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Mato: Hollywood Dub

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Mato, der große Eklektizist unter den Dubbern wechselt das Referenzmedium: Hatte er sich zuletzt mit der Dub-Version des Daft Punk-Klassikers „Homework“ zwischen die Stühle gesetzt, so wendet er sich mit seinem neuen Album „Hollywood Dub“ jetzt dem Film zu. Das Konzept: Den Soundtrack von Filmklassikern in Dub zu übersetzen. Wer schon immer mal den Titelsongs von „The Good, the Bad and the Ugly“, das Darth Vader-Thema aus „Star Wars“ oder das Liebes-Thema aus „The Godfather“  – oder gar den 20th Century Fox-Vorspann in Dub hören wollte, wird auf Matos neuem Album „Hollywood Dub“ (Stix) fündig. Dabei handelt es sich natürlich nicht um echte Remixe, sondern um gänzlich neu eingespielte, auf soliden Reggae-Beats basierende Stücke, die mit den Melodien aus den Filmen und einigen Anleihen an das Originalarrangement garniert sind. Obwohl Mato im Titel von Dub spricht und an Hall, Echo und Kanal-Spielereien nicht spart, wirken die Tracks eher wie gut gelaunte Instrumentals. Die magisch-raumzeitliche Dimension von Dub fehlt gänzlich. An ihre Stelle tritt das virtuose Spiel mit den musikalischen Zitaten. Statt düsterer Basslines, scheinen Matos Beats beschwingt zu hüpfen, während dazu die berühmten Filmmelodien mal mit Melodika, mal mit Orgel, Gitarre, Trompeten, Synthie oder gar Mundharmonika intoniert werden. In jedem Takt scheint ein schalkhaftes Lächeln von Mato zu stecken. Richtig ernst nimmt er die Angelegenheit wohl nicht – obwohl er absolute handwerkliche Präzision walten lässt. Wahrscheinlich wird wohl kaum ein wahrer Dub-Freund das Album in seine Favoritenliste aufnehmen, – aber am Sonntagnachmittag mal durchlaufen lassen ist absolut angemessen.

Rating 4 Stars

3 Antworten auf „Mato: Hollywood Dub“

“Richtig ernst nimmt er die Angelegenheit wohl nicht…”

Und daher ist beim Fips Asmussen des Dub auch nur Supermarktmusik herausgekommen.

Immer – aber ganz besonders, wenn ich mit Dir einig bin – bewundere ich Deine Fähigkeit die Beschreibung eines Albums so exakt auf den Punkt zu bringen.
Von Mato habe ich zuerst hier in Deinem Dubblog etwas gehört. Habe mir dann auch gleich die “Daft Punk Dub – Scheibe” zugelegt und auf YouTube war ich dann völlig von ihm geflasht.
Da hat er zum Beispiel HipHop – Tunes von Missi Elliot mit nem saftigen Reggae-Riddim auf das höchste Level gehoben. Es gibt wohl an die 10 Scheiben, wo er Hip-Hop und Popsongs für uns ReggaeFans hörbar gemacht hat.
Auch bei der Hollywoo Dub – Scheibe musste ich nicht lange überlegen. Du hast zwar Recht und auch Manfred kann ich durchaus nachvollziehen, wenn sich seine Begeisterung in Grenzen hält aber ich finde die Scheibe trotzdem klasse. Die Riddims haben durchaus Schmackes und die ganzen Filmhits mal mit nem richtig guten Groove zu hören macht doch mehr Spass als die Originale. Naja, bei “Apocalypse Now” wäre das sehr schwierig geworden aber da hat er ja auch die Finger von gelassen.
Ich versuche ja selbst auch immer, die Dinge und auch mich selbst nicht zu ernst zu nehmen und deshalb kann ich mich bei Hollywoo Dub auch köstlich amüsieren. Ganz besonders bei Track 10 ( ? ) musste ich richtig gut ablachen. Zunächst war ich wohl gar nicht so ganz aufmerksam und wusste noch gar nicht, in welchem Film ich eigentlich gerade bin. Dann eine kleine Pause, der letzte Hall war noch ein wenig am schwingen in meinem Kopf ……….. Ruhe ….. und dann der Atem von Darth Vader !!! Herrlich !!! Dazu noch ein paar Kommentare von R2D2 und C3Po und schließlich das verhallte Klagen von Tchoubakka ( o.s.ä. ) . Für mich ist sowas DUB in Reinkultur, denn beim Dub gibt es keine Grenzen ( außer schlechte riddims ).

Also ich bin ja nicht so der reine Steppers-Typ ….. ich mag alle Spielereien im Dub und deshalb sind mir solche Dub – Scheiben wie Hollywoo Dub sehr willkommen !

Möge die Macht mit euch sein …………………….. lemmi

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