Produzent und Gitarrist. Wie diese Verbindung zustande kam, erzählt niemand – aber wer achtzehn Jahre in Kingston Musik produziert, muss sie sich nicht aus der Ferne organisieren. Die Credits der Band sind aufschlussreich: Bei jedem Track steht Gacha Medz als Producer, Recording, Mixing und Mastering Engineer sowie als Gitarrist, Flabba Holt spielt Bass, Triga Finga singt. Einer macht praktisch alles außer Bass und Gesang.

Das Album „Gacha Medz Dub“ erschien im August 2026, vierzehn Tracks in neunundvierzig Minuten, kreditiert gemeinsam mit Sly & Robbie. Und es ist ein stilistisch sehr uneinheitliches Album. Die Spanne reicht von Roots-Dubs mit Rock-Attitüde bis zu schmalzigem Lovers Rock, und wer die Platte am Stück hört, wird mehrfach die Orientierung verlieren. Der Sound klingt nach handgespielten Instrumenten – was heutzutage schon eine Nachricht ist – ist in seiner Qualität aber wechselhaft. Mir ist er zu glatt, zu poliert. Es fehlt organische Tiefe, es fehlen Ecken und Kanten und ein bisschen fehlt auch die Seele. Die Riddims sind über weite Strecken schlicht langweilig. Gacha Medz hat eigentlich mehr drauf!

Denn dass er es kann, zeigt sich anderswo. Die „Summer of Dub“-EP vom Juli 2026 – sechs Tracks, vierundzwanzig Minuten – besteht ausschließlich aus ikonischen Riddims, und genau das macht sie gut. Es ist ein simples Vergnügen, aber ein zuverlässiges: die großen Riddims wiederzuhören macht immer Spaß – vor allem als Instrumental oder Dub.

Dasselbe gilt für „Badest Bassman“, ebenfalls unter der Ninjah Rockerz-Flagge erschienen. Der Titel ist eine Verbeugung vor Flabba Holt, und die ist berechtigt: Sein Spiel prägte in den frühen Achtzigern die Produktionen von Junjo Lawes und die Dubs von Scientist. Ihn heute wieder zu hören, wie er alte Riddims einspielt, ist mehr wert als ein weiteres Album mit neuen Kompositionen.

Bemerkenswert ist nebenbei, wie gut das in Japan funktioniert. Die EP „Ninja Rockerz“ stand im Juni auf Platz acht der japanischen iTunes-Reggae-Charts, zwei Tracks landeten in den Song-Charts. Vertrieben wird über TuneCore Japan, samt Auslieferung an Reggae-Spezialdienste wie Club Zion. Die Achse Kingston–Sapporo funktioniert.

Und dann gibt es ja noch das Album „Sly Forever“ von derselben Crew. Sly Dunbar starb am 26. Januar 2026 in Kingston, 73 Jahre alt, dreizehnmal für den Grammy nominiert, zweimal ausgezeichnet. „Sly Forever“ ist ein Tribut an ihn, gemeinsam gemacht von Flabba Holt und Gacha Medz. Grundlage sind Drum-Sessions, die Gacha Medz noch zu Slys Lebzeiten mit ihm aufgenommen hatte. Flabba Holt hat darüber neue Basslines gelegt und daraus ein Instrumentalalbum gebaut. Bewusst steht nicht die Melodie im Zentrum, sondern der Groove – das, was Slys Spiel unverwechselbar machte. Das ist mehr als eine Geste: Es ist Archivarbeit an einem Nachlass, zu dem der Produzent selbst beigetragen hat.

Im August folgte mit „Sly Forever Dub“ die Dub-Version, acht Tracks, dreiunddreißig Minuten. Gacha Medz begründet sie mit einem Satz, den Sly ihm zu Lebzeiten gesagt habe: Wenn er ein Album mache, solle er auch immer eine Dub-Version davon machen. Man kann das für eine hübsche Vermarktungslegende halten. Man kann es aber auch als das nehmen, was es vermutlich ist – die Einlösung eines Versprechens.

