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Vibronics: Woman On A Mission 2

2018 veröffentlichte Steve Vibronics ein Album, für das er ausschließlich Sängerinnen eingeladen hatte, Vocals zu seinen Produktionen beizusteuern. Es trug den programmatischen Titel „Woman on a Mission“ und sollte das Schlaglicht auf weibliche Protagonistinnen in der UK-Soundsystem-Szene werfen. Denn wie generell im Roots-Reggae, im Dub und weitgehend sogar in der Dancehall-Szene sind weibliche Artists dramatisch unterrepräsentiert. Also eine wirklich gut gemeinte Aktion des UK-Dub-Urgesteins. Leider war das musikalische Ergebnis seiner Bemühungen nicht wirklich gut gelungen. Viel schwerer wog aber aus meiner Sicht, dass die hier versammelten Sängerinnen eben genau das waren: Sängerinnen. Wo blieben die Produzentinnen und weiblichen Sound System-Betreiberinnen? Nun, sechs Jahre später, erscheinen die beiden Alben „Woman On A Mission 2“ und „Woman On A Mission 2 – The Dub Mixes“ (Scoops Records) und beheben diesen Schönheitsfehler eindrucksvoll. Zwar sind die ersten vier Tracks von „Woman On A Mission 2“ ebenfalls wieder Vocal-Tracks – diesmal mit Carroll Thompson, Sandra Cross, Marina P und den Sisters in Dub an den Mikrophonen, aber die verbleibenden acht Tracks sind lupenreine Dubs, produziert von weiblichen Protagonistinnen der internationalen Dub-Szene – Steve Vibronics summiert sie unter „The Riddim Makers“. Namentlich handelt es sich um Sista Habesha aus Italien, Empress Shema aus dem UK, Vanya O’hnec, Red Astrid Soul Steppa von den Philippinen und Koko Vega aus Spanien. Unklar bleibt, ob diese Produzentinnen ihr Material in das Vibronics-Studio mitbrachten oder vor Ort gemeinsam mit Steve Vibronics Tracks entwickelten. Das Ergebnis ist jedoch beeindruckend kohärent und trägt trotz der geographischen Vielfalt deutlich die Handschrift des UK-Dub. Das wiederum hat zur Folge, dass sich trotz des vorbildlichen Engagements mit dem Album kein Innovationspreis gewinnen lässt – auf einem Sound System-Gig ließe sich mit den Steppers-Tracks hingegen mächtig für Furore sorgen. Obgleich es sich bei acht der zwölf hier versammelten Tracks bereits um Dubs handelt, gibt es ein explizites Dub-Album-Pendant unter dem Titel „The Dub Mixes“. Wie zu erwarten, klingt hier alles noch einmal eine Ecke härter, noch mehr nach vier Uhr morgens in einer Sound System Night, mehr Hall, mehr Bass und halsbrecherische Mixes. Natürlich gilt es hier, den vier Vocal-Tracks zu entsagen, aber deren Dub-Reinkarnation ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Leider gibt es die „Dub Mixes“ nicht im Stream, sodass ihr Genuss mit 10 britischen Pfund erkauft werden muss, was sie wahrscheinlich zu einem exklusiven Hörvergnügen machen wird.

Bewertung: 3.5 von 5.
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Ras Teo: Ion Man in Dub

Was erwartet man wohl von einem Album, bei dem sich Lone Ark, Zion High und I Grade (sprich: Roberto Sanchez, David Goldfine und Laurent Alfred) die Hand geben? So ziemlich die Roots-Granate schlechthin – noch dazu wo es sich um den neuen Release von Ras Teo handelt, der mittlerweile vom Rezensenten und – wie man hört – in der Community geschätzt wird. Und das Teil gibt’s kommt auch noch mit feinster Artwork: einem klassischen Portrait des Kaisers von Äthiopien – wann hat man sowas zuletzt in solch‘ schöner Aufmachung gesehen?

Deshalb geich vorweg: Ras Teo’s neuer Release „Ion Man in Dub“ (Forward Bound Records) und das entsprechende Vokal-Album „Ion Man“ erfüllen durchaus die hohen Erwartungen: Die Produktion ist 1A – nicht weichgespült wie so manche neuere I-Grade Produktion, sondern schön griffig; sie bedient sich klassisch anmutenden Arrangements und kann mit Extras wie feinen Bläsersätzen und wunderbaren Querflöten-Passagen aufwarten. Auch David Goldfine‘s dynamischer Dub-Mix ist gediegenes Handwerk – ohne zukunftsweisende Gimmicks, aber einem Echo, das reichlich eingesetzt und punktgenauer nicht sitzen könnte; der Hall unterstützt die passenden Passagen wohldosiert. Kurzum: Allein produktionstechnisch wäre das Ganze schon ein Fall für eine 5-Sterne-Rezension, wenn… ja wenn da nicht die Fade-outs wären. Die sind ja wohl mittlerweile ein No-go, wer macht die noch? Gerade bei Dub-Tunes sind Fade-outs eine Schande, wo sich doch Effekte en masse anbieten, um einen dubbigen Schlussakkord zu setzen. Also bitte: Das muss nun wirklich nicht mehr sein.

