Die peinlichste und pervertierteste Fußballweltmeisterschaft, die ich bisher bewusst verfolgt habe, und es waren derer bereits sechzehn, ist endlich vorüber. Mit Spanien als verdienten Weltmeister kann ich locker leben – Marc Cucurellas einst nicht geahndetes Handspiel sollten wir langsam alle vergessen. Keine andere Mannschaft hat diese Qualität und Konstanz auf den Platz gebracht.
Übrigens, wenn wir von Qualität und Spanien sprechen: Zur FIFA-Fußball-WM 1982 in Spanien brachte Greensleeves „Scientist: Wins the World Cup (The final King Tubby’s Sessions)“ heraus, mit einem beeindruckenden Cover von Tony McDermott, das eine jamaikanische „Rasta“-Mannschaft im Spiel gegen die „Three Lions“, die englische Nationalmannschaft, zeigt, während Scientist gerade ein Tor schießt. Also lag es doch mehr als nahe, nochmal dieses großartige Dub-Album mit seiner wunderschönen Cover-Art auf den Anspielpunkt zu legen. Ein Album, von dem Scientist selbst noch nicht einmal wusste, dass es existiert. Doch das ist eine ganz andere Geschichte, auf die Helmut Philipps in seinem Buch „Dub Konferenz“ explizit eingeht. Als ich das Album 1982 auflegte, klappte mir sofort die Kinnlade runter. Bereits dieser schwere Basssound und Scientists Soundspielereien im „Dangerous Match One“ haben mich komplett umgehauen. Hört euch zuerst „Love is Universal“ von Johnny Osbourne im Original an und danach, was Scientist an den Reglern daraus gemacht hat. Ich denke, dann versteht man am besten, wozu ein begnadeter Sound-Engineer mit den richtigen Vorlagen fähig ist. Ein Album eines Triumvirats und Dream-Teams: Die Roots Radics liefern ihren schweren, basslastigen Sound, den Scientist mit satten, punktgenauen Effekten noch viel tiefer legt. Im Original zehn Dub-Versionen von Songs, die in der Hochphase des Produzenten Henry „Junjo“ Lawes entstanden sind. Songs, die im Channel-One-Studio in der Maxfield Avenue in Kingston aufgenommen wurden, bevor die Bänder ins King-Tubby-Studio zu Scientist kamen.
Zusammenfassend ist „Wins The World Cup“ ein fabelhaftes Werk des Dub Genres. Man findet hier großartige Titel aus der Geschichte des Reggae, die mit damals aufstrebenden Sängern wie Johnny Osbourne, Hugh Mundell und Wayne Jarrett aufgenommen wurden. Der kraftvolle Groove, die tiefen Bässe, die eingängigen Melodien und die immer wieder auftauchenden Gesangsschnipsel machen „Wins The World Cup“ zu einem unverzichtbaren Album der Dub-Historie.
Heute ist Scientist nicht einmal mehr auf dem Cover genannt, geschweige denn zu sehen und Junjo als Referee schießt das Tor – wenn das kein Foul-Spiel ist!

Eine Antwort auf „Scientist: Wins the World Cup (The final King Tubby’s Sessions)“
Den Fußballer will ich sehen, der freiwillig sagt, „ey Schiri ! Hast du Tomaten auf den Augen ?! Mein Bein war viel zu hoch und ich habe den Abwehrspieler mitten ins Gesicht, mit meinen Stollenschuhen getreten. So können wir das Tor nicht annehmen !“ Ich bin da genz ehrlich und sage mal, ich hätte das auch nicht so gemacht. Vielleicht hätte ich gedacht, „na eventuell war mein Bein bzw. Fuß ja gar nicht zu hoch. Im Eifer des Gefechts habe ich das selbst vielleicht ein bisschen falsch empfunden. Wenn Schiri und Linienheinz und obendrein auch noch der VAR das nicht als Foul oder eben Handspiel gecheckt haben, dann kann es eigentlich kein Foul und kein Hand gewesen sein. Dann habe ich mich eben getäuscht.“ Warum man Cucurella noch Jahre nach dem Spiel in d-land immer ausgepfiffen hat, ist mir demnach völlig unverständlich. Das ist genau der geistige Horizont, der auch dafür sorgt, dass Bundesbürger eine Partei wählen, die nach faschismus stinkt. Ich finde jeder Wähler müsste eigentlich erst mal einen Eignungstest machen, egal wie alt er oder sie ist. Sollte sich herausstellen, dass der Wähler vom ns-regime keine Ahnung hat und eventuell auch vom Holocaust noch nie etwas gehört haben will, dann darf er oder sie höchstens wählen, in welche Gummiezelle sie denn möchten. Wir können doch nicht zusehen, wie wir weltweit nur noch von Bekloppten regiert werden. Die Menschheit braucht keine Bekloppten in der Regierung ! Wir brauchen Gandhis an der Spitze eines jeden Staates ! Und zwar nur Gandhis ! Ich will nur noch Gandhis Gandhis Gandhis, überall nur Gandhis !!! Anstelle von diesen putains und bauerntrumpels überall auf der Welt. Is ja nicht zum aushalten.
Ja, „Scientist wins the WorldCup“ ! Soooo lange kenne ich das Album noch gar nicht. Als ich noch das Riddim Magazin las, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass da 5 Alben von Linval Thompson veröffentlicht wurden, von denen der Scientist gar nichts wusste. „Früher war alles besser“ und so konnte ich mir die 5 DubAlben schon am nächsten Tag alle auf einmal in meinem Plattenladen bestellen und kurze Zeit später bei mir rotieren lassen. Die DubVersions sind alle mehr oder weniger vom Feinsten ! Aber als jemand der nicht nur auf den Bass vertraut, sondern die BiassLine als das Zentrum von Reggae und Dub manifestiert ( oder so ähnlich ), muss ich hier meine Begeisterung für die atemberaubende BIASSLINE bei „Dangerous Match One“ in alle Welt hinausposaunen. Was für ein RIDDIM !!! Grandios ! Perfekt ! Faszinierend !
„No matter what the people say, this sound leads the way !“ In der VocalVersion von Johnny Osbourne ist mir die BassLine noch gar nicht so aufgefallen. Ein Grund mehr, die DubVersion vom Scientist richtig zu feiern. Ich bleibe heute in meinem Kommentar mal ganz strikt bei dem Auftaktmatch. Es gibt da auch noch eine fantastische Version von Prince Fatty mit Hollie Cook ! Ich kann beim besten Willen nicht sagen, welche Version ich besser finde. Generell ist in solchen Fällen immer die Version am Besten, die gerade aufliegt und unter der Nadel rotiert.
Falls mir jemand eine Liste machen kann, mit Versions, die alle diese BIASSLINE als Fundament haben, sage ich schon mal von Herzen,
DANKE ! ( Ich meine natürlich Dubversions, is ja klar ).
„Dubbing Is A Must“ ………………… lemmi