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City Squad: Grenoble

Ein interessantes Konzept verfolgt das französische Label Subsquad. Es kompiliert unter dem Titel „City Squad“ kostenlose Dub-Sampler mit Dubs von Artists aus jeweils einer französischen Stadt. Nach Bordeaux im letzten Jahr war jetzt Grenoble dran. In der Stadt nahe der Alpen leben weniger Einwohner als in Herne, und doch hat Subsquad 15 (!) Tracks verschiedener Dub-Artists zusammen bekommen – alle aus Grenoble. Unfassbar! In der Stadt und der näheren Umgebung sind tatsächlich 14 Sound Systems beheimatet (in Herne kein einziges). Tja, wer hätte das gedacht? Ich habe nicht im geringsten geahnt, dass Grenoble eine Hochburg des Dub ist. Aus unerfindlichen Gründen verorte ich Dub immer noch in Großstädten. Aber spätestens seit Paolo Baldini ist immerhin klar, dass Dub auch durch die Tälern der Alpen schallt. Dass ausgerechnet Grenoble so ein Dub-Hotspot ist, liegt vor allem am Roots ’n’ Culture-Festival, das 2003 als ein der alternativen Musik gewidmetes Sommerfestival startete, sich aber nach und nach Reggae zugewandte und und seit 2017 ein reines Sound System-Event ist. Ich habe es noch nie besucht, aber ich stelle es mir fantastisch vor, denn hier kommen zwei meiner größten Leidenschaften auf magische Weise zusammen: Dub und die Berge. Vom Festival aus infizierte Dub bald die ganze kleine Stadt und das Roots’n’Culture-Kollektiv veranstaltet inzwischen das ganze Jahr durch viele andere Dub-Events in Grenoble. Wer die Dub-History von Grenoble im Detail nachlesen möchte, kann das auf der Subquad-Website machen.

Zurück zum Sampler: Er bietet 15 Tracks von lokalen Artists, von denen zwar bisher nicht ein einziger meinen Weg kreuzte, deren hier versammelte Dubs mich aber voll und ganz überzeugen. Ich habe mir das nächste Roots’n’Culture-Festival schon vorgemerkt.

Bewertung: 4 von 5.

Eine Antwort auf „City Squad: Grenoble“

Vielleicht hätte ich lieber noch ein bischen warten sollen, bis ich hier wieder meinen Kommentar abgebe. Von mir aus hätte gern mal ein DubSteppa eine Lobeshymne auf diese ( Dubs ) singen dürfen. Nun bin ich aber heute viel zu sehr mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs gewesen, so das die Zeit mal wieder sehr langsam vergeht. Habe also noch etwas Zeit für meinen
( „Hass“kommentar ). Nein, ich will ja gar nicht immer BadVibes verbreiten. Dann schon lieber MadVibes aber mir fällt da echt nix gutes dazu ein. Ich kann doch aber auch nicht schreiben, das ich das als RamschDub empfinde, wo ich doch genau weiß, das es Menschen gibt, die das richtig gut finden. Upps, jetzt ist es mir doch rausgerutscht. Also es tut mir leid aber ich komme da nicht mehr mit. Habe weder ein cooles Reggae noch Dubfeeling. Klingt fast schon so, als ob sie das Publikum von David Getter aus dem Nebenraum für sich gewinnen wollen.
Ich bin da raus.
Allerdings einen kleinen „Wehrmutstropfen“ gibt es doch. „Tal Ferrite“ von Sumac Dub gefällt mir richtig gut. Woran das jetzt liegt, kann ich beim besten Willen nicht erklären. Klingt vielleicht etwas ausgereifter, ein ziemliches bischen mehr durchdacht und vor allem nicht so hingerotzt. Sorry, solche Ansichten dürfen im DubBlog auch gern gelöscht werden. Aber ich will doch nur unser aller Bestes. Keine False Flag DubAktionen, die alt eingesessene DubNerds verunsichern, aufs Abstellgleis schicken und Roots and Culture nur im Namen zu tragen. Ich befürchte, das macht das Genre kaputt. Gibt es der Beliebigkeit preis und wird eventuell sogar am Ende noch kommerziell ausgeschlachtet. Meine Befürchtung geht noch weiter. Die New Kids On The „Dub“ fragen mich eines Tages, wenn ich gerade einen richtig smarten Dub von Poalo Baldini, Mad Professor, Victor Rice, Adrian Sherwood oder einem anderen DubWizzard aufliegen habe, ob ich denn nicht mal nen „richtigen“ Dub von David Getter auflegen könnte ….. Hier läuft meiner Meinung ( ! ) was schief.

Aber vielleicht ist es auch nur mein obsoleter Musikgeschmack …………………… lemmi

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