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Five Star Review

Paul Fox: Dub Blood

Der Sänger und Produzent Paul Fox aus Winchester UK ist hier im Dubblog ein zu Unrecht fast unbeschriebenes Blatt. Der Roots, Reggae und Dub Künstler veröffentlicht unter eigenem Namen seit 1992 Musik und hat bereits mit vielen bekannten Künstlern und Produzenten zusammengearbeitet. Auf der Liste der Künstler, die mit Paul Fox im Studio waren, finden sich solch illustre Namen wie: Nick Manasseh, Robert Tribulation, Michael Rose, Rod Taylor, Fullness, Dubheart, Jonah Dan, Brother Culture und Alpha & Omega, mit denen Paul Fox auch 2008 in Europa auf Tour war. Stark beeinflusst wurde sein Sound von Jah Shaka, Nick Manasseh, Jah Observer und Aba Shanti. Er war von deren Musik und Vibes so sehr beeindruckt, dass er Ende der 1980er selbst anfing, zu Hause im stillen Kämmerlein mit einem Vierspurgerät zu experimentieren. Mit Julian Ryan, einem Freund und Musiker, der ihn mit Jonah Dan bekannt machte, erfolgten die ersten Studio-Gehversuche in Sachen Reggae und Dub. Der Perkussionist Jonah Dan hatte ein kleines Studio in West London und die drei trafen sich regelmäßig jede Woche, um Roots Reggae einzuspielen und die passenden Dubs daraus zu fertigen. Nachdem sie ein paar Jahre lang zusammen unter dem Projekt-Namen „Shades of Black“ Aufnahmen veröffentlichten, trennten sich Anfang der 2000er ihre Wege und jeder machte sich mit der Gründung eines eigenen Studios selbständig. Mittlerweile wurden über 50 Alben veröffentlicht, auf denen Paul Fox, sei es als Produzent, Soundengineer oder Sänger, in Erscheinung trat.

Bisher habe ich es noch nicht erwähnt, aber Paul Fox schenke ich schon recht lange – auch wegen seiner ungemein angenehmen Stimme – größere Beachtung. Umso mehr war ich selbst erstaunt, dass ich die Veröffentlichung seiner beiden aktuellen Alben „Same Blood“ und „Dub Blood“ aus dem vergangenen Dezember regelrecht verpennt habe. Von allem, was ich bisher von Paul Fox gehört habe, muss „Dub Blood“ zweifellos zu seinen besten Aufnahmen gezählt werden. Pauls weiche Stimme schwebt immer wieder durch den Raum und verflüchtigt sich in melodischen, dubbigen Klanglandschaften. Der Sound erinnert vage an Jah Shaka, aber auch Mad Professor – also englischer Dub par excellence. Ich möchte jetzt nicht jeden Track explizit erwähnen, denn tatsächlich jeder hat seinen ganz besonderen Reiz. Lediglich meinen ganz persönlichen Favoriten möchte ich als Primus inter Pares hervorheben. „Living in a Dub Zone“, das Pendant zu „Warzone Part Two Refugees“ aus dem Song-Album „Same Blood“. Beginnend mit dem feinen Klang einer arabischen Oud oder türkischen Saz und richtig satten Binghi-Drums führt uns im Laufe des Songs die Textzeile: „Still wondering if all of these wars gonna cease – still wondering if I’m ever gonna live to see peace“ und explosionsartigen Kriegsgeräuschen mitten in die aktuelle Situation im Osten Europas sprich Ukraine. Der Kriegsschauplatz könnte natürlich eher die fatale Situation in Syrien widerspiegeln, denn arabeske Klänge finden sich an mehreren Stellen des Albums. Egal, der Song packt mich jedes Mal mit voller Wucht.
Eines möchte ich doch noch erwähnen, dem aufmerksamen Hörer werden auch das herrliche Binghi-Drumming bei „Burning Dub“ und „Soon is the Dub“ nicht entgangen sein. Generell gefallen mir die Percussions auf allen Tracks des Albums außerordentlich gut. „Dub Blood“ nimmt etwa in Mitte des Albums einen musikalischen Wendepunkt, denn der Rest der Tracks klingt ab da leicht symphonisch angehaucht.

Fazit: Schon sehr lange nicht mehr so ein schönes, aktuelles „Roots-Dub-Album“ zu Ohren bekommen. Für meinen Geschmack das bisher beste Album des Jahres 2022.

Bewertung: 5 von 5.

