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Interview

Interview mit Helmut Philipps

Was wir bereits wussten, ist jetzt amtlich: „Dub Konferenz“ von Helmut Philipps ist das beste Buch des Jahres! So gewählt mit großem Abstand zu den nachfolgenden Plätzen von den Lesern der RIDDIM im Lerserpoll 2022. Die Erstauflage war nach nur drei Monaten komplett ausverkauft, ab sofort ist die Zweitauflage des neuen Standardwerks zum Thema „Dub“ aber wieder überall im Handel und über die Homepage von Helmut erhältlich. Christoph Kraus hat mit Helmut Philipps ein Gespräch über die Erfolgsgeschichte seines Buches (dem ersten Buch über Dub in deutscher Sprache und dem dritten Buch über Dub überhaupt) geführt.

Wie und wann kam die Idee ein Buch über Dub zu schreiben? Kurze Entstehungsgeschichte.
Ich hab ja 2007 mit Olaf Karnik das Buch „Reggae in Deutschland“ geschrieben. Danach war klar: ich will noch ein Buch schreiben. Und während ich auf der Suche nach dem richtigen Thema war, haben mich Freunde bedrängt: „Warum schreibst du nicht ein Buch über Dub? Du hast selbst Dubs gemischt. Du kennst dich aus mit Tontechnik. Du kannst die richtigen Fragen stellen.“ Damit war die Entscheidung gefallen.

Wie bist du vorgegangen?
Das erste was ich hatte, war tatsächlich der Titel „Dub Konferenz“. Der Titel war Programm. Es sollten – soweit möglich – Dialoge werden, keine Interviews. Ich wollte vor allem wissen „warum“. Ab 2010 hab ich die ersten Gespräche geführt. Zuerst in Deutschland: Soljie Hamilton in Bielefeld, Pat Kelly an einem Offday in Münster, Clive Chin in Berlin, in Köln und beim Reggae Geel in Belgien, King Shiloh in Wuppertal. Danach überall und bei jeder Gelegenheit, die sich bot. Beim Garance Festival in Frankreich, beim Summerjam, Reggae Jam, Reggae Summer, in Holland, London, zweimal bin ich wegen des Buches nach Jamaika gereist.

Ein alter weißer Mann schreibt ein Buch über eine „schwarze“ Musik – in diesen Zeiten, überlegt man da sich auf den potentiellen Vorwurf der cultural appropiation vorzubereiten?
Ja, da hat mich tatsächlich der woke Zeitgeist eingeholt. Als ich angefangen hab zu schreiben, gab’s noch keine Gendersternchen. Ich kann nichts dazu, dass ich alt und weiß bin. Soll ich deshalb so ein Buch nicht schreiben? Wer schreibt es dann? Die jamaikanische Botschafterin in Berlin hat sich eine Präsentation des Buches von mir angehört und war erstaunt, dass ein deutscher Mann Geschichten aus ihrer Heimat erzählt, von denen sie noch nie gehört hat. In Jamaika weiß niemand, dass vor 50 Jahren die ersten Dub-LPs erschienen sind.

Wie ist die Rezeption, das Feedback auf das Buch?
Überwältigend und manchmal auch berührend. Die Leute schicken mir Fotos, wo das Buch bei ihnen auf dem Nachttisch liegt, auf dem Mischpult oder in ihrem Plattenregal. Manche „klagen“, dass sie nach der Lektüre jetzt ganz viele Alben kaufen müssen. Andere schreiben mir: „Ich lese es schon zum 2. Mal.“ Eine Frau hat mir eine Karte geschickt: „Wenn mich jemand fragt was liest du gerade und ich sage ‚Helmut Philipps – Dub Konferenz‘, dann klingt das ganz schön intellektuell.“ Jemand anders schickt mir ‘ne SMS: „Ich glaube du weißt nicht, was du mit deiner Arbeit und deinem Wissen für junge Dubnerds tust. Viele Infos und Erfahrungen können wir gar nicht mehr nachfühlen. Es ist wichtig, auch hier in Deutschland die Anfänge nachvollziehen zu können. Danke für die Möglichkeit durch dein geniales Buch!“ Sowas macht mich sprachlos. Und wenn ich dann überlege, dass die „Dub Konferenz“ zum besten Buch des Jahres gewählt worden ist und die erste Auflage nach 10 Wochen ausverkauft war, dann bin ich sehr dankbar und glücklich darüber, wie das Buch angenommen wird.

