
Das Cover ruft Erinnerungen an Scientist „Heavyweight Dub Champion“ wach, ein magisch beleuchteter, nächtlicher Platz mit feiernden Menschen. Während bei Scientist ein erfolgreich bestrittenes Box-Duell gefeiert wird, ist es beim „Festival of Dub“ der aus New York stammenden Temple Brothers das jüdische Hanukkah-Fest. Inszeniert hat es der Ober-Tempelbruder und Bassist David Gould, der bereits 2011 mit einer Bill Laswell Co-Produktion „Dub of the Passover“ unseren Weg kreuzte. Auch damals feierte er jüdisches Musikerbe. Letztes Jahr erschien sein Album „Festival of Lights“ mit so gern gehörten Gästen wie Linval Thompson und Wayne Jarret, das traditionelle Songs des Hanukkah-Fest als Reggae-Versions versammelt. Schöne Songs – wie ich finde – aber noch schönere Rhythms. Für eine amerikanische Band unglaublich tight gespielt und mit grandiosem Bass. Ein Album, das geradezu nach einer Dub-Version verlangte, die nun tatsächlich erschienen ist: „Festival of Dub“ (Fresh Roots). Crisp, kraftvoll, inspiriert und mit einer wunderschönen Heavenless-Version. Wer handgespielten Dub in bester Soundqualität mag, sollte hier mal rein hören.