11 Antworten auf „Paul Fox: Dub Blood“

Ah, ich mag dieses Album nicht.
Dabei habe ich eigentlich nichts auszusetzen an den Ideen und Kompositionen, aber der Gesamtsound hat keine Tiefe und kein „Dreck“. Es kommt für mich alles so steril daher, als wäre alles absolut digital aufgenommen . Nun, auch gegen Digitalität habe ich generell nichts, aber wenn es im Endeffekt so klingt wie dieses Album, friert’s mich…
Die Binghi-Drums, egal wie gut sie gespielt sind (und das sind sie), haben mir zuviel Hall (boah, hätt‘ nie gedacht, dass ich das Mal schreibe) und zu wenig Seele.
Und sorry Ras Vorbei, da erinnert mich nichts an Jah Shaka oder Mad Professor (dieser Vergleich ist für meine Ohren schon fast ein „Häresie“), Die beiden haben genau das, was diesem Album fehlt: Spirit, Tiefe und ein Quäntchen Mystik.
Selbst der Bass-Sound (dabei wär die Linie, die der Bass spielt echt gut und catchy) ist „leer“ und seelenlos..
So jetzt nach den ersten vier Songs habe ich definitiv dgenug von Paul Fox und wechsle schnell den Sound. Manjul, Manasseh, Kibir La Amlak, Roberto Sanchez, um nur gerade die zu nennen, die mir gleich durch den Kopf schwirren… egal, da hat es zum Glück Unmengen an Reggae- und Dub-Produzenten, die mir das geben, was ich vom Sound her möchte.
Nun, Paul Fox hat meinen Respekt, aber meine Ohren und mein Feuer hat er zumindest noch nicht. Vielleicht macht er irgendwann mal noch einen sound-, aufnahme- oder mastertehnischen Schlenker… an seinem musikalischen Können und dem eigentlich gespielten und den Riddims liegt es nicht.
So, das musste raus!

Sehr schön! Dies ist ein Album, das ich als Soundtrack im Alltag, auf Roadtrips, während der Arbeit oder wenn ich in den Schlaf drifte, genießen kann. Danke für den Tipp Ras Vorbei. Ich kann deiner Beschreibung nur zustimmen. Wirklich eine tolle Platte!

Dub, den ich so gar nicht mag, gibt es eigentlich immer noch nicht.
Aber ich bin heute Nacht ( ca. 5:30 Uhr ) von den, im warsten Sinne des Wortes, UNMENSCHLICHEN Geräuschen einer nichtsnutzigen taube geweckt worden. Etwa eine halbe Stunde lag ich wach und dachte über alle möglichen Waffen nach, mit denen man diese Viecher ein für alle mal „in the outa space“ entsorgen kann. „I am gonna put on an iron shirt and chase all satan pigeons out of earth“ !!! Was für eine ätzende Plage !!!
Bin dann doch noch wieder eingeschlafen und da ich schon lange keinen Wecker mehr habe, habe ich fast zwei Stunden komplett verschlafen. Komme zu spät zur arbeit und muss dann auch gleich noch mit Stromausfall kämpfen. ( Schon mal üben, wenn se uns Gas und Strom abdrehen …. )
Nix für ungut aber da passt so eine freundliche – von jeglicher Aggression befreite – Musik einfach ganz und gar nicht hin. Inzwischen habe ich mich ein wenig an den bisher verkorksten Tag gewöhnt und so bekam ich bei dem Album an der einen oder anderen Stelle doch ein recht angenehmes Gefühl. Ich finde aber nicht, das es ein Reggae – oder gar ein Roots – Dub – Album geworden ist, sondern eher ein Ambient Dub Album. Die BassLines üben keinerlei Strahlkraft auf mich aus. Die atmen keine Roots und auch viel zu wenig Reggae aus, geschweige denn, ein. Sorry aber ich brauchs heute mal wieder wesentlich aggressiver und dieses Album ist mir einfach „ein wenig“ zu freundlich bzw. zu schön geraten. Es kommen hoffentlich auch wieder bessere Zeiten aber ich brauch momentan nur noch „AmagideonDubs“, die mich auf unserern Untergang vorbereiten …… Das Keyboard, welches hier gelegentlich den Riddim „droppt“, ist mir auch wieder viel zu zaghaft und haut mir den Rhythmus nicht genug um die Ohren.