Ob das musikalisch aufgeht, darüber lässt sich streiten. Lemmi fragte in seinem Kommentar, ob es sich um eine „false flag action“ gegen Sly Dunbar handle, und was mit „Real Rock“ passiert sei. Ganz von der Hand zu weisen ist der Einwand nicht.

Wer wissen will, wie weit dieser Kosmos noch reicht: Ende August erschien „Dub Is My Life“ von Roots Radics, Ninjah Rockerz, Gacha Medz und Triga Finga. Das mit Abstand schlechteste Album dieser Produktions-Crew. Vielleicht sollten sie sich einfach mehr Zeit lassen. Das Material ist da, die Musiker sind da. Es fehlt nur die Geduld.

Bewertung: 3.5 von 5.

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Peckings Dub

Am 9. März 2022 wurde am Haus mit der Adresse 142 Askew Road, Shepherd’s Bush / Hammersmith, London W12 zu Ehren eines Mannes eine blaue Gedenktafel enthüllt, den David Rodigan als jemanden beschrieb, der einen „unermesslichen Beitrag“ zur Entwicklung jamaikanischer Musik in London geleistet habe. Die Rede ist von George „Peckings“ Price, einem jamaikanischen Musikpionier, Geschäftsmann, Promoter und Gründer eines der wichtigsten jamaikanischen Musikläden Großbritanniens – Peckings Records.

George Price wurde im Juli 1927 in Kingston, Jamaika, geboren. Er stammte aus West Kingston und galt als leidenschaftlicher Musikliebhaber und Tänzer. Den Spitznamen „Peckings“ erhielt er wegen eines charakteristischen Tanzschritts, der an die pickende Bewegung eines Vogels erinnert haben soll. In Kingston arbeitete Price eng mit Clement „Coxsone“ Dodd zusammen. Price und Dodd betrieben gemeinsam ein Soundsystem und organisierten Tanzveranstaltungen. In dieser ganz frühen Phase wurde vor allem amerikanischer Rhythm and Blues gespielt, insbesondere Musik aus New Orleans. Coxsone reiste in die Vereinigten Staaten, um exklusive Platten für sein Soundsystem zu beschaffen, während Price sich unter anderem um Buchungen, Veranstaltungen und die Organisation der Tänze kümmerte. Diese Verbindung mit Coxsone Dodd und Studio One war entscheidend für Prices späteres Geschäft in Großbritannien.

Im Mai 1960 kam George Price von Kingston nach England und brachte einen Koffer voller Schallplatten mit. Darunter waren auch Aufnahmen von Coxsone Dodd und Prince Buster. Zu diesem Zeitpunkt war die jamaikanische Musikproduktion noch im Entwicklungsstadium und eine fest etablierte Reggae-Szene in London war auch noch in weiter Ferne. So wurde George Price zu einer zentralen Verbindung zwischen Jamaika und der wachsenden karibischen Gemeinschaft in Großbritannien. Er verkaufte und vermittelte jamaikanische Musik an Soundsystem-Betreiber und Veranstalter. Später belieferte er legendäre Soundsysteme wie Coxsone, Jah Shaka, Fatman, Hawkeye Records, Dub Vendor, Daddy Cool und sogar den jungen David Rodigan. Peckings wurde in den 1960er-Jahren zum wichtigsten britischen Ansprechpartner für Studio-One-Platten. Mehrere Quellen bezeichnen George Price sogar als den ersten beziehungsweise einen der ersten bedeutenden Importeure und Händler jamaikanischer Musik in Großbritannien.