Wovon bist du bei deinen Recherchen am meisten überrascht gewesen, was hat dich am meisten beeindruckt?
Mir war nicht bewusst, wie groß der Einfluss von Jazz auf die Entwicklung von Reggae ist, und damit auch von Dub. King Tubby zum Beispiel hatte ein Zimmer voll mit Jazzplatten. Die bei ihm arbeitenden Engineer konnten sich die Platten auf Kassette aufnehmen, was Leute wie Pat Kelly reichlich gemacht haben. Auch Coxson hatte eine riesige Jazz-Sammlung. Seine Skatalites waren eine Jazzband. Die frühen Studio One Dubplates sind oftmals von Jazz beeinflusste Bläser-Improvisationen. Lee Perry hat privat am liebsten Jazz gehört und macht 1975 mit Vin Gordons „Musical Bones“ eine Jazz-LP mit Offbeat. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Der improvisatorische Aspekt des Jazz spiegelt sich beim Dubben. Man höre sich nur die Platten von Tommy McCook oder Bobby Ellis an, die Tubby gemischt hat: Tommy McCooks „Brass Rockers“ (aka „Cookin‘“) oder „Hot Lava“, oder „Bobby Ellis & The Professionals meet The Revolutionaries“. Da trifft Jazz auf Dub. Dub und Jazz eint der freie Umgang mit Musik, Dub ist Improvisation am Mischpult. Deshalb haben sich ja auch einige der von mir Befragten so vehement gegen digitalen Dub ausgesprochen. Weil Dub ein Mischpult braucht und sich nicht programmieren lässt. Mittlerweile gibt es kleine Mischpulte, mit denen man Computer bedienen kann. Da hat sich was geändert.

Gab‘s ein Lieblingsinterview und wenn ja warum?
Ganz klar Style Scott. Mit ihm hab ich in Kingston im Yard von Chinna Smith unter einem alten Baum gesessen und er hat stundenlang erzählt. Von seinen Großeltern, von dem Ort wo er aufgewachsen ist, von Junkuno, seiner Ausbildung, den Clubs in Montego Bay. Ich wollte von ihm eigentlich nur wissen wie es war mit den Roots Radics und Dub Syndicate. Aber er hat mir sein ganzes Leben erzählt. Er war ein angenehmer, freundlicher und auf eine europäische Art höflicher Gesprächspartner. Ein Wanderer zwischen den Welten, der zwei Dub-Jahrzehnte geprägt hat und dem der Unterschied zwischen Jamaika und Europa total bewusst war. Es war ein krasser Schock als ich wenige Monate nach unserem Treffen erfahren musste, dass man ihn umgebracht hat.

Ist Dub spirituelle Musik oder Studio-Fließbandarbeit?
Dub war Auftragsarbeit am Fließband. Die Soundmen haben Freitags Schlange gestanden bei den Studios. Alle wollten neue Dubs für die Dances am Wochenende. Sie haben sich die Klinke in die Hand gegeben, während drin im Studio ein Dub nach dem nächsten gemischt wurde. Fünf Minuten pro Dub. Es hat nicht länger gedauert als der Song lief von dem der Dub gezogen werden sollte.
Die spirituelle Note des Dubs liegt in der Natur der Vorgabe. Hat das Original, die Vocalversion, spirituelle Tiefe, so überträgt sich das in den Dub und in die Toastings über den Dub. Aber wenn Johnny Osbourne singt: „I don’t want no ice cream love, it’s too cold for me“ und Scientist davon einen Dub zieht, ist das wenig spirituell. Wenn aber Johnny Osbourne über „Truth & Rights“ singt und dann vermutlich auch wieder Scientist einen Dub mischt, ist das was ganz anderes.

