
Bei Steppers gehen hier die Meinungen ja stets deutlich auseinander. Ich bin diesbezüglich jedoch völlig open minded und weiß guten Steppers sehr zu schätzen. Ich liebe Sound System-Nächte, in denen die Bässe über den Köpfen der Tanzenden herein brechen wie Sturmfluten. Nächte, in denen Körper und Rhythmus eins werden. Dazu kann ein Dub gar nicht repetitiv genug sein. Was auf dem Sofa vielleicht langweilig klingt, ist im Sound System gerade recht. Nur wenige Beat-Schmieden beherrschen die Kunst, diese repetitiven, meditativen, magischen Dubs zu bauen, die im Sound System so perfekt funktionieren. Eine davon residiert – nicht im UK, sondern in Genf: Radikal Vibration. Der Name ist Programm. Die vier Beat-Producer und Sound System-Operators Sabu, Son’Ja, Robert Safety & Flegus liefern ultimative Hardcore-Beats, die sie mit illustren Vocal Artists dekorieren, oder auch pur zum besten geben. Letztes Jahr veröffentlichten sie das Brother Culture-Album: „Code Name“, aus dem der Hit „Jump Up Pon It“ hervor ging. Soeben legten sie mit „Abaddown“ (Evidence Music) ein zweites Album mit diversen Vokalisten wie King Kong, Mark Wonder, Micah Shemaiah, Teacha Dee, Wayne Smith, Senham Smith und anderen – aber auch mit vier wuchtigen Dubs nach. Ich bin davon schwer beeindruckt (die Betonung liegt auf „schwer“). Vor allen die Dubs dröhnen in meinen Ohren, dass es eine Wohltat ist. Ich würde sagen: Der diesjährige Heavy-Bass-Prize geht – auf den letzten Drücker – in die Schweiz!









