11 Antworten auf „Lone Ark meets The 18th Parallel: Showcase Vol. 2“
Moin zusammen,
endlich mal wieder eine schöne Veröffentlichung. Der Sound von Lone Ark & 18th Parallel ist irgendwie immer gleich und erwartbar…man könnte auch sagen: der Sound ist mega professionell. Die Songs haben alle ihren eigenen Charakter, eine hängenbleibende Bläsersequenz, eine Bassspur oder auch eine prägnante Hook Line. Nix gegen den Sänger, ich mag den sehr, aber die Dub Versionen sind immer ein Stück „schärfer“.
Mein absolutes Highlight auf dieser LP ist der Ammunition Dub. Ich habe das Gefühl, dass ich das schon mal gehört habe, irgendwo anders…?
Genau für diesen Sound stehe ich überhaupt morgens noch auf. Ich bin froh, dass solche Tracks noch erscheinen und nicht alles im KI-Müll versinkt. Das wäre auch was für den geschätzten Lemmi…hoffe ich doch ;)
Jetzt kommt’s. Mittlerweile liebe ich Roberto Sanchez für seinen Sound, seine Liebe für Reggae, für die Musiker, die er organisiert hat, für seine Studioarbeit. Ganz toll, dafür würde ich ihn gerne mindestens umarmen. Don Carlos und Roberto Sanchez sind meine persönlichen Uplifter!! Ich grüsse alle, die das genauso empfinden.
Ich kann im Grunde nicht nachvollziehen, wie man auf der einen KI-generierte Musik als „KI-Müll“ verschimpft, auf der anderen diese Klischee-Musik aus dem Dub-Baukasten feiert, als gäbe es kein Morgen.
„Das wäre auch was für den geschätzten Lemmi…hoffe ich doch ;)“
Ich fühle mich „geschätzt“, wenn nicht sogar ein wenig geehrt, dass ich sozusagen „explizit“ nach meiner Meinung gefragt werde.
Gefühlt sitze ich oft zwischen den Stühlen und bin weder so richtig auf der einen Seite noch auf der anderen Seite.
Leider muss ich, nicht zum ersten mal, schreiben, dass Roberto Sanchez mir insgesamt auch ein wenig zu „banal“ erscheint. Ich finde das ganze drum herum wirklich sehr lobenswert. Nahezu – wenn nicht sogar – Alles kommt in schönem Vinyl mit Vocal – und DubVersion und die Riddims sind immer sehr solide. Aber „solide“ ist mir inzwischen echt zu wenig. Dafür gab es schon zu viel „Weltklasse“. Kurz gesagt, ich bin dafür schon viel zu verwöhnt worden in der Vergangenheit.
Das ist jetzt zwar nicht so ganz ernst gemeint, bringt es aber dennoch, für meine Verhältnisse ;-), ganz gut auf den Punkt.
Entweder er hat meine Kommentare zu seinen Alben bisher noch nicht gelesen oder schlicht und einfach ignoriert. Er „besudelt“ seine Musik mit diesem „Piep Piep Piep , ich hab euch alle lieb“. Ich nenne das den „Gildo Horn“ Effekt, weil es mich schon fast zur Weißglut treibt, wenn man diese dämlichen Piepgeräusche verwendet und damit die Musik befleckt. Ich kann das nicht ab ! Und damit habe ich mich sehr diplomatisch ausgedrückt.
