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Manwel T: Virtual Dub 4

Obwohl der Maltese Manwel Tabone aka Manwel T bereits ein alter Knacker ist (geboren 1960 – also sogar noch älter als ich!), produzierte und mixte er seinen ersten Dub erst im Jahre 2006 und zwar komplett auf seinem PC – weshalb er sich auch als „digital dub remixer“ bezeichnet. Drei Jahre später, 2009, erschien sein erstes Album, nun 2012 liegt mit „Virtual Dub 4“ sein insgesamt viertes Werk vor. Da ich in meiner iTunes-Bibliothek auch „Virtual Dub 2“ gefunden habe, konnte ich sogleich einen historischen Vergleich anstellen, der mich nach aufmerksamem Studium von exakt 24 Stücken zu der Erkenntnis führte, dass Manwel T einen konstanten Stil pflegt: klassisch-moderner Dub mit Tendenz zum Steppers. Trotz seiner offensichtlich beschränkten Mittel, gelingt es ihm, ziemlich eigenständige Tracks zu bauen, von denen jeder seine unverwechselbaren Eigenheiten hat, sei es eine prägnante Hookline, eine melodiöse Bassline oder ein interessantes Arrangement. Nicht schlecht – wäre da nicht der etwas zu sterile, allzu synthetisch wirkende Sound. Vielleicht verwendet er einfach nicht wirklich gut gesampelte Instrumente oder kriegt es mit dem Mastering nicht hin. Vielleicht arbeitet er aber auch nur mit Windows ;-) Da ihm dieses Manko wahrscheinlich selbst bewusst ist, verschenkt er sein Album als freien Download – womit jede weitere Kritik hinfällig ist.

2 Antworten auf „Manwel T: Virtual Dub 4“

Mac-User betrachten sich gern selbst als elitär, soviel zum Klischee.
Gibt es einen Grund warum unter Windows produzierte Tracks tendenziell schlechter klingen sollen? Welche unverzichtbaren Produktions-Tools gibt es nicht für Windows?

Vielleicht sollen die Tracks auch einfach genau so klingen. Wurde der Künstler gefragt? Ich empfinde die Produktion als angemessen. Klar gibt es besseres. Gibt es immer.

Ich erkenne in diversen Songs nur allzu oft die langweiligen Standard-Sounds von GarageBand, lieblos aneinandergereiht. Dann singt da ne Frau drüber und es wird ein Charthit ;) naja, so ähnlich.

Stimmt, der Windows-Gag ist unfair. War ein nicht begründbarer Rückschluss von der Optik und der Usability des Betriebssystem auf eines mit seiner Hilfe erstellten Produkte.;-)

Manwel T’s Album ist auf jeden Fall in Ordnung (s. o.). Ich habe mir auch seine früheren Werke angehört und bin ganz angetan. Besonders gut finde ich allerdings ein Album seines Labels, das nicht von ihm stammt: http://dubkey.com/dubkey005.html

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