Mad Professor meets Prince Fatty: In the Clone Theory

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Es ist die Zeit der generationsübergreifenden Dub-Konferenzen. Hatten wir zuletzt einen Dub-Gipfel in Jamaika: King Jammy meets Alborosie, so folgt nun das UK-Counterpart: „Mad Professor meets Prince Fatty in the Clone Theory“ (Evergreen Records). Originator und moderner Epigone treffen sich hier zum Schlagabtausch: Fünf Tracks steuert der Prof. bei, fünf der Prince. Und dann wäre da noch eine dritte Person, die einst im Ariwa-Studio an den Drums saß, heute aber als Deejay mit Prince Fatty tourt und vor wenigen Monaten ein Album bei ihm veröffentlicht hat: Horseman. Seine Rolle bei diesem Projekt bleibt allerdings ungeklärt – spielt er vielleicht die Drums auf allen Tracks? Das Cover zeigt ihn als Opfer der beiden verrückten Wissenschaftler, bei dem Versuch, die Clone-Theorie in die Tat umzusetzen. Das musikalische Ergebnis dieses Versuchs ist jedenfalls geglückt. Die Archivware des Profs harmoniert erstaunlich gut mit den eklektizistischen Fatty-Produktionen. Zusammen ergeben sie ein richtig angenehmes, wunderbar beseeltes Old School-Dub-Album, das ganz auf fancy Gimmicks, auf Basslawinen und digitale Spielereien verzichtet und uns schlicht und ergreifend nur eines bietet: Dub – pur, simpel, handgespielt und handgemixt. Okay, ich muss zugeben, dass mich andere Fatty-Produktionen mehr geflasht haben, und ich den Professor früher generell besser fand. Aber andererseits sind hier zwei meiner großen Dub-Helden am Werk und ich werde den Teufel tun, das nicht ausgesprochen gut zu finden.

Rating 4 Stars

Meine Wertung:

Ein Gedanke zu „Mad Professor meets Prince Fatty: In the Clone Theory“

  1. Gut, dass es mal wieder ein Oldschool-Album gibt. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass der Prof nicht immer wieder die gleichen Mixrezepte anwendet, denn der Sound ist nach meinem Geschmack häufig allzu synthetisch, und die oft übereinandergemixten Percussions wären auch nicht nötig gewesen. Deshalb ist das Hörvergnügen teilweise eingeschränkt, aber es bleibt ein gutes Album. Und dämliche Cover haben ja auch schon Tradition.

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