Zunächst wurden die Schallplatten von zu Hause aus verkauft, doch mit der Eröffnung von Peckings Records 1974 in West-London war es nicht nur ein Plattenladen und Label, sondern auch ein kultureller Umschlagplatz. Der Laden verband jamaikanische Produzenten und Künstler, britische DJs, Soundsystems, Sammler und die karibische Community. Er wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren eine der bedeutendsten Bezugsquellen für Reggae, Rocksteady, Ska und Soundsystem-Musik in London. Sehr viele jamaikanische Persönlichkeiten des Genres wie Coxsone Dodd, Duke Reid, Bunny Lee, Lee „Scratch“ Perry, Prince Buster, Bob Marley und Dennis Brown waren bei Familie Price gern gesehene Gäste. George Price war offenbar nicht nur Betreiber eines Plattenladens, sondern auch Mentor und Vermittler. Sein Sohn Chris beschrieb seinen Dad als jemanden, der sein Wissen und seine Kontakte großzügig mit anderen teilte. Seine vier Söhne stiegen im Laufe der Jahre mit ins Geschäft ein und seit George Prices Tod im Jahr 1994 betreiben sie Peckings Records gemeinsam. Sie bauten das Familienunternehmen zu einer international beachteten Reggae-Produktionsfirma aus. Seit den 1990er-Jahren veröffentlichte Peckings annähernd 100 Singles und Alben, darunter Veröffentlichungen bedeutender Künstler wie Bitty McLean, Peter Hunningale, Tarrus Riley und Macka B.

Soviel zum Mythos von Peckings Records, einer immer noch in London zu findenden Institution jamaikanischer Kultur. Heute befindet sich der Laden nur wenige Meter weiter in der 81 Askew Road, London W12.

Das vorliegende, im August veröffentlichte, Album enthält 12 Dubs, die bisher noch nie veröffentlicht wurden. Bei Bandcamp wird „Peckings Dub“ als „long awaited Dub Album“ beschrieben, dem ich keinesfalls widersprechen möchte. Es steht außer Frage, dass die enthaltenen Dubs ein wenig mehr Leidenschaft, Aufmerksamkeit, Sorgfalt, Bearbeitung und Information verdient gehabt hätten. Man kann sich über den Sound streiten, aber keineswegs über das Material. Das Album ist richtig gut, da gibt es nix zu deuteln. Schade ist eigentlich nur, dass alles ein bisschen „zusammengeschustert“ daherkommt, denn „Peckings Dub“ hat im Grunde richtig Potenzial.

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Haris Pilton: Think Dubby, Vol. 3 (Tribute to King Tubby)

Es gibt Alben, bei denen die spannendste Frage nicht ist, wie sie klingen, sondern ob man dem trauen darf, was man hört. „Think Dubby, Vol. 3“ (Positiv Reality Records) ist so eines – und das macht die Sache kompliziert, aber auch interessant.

Haris Pilton legt also seine dritte Hommage an King Tubby vor. Die Titel lassen keinen Zweifel daran, wo wir uns befinden: „Hometown Hi-Fi Dub“, „Legend Of Dromilly“, „Return To Kingston 11“, „Osbourne’s Magic“ – Osbourne Ruddock, bürgerlich, aus der Dromilly Avenue in Waterhouse. Piltons Begleittext zeichnet Tubby wieder als den Mann, der das Mischpult zum Instrument erklärte und entdeckte, dass Stille härter treffen kann als Klang. Ausdrücklich will er die Vergangenheit nicht nachbauen, sondern ein Gespräch mit ihr führen.

Tatsächlich huldigen die dreizehn Tracks vielleicht weniger Tubby himself als dem Reggae-Sound der 1970er Jahre insgesamt. Einige klassische Studio One-Riddims werden zitiert, andere sind neu, aber ganz im Geiste dieses Sounds gebaut, so dass man beim Hören mitunter ins Grübeln kommt, was man da eigentlich hört. Alles Instrumentals oder Dubs, keine Vocals, keine Ausflüge. Die Instrumente klingen schrammelig, der Studiosound authentisch, alles schön retro und analog.