„Hit me with music ! Brutalize me with music ! “ Kill all pigeons with music !“ ……………………… lemmi

“Blood Dub” is amazing! The echo chamber and reverb is utilized with veteran touch. Paul’s soulful voice ebbs and flows like a river. This Album is a grab bag and it’s one of Paul’s finest mixes in some time. Brilliant work on all of these Dub treatments ‚cause “Dub Blood” works on all levels. Yes, it’s a blessed showcase of the incredible talent that Paul Fox possess. Absolutely, it captures the true essence of message music and is presented with broad versatility. Indeed, it has an appeal that is open for all music listeners around Creation. The ability to create an unconstricted sound that shows no constraints is simply amazing. Thanx Dubblog!

Ich bin auch Fan von Paul Fox (zumindest von den Imaginary *s Alben). Die anderen Sachen von ihm sind (größtenteils?) Steppers Alben und ich mag kein Steppers (auch wenns ein zwei Ausnahmen gibt).Bin mehr so der dreamy bwoy;) Wobei ich mit Steppers die Musikrichtung meine und nicht den Drumstyle, also Track2 z.B. ist mit Steppers Drums und nicht die Musikrichtung;) das ist vollkommen ok;))

Ich mag das Album aber Imaginary Dubs kickt mich noch viel mehr. Daher würde ich dem Album vllt 1nen Stern weniger geben. Da Paul Fox ja schon seit ’92 Musik in UK macht wäre es ja schlimm wenn man nicht etwas Jah Shaka oder Mad Professor raushören könnte.. Ich finde am besten wie Lemmi es einordnet als „Ambient Dub“. Wobei man sich dann erstmal fragen muss was eigendlich „Ambient“ ausmacht/definiert.
Bei Ambient Dub denke ich auf jedenfall als erstes an das über album von „Ambient Warrior“. Das Album kenne ich schon recht lange und ich hab mir immer gewünscht das Ambient Dub eine Musikrichtung wird die nicht nur aus einem Album besteht. Mittlerweile gibt es da aber erfreulicherweise mehr Alben die zumindest etwas in die Richtung gehn.
Da ich nicht weiß was Ambient eigendlich ist würde ich vllt eDub sagen oder nichtSteppers:D Das ist auf jedenfall genau die Musik die ich mag!
Ähnlichen Style (meiner meinung nach) haben Roommate (auch vor allem die kombi mit rastaveli) , Dub Gabriel – ADSR Dub, Das Saxofon in Sekunde 13 im letzten Track errrinnert mich an Dubmatix :D Der passt auch gut in die liste) Schade das aber immer noch 95% von digitalem dub steppers ist.
Ist https://www.youtube.com/watch?v=LMkHdvhZw08 eigendlich ambient dancehall? Finde echt cool das ein paar Tracks Dancehall anleihen haben. Das hat eigendlich nur noch Sly & Robbie gemacht. Also „Dancehall Dub“. Track 5 geht auch etwas in die Richtung. Nennt sich One Drop?
Auf jedenfall mal bischen was anderes das finde ich gut! Freu mich auf jedenfall schon auf die nächsten Releases von Paul Fox hoffentlich bleibt er bei dem sound von diesen 2 Releases!

Ah somebody is talking ! Very Nice ! DubBlog still alive !

Eigentlich wollte ich gerade ins Wochende driften aber mir fällt hier noch ein bischen was zu ein.
Wir tuen uns ja manchmal schon schwer, eine gemeinsame – für alle akzeptable – „Definition“ von Dub zu finden. Wie soll das erst bei Ambient gelingen.
Ich freue mich aber sehr, das meine Wahrnehmung nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein scheint. Ich habe da eher mit einer Art „Shitstorm“ gerechnet, der mich als völligen Musik-bzw. Dubbanausen stehen lässt.
Nun, ich mag euch doch alle so gern hier, weil ihr größtenteils alle, auch auf Musik steht, die nicht beim eurovision song kontest läuft und das komplette Gegenteil von dem ist, was Sonntags im fernsehgarten dargeboten wird. Und so konnte ich es nicht über das Herz bringen, zu schreiben, das mir dieses DubAlbum in gewisser Weise viel zu „poppig“ geraten ist.
Ambient war für mich immer sowas wie die mainstreamtaugliche Variante von Dub. Ohne diese deepen, bis ins Mark gehenden Riddims aus good old Jamaica und ohne die verblüffenden Effekte, die in Jamaica entdeckt wurden und so STARK und KRAFTVOLL waren, das sie bis heute einen Siegeszug in alle Ecken unseres Planeten gefeiert haben und immer noch feiern. Ich meine, nix gegen Massive Attack. Schöne Ambient-Mucke (wenn ich das so sagen darf) aber so richtig abgefahren wurde es doch erst durch Mad Professor, gelle ?!! Ambient ist also eher eine laschere Musik, als die Musik, die dem Dub ursprünglich zugrunde lag.
Und nun komme ich zu dem Punkt, warum ich hier jetzt immer noch schreibe, obwohl ich längst Zuhause sein müsste.
Versteh mich bitte nicht falsch, ich mag dich, obwohl ich dich gar nicht kenne und ich möchte dich nicht verletzen aber dein Hörbeispiel empfinde ich wie grauenhafte „gegenderte“ popmusik. Ich bekomme da einfach kein magisches Gefühl und schon gar kein DUBFEELING !
Mag sein, das der Eindruck entsteht, ich würde mich hier als „ein harter Kerl“ produzieren wollen. Nun, ich muss zugeben, das stimmt auch ;-) ………….