Wir beschäftigen uns hier zwar mit Dub, ich möchte aber trotzdem eine Lanze für das Vokal-Album „Ion Man“ (Forward Bound Records) brechen: Nicht nur Ras Teo’s samtweicher Gesang hat sich weiterentwickelt – man beachte etwa die wunderbar übereinander gelegten Backing-Vocals; auch sein Songwriting hat ein neues Niveau erreicht und langt schon an das von Ijahman Levi heran. Als eindrucksvolles Beispiel sei der Track „Hard Fe Ketch“ genannt, der ebenso gut auf einem Ijahman-Album hätte erscheinen können. Auch hier: 5 Sterne-Material, wenn… ja wenn da nicht wieder die ungeliebten Fade-outs wären, siehe oben: No-go.

Unter’m Strich haben wir’s mit zwei feinen Roots-Alben zu tun, die süchtig machen und beim Rezensenten zur Zeit gefühlt rund um die Uhr laufen. „Ion Man in Dub“ ist aktuell leider nur eingeschränkt über bandcamp erhältlich; das Vokal-Album „Ion Man“ hingegen hat den großen Release erhalten und ist quasi auf allen digitalen Plattformen zu finden. Sämtliche Daumen hoch für beide Releases – aber ein kleiner Sterne-Abzug für obiges Ungemach.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Youthie & Macca Dread: Gecko Tones

Youthie und Macca Dread setzen mit ihrem neuen Album „Gecko Tones“ (Youthie Records) nahtlos dort an, wo sie mit „The Roots Explorers“ aufgehört haben, das wiederum dort anknüpfte, wo die beiden mit „Nomad Skank“ zuvor stehen geblieben waren. Diese Kontinuität sollte nicht als Stagnation missverstanden werden. Die Multiinstrumentalistin Youthie und der Riddim-Maker Macca Dread setzen ihre Zusammenarbeit einfach auf dem gleichen hohen Niveau fort. Die 44 Tracks der drei Alben könnten in einer einzigen ausgedehnten Session entstanden sein. Ich ahne es schon: Meine Worte können nicht ohne eine leichte Kritik gelesen werden, da oft die allgemeine Erwartung besteht, dass sich alles ständig weiterentwickeln und verbessern muss. Doch für uns Freunde des Dub ist klar: Gutes bleibt. Und dies muss man den beiden Franzosen wirklich zuschreiben: Was sie tun, ist wirklich, wirklich gut. Eine Veränderung könnte diesen Status der Perfektion gefährden. Daher bin ich dankbar dafür, dass Macca Dread für „Gecko Tones“ ebenso kraftvolle Rhythmen produziert hat wie für die Alben zuvor und und das Youthie ihr Instrumentalspiel dazu abliefert, wie es kongenialer nicht sein könnte. In jeder Note ist zu hören, dass Juliette Bourdeix aka Youthie, die klassisch an der Trompete ausgebildet wurde, nicht nur ihr Handwerk beherrscht, sondern den Reggae bis ins Mark verinnerlicht hat. Ihre Trompete, gelegentlich auch Querflöte oder Akkordeon, spielt nicht stumpf über die Rhythms – wie nicht selten bei Reggae-Instrumentalalben zu hören ist –, sondern MIT ihm. Youthie spürt den Vibe des Reggae auf eine Weise, die nur einer wahren Liebhaberin dieses Genres möglich ist, und verwebt ihr Spiel mit den Beats zu einer untrennbaren Einheit. Youthie und Macca Dread haben hier wahre Instrumental-„Songs“ geschaffen, in denen sich Rhythms und Lead-Instrument perfekt ergänzen und miteinander interagieren. Das Ergebnis sind vollkommen stimmige Instrumentalstücke, wie man sie im Reggae nicht allzu oft hört. Geschickt ist auch, wie Youthie von Track zu Track die Instrumente wechselt und so für viel Abwechslung sorgt. Sie lässt auch Musikstile verschiedener Kulturen anklingen, was das Hörerlebnis des Albums zu einer kleinen Reise macht, die uns vor allem nach Osteuropa in den Balkan führt. Dabei findet sie stets wunderschöne Melodien, die ihre Stücke prägen und einzigartig machen. Doch die Musik von Youthie könnte ihre Magie nicht entfalten ohne die absolut brillanten Produktionen von Macca Dread. Auch ihm gelingt es, abwechslungsreiche Tracks zu komponieren, die er vollständig selbst analog einspielt und sie in einem dynamischen, crispen Klanggewand zu produzieren. Wer nun noch darüber meckert, dass es keinen „richtigen“ Dub-Mix gibt, sollte sich in die Ecke stellen und schämen.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Menotti HiFi: YKSI

