Tackhead vs. Robo Bass HiFi vs. Fats Comet: The Message

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Und noch mehr Robo Bass HiFi: Tackhead vs. Robo Bass HiFi vs. Fats Comet: „The Message“ (Echo Beach). „Für meine Remix-Alben habe ich zwar „Originale“, gehe aber beim Dub-Mix ganz anders vor, als die jamaikanischen Originators. Statt das Original neu abzumischen und mit Effekten zu versehen, nehme ich es komplett auseinander und baue ein ganz neues Stück daraus. Ich mache aus dem Material komplett neue Stücke. Die Konstante sind lediglich Schlagzeug und Bass – die Groove-Basis. Bei allem, was ich drüber mache, nehme ich mir ganz viel Freiheit. Warum sollte ich mich da limitieren?“, fasst Markus Kammann seine Arbeitsweise zusammen. Wie das dann klingt, lässt sich anhand seiner Tackhead-Remixe herausfinden: wild und verrückt – aber tatsächlich weniger abgefahren, als auf seinem eigenen, zeitgleich erscheinenden Werk „King Size Dub Special“. Daher gefällt mir „The Message“ sogar etwas besser, obwohl wir es hier kaum mit Reggae zu tun haben. Elektro-Funk, HipHop und Industrial trifft es eher – was angesichts der musikalischen Herkunft der drei Tackheads (Doug Wimbish, Keith Leblanc und Skip McDonald) aus dem HipHop der 1980er und 1990er Jahre nicht verwundert. Ende er 1980er Jahre trafen sie auf Adrian Sherwood und produzierten mit ihm drei Alben. Ein viertes folgte dann 2014, 24 Jahre nach der letzen Zusammenarbeit. Eine Auswahl von Tracks dieses Albums, zusammen mit Dance-orientierten Aufnahmen, die Tackhead in den 1980er Jahren unter dem Namen Fats Comet aufnahmen, bilden nun das Material, dessen sich der Robo bediente. Allerdings wage ich die Prognose, dass Freunde rollender Basslines an dem Elektro-Funk nicht allzu viel Spaß haben werden. Wer sich allerdings mal gründlich dir Ohren durchpusten lassen möchte, ist hier goldrichtig.

Rating 4 Stars

Meine Wertung:

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