Ein brillantes Album, das förmlich nach einer Wiederveröffentlichung schrie, ist „Selassie I Rockers: 30 Pieces of Dub“ (Jah Lion Sound System). Ein ziemlich rätselhaftes Projekt, das aus verschiedenen Quellen zusammengestellt wurde, und erst so für diesen sehr abwechslungsreichen Hörgenuss sorgt. Im eigentlichen Sinne eine LP-Compilation, die der in England lebende jamaikanische Produzent und Sänger Winston Curtis 1983 erstmals veröffentlichte. Zwanzig Jahre später veröffentlichte das englische Jah Lion Label dieses ominöse Werk erneut als CD mit zwei Bonus Tracks, darunter ein Dub von Dennis Browns „Children of Israel“. Danach sind die „30 Pieces of Dub“ wieder in der Versenkung verschwunden. Jetzt sorgt Winston Curtis erneut dafür, dass dieser Schatz auf Vinyl wieder ans Licht kommt. Allerdings! Einen kleinen Wermutstropfen gibt es, und darauf muss ich doch etwas genauer eingehen. Die Tracks sind meines Erachtens falsch benannt:
So findet sich „30 Pieces of Dub“, das Melodica-Instrumental von Desmond Craig alias Bob Skeng, auf der B-Seite der Single „African Children“ und heißt im Original „Jack the Ripper“. Der „Africano Dub“ könnte Dennis Bovell mit oder ohne Matumbi sein und sollte möglicher-/logischerweise „Englishman Dub“ lauten. Hinter dem „Gone Dub“ versteckt sich Delroy Wilsons Song „Money“ aus dem Jahr 1978. Ein Dub von Leroy Browns „Color Barrier“ ist „No Dub Like Dis Ya Dub“ und „Jack the Ripper“ ist der Dub zu Gregory Isaacs’ „Sacrifice“. So geht es munter weiter: Für den „Englishman Dub“ ist „Gone Gone“ von Leroy Brown die Grundlage, und im „Fisherman Dub“, der im Original „Fire Horns“ heißt, hört man Vin Gordons Posaune über den Riddims des Freddy Clarke Songs „Fight I Down“.
Okay, ich hoffe sehr, dass ich nicht noch mehr Verwirrung stifte. Das hier ist lediglich eine versuchte Klarstellung eines immer noch außergewöhnlichen Edelsteins aus der unermesslichen Schatzkiste des Dub!
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Selassie I Rockers: 30 Pieces of Dub (Re-Release)

3 Antworten auf „Selassie I Rockers: 30 Pieces of Dub (Re-Release)“
„Mit breiter Brust“ darf ich verkünden, dass ich das Album schon sehr lange habe und es sozusagen auch in meiner Vitrine für die ganz besonderen DubJuwelen steht. Natürlich kann ich bei den vielen DubScheiben und noch viel mehr DubTunes die es so gibt, nicht aus dem Kopf sagen, wie jeder einzelne Dub nun so genau heißt. Daher bin ich erst mal nicht verwirrt, sondern lediglich geneigt, die Namen der Dubs auf meiner LP mit den „neuen Namen“ zu vergleichen. Da ich das Album aber als Vinyl habe und das nicht erst seit der aktuellsten Wiederveröffentlichung, kann ich ja eigentlich nur davon ausgehen, dass ich die Version von 1983 habe. Ich musste ja als Quereinsteiger viel zu oft feststellen, dass meine „Sammlung“ zum größten Teil aus Nachpressungen und Wiederveröffentlichungen besteht. Is nur ein kleines Problem und als ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht habe, war es überhaupt kein Problem. „Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß.“ Is eins meiner Lieblingssprichworte, wenn nicht sogar schon eine meiner „besten“ Tugenden. „Mut zur Lücke“ erfordert daher von mir gar nix. Das habe ich standartmäßig in meinem Programm.
( Wenn man allerdings nicht genau weiß, obs nun KI – Kontaminiert ist oder nicht, dann kann es mir schon mal ganz schön heiß werden ).