Es gibt ein neues Kind im Viertel: Menotti HiFi. Drei Musiker aus Münster, Thomas Hoppe (Drums), Gudze (Bass) und Arne Piri (Keyboard) bilden das Trio, von dem zwei der Akteure bereits Mitglieder der Senior Allstars waren. Nach drei Jahren Jam Sessions, Experimentieren und Sound-Findung, legen sie nun ihr Debutalbum vor: „YKSI“ (Vinyl Only Records). Name und Herkunft der Band verweisen auf Dub – und doch verstehen die drei sich nicht als „Dub Act“. Sie klingen (nach eigener Aussage), als würden die Beastie Boys ein Instrumental-Album in Lee Perry’s Black Ark Studio aufnehmen. Da die Beastie Boys bekanntlich keinen Reggae gespielt haben, dürfte klar sein, dass wir es hier mit einem Sound ziemlich am Rande des Genres zu tun haben – was ja ganz erfrischend sein kann. Für mich klingt es nach Rock und Breakbeat, gespielt und verarbeitet nach dem Konzept von Dub. Schwer genauer zu beschreiben und ebenso schwer, es zu bewerten, da die klaren Referenzen fehlen. Am besten, ihr hört mal selbst rein.

Bewertung: 3.5 von 5.
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Thriller featuring Augustus Pablo

Fakt ist: Reggae-Visionär und -Pionier Augustus Pablo war mit seinem einzigartigen Sound maßgeblich an der Entstehung der aufkeimenden Dub-Reggae-Szene beteiligt. Von einem frühen Album soll Augustus Pablo gar nicht begeistert gewesen sein. Es erschien 1975 in England auf dem Label Nationwide und auf dem Cover stand: „Thriller featuring Augustus Pablo“, produziert von Enos McLeod. Im Laufe der Jahre gab es mehrere fragwürdige Veröffentlichungen des Albums. Bei allen verschwand das »Featuring« und es wurde daraus „Augustus Pablo: Thriller“ oder „Augustus Pablo: Pablo Nuh Jester“, mit veränderter Trackreihenfolge und fünf zusätzlichen Titeln – auf die ich am Ende noch kurz eingehen werde. Bei der Wiederveröffentlichung durch das kanadische Label Abraham/Clocktower wurden sowohl der Originaltitel des Albums als auch alle Tracks umbenannt. Also aufgepasst: „Augustus Pablo: Dubbing In A Africa“ ist „Thriller“.
Bei der Vinyl-Wiederveröffentlichung am Black Friday (25.11.2022), die durch ORG Music am Record Store Day (RSD) ermöglicht wurde, waren 1.400 Exemplare zum Preis von je 25,99 Dollar in den Vereinigten Staaten in kürzester Zeit ausverkauft. Ausgerechnet mit dieser längst überfälligen Neuauflage gelang Augustus Pablo posthum erstmals der Sprung in die Billboard Reggae Album Charts.

Auch wenn Augustus Pablo anderer Meinung war: „Thriller“ ist ein herausragendes Album, das einige der besten Arbeiten des viel zu früh verstorbenen Ausnahmemusikers und Produzenten außerhalb seiner gemeinsamen Projekte mit King Tubby enthält. Ein Werk, auf das Enos McLeod als Produzent stolz sein kann. Wobei noch unklar ist, was er davon tatsächlich produziert hat. „Last Of The Jestering“ hat er jedenfalls nicht produziert, das geht eindeutig auf das Konto von Leonard Chin. Dasselbe gilt für „Pablo Nuh Jester“, ein weiteres Stück im gleichen Rhythmus. Von den restlichen acht Stücken kann man „Fat Girl Jean“ definitiv als Pablos Werk abhaken. Der Klang des Klaviers lässt mich das vermuten, denn nur Pablo scheint es zu schaffen, dass ein Piano diesen Sound erzeugt. Die Melodica Tracks lassen sowieso keinen Zweifel daran.