Trotzdem habe ich mir natürlich auch schon so einige Alben von, bzw. mit ihm zugelegt. So habe ich z.B. auch von „the 18th Parallel“ die „Downtown Sessions“ mit Sängern wie Fred Locks, Big Youth und Ras Michael. Aber auch da ist mir eigentlich nur Big Youth mit „Man with a Mission“ als ganz besonders herausragend im Kopf gebleiben. Ist der einzge Tune, der mich wirklich die Magie von Reggae voll und ganz spüren lässt. Was jetzt nicht heißen soll, dass es der einzige ist. Man kann von mir aus auch das ganze Album genial finden, aber bei mir ist es leider nur der Tune von Big Youth. Der ganze „Rest“ ist durchaus auch vollkommen solide, bringt mich aber keineswegs in Ekstase. Muss ja nicht immer „Ekstase“ sein aber ein gewisses „Prickeln“ sollte schon dabei sein. Auch das Album mit den Vice Roys habe ich mir geholt und auch das Album mit Willie Williams „Glory To The King“ mag ich sehr. Bei letzterem hat er die Dubversions – für meinen Geschmack – aber mit viel zu viel Melodica „kontaminiert“. Und das „augenscheinlich“ schönste Projekt mit Ras Teo “ Ion Man + Dub“ habe ich mir als Vocal – und DubVersion zugelegt und dabei haben mich die Dubs regelrecht angeödet. Seitdem bin ich mit Roberto Sanchez Productions besonders vorsichtig geworden. Ich habe auch Scheiben von und mit ihm, die ich wirklich ziemlich gut finde. Sein Meisterwerk ist – für meinen
Geschmack – bisher „Dub Avalanche Vol. 1“. Da isses nicht so „artig“ und „lieb“ , wie bei so vielen anderen DubVersions von ihm. Ich finde auch, man darf, bzw. man sollte sich bei DubMusic auch hin und wieder mal ein Bisschen erschrecken. Ich brauche ja immer viel mehr Worte, als unbedingt nötig. Ich hätte es mir auch ganz einfach machen und Hard Frost einfach mal Recht geben können. Das mit dem „Dub – Baukasten“ für „sehr gut“ erzogene Kinder unter der Obhut von „Helikopter – Eltern“ mit der anerzogenen „Gender-Attitude“ finde ich gar nicht so abwegig.
Aber auch da, musste ich jetzt noch was dazu „dichten“, damit es auch für mich die volle Aussagekraft hat.
Hier bei „Showcase Vol.2“ klingt mir auch der Sänger zu lieb. Die Riddims sind „solide“ aber eben nur das, und somit wollte ich dazu eigentlich gar nix schreiben. Und schon widerspreche ich mir selbst, denn den Sänger „Stick Figure“ finde ich ja auch super, obwohl ich mir gar nicht sicher sein kann, dass ich zu seiner Zielgruppe gehöre. ( Ich will doch ein „Rudeboy“ sein oder mich wenigstens so fühlen …. )
Tja, tut mir leid „Enzo“ ( ich hoffe der Spitzname geht so in Ordnung für dich ). Ich konnte deine Hoffnung also nicht erfüllen. Ich kann, bzw. ich will aber auch nicht lügen, denn ich habe auch nicht „den Anspruch, der Liebling der Nation zu sein“ ;-) ….. Ich möchte lediglich Reggae und Dub inna „Strong Vibe Style“. Roberto Sanchez ist mir meistens zu lasch.
„Lasch“ bin ich selbst. Davon habe ich genug.
Ich fühle mich aber dennoch auch zu mindestens 50% von dir gegrüßt.
Denn Don Carlos ist auch für mich ein sehr starker „Uplifter“.
„Some a say that, they are the marshall. But I know that, JAH JAH don´t partial.
Them say that, they are top ranks. But I know, I know I know,
THEY MUST GET A SPANKING !!!“ Dazu dieser Riddim und natürlich ganz speziell diese GIGA – BIASSLINE ( „Mega“ is mir zu lasch ).
Für mich einer der besten ReggaeTunes aller Zeiten !!! ( Natürlich gibt es von ihm viel Gutes und sehr Gutes ! )
Es war wohl dieser mystische „passing glance“, den auch er von Haile Selassie mitbekommen hat. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass all jene, die diesen „flüchtigen Blick“ von Haile Selassie mitbekommen haben auch gleichzeitig einen besonderen Segen mit auf den Weg bekommen haben. Leider galt dieser Segen nicht bis ans Ende ihrer Tage, wenn man bedenkt, wie viele Reggae – Musiker und Sänger am Ende ihrer Tage in der Gosse ums überleben kämpfen mussten.
Ja, das Leben ist voller Widersprüche. Ohne den Tod gibt es kein Leben.