Und genau hier beginnt die Ironie. Denn es könnte sein, dass das exakte Gegenteil der Fall ist. Haris wird bekanntlich vorgeworfen, seine Musik von KI einspielen zu lassen. Richtig dementiert hat er das nie. Andererseits klingen seine Dubs alles andere als generisch – und wer schon einmal versucht hat, aus einer Maschine etwas herauszuholen, das dermaßen nach Kingston riecht, weiß, dass das nicht mit einem Prompt zu erreichen ist. Beweisen oder widerlegen lässt sich die Sache also nicht. Wir können lange raten, wir werden es nicht erfahren.

Wichtiger scheint mir ohnehin die Frage, wie und in welchem Maße KI zum Einsatz kommt. Wer per Prompt ein ganzes Album generiert, gehört verdammt. Das ist nichts anderes als KI-Slop, den ich nicht hören möchte. Wer KI hingegen als Werkzeug einsetzt – um sich Instrumentalspuren einspielen zu lassen oder um Melodien zu entwickeln – und das entstandene Material anschließend in einem menschlichen, kreativen Prozess zu guten Musikstücken formt, darf in meinen Augen weiterhin als Artist gelten. Dessen Musik höre ich mir gerne an und lasse sie als vollwertiges künstlerisches Werk gelten. „Think Dubby Vol. 1 – 3“ gehören (für mich) dazu.

Insbesondere „Think Dubby, Vol. 3“ macht richtig Spaß. Es ist konzentrierter als vieles aus Piltons ausuferndem Katalog, es bleibt bei seiner Sache, und es klingt nach jemandem, der die Foundation nicht nur zitiert, sondern verstanden hat. Ein gutes Dub-Album. Mehr muss es nicht sein.

Bewertung: 4 von 5.
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Ras Michael & The Sons of Negus: Rastafari in Dub (Re-Release)

Vor über 30 Jahren haben Labels wie Blood & Fire (1993) oder Pressure Sounds (1994) viele sehr gesuchte Klassiker aus unserem Lieblingsmusikgenre in einer atemberaubenden Qualität wiederveröffentlicht. Der „Überlebenskampf“ der beiden Labels ging dann bis ca. 2014, dann war wegen Unwirtschaftlichkeit Schluss. Umso erfreulicher, dass inzwischen zu beobachten ist, wie andere Labels in ihre Fußstapfen treten. So wurde fünfundzwanzig Jahre nach der letzten Veröffentlichung endlich ein wahrer Klassiker, „Ras Michael & the Sons of Negus: Rastafari in Dub“ bei Charly Records Ltd. wiederveröffentlicht. Ein ursprünglich um 1977/78 ausschließlich in Jamaika auf Tommy Cowans „Top Ranking“ Label veröffentlichtes Album, dessen originale jamaikanische Pressungen seit Jahrzehnten als heiliger Gral unter Reggae- und Dub-Sammlern angesehen werden. So weit würde ich nicht gehen, aber bei „Rastafari in Dub“ handelt es sich schon um ein Dub-Set mit seltener Nyahbinghi-Atmosphäre, die bestenfalls auf dem „Herb Dub Collie Dub“ der Skatalites noch zu finden ist. Außerdem hebt sich „Rastafari in Dub“ hörbar von den herkömmlichen Dub-Alben jener Zeit ab. Anstatt sich ausschließlich auf Studiotricks zu verlassen, verschmolzen Ras Michael & The Sons of Negus Nyahbinghi-Trommelklänge, Grounation-Gesänge und tiefe Roots-Rhythmen zu einer reduzierten, meditativen Dub-Ästhetik und schufen so ein einzigartig spirituelles und atmosphärisches Hörerlebnis. Donnernde, hypnotische Percussion und hallende Rhythmen werden zu einer der markantesten Roots-Aufnahmen ihrer Zeit verschmolzen. Den Nyahbinghi Percussions wurden auf Anraten Cowans noch zusätzliche Instrumente beigefügt, die das Album weit über den „Ethnic Market“ bekannt machten. Das Erste, was einem auffällt, ist Robbie Shakespeare am Bass. Robbie spielt nicht nur; mit seinen stoischen, unter die Haut kriechenden Basslines gibt er den Aufnahmen den nötigen Zusammenhalt. Dann sind da noch Chinna Smith an der Lead-Gitarre und Peter Tosh, der Clavinet und Gitarre spielt. Wohl dosierte Saxofonklänge von David Madden und Glen Da Costa schweben herein wie Morgennebel – da quiekt kein Sax wie eine alte Gießkanne. Alle Beteiligten waren nicht nur Session-Musiker, sie waren als Architekten des Sounds wesentlich an den Arrangements beteiligt. Die Aufnahmen entstanden in den Dynamic Sounds Studios, im Harry J’s Recording Studio und Joe Gibbs Studio. Als Dubs abgemischt wurden sechs Tracks von „Rastafari“ sowie zwei Dubs von „Kibir Am Lak“ durch Mervyn Williams, der äußerst selten als Dub-Toningenieur in Erscheinung trat. Die längst überfällige Wiederveröffentlichung stellt die ursprüngliche Gestaltung des Albums originalgetreu wieder her, einschließlich der markanten Cover-Art von Errol „Irie“ Myrie und bietet gleichzeitig die beste Klangqualität, die das Album je erhalten hat.
Wie bereits oben festgestellt: Der „heilige Gral“ des Dub ist „Rastafari in Dub“ meines Erachtens definitiv nicht, aber Minimum ein Meilenstein, der in keiner seriösen Sammlung fehlen sollte!

