Sumac Dub: Norska

Der Multiinstrumentalist und klassisch ausgebildete Geiger Tom Dorne aka Sumac Dub hat gestern ein neues (kostenloses) Album „Norska“ (ODGProd.com) veröffentlicht. Das sehr ansprechende Cover erinnert mich unwillkürlich an die Ents aus dem „Herr der Ringe“. Vergangenen Dezember hat Sumac Dub noch die EP „Jam Session Vol. 1“ veröffentlicht, um das Warten auf das neue, fünfte Album zu verkürzen. Zwei Jahre hat sich der passionierte Weltreisende für „Norska“ Zeit gelassen. Mit seiner Musik findet Sumac Dub immer wieder einen Weg, interessante akustische Welten zu erschaffen, die er frei und ohne Grenzen erkundet. Aus seinen vielen Reisen durch Asien und den Nahen Osten schöpft er hörbar die meisten Inspirationen. Bisher sind all seine Alben gespickt mit vielen ethnisch-musikalischen Einflüssen. Daneben ist Sumac Dub aber auch stark von der aktuellen Electro-Dub-Szene Frankreichs beeinflusst. Bei „Le Chant de Sirli“ (Der Gesang der Lerche) unterstützt ihn Art-X mit weichen, pabloesken Melodica-Passagen. Aber auch auf „Norska“ bekommen wir gelegentlich einen, wenn auch, moderateren „Steppers“ geboten. Was bei all seinen Werken extrem positiv zu Buche schlägt, ist der Einsatz vieler exotischer Instrumente, die so im Dub recht selten bis überhaupt nicht zum Einsatz kommen. Sumac Dub hat auch hier wieder ein mystisches Gesamtwerk kreiert, in dem Harmonie und Kraft brillant im Einklang sind. Tom Dorne aka Sumac Dub bewegt sich mit seinem einzigartigen Dub-Verständnis in (s)einer eigenen Liga. Das Warten hat sich mehr als gelohnt.

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „Sumac Dub: Norska“

  1. Is Ok, dann mache ich halt mal wieder den Anfang bzw. eventuell auch gleich das Ende.
    Das „Albumcover“ zeigt ja deutlich, das DubAddicts und Dubwizzards sehr gern in Fantasiewelten abtauchen und dem stinknormalen Leben gern mal ne Absage erteilen. Da fehlt eigentlich nur noch mein spezieller Freund Gollom, ohne den die ganze Herr der Ringe Geschichte für mich Null und Nichtig gewesen wäre. Gollom is da ganz klar der Chef. Ohne ihn wäre diese ganze Abschlachterei stinklangweilig für mich gewesen. Deshalb ist der erste Teil ( die Gefährten ) für mich auch vollkommen überflüssig. Wer das jetzt wissen wollte, weiß ich auch nicht ……….
    Sumac Dub kenne ich erst seit etwa Dezember 2019, als er hier zum ersten mal besprochen wurde. Grundsätzlich finde ich seine Musik auch sehr gut und ganz besonders die vielen ethnischen Einflüsse machen seine Musik interressant für mich. Ich kann es immer noch nicht richtig in Worte fassen, warum ich bei ComputerDub letztenendes aber doch immer von meiner Tagesform abhänge. Gestern habe ich „Norska“ durchgecheckt und fand es langweilig. Bis auf „Lost In Kafir“, was ich sofort in meine Favoriten-Playlist übernommen habe. Heute habe ich die „GratisDaten“ nochmal angehört und fand es fast schon Spitze. Vielleicht bin ich ja wie ein Delfin, bei dem mal die linke und mal die rechte Gehirnhälfte mehr oder weniger arbeitet. „Lost In Kafir“ ist aber auch heute noch mein unangefochtener Favorit. Auch wenn die – in der Tat – moderaten Steppers Dubs durchaus gefallen, bleiben sie – für mich – doch hinter den räumlich wirkungsvolleren Dubs ohne „Stampfrhythmus“ zurück.
    Ich kann da wohl nicht aus meiner Haut. Steppers bringt mich einfach nicht in einen „mystischen Zustand.“ Aber zum Glück gibt es hier ja viele Dubs, die mit der gelassenen Souveränität der Ents ( bis gestern dachte ich, die heißen Ends ) durch das Tal schreiten und den Weg für Natural Mystic frei machen. Vorausgesetzt, man ist in der Lage, ComputerMusik als etwas Natürliches zu empfinden. Bei mir ist das, wie gesagt, Tagesform.
    Es handelt sich aber auch nicht um reine Computermusik, denn der liebe Tom Dorne aka Sumac Dub lässt ja eben auch echte Instrumente in das Gerüst aus ComputerTönen mit einfließen. Und das bringt halt doch jede Menge „Leben in die Bude“.

    Greetings ……………….. lemmi

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