Is alles nicht so einfach …………………… lemmi
Und wenn ich mir dann nochmal ganz speziell den „Ammunition Dub“ gönne, komme ich auch schnell zu der Erkenntnis, dass Alles, was ich do oben geschrieben habe auch totaler Schwachsinn sein könnte.
Geile Biassline. Super Sound ! Is allerdings immer so, bei Roberto Sanchez and Friends. „Gildo Horn“ hält sich auch ganz gut zurück.
Auch wenn ich euch nicht kenne, ich hab´ euch trotzdem alle lieb ………………… lemmi
Das mit der „Biassline“ muß ich mir merken.
Ich hab hier noch was ganz anderes in Dub. Ich schätze mal, das dürfte dir zu technokratisch sein und von den Sounds her zu abwegig/industrial/vocal-snippets-haltig. Und zu lang: 12-Minuten-Dub-Tracks scheinen überhaupt nicht en vogue zu sein.
Stammt übrigens aus 2015 und hat damit keinen KI-Bezug.
Dafür wohl tatsächlich auch „Baukasten-Musik“. Nur sind die (Sample-)Bausteine höchst abwegig und individuell… die ständige Dekonstruktion des ganzen Gebildes wird wieder und wieder durchgeführt unter Beibehaltung des Beats.
Ja, 12 Minuten ist echt ein Bisschen zu lang. Dafür passiert dann doch zu wenig. Ich habs jetzt noch nicht – sozusagen –
wissenschaftlich untersucht aber es könnte auch sein, dass sich da ein „2-3 Minuten Loop“ alle 2-3 Minuten wiederholt.
Dennoch klingt das für mich eindeutig nach DubMusic und übt schon allein deswegen einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus.
Ob zu technokratisch oder auch industrial oder vom Sound her zu „abwegig“ wird zwar von mir auch oft als Grund angegeben, warum ich etwas mag oder eben nicht, ist aber kein Grund, den ich pauschal für alles und immer wieder angeben würde.
Es erinnert mich sogar ein wenig an Sandoz In Dub 2 „Live In The Earth“. Ein Album was von der „KI – Presse“ auch mit Post-Punk und Industrial in Verbindung gebracht wird, bzw. wurde. Für mich ein sehr starkes Album mit ein paar richtig guten HighLights. Leider kam dann nix mehr oder er veröffentlicht nur noch im Darknet ?! Dafür habe ich keinen Schlüssel …….. lemmi
Sandoz war ein Alias von Richard H Kirk von Cabaret Voltaire. Er ist 2021 verstorben…
Ich feiere eigentlich lange Songs ab, aber da passiert mir insgesamt zu wenig…der Groove, die Bassline sind stimmig, aber es plätschert einfach so vor sich hin, was mich dann doch irgendwann langweilt. Könnte als Game-Soundtrack Karriere machen dieses Stück!
Oh !
Das ist schade !
Na dann, Rest In Peace Mr. Kirk ….
Du sagtest was von „Ein Album was von der „KI – Presse“ auch mit Post-Punk und Industrial in Verbindung gebracht wird, bzw. wurde.“.
Wie kommst du da eigentlich auf „KI-Presse“? Richard H Kirk bzw Cabaret Voltaire gelten ja als Forerunner der Industrial Music nebst Throbbing Gristle. Und natürlich als „Post-Punker“. Haben teilweise auch auf dem gleichen Label released. Wenn man zB in „Dead Relatives Part One“ reinhört (s.u.) … rund 20 Minuten Gequietsche, leere Hall-Sounds im Loop.. und „Part Two“ noch einmal 18. Erinnert logischerweise an Terry Riley und auch an die sog „Frippertronics“ von Robert Fripp.
Nun ist es ja so, daß Dub als solches vom sog. Basso Ostinato lebt, ohne läuft da so gut wie nichts. Da liegt es im Grunde nahe, das ganze Gebilde in einen Loop/Ostinato zu packen und dann die Effekte/Effektkombinationen sowie das Ein/Ausschalten einiger Spuren/Sounds auszuloten. Und nichts anderes findet im ganz o.g. statt. Deswegen auch „Sessions“: Aus derartigen Sessions dann wirkliche Songs zu generieren, wurde komplett übersprungen – es bleiben halt lange Effekt-Exkursionen. Ob das was zum konzentrierten Hinhören ist, weiß ich nicht.