Kann es Dub ohne Reggae geben?
Es wird zumindest immer wieder versucht. Aber es gibt wenig überzeugende Beispiele. King Jammy hat zu mir gesagt: „Der Heartbeat des Reggae ist essentiell für Dub.“ Die „interdisziplinären“ Versuche Punk und Dub zu kombinieren funktionieren am überzeugendsten bei Musik mit Reggae-Beats. So wie bei Ruts DC, den Members oder The Clash. Die Fellow Travellers haben das auch gut hingekriegt, weil ihre Country-Musik ein unterschwelliges Reggae-Flair hat. Aber Jazz goes Dub, Klassik in Dub etc., das halte ich alles für in Echo getränkte Irrtümer.

Kannst du dich noch an dein erstes Hörerlebnisse erinnern – wann und wo und wie ist Dub in dein Leben getreten?
Lee Perry mit „Super Ape“. Gigantisch, aber wie man mit der Zeit verstanden hat, eigentlich kein Dub. Trotzdem, ein Meisterwerk. Und Scientist mit den Greensleeves Platten, von denen man heute weiß, dass er sie gar nicht gemacht hat. Von ihm stammen die Mixe, aber die Alben haben sich die Chefs von Greensleeves ausgedacht.

Das Thema „Scientist“ und die Art und Weise wie die Engineers für den Dub-Mix als Job bezahlt worden sind, aber weder als Künstler gesehen oder erwähnt werden und ihre Arbeiten zum Teil ohne ihr Wissen veröffentlicht wurden, war für mich als gängige Praxis eher unbekannt und hat mich überrascht. Kannst Du hier ein wenig drauf eingehen?
Dubs gehörten beim Mischen irgendwann zum Tagesgeschäft und haben nicht viel Zeit in Anspruch genommen. Wenn ein Song fertig war, wurde eben noch schnell ein Dub nachgelegt, quasi umsonst mitgeliefert. Der Produzent (Junjo, Bunny Lee, wer auch immer) hat den Song bezahlt und am Ende das Tape gekriegt. Da war dann auch der Dub drauf, der für die Rückseite der Single gebraucht wurde. Das von den Dubs woanders – in England – gesonderte Alben gefertigt wurden haben die Engineer nicht gewusst. Weil es ja die Alben in Jamaika gar nicht gab, sondern nur in Übersee.

Was ist deine Definition von Dub?
Dub ist der besondere Mix eines bestehenden Titels für einen besonderen Einsatz, nämlich bei Sound Systems. Dub ohne vorausgegangenes Original ist Instrumentalmusik. Was übrigens keine Definition von mir sondern von Style Scott ist. Interessanterweise hat Coxson den Sinn von Dub-Platten darin gesehen, dass die Deejays üben konnten.

Wer ist dein Lieblingsengineer?
Scientist wegen der Anarchie in seinen Mixen und wegen des besten Sounds. Groucho Smykle weil er Dub wie Hollywoodfilme inszeniert. Auch seine Mixe beruhen auf Vocalversionen, aber da ist kein Platz mehr für Toastings. Beide, Scientist und Groucho, werden perfekt beschrieben mit dem Titel des Buches, das Michael Veal über Dub geschrieben hat: „Soundlandschaften und zerstörte Songs“. Bei Scientist habe ich erlebt, wie er beim live-dubben immer wieder gerufen hat: „Someone must deejay!“ Doch auch bei mir zuhause kommt kein Deejay à la David Lynch per Hologramm ins Zimmer und fängt an zu toasten wenn ich Dub höre. Dub ist außerhalb von Jamaika längst zu einer eigenständigen Kunstform geworden. Aber eine die von Erinnerungen lebt. Man weiß dass da noch Melodien, Bläser, Gesänge sind. Aber man hört sie nur im Geiste.

