Simba Khan: Brutal Tide

Jetzt schreibe ich schon so lange über Dub und werde immer noch überrascht von Produktionen, die mich so richtig catchen, ohne, dass ich sagen könnte, woran das genau liegt. So geht es mir jedenfalls mit der neuen EP „Brutal Tide“ (Dub Records) von Simba Kahn. Auf den ersten Blick drei simple Steppers-Produktionen (+ drei Versions). Digital und genau so, wie meine lieben Mitautoren des Dubblog sie nicht mögen. Bei mir aber läuft die EP in Dauerrotation. Warum? Ich versuche mal eine Erklärung: 1. Ich liebe Dynamik und Timing der Beats. Es geling mir beim Hören nicht, den Kopf still zu halten. Irgendwie passt der Groove voll auf meinen inneren Rhythmus. 2. Die Polyrhythmik der Percussions fasziniert mich. Von wegen, „simples Steppers-Gestampfe“! Hier liegen diverse Rhythmusstrukturen übereinander und verbinden sich zu einem faszinierend komplex-einfachem Muster. 3. Die Sound System-Atmo holt mich bei meinen schönsten Dub-Erinnerungen ab. Das ist Mukke, die für dunkle Nächte und hohe Lautsprechertürme geschrieben wurde – und für hunderte Dubheads, die in ihrem Rhythmus skanken. Ach ja, wer ist eigentlich Simba Khan? Ich hätte auf einen indischen Dub-Produzenten getippt. Tatsächlich aber lebt er in Belgien und ist dort Mitglied des Islanders-Sound Systems. Muss man im Blick behalten, den Mann.

Meine Wertung:

5 Gedanken zu „Simba Khan: Brutal Tide“

  1. Was für schräge Zeiten !

    Ich hätte nicht gedacht, das meine Lieblingsbeschäftigung ( Abhängen ) mal zum „Leitmotiv“ für die ganze Menschheit werden würde. Aber jetzt, wo „die Armee der 12 Monkeys“ ihr Unwesen treibt, scheint das ja echt das Beste zu sein.
    Zum Genießen ist mir das ganz und gar nicht. Außer gelegentlich ;-)
    Zu den letzten drei Dubs könnte ich bei jedem das Selbe schreiben. Ich finde das alles nicht wirklich schlecht aber Faszination fühlt sich anders an. Ich glaube langsam immer mehr, das es immer besser ist, wenn an einem Musikstück mehrere bis viele Musiker beteiligt sind, weil das naturgemäß mehr Ideen und Perspektiven freigibt und das ganze dann wesentlich lebendiger erscheinen lässt. Wenn man schon kein Bassist ist, wäre es gut, einen im Team zu haben, auch wenn der die Bassline dann nur einprogrammiert. Oder man wiederholt halt immer wieder die Klassiker und liegt damit, zumindest bei mir, auch immer richtig.
    Nun habe ich also doch wieder „durch die Blume“ umschrieben, das ich mir andere Basslines wünsche, als die, die hier in den letzten drei Alben im Angebot waren.
    Aber wie gesagt, schlecht finde ich das alles auch nicht aber ich werde weiter nach anderen Asteroiden im DubCosmus suchen, die dann hoffentlich einen langen Schweif mit sich ziehen, an dem ich mich dann noch oft berauschen kann.

    So oder so ähnlich wollte ich das jetzt mal ,,,,,,,,,,,, naja ihr wisst schon ;-) ………………….. lemmi

  2. „Ich glaube langsam immer mehr, das es immer besser ist, wenn an einem Musikstück mehrere bis viele Musiker beteiligt sind, weil das naturgemäß mehr Ideen und Perspektiven freigibt und das ganze dann wesentlich lebendiger erscheinen lässt.“

    bloody well right, lemmi.

    1. Sorry, wenn das jetzt zickig rüberkommt aber Ausnahmen bestätigen fast immer die Regel. Eigentlich möchte ich ja nur ein wenig „necken“ und weise nochmal darauf hin, das seine Werke ja meistens auch von einer ziemlich großen „Band“ gecovert wurden und werden. Sollte das so gar nicht stimmen, werde ich noch „dreister“ und Frage mal ganz gemein,
      wer ist eigentlich J.S. Bach ?
      Ich distanziere mich hier ausdrücklich von allen Reggae und Dub-Fans, damit diese ehrbaren Menschen, nicht in der selben Schublade landen wie ich. So unqualifiziert, wie ich mich hier „bei vollem Bewusstsein“ geäußert habe, sind DubFans normalerweise nicht.
      Trotzdem habe ich mir als DubFan erlaubt, meine Missachtung für die meisten klassischen Werke der alten Komponisten zum Ausdruck zu bringen. Laaaangweilig bis zum geht nicht mehr empfinde ich deren Mucke. Aber auch hier gibt es wieder die Ausnahmen ……… Und ich glaube auch nicht, das man da gute Dubs von machen kann ( A.b.d.R. ), denn ich bin auch der festen Überzeugung, das man einen guten Rhythm braucht, um am Ende einen guten Dub zu haben.

      Okay, wenn das so ganz und gar nicht amüsant klingt, dann einfach löschen.

      Ich geh wieder ins Tor ……………… lemmi

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