Pablo RasteR: Art of Dub

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Wir wissen: Dub is big in Italy! Wie um das noch einmal mit Nachdruck zu unterstreichen, präsentiert uns der Italiener Pablo RasteR – laut seiner Website ein erfahrener Dub-Produzent (den ich allerdings bisher nicht kannte) – sein Debut-Album: „The Art of Dub“ (Elastica). Ein starkes Album mit einem recht programmatischen Titel, den Signor RasteR aber durchaus einzulösen weiß. Denn er kennt sie, die verschiedenen Spielweisen des Dub, von sanft und melodisch bis hin zu brutal und kompromisslos. Mir gefällt ersteres etwas besser, vor allem das titelgebende Stück „The Art of Dub“ hat es mir angetan. Über einen soliden Rhythm spielt hier Sandro Paradisi ein wunderbar beschwingtes Akkordeon, das so perfekt zur Musik passt, dass ich mich frage, warum es nicht viel häufiger auf Dub-Produktionen zu hören ist. Es wäre doch mal eine Maßnahme, die altbekannte Melodika gegen ein Akkordeon einzutauschen, oder? Wie dem auch sei, dieser Akkordeon-Dub steht ganz oben auf meiner persönlichen Playlist. Aber auch das harte Zeug von RasteR ist nicht zu verachten. Seien es der klassische Rockers-Drumbeat auf „An lè Bolè“, die böse, tiefschwarze Bassline von „Barumba“, oder die Violine über den heavy Steppers-Beats auf „Battle of Megiddo“ – RasteR weiß sogar seine Steppers-Tunes interessant zu gestalten. Dabei helfen ihm in fünf Fällen zudem Gastvokalisten, von denen Dan I der wohl bekannteste sein dürfte. Leider, leider gibt es auch ein paar sehr stereotype und wenig inspirierte Steppers-Tunes, insbesondere im zweiten Teil des Albums, die RasteR sich hätte sparen können. Aber vielleicht will er ja einen möglichst großen Fußabdruck in der Sound-System-Szene hinterlassen. Wenn diese Ambitionen erst mal befriedigt sind, dann wird RasteR noch ein ganz Großer. Ich freue mich schon auf sein nächstes Projekt.

Rating 4 Stars

Meine Wertung:

6 Gedanken zu „Pablo RasteR: Art of Dub“

  1. Ok, es wird langsam wider kalt in Deutschland aber meine Gänsehaut kommt jetzt eher wegen deinem Kommentar zu „Art Of Dub“. Seit ich das Akkordeon mal in einem Dub-Ähnlichen Stück von ED ROME ( vor mindestens 10 Jahren ) gehört habe, wünsche ich mir nichts mehr ( außer Menschenwürdige Bedingungen Weltweit ) als eine Dubscheibe in der das Akkordeon so viel spielt, wie bei Augustus Pablo die Melodica. Ich bin ganz genau Deiner Meinung, die Melodica – wenn auch nicht ganz aber doch erheblich – in Zukunft wesentlich öfter durch das Akkoerdeon zu ersätzen. Das wäre für mich dann echt mal zukunftsweisender Dub.
    Ich habe schon öfter mal nach „Irischem Dub mit Akkordeon“ gegoogelt aber leider immer noch nix gefunden. Es wäre mir schon sehr wichtig, daß das Akkordeon sich an irische Volklore hält, denn da gefallen mir die Stücke schon so sehr gut, auch wenn es gar kein Dub ist.
    Bin jetzt mal sehr gespannt, was die Hörprobe ergibt.

    Greetings …………….. lemmi

  2. Ok, die Hörprobe lässt mich verstehen, warum es nur zu 4 Sternen gereicht hat. Das Stück mit dem Akkordeon ist klasse und macht Lust auf mehr davon. In der Tat ein bischen viel Steppas auf der Scheibe. Da fehlt etwas die Magie, welche von Dub und Reggae allgemein ausgeht. Aber auch ich mag Steppas mal ganz gern und ich muss sagen, „Rejoice“ feat. Barry Isaacs hat mir nen sehr angenehmen Arschtritt verpasst. Meine Backen wackeln immer noch.
    Fein Fein Fein ….. dabei hab´ ich schon wieder ne Lieferung in der Pipeline mit heiß ersehnten Scheiben …… Ihr macht mich feddisch ………… lemmi

  3. Oh, ich hatte gehofft, daß wir niemals über Hey-O-Hansen „streiten“ müssen. Ich habe mir vor langer Zeit mal ein Album von denen zugelegt und muss gestehen, daß ich da überhaupt nix mit anfangen kann. Da Du aber aus meiner Sicht einen sehr guten Musikgeschmack hast, muss ich wohl doch mehr Material von denen abchecken, denn es kann ja fast nicht sein, daß unser Empfinden da soweit auseinander geht.
    Vielleicht öffnet sich da ja doch noch eine weitere Perspektive.

    So Long ………………… lemmi

  4. Nun ja, ich bleibe dabei. Hey -O-Hansen finde ich sehr durchwachsen. Auch auf meiner Scheibe habe ich nen guten Dub gefunden ( aber nur einen von ca. sechs ).
    In der Klang-Wolke habe ich zwei Dubs mit Akkordeon gefunden. „Moon“ und „Once“.
    „Moon“ geht so aber „Once“ läuft jetzt inna Dauerschleife. Sehr Geil oder wie Du es sagen würdest : „Genial“ !!!

    Happy Greetings ……………… lemmi

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