Haris Pilton: Think Dubby Vol. 2 (tribute to King Tubby)

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„Think Dubby Vol. 1“ gehört mit zu den Alben, die ich erst in diesem Jahr öfter gehört habe. Und jedes mal habe ich mich gefragt, warum ich die eigentlich nicht mit in meinen Top 5 für 2025 hatte. Vielleicht fehlte es mir tatsächlich ein wenig an Zivilcourage, um mich über diverse Diskussionen zum Thema KI hinwegzusetzen. Fehlende Zivilcourage gehört aber eigentlich nicht zu meinen Eigenschaften. Wenn ich mich nicht irre. Daher würde ich eher sagen, dass ich ein Album, welches wieder mal die Riddims aus Jamaika aufbereitet, diesmal nicht so sehr belohnen wollte.
War aber doch ein Fehler. Oder hätte wenigstens in der eigenen Liga einen Preis bekommen sollen. Für die Top 5 2026 würde ich „Vol.2“ zu diesem Zeitpunkt noch nicht empfehlen aber ich werde es mindestens im Hinterkopf behalten. Jedenfalls ist „Vol.2“ auch wieder ( fast ) voll und ganz nach meinem Geschmack. Effekte und DubAtmosphere strahlen wie eh und jeh pure Lebensfreude aus und steigern sich nicht selten zu einem Spektakel. Maximalismus vs. Minimalismus !
And the winner is ! Haris Pilton !!!
Dazu kommt noch, dass bei Haris Pilton die Bläser – schon so lange wie ich seine Musik kenne – in einer sehr feinen und auf das Wesentliche beschhränkte, Art und Weise, zum Einsatz kommen. Da sind keine Musiker am rumplärren, die eventuell meinen, dass nur jazziges Gebläse
wirklich taugt. NEIN ! Hier ist das Gebläse immer ausgewogen und geht bestimmt niemandem auf den Sack. Ich finde es jedenfalls großartig !
So kenne ich das aus Jamaika, wenn man mal von den Skatalites und anderen, rein instrumentalen Projekten absieht. Die Bläser spielen sozusagen kurze prägnante Hooklines ( or call it as you like ) und reihen sich dann wieder ganz entspannt in den Groove ein, bzw. halten die Finger still und plustern sich nicht auf. So muss das, bzw. so hab ich das gern. Nicht so gern habe ich es, wenn mir die Musik zu hektisch erscheint und das empfinde ich hier leider auch wieder bei so zwei bis drei Dubs im „Four To The Flour“ Style. Ich weiß nicht, obs wirklich zu schnell ist, denn ich habe mich nicht mit einem Metronom daneben gestellt aber ich empfinde diese Dubs als etwas zu hektisch. Dazu gehören „The Inventors Riddim“ und ……. ja, da verließen sie ihn eigentlich auch schon wieder. Denn als ich beim zweiten Umlauf oder sagen wir mal lieber Soundcheck wieder nach diesen eventuell zu schnellen SteppaDubs gesucht habe, habe ich festgestellt, dass der „Fehler“ vielleicht auch bei mir selbst liegt und ich schlicht und einfach nur ein wenig zu langsam für diese SteppaRiddims bin. Wie auch immer, „The inventors Riddim“ ist mir zu hektisch aber ansonsten ist dieses Album wieder Spitze für meinen Geschmack.
Bisher hat sich Haris Pilton ja explizit erst mal nur King Tubby vorgenommen. Ich bin gespannt, wie es wird, wenn es um einige Klassiker von Lee Perry und / oder Scientist geht.

„Time will tell“ ………………… lemmi

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