Die A-Seite des Vinyls beginnt mit dem Titeltrack »Thriller«, der mit einem großartigen Posaunenpart aufwartet, während eine superlangsame Bassline über einem Cymbal-lastigen Schlagzeug schwebt.
Bei »Pablo in Red« steht Augustus’ Melodica im Mittelpunkt und ein felsenfester Bass bahnt sich seinen Weg durch die Lautsprecher.
»Pablo Style« ist eine langsame, Melodica geführte Instrumentalversion des Ken Boothe-Klassikers »Everything I Own«.
»Last of the Jestering« ist eine schwere Dub-Version mit schepperndem Schlagzeug, und Augustus spielt auf seiner Melodica die Hauptmelodie einfach großartig. Patti Smith spielte bei ihren Konzerten gerne eine etwas abgespeckte Version des Songs.
Mein ganz persönlicher Favorit ist seit jeher die B-Seite dieses Sammlerstücks. Sie beginnt mit »Pablo Nuh Jester«, einer wesentlich geradlinigeren Version von »No Jestering«, einem Song von Carl Malcolm aus dem Jahr 1973.
Es folgt »Fat Girl Jean«, ein wummernder Bass und ein schleppendes Schlagzeug werden von einer sanften Melodica umschmeichelt.
»Marcus Garvey« macht den alten Burning Spear Klassiker mit seinem deutlich schnelleren Rhythmus zu einem echten Sahnestückchen und Augustus Pablo begeistert mich bei jedem Hören mit dieser vom Piano geführten Instrumentalversion.
In »Rocky Road« zeigt Augustus, welch‘ wunderbare Klänge er seiner Melodica entlocken kann, während die Gitarre gelegentlich zum Einsatz kommt. Zwei weitere Versionen des Burning Spear Studio One Klassikers »Foggy Road« heißen »Rocky Road« und »Skibo Rock«. Beide Stücke können meines Erachtens ebenfalls Pablo zugeschrieben werden. Diesmal aufgrund der sehr ausgeprägten Clavinet-/Keyboardarbeit in »Skibo Rock«. Das schnellere, fast tanzflächentaugliche »Skibo Rock« bildet den krönenden Abschluss eines längst vergessenen Killer-Albums.
Der Sound ist wie bei vielen Alben aus dieser Zeit etwas dumpf, aber der Bass wummert und das Schlagzeug scheppert so unglaublich schön. In meinen Ohren erzeugt der warme, fast sanfte Sound des Albums ein luftiges und zugleich hypnotisches Hörvergnügen.

Anmerkung: Die letzten fünf Dubs auf der CD haben nichts mit „Thriller“ zu tun und werden Lloyd Parks & We The People Band zugeschrieben.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Ras Teo & I David: Bredda Daniel in Dub

Guten Alben feiern immer wieder mal ein Comeback – oder, wie in diesem Fall, auch mal einen ordentlichen Release auf allen nennenswerten Streaming-Kanälen. Bislang hatte Ras Teo und I David’s Dub-Version ihres 2015er-Releases „Bredda Daniel“ ein paar Jahre mehr oder weniger versteckt ihr Dasein in den bandcamp-Katakomben gefristet; jetzt aber wurde „Bredda Daniel in Dub“ (Akashic Records), offensichtlich nicht nur optisch aufgehübscht und aufpoliert, ins verdiente Licht von Spotify & Co gehievt. Der Streaming-Geldhahn per se hat ja ziemlich wenig Druck, aber er im Gegensatz zum leicht zu unterwandernden bandcamp-Angebot tröpfelt er tagein-tagaus vor sich hin, und das möchte man Ras Teo und I David auch herzlich gönnen.

Die Beiden sind ein durchaus eingespieltes Team: „Bredda Daniel“ war ihre erste Zusammenarbeit, gefolgt vom „Timeless“-Album und etlichen weiteren Veröffentlichungen, bevorzugt im Single-Format. Über Ras Teo selbst braucht man hier nicht mehr viel verlieren – dem geneigten Leser sei die dubblog-Rezension von seinem feinen, von Roberto Sanchez produzierten „Ten Thousand Lions“-Album ans Herz gelegt. Allerdings sei hinzugefügt, dass sich mein Verhältnis zu Ras Teo’s Stimme– seinen zahlreichen weiteren Veröffentlichungen geschuldet – jetzt positiver gestaltet. Ich habe mittlerweile auch gehörigen Respekt vor der Inbrunst, mit der er seine tiefreligiösen Texte, die oft wie direkt aus dem Tanach entnommen wirken, vorträgt. Da gibt es kein Abweichen in seichtere Gewässer weltlicher Themen – der Mann kennt die Heilige Schrift, lässt das die Welt wissen und erinnert damit stark an die 1970er, als der Roots Reggae mit der Bibel noch auf Du und Du war.

I David hingegen ist im Studio zuhause und produziert scheinbar unaufhörlich Tracks – mal mit live-roots-Feeling, mal mit digitalem Presslufthammer. Für die Arbeiten mit Ras Teo hat er sich – gottseidank – für ersteres entschieden, zumal die sterilen Digi-Sounds dem Sänger nie sonderlich gut gestanden haben – siehe Ras Teo’s erste Alben. Er verantwortet auch den Mix von „Bredda Daniel in Dub“, dem er im Gegensatz zum diesbezüglich eher schwächelnden Vokal-Album eine extra Prise Bass spendiert hat. 