Du bist ja auf Lesetour, wirst in Radiosendungen eingeladen, z. B. WDR 3, WDR Cosmo, DLF, Bayerische Rundfunk, ByteFM, diverse Online Sender. Welche Fragen hat man dir noch nicht gestellt, bei denen es dich wundert, dass sie dir noch nicht gestellt worden sind?
Ich war anfangs ein wenig verwundert, dass es nie zu konfrontativen Diskussionen gekommen ist. Aber darum geht’s in der Dub Konferenz gar nicht. Ich hab ein Geschichtsbuch geschrieben, lasse andere Leute erzählen und hab dazu Fakten recherchiert. Ich merke, dass die Leser an genau der Geschichte interessiert sind. Wo alles herkommt und was es mit Dub auf sich hat(te). Die meisten haben inzwischen schon gemerkt, dass Dub und Steppaz nur scheinbar Seelenverwandte sind. Mit vielen gemeinsamen formalen Ingredienzien, ja. Aber letztlich something completely different. Steppaz ist, historisch wie musikalisch eine alternative Techno-Musik. Dub aber ist die Version einer bereits existierenden Musik. An diesem Unterschied führt kein Weg vorbei. Mad Professor hat mir gesagt: Es ist erst dann Dub wenn es eine Version ist. Und da sind wir wieder bei Style Scott: Wenn es keine Version ist, ist es Intrumentalmusik.

Welche Aspekte haben dem Publikum besonders am Herzen gelegen und sind nach der Lesung Thema gewesen?
Die meisten haben einfach nur zugehört und waren glücklich über die Informationen und Geschichten, die ich erzählt habe. Ich merke wie stark das Interesse am Thema Dub ist. Jeder kennt den Begriff, auch außerhalb des Reggae-Zirkels, aber viele wissen nicht so genau, was es damit auf sich hat. Deshalb kommt es ja auch zu dem Irrtum, dass man bei jedem Echo sofort denkt: Aaah … Dub!

Was ist deine Top 3 der klassischen Dubalben?

  • Lee Perrys „Super Ape“ – ein übernatürlicher Rausch. Kein Dub, fühlt sich aber so an.
  • „Herb Dub Collie Dub“. Gemischt von King Tubby, das Pendant zu „The Legendary Skatalites“, der einzigen Roots-Platte der Skatalites. Eine ziemlich seltene Platte. Kam 1976 ohne Cover auf den Markt und ist nicht mehr zu finden, wurde 2001 von Motion nachgepresst.
  • Alles von Scientist bei Greensleeves. Scientists Mixe profitieren davon dass die Originale in jenem Jahrzehnt so überragend waren: Wailings Souls, Johnny Osbourne, Michael Prophet, Barrington Levy, Hugh Mundell …
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Sonstiges

Helmut Philipps: Dub Konferenz

Um eines gleich am Anfang klarzustellen: Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch „Dub Konferenz – 50 Jahre Dub aus Jamaika“ weder um eine Doktorarbeit im akademischen Sinne, noch ist Helmut Philipps hierfür der Doktortitel verliehen worden. Obwohl dies Akribie, Umfang und Herangehensweise durchaus vermuten lassen.

Auf rund 250 Seiten in 22 Kapiteln (lässt man Index, Quellennachweise, Glossar etc. außen vor) geht der Autor der Frage nach: Was ist Dub? Dies geschieht (daher auch der Titel „Dub Konferenz“) in weiten Teilen mittels Gesprächen mit vielen Protagonisten des Genres. Helmut Philipps hat bei jeder sich bietenden Möglichkeit Interviews geführt, auf Konzerten und Festivals in ganz Europa, aber auch während mehrerer Forschungsreisen nach Jamaika. Unter anderem hat er mit Style Scott, Sylvan Morris, Errol Brown, David Rodigan über dessen guten Freund King Tubby, mit Fatman, Pat Kelly, Bunny Lee, Barnabas, Linval Thompson, Clive Chin, Clive Hunt, Scientist und King Jammy gesprochen.

