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Dr. Israel: In Dub

Und noch ein Echo Beach Serious Classics-Release: Dr. Israel, „In Dub“ (Echo Beach). Der Doktor aka Douglas Bennett ist mir schon seit den 1990ern ein Begriff, allerdings pflegte ich ein gespaltenes Verhältnis zu seinen Produktionen. Die Nähe seines Sounds zu Punk à la Bad Brains verwehrte mir die Identifikation mit seiner Musik. Bis in die 2000er Jahre hinein, lief er mir immer wieder über den Weg – insbesondere auf Veröffentlichungen des legendären Wordsound-Labels, das klanglich irgendwo zwischen Trip Hop und Dub unterwegs war und reichlich schräge Produktionen hervor brachte. Nun bietet Echo Beach dem Grenzgänger aus Brooklyn eine Retrospektive, die sich nahezu über sein komplettes Werk von 1998 bis 2005 erstreckt. 15 ausgewählte Tracks, teils Vocals, teils Dubs, gibt es hier zu hören. Inhomogen, überraschend und durchaus herausfordernd. Nicht gerade eine Easy Listening-Erfahrung, sondern eher eine Dub-Exkursion entlang der Grenzen des Genres. Schön, das Best Of des Dr. Israel Oeuvres so kompetent kuratiert dargeboten zu bekommen.

Bewertung: 3.5 von 5.

3 Antworten auf „Dr. Israel: In Dub“

Dr. Israel presents Dreadtone International „Patterns Of War“ war das einzige, was ich bisher bewusst von ihm kannte. Ist nicht schlecht aber sowas habe ich mir meistens nur zugelegt, wenn ansonsten mal etwas Flaute am Dubhimmel war.
Jetzt also eine Huldigung an ihn von Echo Beach. Ok, warum nicht ?
Der erste Dub ist doch schon mal ein richtiges Sahnehäubchen. Und das, obwohl ich da doch tatsächlich ein Virus namens Autotune vernehme. Is mir hier echt egal. Stört mich nicht im Geringsten. Die Dosis ist nahezu homöopathisch. Der Dub überzeugt mich mit seinem Groove und den weit geöffneten Klangwelten. Da wird jede Menge freier Raum in meinem Kopf erzeugt, in dem sich alle schlechten Gedanken auf ewig verlaufen können. Danach kommt „Tomorrow …“ , was ein Beispiel dafür ist, warum die Scheibe durchaus auch eine Herausforderung sein kann. Das wird sicherlich des öfteren noch übersprungen. Das Album gefällt mir nicht so gut, das ich mal wieder jeden einzelnen Dub kommentieren möchte aber „Equal Rights“ bzw. „Equal Dub“ animiert mich, ein klein wenig zu stenkern. Die Bassline schreit geradezu mal wieder nach einem Vergleich. Wahrscheinlich gibt es auch dazu sehr viele Beispiele aber mich erinnert die Line an eins meiner ALL-TIME-FAVORITES von Prince Far I. „Throw away your Gun“ bzw. „Buds Bush“ von „Showcase inna Suitcase“ !!! Auch wenn es, für mich, nach einem Vergleich schreit, so muss ich doch ganz klar sagen, das diese Dr. Israel Version einem Vergleich nicht mal im Ansatz standhält. Ich wollte damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, wer in Sachen Reggae die Chefs waren, sind und immer sein werden. Sollta da jemand anderer Meinung sein, gebt es mir bitte nicht zum lesen ;-)
„Dubvivor“ ist mir immerhin auch noch sehr positiv aufgefallen, so das es zumindest schon mal in meiner Playlist ist. Da gibt es bestimmt noch viel mehr zu entdecken aber Herausforderungen brauchen nunmal Zeit.

„Drop that needle“ ……………………. lemmi

Yo ! Danke für den Tip, Dirk !
Konnte bisher leider nicht mehr hören, als den Titeltune „Another Day In babylon“. Scheint sich aber um ein ganzes Album zu handeln …..
Weder Spotify noch youtube haben da mehr im Angebot. Isn´ schöner und auch cooler Tune im Nyabinghy-Style. Da bin ich auch wieder dabei. Aber ich bräuchte da schon einen besseren Link um mehr hören zu können. Ihr könnt mich ruhig für blöd halten aber ich stehe nicht auf Rätselraten. Schon gar nicht im Computer. Habe jetzt auf youtube und spotify nachgeschaut und nicht mehr gefunden. Damit hat sich die Sache für mich vorerst erledigt.
„Dr. Israel in Dub habe ich mir damals auch als CD zugelegt, obwohl meine „Kritik“ an einigen Tunes ja eher durchwachsen war. Is immer noch durchwachsen aber trotzdem ne sehr gute Scheibe, wenn ich mich nicht irre. Und beim Suchen bin ich heute auch wieder auf „Patterns of War“ gestoßen. Gehört auch schon lange zu meiner löchrigen Sammlung.
Hat mich aber ganz klar davon überzeugt, dass die heute Abend zwingend mal wieder in den Player muss. Egal wie durchwachsen es auch sein mag. Zwischen den schwer verdaulichen Sehnen und Knorpeln gibt es immer wieder sehr „leckere“ Filetstückchen, die zum Genuss einladen.

So long ……………….. lemmi

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