Das kommt gut, keine Frage, aber es könnt‘ schon noch ein wenig mehr sein für meinen Geschmack. Sonst gibt’s herzlich wenig zu meckern: Klassischer Dub mit schönen, nichts weniger klassischen Effekten – ein Album mehr, das ebenso gut anno dunnemals aus den Speakern hätte wummern können. Das passt, sitzt, hält, macht Freude und ist allemal eine Empfehlung wert.

P.S.: Wer sich mehr Melodica antun möchte, findet viele der „Bredda Daniel“-Tracks auf I David’s instrumentalen „Roots Radical“-Album.

Bewertung: 4 von 5.
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iGL & Alecho: Revolution

Okay, man kann sich trefflich darüber echauffieren, dass „richtiger“ Sound System-Dub seit 25 Jahren auf der Stelle tritt, man kann sich aber auch darüber freuen, dass Dub in der Nähe von elektronischer Minimal-Musik durchaus spannende neue Wege beschreitet. Ein richtig schönes Beispiel dafür ist das Album „Revolution“ von iGL & Alecho (Dubphonic). Das Duo Konstantinos & Alexandra lebt und arbeitet in Athen, wo auch das vorliegende Album aufgenommen wurde. Es ist unverkennbar Offbeat-getriebener Dub, der aber ganz unmerklich mit einem Bein im Genre elektronischer Musik steht und die Möglichkeiten des Crossovers clever auslotet. Mir gefallen vor allem die fein austarierten Arrangements der minimalistisch anmutenden Rhythms. Erstaunlicherweise keinesfalls monoton oder gar langweilig, sondern spannende Hörstücke – auf die es sich aber einzulassen gilt. Beim Sound System-Clash würde niemand auf die Idee kommen, Musik von iGL & Alecho aufzulegen, aber wer sich in Kontemplation ergeht und mal genau hinhört (bestenfalls über Kopfhörer) wird auf intelligente Art gut unterhalten. Was übrigens nicht bedeutet, dass es der Musik an Kraft und Dynamik fehlt. Ganz und gar nicht. Die Beats sind – bei entsprechender Lautstärke – durchaus beeindruckend. Da die Tracks aber konsequent auf Prahlerei, dicke Hose und Aggression verzichten, vermittelt sich der wohltuende Eindruck echter Entspanntheit. Sehr angenehm.

Bewertung: 4 von 5.
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Dub Stax

Spätestens seit den Easy Star Allstars und Mato wissen wir, dass sich alles dubben lässt: Die Beatles, David Bowie, Pink Floyd, Daft Punk, Country & Western, Soundtracks, ja selbst klassische Musik. Und nun also auch Soul. Das Album „Dub Stax“ (Echo Beach) von Drummer Achim Färber beweist es. Soul und Reggae haben ja bekanntermaßen eine gemeinsame Vergangenheit. Insbesondere zur Zeiten des Rocksteady wurde nahezu jedes US-Soul-Release in Jamaika gecovert. Also liegt es durchaus nahe, sich auch heute mit Reggae-Mitteln dem Soul zu nähern. Noch spezifischer: Mit Dub-Mitteln. Der große Vorteil: Dub reduziert die Fallhöhe, denn im Vergleich zu einer „normalen“ Cover-Version muss die Dub-Version nicht den Vergleich mit dem Original standhalten, sondern wird mehr als eigenständiges Werk betrachtet – was zugleich auch größere kreative Spielräume eröffnet. „Warum nicht?“, dachte sich Achim Färber, aktuell Drummer bei der Band Automat, trommelte (!) ein paar Musiker zusammen, und begann Klassiker des legendären Soul-Labels Stax einzuspielen und zu dubben. Interessanterweise hat Färber bisher kaum mit Reggae zu tun gehabt. Seine beeindruckende Diskographie listet hunderte Namen auf, darunter nur einen, Deadbeat, den ich aus dem Reggae-Kontext kenne. Daran mag es liegen, dass der Sound seiner Aufnahmen für Reggae untypisch ist. Was aber letztlich keine Rolle spielt, denn entscheidend ist ja die Qualität der Musik – und nicht, womit sie vergleichbar ist. Also hören wir mal genau hin. Was zuerst auffällt: Die vermeindlichen Dubs haben einen ziemlich großen Vocal-Anteil. Zwar sind diese oft fragmentiert und ein Großteil von ihnen verschallt im Echo, aber dennoch stellt das die Kategorisierung als „Dub“ ein wenig in Frage. Es gibt auf dem Album allerdings genügend Instrumentalversionen und sogar explizite „Dub Cuts“, um den Titel „Dub Stax“ letztlich doch zu rechtfertigen. Dennoch wäre es konsequenter gewesen, komplett auf Vocals zu verzichten. Aber das mag ein subjektives Geschmacksurteil von mir sein, denn mir gefällt der exzessiven Gebrauch von Gesangsfragmenten im Dub nicht. Denn Gesang verbannt die Instrumentalmusik unweigerlich in den Hintergrund. Sie wird zum „Backing“ verliert ihre Eigenwertigkeit und „dient“ nur noch dem Gesang. Beim Dub geht es aber genau darum, das „Backing“ nach vorne zu holen, allen Fokus darauf zu legen und es in all seiner Schönheit wirken zu lassen. Deshalb stört mich Gesang in Dub-Mixes grundsätzlich – wo hingegen ich es liebe, wenn ein Dub mit Gesang beginnt, der dann aber in einem Akt skrupelloser Anarchie und Respektlosigkeit vom Engineer einfach mitten im Wort abgeschnitten wird und sich anschließend in Hall und Rauch aufgelöst. Okay, also hinsichtlich dieses Aspekts überzeugt mich Dub Stax nicht. Ansonsten aber gibt es wenig zu meckern. Die Interpretationen der Stax-Klassiker sind wirklich originell. Der Sound erinnert mich manchmal an die Senior Allstars, etwas trocken, etwas holzig, aber dafür mit solidem Groove. Der Dub-Mix ist allerdings äußerst dezent, etwas zu repetitiv und generell nicht wirklich spannend.

