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Review

Star Wars Dub

Der Hype um das Imperium wird niemals aufhören. Daher hat Secret Records die vor vier Jahren wiederaufgelegte Star Wars Dub LP von Burning Sounds noch einmal in „authentischem“ roten Vinyl nachgepresst. Es ist eine dieser gesuchten Dub LPs, die Phil Pratt Ende der 70er ohne weitere Informationen an das englische Label verdealt hat, deren Erstpressungen immer in buntem Vinyl kamen. Man hört, die Heimatstation der Tracks war das Channel One Studio und im Maschinenraum saß Sly Dunbar. Aber man muss lange durch die jamaikanische Galaxie cruisen, um auf Originale wie Jimmy Londons „Ride On“ oder „Open The Gate“ von Well Pleased & Satisfied zu stoßen. Schwer zu sagen wer gemischt hat. Dennoch, trotz Darth Vader auf dem Cover, dramatisch an Wissenswertem vorbei fliegenden Linernotes und gelegentlichem Knacken der Pressung erleidet man bei den Mixen keine Bruchlandung. (Eine frühere Version des Textes erschien in RIDDIM 04/20)

Bewertung: 3 von 5.

2 Antworten auf „Star Wars Dub“

Da kann man mal sehen, in was für tollen Zeiten wir mal gelebt haben. Ich glaube nicht, das ich die Scheibe in „authentischem“ roten Vinyl habe aber sie gehört doch – zumindest gefühlt – zu den ersten Reggae bzw. Dub Scheiben, die in meinen Besitz gelangten. Das muss irgendwann zu Beginn der achziger Jahre gewesen sein, denn vorher war ich noch zu klein.
Spontan hätte ich geschrieben, danach brauch man nicht unbedingt zu suchen. Dafür hat sich DubMusic inzwischen einfach zu weit entwickelt. Aber mir hätte im Nachhinein das Herz geblutet, wenn ich das so abgehakt hätte. Jedenfalls stand die damals, sogar in einem ProvinzKaff wie Göttingen, einfach so im Plattenladen, woran man gut erkennen kann, das zumindest die PlattenladenBesitzer von einst ein paar richtig coole Typen waren. Für mich gehörten diese Dubs nie zu meinen TopFavoriten aber so eine Rezension bringt mich immer dazu, da doch nochmal rein zu hören. Und ich muss sagen das es mich doch mit großer innerer Genugtuung erfüllt, diese Scheibe, wann immer ich möchte, bei mir Zuhause rotieren lassen zu können. Die Dubs sind noch nicht unbedingt so psychodelisch, wie das, was dann z.B. und vor Allem bei On-U. Sound in den achzigern abhob und auch bei weitem nicht so wie bei Lee „Scratch“ Perry und Augustus Pablo aber die Riddims sind für meinen Geschmack schon richtig gut und auch die DubEffekte machen mir des öftreren schon mächtig Spaß.
Bei all der Konkurrenz, die sich im Laufe der Jahre parallel zur Technik entwickelt hat, ist es schwer für diese älteren Dubs, auf 5 Sterne zu kommen. Deshalb finde ich die 3 Sterne hier ebenfalls vollkommen angemessen. Das Album gefällt mir inzwischen wesentlich besser als damals.
Jetzt muss ich nur noch mal nachschauen, welche Farbe mein Vinyl Zuhause hat ;-) ………. auch wenn mir das im Grunde egal ist.

„Möge die Macht mit euch sein“ ……………………… lemmi

5 Jahre später – Jahre, die Licht in das undurchsichtige Dunkel um diese LP gebracht haben. Jahre, in denen ich das Album intensiv gehört habe und – with a little help from my friends – alle Vocaltracks zu den Dubs identifizieren konnte. In dieser Zeit habe ich den Mixmaster des Albums getroffen und konnte helfen, das einzige Album unter seinem Namen neu aufzulegen: Ranking Barnabas – „The Cold Crusher“ (checkt das sehr gute Review von Ras Vorbei, da sind in den Kommentaren alle Vocaltracks aufgeführt: Ranking Barnabas: The Cold Crusher — dubblog)
STAR WARS DUB ist Dub in Reinkultur. Nicht psychedelisch, nicht spirituell, sondern made for sound systems. Gerade ist die LP zum 7. Mal neu aufgelegt worden, diesmal in purple. Zu diesem Anlass habe ich bei Reggaeville https://www.reggaeville.com/artist-details/reggaeville/news/view/star-wars-dub-the-answer-to-the-mystery und auf meinem Instagram Account https://www.instagram.com/dub_thesoundofsurprise alles veröffentlicht was ich herausgefunden habe.
If I knew then what I know now – heute würde ich dem Album mindestens einen Stern mehr geben.

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