
Überall auf dem Globus wird Dub produziert. Tons of Dub. Schön, dass es so ist. Dummerweise ist Dub absolutes Special-Interest-Gebiet, weshalb er im Verborgenen, im Underground gedeiht, wo nur wenige Eingeweihte zu ihm vordringen. Früher konnte man wenigsten realen Objekten nachjagen: Vinyl – meist in geringen Stückzahlen aus Jamaika. Heute sind es Downloads und Streams, die sich noch besser im Digitalen Dschungel verstecken. Und so investiere ich die meiste Zeit beim Schreiben einer Rezension in die Recherche. Ich versuche etwas über den Hintergrund der Dubs zu erfahren, über die Produzenten, Musiker und Labels. Nur allzu oft lande ich dabei auf obskuren, ungepflegten Websites oder bei Soundcloud, Bandcamp oder gar Facebook mit in der Regel null verwertbaren Informationen. Kaum jemand macht sich die Mühe, einen anständigen Text zur eigenen Existenz zu verfassen. Ganz nach dem Motto: „Die Kunst spricht für sich“, gibt es lediglich Dubs, Dubs und Dubs. So, nach diesem kleinen Ausfall des Rezensenten zurück zum Thema: Bandulu Dub ist so ein Fall. Ich weiß nix über die Band. Wahrscheinlich lebt und arbeitet sie in Lateinamerika oder Spanien, betreut eine Radioshow in Minneapolis und hat vor langer Zeit das Label Dan Dada Records gegründet. Soeben erschien ihr Album „Ancient Vibes“ (Dan Dada), zu dem es heißt: „These ancient vibes are a collection of unreleased songs, all from the very deep essence of what Bandulu Dub always was: a down to Earth, good vibes and simple project.“ Unveröffentlicht? Den Grund dafür würde ich gerne erfahren, denn die hier versammelten Dubs sind absolut in Ordnung. Kraftvolle Live-Produktionen (wie es klingt), sauberer Sound und lots of heavy Bass. Sehr spannend ist übrigens auch die Compilation-Serie „Echo Chamber – Around The World In Dub“ aus gleichem Hause, die bei Bandcamp kostenlos herunter geladen werden kann.