Bewertung: 3.5 von 5.
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Brynovsky: Dub Section

Nun, manchmal muss man auch den Mut zur Lücke haben, oder besser gesagt, man kann wirklich nicht alles wissen und kennen. So erging es mir nach Andru Branch zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit mit Brynovsky. Der vielseitige Musikmacher, Independent-Künstler, Autor und Produzent Tim Jones aka Brynovsky ist neben seinem alternativen Folk-Rock vor allem für seine Dub- und Reggae-Skills bekannt. Der gebürtige Londoner wuchs in Derby in den englischen East Midlands auf. Heute lebt und arbeitet er in Schottland.
Selbst der legendäre Musiker und DJ Tom Robinson (Band) bezeichnete Brynovsky als „großartige Entdeckung“ und bot den „süßen, süßen Klängen von Brynovsky“ zweimal in seiner BBC6 Music Show eine Plattform und stellte sie seinen Hörern vor. Was mir komplett entgangen ist: Brynovsky wird seit Jahren von Musikprofis für seine Dub-Künste gefeiert.

Das neueste Werk des schottischen Klangalchemisten und Multiinstrumentalisten „Brynovsky: Dub Section“ nimmt den Hörer mit auf eine subtile Dub-Reise, die aus der besten Dub-Tradition schöpft und gleichzeitig in die Zukunft blickt. Kurzum, Tim Jones hat „Dub Section“ im Geiste der Dub-Pioniere produziert. Als erfahrener Produzent und Songwriter hat Brynovsky zwölf Soundfragmente aus älterem Material und B-Takes extrahiert und ihnen einen satten Dub-Anstrich verpasst. Das Ergebnis enttäuscht keineswegs, denn der schottische Musiker findet stets die richtige Balance zwischen Vertrautheit und künstlerischer Schärfe. Eine spielerische und hypnotisierende Mischung aus Afro-Einflüssen, Reggae-Rhythmen und Trip-Hop-Elementen. Dabei hat es Brynovsky verstanden, dass ein Dub-Instrumentalalbum nicht jedermanns Sache ist. Nicht jeder ist mutig genug, sich in einem Meer aus weitläufigem, euphorischem, raumgreifendem, euphorisierendem Klangmaterial zu verlieren. Brynovsky scheut sich nicht, ins Dunkle, Unbekannte und Unkonventionelle des Dub-Universums vorzudringen. „Dub Section“ ist ein ebenso eklektisches wie abstraktes Album, das dennoch Kraft und Schärfe besitzt. Es präsentiert 45 Minuten neu interpretierter Instrumentals, die für den Indie-Künstler Tim Jones, der seit 2010 unter seinem Pseudonym Brynovsky Musik veröffentlicht, eine Rückkehr zu Reggae und Dub bedeuten. In seinem Studio in Schottland hat er im Alleingang Tracks aus seinem Backkatalog im klassischen Dub-Stil bearbeitet und jede Woche einen Track auf Soundcloud und YouTube veröffentlicht, bis er im Januar 2024 ein komplettes Album daraus zusammenstellen konnte.
Sein Album »Hard Curves«, das bereits 2010 veröffentlicht wurde, muss ich hier unbedingt erwähnen. Hört es euch an, es ist in meinen Ohren keinesfalls schlechter als die hier besprochene „Dub Section“. Zum Beispiel ist „Rumba Queen“ ein Dub eines Outtakes aus den Hard Curves Sessions. Ebenfalls vom „Hard Curves“-Album stammen »Red Forest«, ein Dub des Originals „Into a Dream“, und „CMYK Culture“, ein Dub des Tracks „Mischief“.
Die meisten Tracks wie „Power Vacuum“, „Dub Shining“, „Spycops“, „City of Bytes“, „Peace It Together“ sind Dub-Interpretationen des 2014 erschienenen Song-Albums „Time Is Now“, das ursprünglich mit dem jamaikanischen Sänger Leroy Jones* eingesungen wurde.