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The Expanders: Merciless Dub – The Expanders Dubwise at J’s

Seit nunmehr über 20 Jahren haben es The Expanders geschafft, ein breites Publikum mit ihrer Interpretation des Reggae aus der Blütezeit zu begeistern. Die beiden Gitarristen John Butcher (Gitarre, Gesang) und Devin Morrison (Gitarre, Gesang) sind zusammen aufgewachsen und wurden nach eigenen Angaben von der Plattensammlung des berühmten Reggae-Archivars Roger Steffens geprägt, die einen Großteil ihrer Leidenschaft und ihres „Reggae-Wissens“ ausmacht. Die aus Los Angeles stammende Band spielt den klassischen Roots Reggae der 70er und frühen 80er Jahre mit einem schönen Schuss kalifornischen Feelings. The Expanders formierten sich im Sommer 2003 und arbeiteten in der Zeit von 2006 bis 2010 an ihrem selbst betitelten Debütalbum mit Eigenkompositionen, das schließlich 2011 bei Man-Like Records veröffentlicht wurde. Eine weitere ganz wesentliche Person ist der Grafikdesigner, Toningenieur und Bassist J Bonner aka The Dub Adventurer, dem es gelang, den von der Band angestrebten „jamaican Retro-Sound“ exzellent einzufangen. Man kann sagen: Durch seinen Beitrag am Debütalbum der Expanders wurde er regelrecht zum unverzichtbaren Protagonisten. Kennengelernt hat die Band J Bonner Mitte der 2000er als Bassisten der Aggrolites. Gemeinsam begann man an den ersten offiziellen Studioaufnahmen zu arbeiten. Zusammen mit seiner Frau Nick Idem gestaltete J auch das epische Albumcover. Die Aufnahmen des gerade wiederveröffentlichten Debüts fanden im Killion Sound Studio in Los Angeles statt. Danach wurde das Album in J’s Studio abgemischt. Dabei entstanden auch komplette Dub-Versionen und zwei Disco-Remixe der meisten Stücke im klassischen Dub-Mixing der 70er und frühen 80er Jahre, die bis heute unveröffentlicht blieben. Darum freut sich die Dub-Gemeinde umso mehr, dass die Aufnahmen „The Expanders: Merciless Dub – The Expanders Dubwise at J’s“ (Easy Star Records) endlich auch veröffentlicht werden. Wäre echt schade gewesen, wenn nicht. Auch dieses schöne, etwas martialische Cover stammt von J Bonner.