Ich hab´ doch KI – Presse in Anführungsstriche gestzt. Das mache ich immer, wenn ich etwas nicht ganz ernst meine oder jemanden zitiere.
Als ich im Netz nochmal nach dem Album gesucht habe, indem ich es in die Adressleiste eingegeben habe, kamen dann über Googel einige Informationen über das Album und den Künstler. Und da stand dann, aus welcher „Ecke“ Sandoz alias Richard H. Kirk kommt, bzw. kam. Seit einiger Zeit ( mir ist das noch gar nicht so lange aufgefallen, wie es das schon gibt ) steht da immer, die „Info ist KI – generiert“ oder so ähnlich. Infos hole ich mir ja aus der Presse und somit habe ich das – zugegebenermaßen – etwas sehr frei formuliert, bzw. einfach mal so da hingeschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so „bedeutend“ sein könnte oder sogar Fragen aufwirft.
Vielleicht habe ich dich jetzt auch missverstanden aber ich habe das Gefühl bekommen, dass du denken könntest, ich meinte das mit den „Loops“ als abwertende Kritik. Das war nicht meine Absicht. Ich wollte damit lediglich wieder mal beschreiben, wie das auf mich wirkt.
„Dead Relatives pt.1“ hast du ja eigentlich auch schon so gut beschrieben, dass ich es eigentlich nur zitieren muss, um meinen Eindruck davon wiederzugeben …. „rund 20 Minuten Gequietsche, leere Hall-Sounds im Loop.. „.
Mir scheint, dass „Sandoz In Dub 2“ bisher das mit Abstand am besten gelungene Experiment von Richard H. Kirk gewesen ist. Ich werde da aber auch nicht weiter nachforschen, denn ich bin längst sehr gut versorgt mit meiner Lieblingsmusik. Es gibt so viel Musik darüber hinaus aber ich habe alles was ich brauche.
11 Antworten auf „Lone Ark meets The 18th Parallel: Showcase Vol. 2“
Moin zusammen,
endlich mal wieder eine schöne Veröffentlichung. Der Sound von Lone Ark & 18th Parallel ist irgendwie immer gleich und erwartbar…man könnte auch sagen: der Sound ist mega professionell. Die Songs haben alle ihren eigenen Charakter, eine hängenbleibende Bläsersequenz, eine Bassspur oder auch eine prägnante Hook Line. Nix gegen den Sänger, ich mag den sehr, aber die Dub Versionen sind immer ein Stück „schärfer“.
Mein absolutes Highlight auf dieser LP ist der Ammunition Dub. Ich habe das Gefühl, dass ich das schon mal gehört habe, irgendwo anders…?
Genau für diesen Sound stehe ich überhaupt morgens noch auf. Ich bin froh, dass solche Tracks noch erscheinen und nicht alles im KI-Müll versinkt. Das wäre auch was für den geschätzten Lemmi…hoffe ich doch ;)
Jetzt kommt’s. Mittlerweile liebe ich Roberto Sanchez für seinen Sound, seine Liebe für Reggae, für die Musiker, die er organisiert hat, für seine Studioarbeit. Ganz toll, dafür würde ich ihn gerne mindestens umarmen. Don Carlos und Roberto Sanchez sind meine persönlichen Uplifter!! Ich grüsse alle, die das genauso empfinden.
Ich kann im Grunde nicht nachvollziehen, wie man auf der einen KI-generierte Musik als „KI-Müll“ verschimpft, auf der anderen diese Klischee-Musik aus dem Dub-Baukasten feiert, als gäbe es kein Morgen.
„Das wäre auch was für den geschätzten Lemmi…hoffe ich doch ;)“
Ich fühle mich „geschätzt“, wenn nicht sogar ein wenig geehrt, dass ich sozusagen „explizit“ nach meiner Meinung gefragt werde.
Gefühlt sitze ich oft zwischen den Stühlen und bin weder so richtig auf der einen Seite noch auf der anderen Seite.