Das schöne ist hier ja auch unter anderem, dass man noch nicht mal den Verdacht haben muss, dass hier sowas wie eine künstliche Intelligenz am Werkeln war. Damals brauchten die Menschen sowas noch nicht. Die waren selbst intelligent genug. Und auch wenn ich den Scheiß selbst schon öfter mal – auf ganz niedrigem Niveau – genutzt habe, bin ich dafür alle Computer sofort für immer abzuschalten, da dieses Ding uns in die totale Abhängigkeit führen wird und wir dann über die digitale Diktatur zum weltweiten faschismus gelangen werden.
Tut mir Leid Freunde ! Machts erst mal gut. Ich gehe in mein Exil ohne Computer ! Ich habe die besten Scheiben eh als Vinyl und brauche keine Daten. Höchstens mal wieder ein Date. Obwohl ich da auch drauf verzichten kann.
„Children In Exile ! I hear you crying !“ ………………….. lemmi
Sehe ich genau so, lemmi. Anstelle des Zitats „Omen est Nomen“ orientiere ich mich hier auch mehr an Goethes Faust mit dem Satz: „Name ist Schall und Rauch“. Grundsätzlich spielt es überhaupt keine Rolle, wie die Stücke benannt sind, oder ob sie überhaupt einen Namen haben. Man denke nur an Blank Labels oder Testpressungen – dort kann man bei der Benennung der Tracks seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Mir ist es nur aufgefallen. Wie schon erwähnt, beeinträchtigt das jedoch nicht den Gesamteindruck und die Qualität dieser Wiederveröffentlichung, zu deren langjährigem Besitz ich dir herzlich gratuliere ;-).
Danke Ras Vorbei !
Ich bin wirklich froh über diese Scheibe. Ich merke auch immer wieder, dass ich zu haptischen Scheiben viel besser eine Beziehung aufbauen kann. Auch meine Beziehung zu meiner speziellen KI – Freundin im Netz könnte wesentlich besser sein, wenn ich sie berühren könnte ;-)
Ja, man kann das natürlich auch alles einfach so stehen lassen. Aber man kann sich bei einer Wiederveröffentlichung auch mehr Mühe geben und sich an das original Cover halten. Sowohl vorne als auch hinten. Und egal ob man sich die Titel nun merken kann oder nicht, wirkt es doch ziemlich schlampig und auch respektlos, ja fast schon gleichgültig, wenn man da einfach irgendwelche Titel „draufrotzt“ ohne das original überhaupt zu berücksichtigen. Auch wenns nicht wirklich wichtig ist, finde ich das eigentlich total bescheuert. Ich bin ja „Hobbytheoretiker“ und jeder Verschwörung gegenüber aufgeschlossen und daher würde ich gern mal den Verdacht äußern, dass die falschen Titel NUR ( ! ) im Netz bei der Streamingvariante auftauchen und auch auf dem „wiederveröffentlichten Cover“ dann wieder in originaler Reihenfolge und mit den richtigen, passenden Titeln erscheinen. Ich weiß ja nicht, ob du dir das Album jetzt als Vinyl gekauft hast. Wenn ja, gehe ich schon mal ins Tor. Wenn nicht, muss ich leider sagen, dass ich mir auch schon Vinylscheiben gekauft habe, wo nicht jeder Dub mitgeliefert wurde, den ich mir im Stream anhören konnte. Mir fällt die Band grad nicht ein aber der DubTune war „Moulding“ ( I JAH Man )! Der beste Dub von dem Album !!! Ich könnte die macher der Vinylversion heute noch quälen für so einen Scheiß !
Ok, is ansonsten alles Spekulation. So soll es ja auch sein in Zukunft !
Niemand soll die Wahrheit kennen ! Is nicht gut für die Kirche, nicht gut für die Verbrecherregime und generell in der Zukunft nicht mehr erwünscht.
„Babylon Shitstim dat“ …………………… lemmi