( Es stimmt allerdings nicht, das ich ein harter Kerl bin (!), obwohl ich es sehr gern wäre )

Ich muss auch zugeben, das mir Sänger wie Michael Rose schon immer mehr Power gegeben haben, als der lieblich klingende Paul Fox oder der „liebe Stick Figure“ oder auch der sanfte Ras Teo. Stick Figure und Ras Teo haben aber wesentlich bessere Riddims am Start, wenn ich das in aller „Bescheidenheit“ zum Besten geben darf.

Ok, ich mach jetzt Wochenende, so long …………… lemmi

Ok ok, ich nehme stark an, das ihr hier – bei dem vielen Blödsinn, den ich schon so von mir gegeben habe – inzwischen aufgegeben habt, und eventuell schon gar nicht mehr am Lesen seid. Oder ihr verfügt über eine sehr gesunde Portion Feingefühl und Toleranz, so das ich aus dieser Nummer bis jetzt noch ganz gut rausgekommen bin.
Noch am Freitag ist es mir „wie Schuppen aus den Haaren gefallen“ als mir in den Sinn kam, das Massive Attack kein Ambient sondern TripHip war bzw. ist. Wenn ich sehr wohlwollend zu mir selbst bin, würde ich es noch hinnehmen, TripHop als eine Art Spielweise von Ambient zu betrachten. Aber ganz trocken, nüchtern und rational betrachtet, habe ich ( auch ) in diesem Fall mal wider Blödsinn gelabert ohne es zu wollen. Das hat aber hoffentlich keine Auswirkungen auf die Qualität meines MusikGeschmacks.

Germany ( lemmi ) ……… null points ;-)

Noch gerade gerettet mit Trip Hop!;) Bei Ambient dub würde ich eher noch an Bill Laswelll denken und das ist (meiner einschättzung nach) ma so gar nicht easy listening und geht dann noch mehr richtung ambient. Zu empfehlen ist da Automaton – Dub Terror Exhaust (Und wenn seine wunderbare Frau singt) ansonsten catcht mich das weniger.
Super deep muss es doch gar nicht immer sein. Es kann auch super schön sein;) Was hälst du denn von Lovers Rock Dub a la https://www.youtube.com/watch?v=03–HNi2H9s
Ist das für dich lächerlich poppig oder ist das noch ok? Immerhin ist es handgemachte musik von coolen musikern die freunde haben und nicht von so nem informatiker freak alleine am computer erstellt der keine freunde hat und nichts anderes eine aneinanderreihung von nullen und einsen auf die kette kriegt.

Hehe,

„InformatikerFreak, der keine Freunde hat“ ( gefällt mir / thumbs up ! )