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Selassie I Rockers: 30 Pieces of Dub (Re-Release)

Ein brillantes Album, das förmlich nach einer Wiederveröffentlichung schrie, ist „Selassie I Rockers: 30 Pieces of Dub“ (Jah Lion Sound System). Ein ziemlich rätselhaftes Projekt, das aus verschiedenen Quellen zusammengestellt wurde, und erst so für diesen sehr abwechslungsreichen Hörgenuss sorgt. Im eigentlichen Sinne eine LP-Compilation, die der in England lebende jamaikanische Produzent und Sänger Winston Curtis 1983 erstmals veröffentlichte. Zwanzig Jahre später veröffentlichte das englische Jah Lion Label dieses ominöse Werk erneut als CD mit zwei Bonus Tracks, darunter ein Dub von Dennis Browns „Children of Israel“. Danach sind die „30 Pieces of Dub“ wieder in der Versenkung verschwunden. Jetzt sorgt Winston Curtis erneut dafür, dass dieser Schatz auf Vinyl wieder ans Licht kommt. Allerdings! Einen kleinen Wermutstropfen gibt es, und darauf muss ich doch etwas genauer eingehen. Die Tracks sind meines Erachtens falsch benannt:
So findet sich „30 Pieces of Dub“, das Melodica-Instrumental von Desmond Craig alias Bob Skeng, auf der B-Seite der Single „African Children“ und heißt im Original „Jack the Ripper“. Der „Africano Dub“ könnte Dennis Bovell mit oder ohne Matumbi sein und sollte möglicher-/logischerweise „Englishman Dub“ lauten. Hinter dem „Gone Dub“ versteckt sich Delroy Wilsons Song „Money“ aus dem Jahr 1978. Ein Dub von Leroy Browns „Color Barrier“ ist „No Dub Like Dis Ya Dub“ und „Jack the Ripper“ ist der Dub zu Gregory Isaacs’ „Sacrifice“. So geht es munter weiter: Für den „Englishman Dub“ ist „Gone Gone“ von Leroy Brown die Grundlage, und im „Fisherman Dub“, der im Original „Fire Horns“ heißt, hört man Vin Gordons Posaune über den Riddims des Freddy Clarke Songs „Fight I Down“.
Okay, ich hoffe sehr, dass ich nicht noch mehr Verwirrung stifte. Das hier ist lediglich eine versuchte Klarstellung eines immer noch außergewöhnlichen Edelsteins aus der unermesslichen Schatzkiste des Dub!

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Scientist: Wins the World Cup (The final King Tubby’s Sessions)


Die peinlichste und pervertierteste Fußballweltmeisterschaft, die ich bisher bewusst verfolgt habe, und es waren derer bereits sechzehn, ist endlich vorüber. Mit Spanien als verdienten Weltmeister kann ich locker leben – Marc Cucurellas einst nicht geahndetes Handspiel sollten wir langsam alle vergessen. Keine andere Mannschaft hat diese Qualität und Konstanz auf den Platz gebracht.

Übrigens, wenn wir von Qualität und Spanien sprechen: Zur FIFA-Fußball-WM 1982 in Spanien brachte Greensleeves „Scientist: Wins the World Cup (The final King Tubby’s Sessions)“ heraus, mit einem beeindruckenden Cover von Tony McDermott, das eine jamaikanische „Rasta“-Mannschaft im Spiel gegen die „Three Lions“, die englische Nationalmannschaft, zeigt, während Scientist gerade ein Tor schießt. Also lag es doch mehr als nahe, nochmal dieses großartige Dub-Album mit seiner wunderschönen Cover-Art auf den Anspielpunkt zu legen. Ein Album, von dem Scientist selbst noch nicht einmal wusste, dass es existiert. Doch das ist eine ganz andere Geschichte, auf die Helmut Philipps in seinem Buch „Dub Konferenz“ explizit eingeht. Als ich das Album 1982 auflegte, klappte mir sofort die Kinnlade runter. Bereits dieser schwere Basssound und Scientists Soundspielereien im „Dangerous Match One“ haben mich komplett umgehauen. Hört euch zuerst „Love is Universal“ von Johnny Osbourne im Original an und danach, was Scientist an den Reglern daraus gemacht hat. Ich denke, dann versteht man am besten, wozu ein begnadeter Sound-Engineer mit den richtigen Vorlagen fähig ist. Ein Album eines Triumvirats und Dream-Teams: Die Roots Radics liefern ihren schweren, basslastigen Sound, den Scientist mit satten, punktgenauen Effekten noch viel tiefer legt. Im Original zehn Dub-Versionen von Songs, die in der Hochphase des Produzenten Henry „Junjo“ Lawes entstanden sind. Songs, die im Channel-One-Studio in der Maxfield Avenue in Kingston aufgenommen wurden, bevor die Bänder ins King-Tubby-Studio zu Scientist kamen.