Alles in allem ist „Dub Section“ ein ungewöhnliches, aber sehr ansprechendes Album.

Bewertung: 4 von 5.

*Leroy Jones (alias Jah Dave) ist Sänger, Perkussionist, Produzent und Mitglied der Congos, mit denen er immer noch als Perkussionist unterwegs ist. Er arbeitete u.a. mit Gregory Isaacs, Horace Andy, Sugar Minott, Johnny Clarke, Prince Far I und Dub Syndicate. Seit 2012 ist er Mitglied der schottischen Reggae-Hybrid-Band Brynovsky und tritt auch solo auf.
Der gebürtige Jamaikaner war in seiner Jugend ein berühmter Jockey und schlug sogar den großen Lester Piggott. Als Leroy zu groß wurde, um Rennen zu fahren, begann er mit Congo Ashanti Roy Musik zu machen und wurde ein Rasta. In den frühen 80er Jahren spielte er als „Jah Dave“ Schlagzeug für viele große Reggae-Künstler. Nach seinem Umzug nach London wurde er Produzent und Sänger. Zusammen mit Mad Professor produzierte er Johnny Clarkes „Do I Do I“ für dessen erste LP „Yard Style“ bei Ariwa, die in Jamaika und in den britischen Reggae-Charts Platz 1 erreichte.

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Augustus Pablo: Rockers Meets King Tubbys In A Fire House (Re-Release)

Der visionäre jamaikanische Musiker Augustus Pablo gehört zu den wichtigsten Personen der Reggae-Geschichte. Anfang der 70er Jahre besuchte Horace Swaby (bürgerlich) zusammen mit Freunden wie Clive Chin und Tyrone Downie das Kingston College (KC). Sein und Tyrones Interesse an Musik hatte sie bereits in eine örtliche Kirche geführt, wo sie fleißig an der Orgel übten.
So oder so ähnlich soll sich die weitere Geschichte zugetragen haben: Irgendwann im Jahr 1971 soll Horace auf dem Weg zu Herman Chin Loys Aquarius Record Shop in Half Way Tree gewesen sein, um dort Platten für das ‚Rockers‘-Soundsystem seines Bruders zu kaufen. Dort bekam er von einem Mädchen eine Melodica geschenkt oder geliehen. Noch im Laden begann Horace, auf dem Instrument zu spielen. Beeindruckt von dem einzigartigen Klang der Melodica nahm Herman Chin Loy Horace am nächsten Tag mit in sein Aquarius Studio. Weiter wird auch berichtet, dass Herman Chin Loy während dieser ersten Session Horace Swaby den Namen Augustus Pablo gab. Während der ersten Sessions entstanden Klassiker wie „Iggy Iggy“, „Invasion“ und „East Of The River Nile“.
Doch erst 1972, als Augustus Pablo sich mit seinem alten Schulfreund Clive Chin zusammentat, gelang ihm der Durchbruch. Pablo verzauberte alle mit dem großartigen „Java“. Die Geschichte zur Entstehung von „Java“ ist nicht weniger spannend: Clive hatte Dennis Wright (einen weiteren Freund von KC) ins Studio geholt, um einen Song aufzunehmen, an dem sie arbeiteten. Die Grundtracks waren bereits fertig, aber auch nach vielen vergeblichen Versuchen wollte der Gesangspart einfach nicht klappen. Als sie enttäuscht das Studio verlassen wollten, ging Pablo auf Clive zu und bat ihn, eine Version des Songs aufzunehmen. Beim Zuhören im Flur war ihm eine Melodielinie eingefallen, die er auf der Melodica spielen wollte. Clive willigte ein, warf das Tonbandgerät an und sie nahmen eine Instrumentalversion auf. „Jaaaavaaa!
Das war ein grober Abriss von den Anfängen des legendären Augustus Pablo, der einen wesentlichen Teil der Dub-Geschichte mitgeschrieben hat. Allein die Suche hier im Dubblog ergibt 58 Einträge.