Ja, diese InformatikerFreaks ( muss es wohl inzwischen auch geben ) sind gefährlich. Haben sich inzwischen sogar „eigene währungen“ bzw. kryptowährungen ausgedacht. Ich habe da sowas von kein Verständnis für, das ich mir nicht mehr sicher bin, ob das die aliens sind oder ich. Wenn ich wenigstens Bahnhof verstehen würde, ginge es ja noch aber sämtliche Erklärungen, die ich dazu gelesen habe, haben mich nur dem Wahnsinn näher gebracht. Folgen konnte ich da überhaupt nicht. Außerdem sind es die Informatiker und deren Konsorten, die den Faschisten freiwillig das Rüstzeug geben, um uns komplett zu überwachen. Sie liefern ihnen die Technik. Man kann sie also auch als Verräter der Demokratie bezeichnen ……… Möge man mich eines besseren belehren aber das könnte schwierig werden …….
Naja, für den Fall, das das auch schon wieder Blödsinn von mir ist, schreibe ich lieber noch was zu Bill Laswell, der im Gegensatz zu Informatikern sehr interrassante Freunde bzw. MusikBekanntschaften hatte. Definitiv keine leichte kost, wenn er ohne seinen „MusikFreund“ Style Scott Musik abgeliefert hat. Aber durch gtk bin ich auf diese geniale Zusammenarbeit geschickt worden und da kann ich nur von „Dub A La Card“ bzw. „Haute Cuisine“ sprechen. Ganz hohe DubKunst für mich.
https://www.youtube.com/watch?v=UolTsDUqleQ
Und ganz nebenbei bin ich da gerade noch auf diesen hier gestoßen :
https://www.youtube.com/watch?v=wIVJh6SvgWk
Nur mal so am Rande, damit man mich vielleicht versteht, warum ich von unserer deutschen kultur hier nicht allzuviel halte. Abgesehen von dem krassen Dub mit diesen, ja fast schon brachialen Effektexperimenten, ist es der oder die Tänzerin, die mir zeigt, wie schön es ist, das es Afrikaner und deren Kultur gibt. Wenn es kein technischer Fake ist, kann ich nur sagen, dieser Tanzstil ist pure Magie. Der optische Effekt ist 1000u.1 mal besser als der, zum Beispiel, bei „unserem“ Schuhplattler.
Außerdem muss ich mich selbst immer wieder tadeln, wenn ich Musik, die mir gar nicht taugt als „lächerlich“ bezeichne. Es gibt eigentlich keine lächrliche Musik.
„One good thing about Music is, when it hits, you feel no pain !“ Das stimmt auch für den ( übelsten ) deutschen schlager, auch wenn es mir nahezu unmöglich ist, das zu glauben. Aber hör dir mal Nana Mouskouri „Guten Morgen Guten Morgen“ oder „Glück ist wie ein Schmetterling“ an, dann weißt du, wie Open Minded ich sein kann, denn diese Tunes befinden sich auch in einer meiner Playlisten, weil ich die richtig gut finde ( muss ich jetzt ins Tor ? ).
Und nun komme ich endlich zum eigentlichen Thema ;-)
Ich finde deinen Tip vom „Lovers Rock Dub“ spitzenklasse !!!
Der Riddim klingt für mich 100%ig nach Jamaica oder zumindest nach deren Migranten. Sollte es echt eine weiße Nachahmerband sein, muss ich meine Vorurteile, die immer wieder aufkeimen entgültig zu den Akten legen.

( Ja, da schlummert noch ein kleiner Gerechtigkeitsfanatiker in mir. Ich kann es kaum noch ertragen, das nahezu jeder jamaikanische Veteran von irgendwelchen weißen Musikern aus europa begleitet wird. Das ist mal so ein bischen Rassismus in die andere Richtung. Die bilden sich teilweise sogar ein, das sie das viel besser können als die Jamaikaner und das kann ich nicht akzeptieren ).

„One Law for the rich and another for the poor …. its unacceptable“ ( Gary Clail and the On .U Sound System, loved by ………….. lemmi )

