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Five Star Review

Mato: Homework Dub

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Das Konzept, bekannte Werke der Musikgeschichte einem Dub-Treatment zu unterziehen, scheint aus vielerlei Gründen momentan sehr populär zu sein: 1. Die Bekanntheit des Originals erweitert die Zielgruppe potentieller Käufer. Schlecht ist das nicht. 2. Nichts ist schwerer, als „from Scratch“ zu starten. Also ist eine gute Vorlage ein Segen. 3. Um gute Melodien muss man sich keinen Kopf machen, denn die liefert ja das Original. 4. Traditionell versteht sich Dub sowieso als Remix. Was liegt also näher, als ein vorhandenes Album zu dubben? 5. Es gibt tolle Musik außerhalb des Reggae, die nur einen einzigen Nachteil hat: es fehlt der Reggae-Beat. Mit einer Dub-Version lässt sich dieser Makel leicht beheben. 6. Das Spiel mit Zitaten hat seinen eigenen Reiz. Bekanntes in anderer Form wieder zu entdecken, löst wunderbare Aha-Effekte aus, die eine kleine Dosis Dopamin freisetzen. Ob der Franzose Thomas Blanchot aka Mato seine Beweggründe jemals analysiert hat, ist nicht zu klären. Aber Dub-Remixe bekannter französischer Hits aus dem Bereich Hip Hop und Pop sind seit Jahren sein Markenzeichen. Im vorliegenden Fall hat er sich dem Daft Punk-Klassiker „Homework“ gewidmet und ihn kurzerhand in „Homework Dub“ (Stix) verwandelt. Ganz akribisch ist er jedenTrack durchgegangen, hat einen Reggae-Beat unterlegt und ihn durch die Echo-Kammer gejagt. Selbst das Cover ist ein penibles Remake des berühmten, in Seide gestickten „Daft Punk“-Schriftzuges. Muss ich erwähnen, dass die Musik der French-Popper als Dub schlichtweg klasse ist? „Around the World“ mit fettem Bass und im One-Drop-Gewand ist einfach nur gut. Auch „Da Funk“ kommt perfekt. Kaum zu glauben, dass diese Tunes, die hier so organisch, so natürlich und selbstverständlich klingen, nicht schon immer Reggae-Nummern waren. Doch Mato sei Dank, sind sie es nun endlich, 17 Jahre später.

Rating 5 Stars

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Lee Scratch Perry Vs. Robo Bass HiFi Vs. Dubblestandart: Nu School of Planet Dub

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„Wenn man mich so sieht, kann man kaum glauben, dass ich so verrückte Dinge mache“, sagt der weißhaarige, rundliche Mann im schwarzen Anzug und blickt mich mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen an. Stimmt, dass Markus Kammann, alias Mr. Robo Bass HiFi, Dub-Remixes produziert, mit denen die Evolution unseres geliebten Genres in Riesenschritten voran getrieben wird, hätte ich in der Tat nicht vermutet. Seine „16 Bit Skanks“ aus dem letzten Jahr, hatten mich schon ob ihrer schieren Energie und rücksichtslosen Innovationswut ziemlich beeindruckt. Nun legt er nach. Für sein neues Remix-Album „Nu School of Planet Dub“ (Echo Beach), hat er sich des Lee Perry/Dubblestandart Werkes „Return from Planet Dub“ von 2009 angenommen und den ohnehin schon innovativen Produktionen einen zusätzlichen Arschtritt in Richtung Zukunft verpasst. Dabei ist er aber deutlich zurückhaltender vorgegangen, als bei den „16 Bit Skanks“. Dienten ihm die „Skank“-Originale lediglich als Sample-Fundgrube, aus der er sich nach Belieben bediente, um daraus völlig neue Tunes zu bauen, so bleibt er hier den Dubblestandart-Originalen einigermaßen treu, erhält ihren Charakter und bewahrt den Reggae-Beat. Das war’s dann aber schon mit der Zurückhaltung. Denn was den Rest betrifft, so öffnet Robo Bass die Büchse der Clubmusik sperrangelweit und lässt das ganze böse Stilrepertoire der elektronischen Tanzmusik heraus. Das Ergebnis ist eine wilde, aber doch erstaunlich harmonische Mischung aus Trap, Dubstep, House, