Max Tannone

Vor einiger Zeit schrieb ich an dieser Stelle über das Mash Up-Projekt „Mos Dub“ von Max Tannone. Hier sampelte der New Yorker „Remix Artist, Producer und DJ“ diverse Reggae-Backings zu faszinierenden Instrumental-Mash-Ups, über die er die Wortakrobatik des Rappers Mos Def legte. Eine freundliche Anfrage bei Tannone führte dazu, dass nun die Instrumentals kostenlos zum Download bereit stehen. Verrückt-verdrehte, genial-fantastische Dubs – Reggae durch und durch und doch unverkennbar Werk eines Hip Hop-Artists, da sie von Breaks und der unvermittelten Kombination unterschiedlichsten Quellmaterials geprägt sind. So treffen hier The Slickers, Desmond Dekker, Scientist, Lee Perry, King Tubby, Errol Thompson und Johnny Osbourne aufeinander. Doch so gut die mit Mos Def garnierte Versionen auch sind, die Instrumentals ohne den Rap sind noch viel, viel besser – und zudem sind sie sogar noch kostenlos: www.maxtannone.com/projects/mosdub

Inzwischen hat Tannone bereits den Nachfolger zu Mos Dub produziert: „Dub Kweli“. Gleiches Prinzip, gleiche Methode, ähnliches Ergebnis: Statt Mos Def, ist es diesmal Hip Hop Artist Talib Kweli, der hier seine Raps über die Reggae Mash-Ups zum besten gibt. Das Beste aber ist, dass Tannone hier ebenfalls die Instrumentals zum Download zur Verfügung stellt, die – zumindest nach meinem Geschmack – ohne Kweli-Rap sogar doppelt so gut sind. Im Vergleich zum Mos Dub-Projekt sind die Kweli-Instrumentals allerdings weniger experimentell geraten, weniger von Breaks durchsetzt und aus weniger Quellmaterial zusammengebaut. Sie wirken folgerichtig „geschlossener“ und auch irgendwie professioneller. So könnte auch ein kommerzielles Album klingen. Trotzdem ist es grandiose Musik, die hier kostenlos angeboten wird: www.maxtannone.com/projects/dubkweli

 

Meine Wertung:

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