Freut mich, das du mich noch nicht ganz aufgegeben hast duboriginie ( geiler Name übrigens ! )
Ich hatte dir auch schon einen seitenlangen AntwortText geschrieben aber entweder ist der zensiert worden oder ich bin auf ne faslsche Taste gekommen …..
Vielleicht sollte ich auch nur vor mir selbst geschützt werden.
Ich versuchs nochmal mit ner Kurzversion, ohne mich über Informatiker, Kryptowährungen und von Informatikern entwickelten Überwachungsmethoden aufzuregen.
Bill Laswell ist für mich größtenteils schwere Kost. Dein Beispiel „Automaton“ können wir gerne in Richtung Ambient schicken. Gefällt mir auch ganz gut. Aber Bill Laswell hat im Gegensatz zu vielen Informatikern auch sehr interrassante Freunde, bzw. MuikerBekanntschaften. Und plötzlich kommt da richtig abgefahrener, lupenreiner Dub bei rum. Er hat nämlich auch schon mit Mr. Dub Himself, Lincoln Style Scott ein paar richtig fette Dubs eingespielt. Zu hören in der „Deep In Dub Playlist“ von gtk auf Spotify. Einfacher verlinken lässt sich das für mich aber über youtube :
https://www.youtube.com/watch?v=UolTsDUqleQ ( kennst du wahrscheinlich schon )
Völlig geflasht, vor allem auch rein optisch hat mich dieser Dub speziell auch wegen dem Tänzer oder der Tänzerin :
https://www.youtube.com/watch?v=wIVJh6SvgWk
Das ist einfach nur MAGIC !!! Sowas verstehe ich unter sehenswerter Kultur. Sowas konnten wir hier noch nie und werden es wohl auch nie können, weil das mit Einsen und Nullen, sowie mit platten Schuhen, schlichtweg nicht darzustellen ist.
Ich muss mich immer wieder selbst in die Schranken weisen, wenn ich mich dabei ertappe, Musik als lächerlich zu bezeichnen, nur weil ich nix damit anfangen kann.
„One good Thing about Music is, when it hits, you feel no pain“ Der Mann hatte nicht nicht nur das beste MusikFeeling überhaupt ( ich schwärme schon wieder ), sondern auch geniale Lyrics, die sogar ich sehr gut nachempfinden konnte.
Und somit hat auch der von mir so als äußerst lächerlich empfundene deutsche Schlager seine Berechtigung. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich sogar „Guten Morgen guten Morgen“ und „Glück ist wie ein Schmetterling“ von Nana Mouskouri in einer meiner Playlisten. ( Muss ich jetzt ins Tor ? )
Dein Beispiel von Lovers Rock Dub finde ich somit ganz und gar nicht lächerlich.
Ich finde es auch nicht ok ! Ich finde das ist ganz excellenter Dub mit einem richtig fetten Riddim !!! Außerdem stehe ich seit anbeginn meiner ReggaeZeit auf ASWAD und auch auf Maxi Priest, womit ich auch durchaus offen für Lovers Rock bin.
Romain Virgo, bringt mich alledings nach wie vor zum würgen.
Und „bitty mac clean“ ist für mich ebenfalls ungenießbar.
Ich könnte jetzt noch fragen, was mit „Super deep“ eigentlich gemeint sein soll. Ich kanns mir natürlich denken. Institutionen und Meilensteine wie Burning Spear und Ras Michael müssten da mit Sicherheit erwähnt werden aber ich denke es geht immer tief rein, wenn es denn „trifft“, wie good old Bob so schön gesungen hat.
Dennoch bitte ich um Verständnis, das zum Beispiel die Roots Radics ( vor allem noch mit Bingy Bunny ) bei mir einen wesentlich tieferen Eindruck hinterlassen haben als z.B. gayvid detter ( ich hoffe mein kleiner arroganter Schreibfehler führt nicht wieder zur Zensur aber ich hab mich gerade selbst über dieses Wortspiel schlappgelacht ….. naja sagen wir mal ich musste schmunzeln )
Meine Arroganz gegenüber musiken, die ich nicht mag ist sicherlich nicht optimal aber ich halte auch nix von diesen selbstoptimierern, die moralisch perfekt sein wollen und noch nicht mal Salz und Pfeffer für ihren Rohkotzsalat benutzen.
Man kann sich das leben auch selbst zur Hölle machen …….

Gimmie Salt and Pepper !!! ( dann gibts da ja auch noch Bier ohne Alkohol aber nee, lass ma gut sein, sonst werde ich heute nicht mehr fertig ….. )

Hmmm, viel kürzer als die LostVersion meiner UrsprungsAntwort ist das jetzt auch nicht geworden ……………… lemmi

Gutten Morgen Gutten Morgen !
Gutten Morgen Sonnenschein !

Is schon schräg alles. Gestern gehe ich noch ganz geknickt ins Bett, weil ich meine kostbare Zeit wieder mal mit den Unwegbarkeiten der anfälligen und krankhaften Computertechnologie verschwendet zu haben schien. ( Sorry for my bad german ).
Heute steht meine Meinung hier in doppelt und dreifacher Ausführung. Naja, ich denke mal, jetzt müsste mein „Standpunkt“ klar geworden sein ……
Ich dachte schon, ich hätte wieder Sachen geschrieben, die dem allgemeinen streben nach politischer Korrektheit oder gar „Vollkommenheit“ entgegenstreben und man hätte mich deshalb aus dem Verkehr gezogen.
Da das nicht geschehen ist, fühle ich mich hier im DubBlog nach wie vor sehr wohl. Und das ist ein großer Grund zur Freude !
So ….. ich befürchte mein rechner hat „Corona / Variante 01“ ……. ich hoffe der steckt mich nicht an.

So long ………………… lemmi

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