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Dub Five Star

Matic Horns: Spanish Town Rock

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Es braucht immer mal wieder Alben, die keine Experimente wagen, die keine Hörgewohnheiten irritieren wollen, die weder sozialkritisch noch provokativ sind, die sich nicht für den Nabel der Welt halten und auch keine Superstars versammeln, sondern einfach nur schlicht und ganz bescheiden, gute Musik bieten. Ein solches Album ist „Spanish Town Rock“ (H.A.T.) von Matic Horns. Im Widerspruch zum Plural des Namens, verbirgt sich hinter Matic Horns nur ein Mann: Henry Tenyue, Posaunist mit Wohnsitz in London. Sein Spiel ist auf unzähligen Reggae-Produktionen zu hören und nicht selten auch auf Live-Konzerten durch Europa tourender jamaikanischer Artists. Nun legt er mit „Spanish Town Rock“ eines seiner raren Soloalben vor. Produziert wurde es von Mafia & Fluxy und gemischt u. a. von Gussie P und Bitty McLean – Garanten für starke Rhythms und tighten Sound. Die meisten Stücke des Albums basieren auf existierenden Riddims und Songs, so dass sich Henry Tenyue und seine Crew einfach auf das Spielen ihrer Instrumente konzentrieren konnten. Und das ist superb. Die Backings (an denen außer Mafia & Fluxy u.a. auch Carlton „Bubblers“ Ogilvie mitgewirkt hat) sind supertight, crisp & rock solid. Ihr Sound ist fantastisch und der zurückhaltende Mix über jeden Zweifel erhaben. Darüber erklingt Tenyues Posaunenspiel – warm, majestätisch und zeitlos. Einfach schön.

Rating 5 Stars

6 Antworten auf „Matic Horns: Spanish Town Rock“

Oh Mann,

ihr macht mich feddich. Ich hatte gehofft, “Spanish Town Rock” wäre so etwas wie die Zusammenfassung von “Musical Storm”. Aber nix da, die Scheibe brauche ich auch.

“There is more than enough for all the needy but there is never enough for all the greedy”

…………………………. lemmi

Ja, ein gut gemachtes Album, dem man die Liebe zum “Handgemachten” und Mafia & Fluxys Einfluss anmerkt. In diese Kategorie fällt ein ähnlich schönes Album, das ich gerade zufällig entdeckt habe: Alific – “Dub in the District”, vom US DJ und Produzenten Brendan Danbe. Mehr instrumental als dub, aber solche konventionellen Alben sind ja leider längst eine Seltenheit.

Ich mache das “ungern”, denn es ist im Grunde ja ein Geheimtip. “Dub in the District” gefällt mir auch sehr gut aber “Echos from the Soul” hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gefällt mir noch tausendundeins mal besser. Sorry für die kleine Übertreibung. Ein Best Off aus beiden Scheiben lässt dann natürlich überhaupt keine Wünsche mehr offen. Wehe Du legst das irgendwo öffentlich auf ;-) … ich will der erste sein ;-) habe aber zur Zeit keine Möglichkeiten bzw. nicht genug Strom in der Kutte. Von daher : Genieße die “Forwards !” wenn Du es den Leuten vorspielst.

I don´t like Alific , I Love It ……………………. lemmi

Ach, in diesem Zusammenhang muss ich doch mal Fragen, ob Ihr Stick Figure kennt.
Der bzw. die sind auch irgendwie mit Alific verbandelt.
Alle reden immer von Soja und Rebellion ( o.s.ä. ) dabei sind die gegen Stick Figure nur irgendein Abklatsch ! Jaja ich weiß, is übertrieben aber dennoch meine Meinung.

Yeah Man !!! Alific / Stick Figure …… handgespielte Musik mit richtig gutem fetten Sound. Ich wünschte mir, jamaicanische Aufnahmen würden auch so gut klingen. Aber irgendwie werden die Jamaicaner wohl wider verarscht bzw. nicht genug unterstützt.

“Don´t fight the Feeling” …………………. lemmi

Und weil es gerade gut passt hier noch eine Neuerscheinung:

Dennis Brown Riddims – feat. Sly & Robbie and The Tad´s Roots Band

Beim ersten Reinhören ziemlich gut, auch wenn man die Shubidu-Vocals hätte lassen können. Aber Sly & Robbie spielen Oldschool-Style, da gehe ich auf die Knie. “Ghetto Girl” z.B. ist einfach phantastisch. Wüsste ja gern mal, wie dieses Album zustande gekommen ist und wer die Tad´s Roots Band ist.

https://www.reggaerecord.com/download/en/description.php?release_id=717048

Die Band ist wahrscheinlich die House-Band von Produzent Tad Dawkin. Ich glaube, dass auf dem Album einfach ein die von Tads produzierten Rhythms für Dennis Brown versammelt sind. Finde ich aber ein bisschen zu soft und habe außerdem die Songs dazu einfach zu oft gehört.

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