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Zeb: Zebstep

Zebstep

Aradubs Album „The Spy from Cairo“ war meine Entdeckung des Jahres 2012. Auf Oud, Qifteli und Saz gespielte, orientalischen Melodien verbanden sich hier mit so dermaßen solidem Dub, dass ich mir spontan sicher war: Aradubs Wurzeln müssen im Reggae und Dub liegen. Den Beweis dafür gibt es jetzt, zwei Jahre später, mit dem Album Zepstep (Wonderwheel Recordings) von ZEB. Hier präsentiert Moreno Visini, der in einer italienischen Zigeunerfamilie aufgewachsene und nun in New York lebende Mensch hinter den Pseudonymen, seine klassische Dub-Seite. Zehn großartige Dub-Tunes, die von starkem Steppers-Appeal geprägt sind, aber weit über die Stereotype des Genres hinaus gehen. Statt auf Impact zielen seine Dubs auf differenzierendes Zuhören, statt auf sture Wiederholung auf Abwechslung, statt auf Tech-Sounds auf Samples aus arabischer Musik, statt auf digitaler Logik auf Soul und musikalische Spontanität. Dabei zerfällt seine Musik nicht in disparate Ansätze, sondern fügt sich zu einem wunderbaren Flow, der sich mal sanft, mal kraftvoll entfaltet. Insgesamt ein klassisch schönes, sehr inspiriertes Dub-Album, das am Sonntagnachmittag im Park genau so gut funktioniert wie im Club in Kairo.
Rating 4 Stars

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