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Dub Machinist Meets Gary Clunk

Schon mal von der „Bordeaux Dub School“ gehört? Noch nicht? Sie besteht aus zwei Akteuren: The Dub Machinist und Gary Clunk – welche wiederum in den Fußstapfen von Manutension und Improvisators Dub wandeln. Was sagt uns das? Das schöne südfranzösische Städtchen ist auf Dub gebaut! Und wie! Das Album „Dub Machinist Meets Gary Clunk“ (Culture Dub Records) legt darüber beredtes Zeugnis ab. Entstanden im Untergrund von Bordeaux, bietet es dreizehn tonnenschwere Dubs, die Saint-André – die berühmte gotische Kathedrale – so stark erschütterten, dass der Turm einstürzte (weshalb die Kathedrale nun ohne Turm da steht). Also Vorsicht, wenn ihr das Album abspielt – tut es nur mit genügend Sicherheitsabstand zu hohen Gebäuden! Ich höre es aus Sicherheitsgründen nur über Kopfhörer, was zwar die wohligen Vibrationen im Brustkorb vermissen lässt, aber die nötige Lautstärke erlaubt, nach der diese Steppers-Orgie verlangt. Doch das Album hat viel mehr als nur Bassgestampfe zu bieten; die beiden Franzosen haben auch schöne One Drops sowie einen ganzen Haufen guter Ideen in den Tracks unter gebracht. Kleine, feine Melodien zum Beispiel, orientalische und indische Klänge, clevere Rhythmuskonstruktionen und sogar sehr abwechslungsreiche, spannungsvolle Mixe -. Das alles in einer super tighten Produktion. Wer jetzt an Kanka denkt, liegt richtig. So langsam beginnt man den Bordeaux-Style zu verstehen.

Bewertung: 4 von 5.

2 Antworten auf „Dub Machinist Meets Gary Clunk“

Das Album gibt es übrigens auch auf bandcamp.com bei Culture Dub Records als „Name your price“-Download! Ist mir die sympathischste Site!
(I&I don’t like iTunes, Amazon, Spotify…)

„Dem a DubScout ! Dem A ToughScout“ !!!

Tough im Sinne von kernig oder eben umgangssprachlich „taff“ !!! Ich könnte auch sagen, ihr seid guuuuuuuuuuut !!

Zuletzt hatte ich echt nix zu meckern und auch diese „Scheibe“ bringt mich in Verzückung. Als DubConnaisseur rechnet man ja im Grunde mit Allem, was es über die Musik hinaus so zu bieten gibt. Soll nicht heißen, das ich hier vom Intro überrascht war aber allein schon das Intro macht richtig gute Laune bei mir, denn es gibt weltweit keine Menschen, die mehr „Open minded“ sind, als DubFans. So viel Eigenlob muss sein !!! Es gibt keine Musik, die insgesamt mehr Abwechslung bietet als DUB !!! Punkt Ende Aus ! Nein ! ich fange gerade erst an ! …
Nach dem Intro, wo ich dachte, das unser Helge eventuell auch mit von der Partie ist, geht es richtig los. So schön und auch erheiternd, wie das Intro auch war, zeigt uns „From The Grave“
warum DubMusic sich so sehr von allem anderen abhebt, was man sonst noch so hören kann. Diese Power !!! Wer das nicht spürt, tut mir leid und ist mir gleichzeitig schnurz piep egal.
Familie,Verwandte und Freunde ausgenommen. Das ist für mich kein „Steppers“, sondern Dub mit durchgehender Bassdrum ;-) …… Hier gibt es wuderbare kleine Melodien und instrumentales „rumgezuppele“, was den DubConnaisseur nicht nur bei der Stange hält, sondern sogar in überschwängliche Begeisterung bis hin zur Extase führt. Und dann hört sich das auch noch „kriminell“ an. Das, was das Keyboard / der Synthesizer da abliefert, könnte ganz prima die Titelmelodie für einen brantneuen Edgar Wallace Film in Farbe und HD sein.
Der Dub hat bei mir so reingehauen, wie wenn man Charlize Theron zum ersten mal ohne Bikini sieht.
Ich gehe jetzt nicht auf jeden Dub einzeln ein aber „Suspicion“ zeigt dann nochmal deutlich, das Power auch ohne durchgehende Bassdrum erzeugt werden kann. Nämlich durch raumgreifende, fette BassGravitation in Form von intergalaktischer Bassline mit akzentvollen Drumbeats. Egal ob maschinell oder live and direkt erzeugt. Dazu kommen dann die vielen kleinen instrumentellen Spielereien, die z.B. durch Flöten, Guitarren, Keyboards und anderen Instrumenten aus aller Welt ( z. B. Indien ) herbeigezaubert werden. Das macht für mich den ganz großen Unterschied zu dem sehr oft deprimierenden „bassgestampfe“, welches weltweit als Uk-Steppers-Dub anerkannt wird.
Mag sein, das das nicht jeder so empfindet aber ich finde solche Riddims wie beim „Saloon Walk“ sehr frech und erfrischend und in Verbindung mit der Spielfreudigkeit der Produzenten dieser Dubs, mit all dem Equipment für DubMusic und darüber hinaus, als pures UPLIFTMENT und es würde mich nicht wundern, wenn man damit alle Corana-Viren und deren Mutationen
ein für alle mal auslöschen könnte. Aber dazu müssten es eben alle Menschen auf der Welt hören und vor allem auch spüren ……. und schon haben wir wieder die Realität und dessen ganze Misere. Angeblich hat ja alles einen gewissen Spin und so bleibt es halt nicht aus, das auch ich bei meinen Spin-nereien bleibe.
Eigentlich wollte ich auch noch was zu den sehr gelungenen Vocal-Schnipseln schreiben, die hier immer mal wieder sehr gekonnt reingesampelt werden. Hat mich etwas an DreadZone erinnert und wer mich kennt, weiß, das das eine zusätzliche kleine GoldMedaille ist, die ich damit verliehen habe.
Da mein Text sich für mich schon wieder ziemlich lang anfühlt, gehe ich jetzt nicht auf weitere Details ein. Es gibt so zwei drei Dubs, die etwas schwächer bei mir ankommen aber immer noch so gut sind, das ich nicht speziell darüber meckern möchte. Dazu gehört „natürlich“ auch „Jungle“ ;-) ……. aber ich gestehe, das mich dieser Dub ebenfalls mit einem positiven Gesamtgefühl erfüllt und das obwohl er teilweise rhythmisch ins hyperaktive abdriftet und an Blähungen zu leiden scheint, was den einen oder anderen „Bassfurz“ nicht verhindern konnte.
Macht nix, denn wir wissen ja alle, is nich schlimm, solange der Furz nix wiegt.

Und damit ich wirklich nicht das Gefühl bekomme, etwas vergessen zu haben, erwähne ich noch, das weder Spotity noch BandCamp noch irgendein anderes Internetportal eine greifbare CD oder – noch besser – eine anfassbare Magic Vinyl Scheibe ersetzen kann. Dennoch ist der ganze Kram ja besser als nix und zudem ja auch eine sehr gute InformationsQuelle.

Soweit erst mal ……………………….. lemmi

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