Leider muss ich, nicht zum ersten mal, schreiben, dass Roberto Sanchez mir insgesamt auch ein wenig zu „banal“ erscheint. Ich finde das ganze drum herum wirklich sehr lobenswert. Nahezu – wenn nicht sogar – Alles kommt in schönem Vinyl mit Vocal – und DubVersion und die Riddims sind immer sehr solide. Aber „solide“ ist mir inzwischen echt zu wenig. Dafür gab es schon zu viel „Weltklasse“. Kurz gesagt, ich bin dafür schon viel zu verwöhnt worden in der Vergangenheit.
Das ist jetzt zwar nicht so ganz ernst gemeint, bringt es aber dennoch, für meine Verhältnisse ;-), ganz gut auf den Punkt.
Entweder er hat meine Kommentare zu seinen Alben bisher noch nicht gelesen oder schlicht und einfach ignoriert. Er „besudelt“ seine Musik mit diesem „Piep Piep Piep , ich hab euch alle lieb“. Ich nenne das den „Gildo Horn“ Effekt, weil es mich schon fast zur Weißglut treibt, wenn man diese dämlichen Piepgeräusche verwendet und damit die Musik befleckt. Ich kann das nicht ab ! Und damit habe ich mich sehr diplomatisch ausgedrückt.
Trotzdem habe ich mir natürlich auch schon so einige Alben von, bzw. mit ihm zugelegt. So habe ich z.B. auch von „the 18th Parallel“ die „Downtown Sessions“ mit Sängern wie Fred Locks, Big Youth und Ras Michael. Aber auch da ist mir eigentlich nur Big Youth mit „Man with a Mission“ als ganz besonders herausragend im Kopf gebleiben. Ist der einzge Tune, der mich wirklich die Magie von Reggae voll und ganz spüren lässt. Was jetzt nicht heißen soll, dass es der einzige ist. Man kann von mir aus auch das ganze Album genial finden, aber bei mir ist es leider nur der Tune von Big Youth. Der ganze „Rest“ ist durchaus auch vollkommen solide, bringt mich aber keineswegs in Ekstase. Muss ja nicht immer „Ekstase“ sein aber ein gewisses „Prickeln“ sollte schon dabei sein. Auch das Album mit den Vice Roys habe ich mir geholt und auch das Album mit Willie Williams „Glory To The King“ mag ich sehr. Bei letzterem hat er die Dubversions – für meinen Geschmack – aber mit viel zu viel Melodica „kontaminiert“. Und das „augenscheinlich“ schönste Projekt mit Ras Teo “ Ion Man + Dub“ habe ich mir als Vocal – und DubVersion zugelegt und dabei haben mich die Dubs regelrecht angeödet. Seitdem bin ich mit Roberto Sanchez Productions besonders vorsichtig geworden. Ich habe auch Scheiben von und mit ihm, die ich wirklich ziemlich gut finde. Sein Meisterwerk ist – für meinen
Geschmack – bisher „Dub Avalanche Vol. 1“. Da isses nicht so „artig“ und „lieb“ , wie bei so vielen anderen DubVersions von ihm. Ich finde auch, man darf, bzw. man sollte sich bei DubMusic auch hin und wieder mal ein Bisschen erschrecken. Ich brauche ja immer viel mehr Worte, als unbedingt nötig. Ich hätte es mir auch ganz einfach machen und Hard Frost einfach mal Recht geben können. Das mit dem „Dub – Baukasten“ für „sehr gut“ erzogene Kinder unter der Obhut von „Helikopter – Eltern“ mit der anerzogenen „Gender-Attitude“ finde ich gar nicht so abwegig.
Aber auch da, musste ich jetzt noch was dazu „dichten“, damit es auch für mich die volle Aussagekraft hat.