Zusammenfassend ist „Wins The World Cup“ ein fabelhaftes Werk des Dub Genres. Man findet hier großartige Titel aus der Geschichte des Reggae, die mit damals aufstrebenden Sängern wie Johnny Osbourne, Hugh Mundell und Wayne Jarrett aufgenommen wurden. Der kraftvolle Groove, die tiefen Bässe, die eingängigen Melodien und die immer wieder auftauchenden Gesangsschnipsel machen „Wins The World Cup“ zu einem unverzichtbaren Album der Dub-Historie.

Heute ist Scientist nicht einmal mehr auf dem Cover genannt, geschweige denn zu sehen und Junjo als Referee schießt das Tor – wenn das kein Foul-Spiel ist!

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The Juks: Blue Note Special

Viele jamaikanische Musiker kamen vom Jazz oder Soul zum Reggae, das vergessen heute viele Leute und gleichzeitig sind und waren es sehr versierte Musiker, die häufig in der Alpha School ihre Ausbildung begannen. Was liegt da näher als The Juks, eine in London ansässige Rocksteady-/Reggae-Band, die bereits 2020 mit ihrem ersten Album „Way Back“ meine Wege kreuzte und in Erinnerung blieb? The Juks sind eigentlich nur Toby Kinder an Organ/Wurlitzer und der Multiinstrumentalist und Produzent Lenny Bignell an Guitars/Wurlitzer/Bass/Melodica und Drums, die Jazz-Klassiker aus dem Blue Note Katalog mit der Energie von frühem Reggae- und Dub verbinden. Dabei bewegt sich ihre Musik zwischen warmen, harmonisch interessanten Klangwelten und einem stets treibenden Groove, der von Bass und Schlagzeug geprägt ist. Auf ihrem aktuellen Release „The Juks: Blue Note Special“ entstehen dabei aus den Originalen vielschichtige Konstellationen und Instrumentals, die die Jazz-Klassiker neu und höchst erfrischend interpretieren. Von frühen Arbeiten wie dem ersten Album „Way Back“ bis zu den Veröffentlichungen wie „The Phantom“, dem Opener des aktuellen Albums, ist ein klarer Schwerpunkt festzustellen, der sich in musikalischer Neugier und einem handwerklich präzisen Sound präsentiert. So bauen The Juks einen Stil, der gleichzeitig Kopf und Hüfte anspricht, authentisch in der Reggae-Tradition verhaftet bleibt und dennoch offen für Jazz-Feinheiten und psychedelische Anleihen ist.