„Dub Konferenz“ ist das erste Buch über Dub in deutscher Sprache, und innerhalb kurzer Zeit war die erste Auflage von 1.000 Exemplaren ausverkauft. Dabei ist es eher dem Zufall geschuldet, dass das Erscheinen des Buches (dessen Entstehungsgeschichte vor zehn Jahren ihren Lauf nimmt) sich mit dem 50ten Jubiläumsjahr diese Genres deckt. Die ersten fünf Dubalben entstanden im Jahr 1973, es waren: Lee Perry – Upsetters 14 Dub Black Board Jungle, Prince Buster – The Message Dubwise, Herman Chin Loy – Aquarius Dub, Joe Gibbs – Serial Dub, Clive Chin – Java Java Java Java.

Aber auch nach 50 Jahren und der weltweiten Rezeption und Adaption von Dub, ist die Frage über die Ursprünge und Entstehungsbedingungen von Dub eine weitgehend ungeschriebene und vielfach mythenbehaftete Geschichte. „Dub Konferenz“ widmet sich dem jamaikanischen Dub von den Anfängen in den 70er Jahren bis zu dessen Ende durch die digitale Revolution im Jahr 1985. Die Adaption dieses Genres in England und weltweit wird nur am Rande gestreift und hier dann vor allem durch die Brille von nicht Jamaikanern wie Dennis Bovell oder Mad Professor.

Zugute kam Helmut Philipps neben seiner journalistischen Tätigkeit für z.B. die Magazine RIDDIM, MINT und natürlich auch für den Dubblog, vor allem der Umstand, dass er als professioneller Tontechniker einen anderen Ansatz und ein anderes technisches Verständnis für die Arbeit der Dub Engineers mitbringt. Denn die Entstehung und Entwicklung des Dubs hatte immer auch eine technische Seite. Helmut Philipps räumt mit dem Irrglauben auf, dass auf Jamaika unter „Dritte-Welt-Bedingungen“ aufgenommen und produziert wurde. Die Studios auf der Insel konnten immer mit internationalen Standards mithalten.

Seine Ursprünge hat Dub Anfang der 70er in der Soundsystemkultur Jamaikas, als maßgefertigtes Special oder Version eines bekannten Vocal-Originals, das dem Deejay die Möglichkeit gab, seinen Sprechgesang darüber zu „toasten“. Die Nachfrage nach diesen „Specials“ befeuerte die Evolution des Dub. Eine der Kernthesen des Buches lautet demnach auch „ohne originale Vokalversion kein Dub“. Dub ist das Werk des Dub-Engineers im Studio mit dem Mischpult als Instrument für den Soundsystemeinsatz. Das Format der Dub-LP war eher für den Export bestimmt und spielte auf Jamaika kaum eine Rolle. Irgendwann erkannten die Produzenten aber, dass die Youths in Babylon bereit waren ihr Taschengeld in das schwarze Gold zu investieren. Der Siegeszug des Dub war nicht mehr zu stoppen.

Helmut Philipps ist ein spannendes Buch gelungen, das unterhaltend und informativ zugleich ist, das mit so manchen Dub Mythen aufräumt bzw. ein zum Teil neues Verständnis für diese Spielart der jamaikanischen Musik aufzeigt. Was zum Beispiel macht Lee Scratch Perry so besonders, und was machte er anders in der Black Ark als die anderen Dub Engineers? Und ist das überhaupt Dub, oder ist Perry eher ein Soundschaffender? Wie ist der Fall Scientist vs. Greensleeves zu bewerten? Darf sich der Dub Engineer selbst als Künstler im rechtlichen Sinne begreifen oder ist er eher angestellter Dienstleister des Produzenten? Welche Rolle spielte Dub gerade im LP-Format als Exportschlager und welche auf Jamaika? Wie viele der Dubs zu den unzähligen Alben, die unter King Tubby(‘s) kursieren, hat der King selbst gemischt? Ist Dub eine spirituelle Musik oder Handwerkskunst? Was ist der Unterschied zwischen Dub und Instrumental, kann man Dub als drum-and-bass-Musik simplifizieren, und kann es Dub ohne Reggae geben?

Um eine Antwort auf diese Fragen zu bekommen, lest selbst!