Hier bei „Showcase Vol.2“ klingt mir auch der Sänger zu lieb. Die Riddims sind „solide“ aber eben nur das, und somit wollte ich dazu eigentlich gar nix schreiben. Und schon widerspreche ich mir selbst, denn den Sänger „Stick Figure“ finde ich ja auch super, obwohl ich mir gar nicht sicher sein kann, dass ich zu seiner Zielgruppe gehöre. ( Ich will doch ein „Rudeboy“ sein oder mich wenigstens so fühlen …. )
Tja, tut mir leid „Enzo“ ( ich hoffe der Spitzname geht so in Ordnung für dich ). Ich konnte deine Hoffnung also nicht erfüllen. Ich kann, bzw. ich will aber auch nicht lügen, denn ich habe auch nicht „den Anspruch, der Liebling der Nation zu sein“ ;-) ….. Ich möchte lediglich Reggae und Dub inna „Strong Vibe Style“. Roberto Sanchez ist mir meistens zu lasch.
„Lasch“ bin ich selbst. Davon habe ich genug.
Ich fühle mich aber dennoch auch zu mindestens 50% von dir gegrüßt.
Denn Don Carlos ist auch für mich ein sehr starker „Uplifter“.
„Some a say that, they are the marshall. But I know that, JAH JAH don´t partial.
Them say that, they are top ranks. But I know, I know I know,
THEY MUST GET A SPANKING !!!“ Dazu dieser Riddim und natürlich ganz speziell diese GIGA – BIASSLINE ( „Mega“ is mir zu lasch ).
Für mich einer der besten ReggaeTunes aller Zeiten !!! ( Natürlich gibt es von ihm viel Gutes und sehr Gutes ! )
Es war wohl dieser mystische „passing glance“, den auch er von Haile Selassie mitbekommen hat. Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, dass all jene, die diesen „flüchtigen Blick“ von Haile Selassie mitbekommen haben auch gleichzeitig einen besonderen Segen mit auf den Weg bekommen haben. Leider galt dieser Segen nicht bis ans Ende ihrer Tage, wenn man bedenkt, wie viele Reggae – Musiker und Sänger am Ende ihrer Tage in der Gosse ums überleben kämpfen mussten.
Ja, das Leben ist voller Widersprüche. Ohne den Tod gibt es kein Leben.
Is alles nicht so einfach …………………… lemmi
Und wenn ich mir dann nochmal ganz speziell den „Ammunition Dub“ gönne, komme ich auch schnell zu der Erkenntnis, dass Alles, was ich do oben geschrieben habe auch totaler Schwachsinn sein könnte.
Geile Biassline. Super Sound ! Is allerdings immer so, bei Roberto Sanchez and Friends. „Gildo Horn“ hält sich auch ganz gut zurück.
Auch wenn ich euch nicht kenne, ich hab´ euch trotzdem alle lieb ………………… lemmi
Das mit der „Biassline“ muß ich mir merken.
Ich hab hier noch was ganz anderes in Dub. Ich schätze mal, das dürfte dir zu technokratisch sein und von den Sounds her zu abwegig/industrial/vocal-snippets-haltig. Und zu lang: 12-Minuten-Dub-Tracks scheinen überhaupt nicht en vogue zu sein.
Stammt übrigens aus 2015 und hat damit keinen KI-Bezug.
Dafür wohl tatsächlich auch „Baukasten-Musik“. Nur sind die (Sample-)Bausteine höchst abwegig und individuell… die ständige Dekonstruktion des ganzen Gebildes wird wieder und wieder durchgeführt unter Beibehaltung des Beats.
Ja, 12 Minuten ist echt ein Bisschen zu lang. Dafür passiert dann doch zu wenig. Ich habs jetzt noch nicht – sozusagen –
wissenschaftlich untersucht aber es könnte auch sein, dass sich da ein „2-3 Minuten Loop“ alle 2-3 Minuten wiederholt.
Dennoch klingt das für mich eindeutig nach DubMusic und übt schon allein deswegen einen unwiderstehlichen Reiz auf mich aus.
Ob zu technokratisch oder auch industrial oder vom Sound her zu „abwegig“ wird zwar von mir auch oft als Grund angegeben, warum ich etwas mag oder eben nicht, ist aber kein Grund, den ich pauschal für alles und immer wieder angeben würde.