Auf „Blue Note Special“ unterziehen The Juks ein Jahrzehnt aus dem Blue-Note-Katalog, einer Neuinterpretation mit Reggae- und Dub-Einflüssen. Die Sammlung vereint die sieben 7-Zoll-Singles aus ihrer Reihe „Blue Note Breakbeats in Reggae“ sowie drei weitere herausragende Titel. Die zehn Tracks sind eine kleine Entdeckungsreise durch das legendäre Jazz-Label, das 1939 von den deutsch-jüdischen Emigranten Alfred Lion und Max Margulis in den USA gegründet wurde. Woher die Inspirationen kommen, ist nicht zu überhören. Der frühe Reggae der Pioneers ist ebenso zu hören wie Anleihen an Ernest Ranglin, Jackie Mittoo, Count Ossie, Light of Saba und Augustus Pablo, die eine Brücke zwischen den zwei musikalisch reichhaltigen Traditionen schlagen.
Lenny Bignell und Toby Kinder interpretieren viele der größten Jazzstücke, die jemals beim Label Blue Note erschienen sind, völlig neu, wobei sie dem gewohnten Kurs des Instrumental-Covers treu bleiben. Exemplarisch habe ich mir den Ronnie Foster Titel „Mystic Brew“ aus dem Jahr 1972 ausgesucht. Ein Jazz-Funk-Klassiker, dessen Melodie langsam zum Reggae aufgebaut wird, der mit sattem Bass, treibendem Rhythmus und psychedelischen Gitarrenklängen durchzogen ist.
Auch bei “Brother Soul” von Lou Donaldson gefällt mir die Gitarre, die mit der Flöte korrespondiert.
Für mich wieder mal ein wunderbares Album, mit schönen, sanften Melodien, sich daraus erhebenden Wah-Wah-Effekten, improvisierten Orgelpassagen und einem jazzigen Hauch kosmischer Keyboard-Verspieltheit.

Allen möchte ich noch zusätzlich die oben erwähnten Singles ans Herz legen, denn da sind auch die Dubs zu hören.

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Stepper Sons: What We’re Made of

Neun Materialien, die das Gerüst unserer Zivilisation bilden: Cement, Petrol, Plastic, Coal, Coltan, Steel, Smoke, Dust, Iron. Dass Stepper Sons aus Bordeaux ihrem Album „What We’re Made Of“ (No Chief Records) eine solche Tracklist spendieren, ist kein dekoratives Gimmick, sondern Programm. Coltan etwa – jenes seltene Mineral, das für Smartphones und Elektronik unverzichtbar ist und dessen Förderung im Kongo mit Bürgerkrieg, Umweltzerstörung und humanitären Katastrophen verbunden ist – steht einfach so im Track-Listing. Kein Erläuterungstext, keine Fußnote. Der Name reicht. Wer zuhört, weiß, worum es geht. Das ist das Selbstverständnis einer Band, die sich durch ihren Namen bereits als Kinder des Steppers deklariert hat und auf einem jungen, militant-unabhängigen französischen Label veröffentlicht: Musik als Haltung.
Und der Sound? Hypnotischer Steppers-Dub, klanglich nah an Techno gebaut – Kanka wäre der naheliegende Vergleich. Was Stepper Sons aber von schlechtem Steppers unterscheidet: Die hypnotische Qualität wird nicht durch Langeweile erkauft. Ein gut gebauter Steppers-Track setzt auf die Kraft der Wiederholung – und genau darin liegt die Gefahr. Wer sich auf das Muster verlässt, ohne es zu gestalten, produziert Metronom. Stepper Sons produzieren Musik.
Überragend dominant ist der Bass. Extrem immersiv, warm, hypnotisch – zu Hause gehört, klappert das Geschirr im Regal. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer Produktionsentscheidung: Bass nicht als Fundament, sondern als Hauptstimme. Hier wird nicht gedubbt mit Bass im Hintergrund – hier ist der Bass das Ereignis selbst.
SKP Dub, langjähriger Kollaborationspartner aus demselben Bordeaux-Umfeld, ist auf „Coltan“ dabei; den Remix des Eröffnungstracks „Cement“ liefert Owl Trackers aus dem Pariser Raum. Das Album zeigt, in welchem Netzwerk sich Stepper Sons bewegen: junges, vernetztes, selbstorganisiertes französisches Dub-Kollektiv. Definitiv ein Name, den man im Auge behalten sollte.

Bewertung: 4 von 5.