Jetzt lenken wir den Blick auf das eigentliche Objekt der Besprechung: „Augustus Pablo: Rockers Meets King Tubbys In A Fire House“, das vom französischen Only Roots Label im Dezember 2023 wiederveröffentlicht wurde. Mit seinen frühen Aufnahmen zählt der talentierte Musiker und innovative Produzent zu den Pionieren des Dub. Seine Aufnahmen aus dieser Zeit gelten heute alle als Klassiker und waren Teil des bemerkenswerten kreativen Aufschwungs, den die jamaikanische Musikszene international erlebte. Das Dub-Studioalbum von Augustus Pablo und King Tubby „Rockers Meets King Tubbys In A Fire House“ erschien erstmals 1980 und wurde seither mehrfach wiederveröffentlicht. Firehouse ist eine ironische Anspielung auf den Stadtteil Waterhouse in Kingston, in dem sich King Tubby’s Studio befand, oder auf King Tubby’s Firehouse, Waterhouse, Taurus und Kingston 11 Labels. Die Rockers All Stars mit Mickey ‚Boo‘ Richards, Leroy ‚Horsemouth‘ Wallace und Albert Malawi am Schlagzeug, Robbie Shakespeare am Bass und Earl ‚Chinna‘ Smith an der Gitarre schufen mit „Jah Say Dub“ und „Zion Is A Home“ Dubs, die sich heute immer noch hören lassen können. Die Dub-Mixe sind Remixe der Original-Singles von Pablos Schützlingen Hugh Mundell aka Jah Levi, Delroy Williams und anderen. Neben King Tubby und Augustus Pablo hat auch Prince Jammy einige Mixe beigesteuert, sein Name taucht aber nirgends auf dem Cover auf. Pablos Sound dominiert auf „Rockers Meets King Tubbys In A Fire House“, auch wenn er sein Markenzeichen, die Melodica, hörbar zurückgenommen hat. Obwohl die Melodica nur fragmentarisch zum Einsatz kommt, schlängeln sich Pablos mystische Melodien durch den Mix und die sanften, aber satten Grooves, die eine Rockers-Produktion immer auszeichnen, sind in voller Stärke vorhanden. King Tubby steuert das besondere Element der Dub-Alchemie bei, indem er in passenden Abständen Echo und Delay einsetzt und so die Gesamtatmosphäre geheimnisvoll und verführerisch hält. Aufgrund des Charakters der Musik und ihrer durchgehend hohen Qualität ist es etwas schwierig, Höhepunkte herauszugreifen. Dazu gehören zweifellos das Melodica-Stück „Zion Is A Home“ und das ebenso gute, Posaunen-lastige „Dub in a Matthews Lane Area“, das als Lehrstück in Sachen Dub-Technik dienen könnte. Die Horns werden in den Credits alle Felix ‚Deadley‘ Headley Bennet zugeschrieben, was sicherlich falsch ist. Seinen unverkennbaren Sax-Stil kann ich nur im „Short Man Dub“ heraushören. Erwähnenswert finde ich auch den Einsatz des String-Synth-Keyboards in „Selassi I Dub“, das Pablo zum ersten Mal auf dem „East Of The River Nile“ Album ausgiebig einsetzte. Pablo schien den Klang dieses Instruments zu lieben. Im Gegensatz zur Melodica oder dem Clavinet, die er meist als Lead-Instrument einsetzte, benutzte er den String-Synthesizer eher als Harmonieinstrument.

Anmerkung zur Veröffentlichung des Albums: Das Interesse an Augustus Pablo war 1979 auf dem Höhepunkt. Sein „East Of The River Nile“ Set und das Album „Africa Must Be Free By 1983“ seines Protegés Hugh Mundell im Jahr zuvor lösten ein Interesse an allem aus, was mit Pablo zu tun hatte. Vor allem an seinen frühen Produktionen. Der vorliegende Deep Roots Dub-Klassiker erschien ursprünglich 1980 auf Yard (J.A.) & Shanachie (U.S.A.) und Augustus Pablo war, wie Lee ‚Scratch‘ Perry vor ihm, nicht mehr im Einklang mit dem aktuellen Musikgeschmack in Jamaika. Für manche mag das überraschend gewesen sein, aber mit der Veröffentlichung einer einzigen Platte kann sich das über Nacht ändern, und diese plötzliche Veränderung ist auf „Rockers Meets King Tubbys In A Fire House“ zu hören. Die Dancehall-Revolution wurde im Herbst 1979 von Henry ‚Junjo‘ Lawes eingeläutet. Mit den schweren, dichten Rhythmen der Roots Radics war der Rebel Rock Sound von Pablos Rockers All Stars nicht zu vergleichen – dazwischen lagen Welten. Trotzdem ist und bleibt „Rockers Meets King Tubbys In A Fire House“ für mich auch 44 Jahre nach seinem Erscheinen eines der besten Augustus Pablo Alben überhaupt.
Die Wiederveröffentlichung kommt in der bisher besten Qualität. Wer also einen schönen, zeitlosen Klassiker in seinem Plattenschrank haben möchte, sollte zugreifen.

Bewertung: 4 von 5.