Es erinnert mich sogar ein wenig an Sandoz In Dub 2 „Live In The Earth“. Ein Album was von der „KI – Presse“ auch mit Post-Punk und Industrial in Verbindung gebracht wird, bzw. wurde. Für mich ein sehr starkes Album mit ein paar richtig guten HighLights. Leider kam dann nix mehr oder er veröffentlicht nur noch im Darknet ?! Dafür habe ich keinen Schlüssel …….. lemmi
Sandoz war ein Alias von Richard H Kirk von Cabaret Voltaire. Er ist 2021 verstorben…
Ich feiere eigentlich lange Songs ab, aber da passiert mir insgesamt zu wenig…der Groove, die Bassline sind stimmig, aber es plätschert einfach so vor sich hin, was mich dann doch irgendwann langweilt. Könnte als Game-Soundtrack Karriere machen dieses Stück!
Oh !
Das ist schade !
Na dann, Rest In Peace Mr. Kirk ….
Du sagtest was von „Ein Album was von der „KI – Presse“ auch mit Post-Punk und Industrial in Verbindung gebracht wird, bzw. wurde.“.
Wie kommst du da eigentlich auf „KI-Presse“? Richard H Kirk bzw Cabaret Voltaire gelten ja als Forerunner der Industrial Music nebst Throbbing Gristle. Und natürlich als „Post-Punker“. Haben teilweise auch auf dem gleichen Label released. Wenn man zB in „Dead Relatives Part One“ reinhört (s.u.) … rund 20 Minuten Gequietsche, leere Hall-Sounds im Loop.. und „Part Two“ noch einmal 18. Erinnert logischerweise an Terry Riley und auch an die sog „Frippertronics“ von Robert Fripp.
Nun ist es ja so, daß Dub als solches vom sog. Basso Ostinato lebt, ohne läuft da so gut wie nichts. Da liegt es im Grunde nahe, das ganze Gebilde in einen Loop/Ostinato zu packen und dann die Effekte/Effektkombinationen sowie das Ein/Ausschalten einiger Spuren/Sounds auszuloten. Und nichts anderes findet im ganz o.g. statt. Deswegen auch „Sessions“: Aus derartigen Sessions dann wirkliche Songs zu generieren, wurde komplett übersprungen – es bleiben halt lange Effekt-Exkursionen. Ob das was zum konzentrierten Hinhören ist, weiß ich nicht.
Ich hab´ doch KI – Presse in Anführungsstriche gestzt. Das mache ich immer, wenn ich etwas nicht ganz ernst meine oder jemanden zitiere.
Als ich im Netz nochmal nach dem Album gesucht habe, indem ich es in die Adressleiste eingegeben habe, kamen dann über Googel einige Informationen über das Album und den Künstler. Und da stand dann, aus welcher „Ecke“ Sandoz alias Richard H. Kirk kommt, bzw. kam. Seit einiger Zeit ( mir ist das noch gar nicht so lange aufgefallen, wie es das schon gibt ) steht da immer, die „Info ist KI – generiert“ oder so ähnlich. Infos hole ich mir ja aus der Presse und somit habe ich das – zugegebenermaßen – etwas sehr frei formuliert, bzw. einfach mal so da hingeschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so „bedeutend“ sein könnte oder sogar Fragen aufwirft.
Vielleicht habe ich dich jetzt auch missverstanden aber ich habe das Gefühl bekommen, dass du denken könntest, ich meinte das mit den „Loops“ als abwertende Kritik. Das war nicht meine Absicht. Ich wollte damit lediglich wieder mal beschreiben, wie das auf mich wirkt.
„Dead Relatives pt.1“ hast du ja eigentlich auch schon so gut beschrieben, dass ich es eigentlich nur zitieren muss, um meinen Eindruck davon wiederzugeben …. „rund 20 Minuten Gequietsche, leere Hall-Sounds im Loop.. „.
Mir scheint, dass „Sandoz In Dub 2“ bisher das mit Abstand am besten gelungene Experiment von Richard H. Kirk gewesen ist. Ich werde da aber auch nicht weiter nachforschen, denn ich bin längst sehr gut versorgt mit meiner Lieblingsmusik. Es gibt so viel Musik darüber hinaus aber ich habe alles was ich brauche.
„More is insane“ …………………. lemmi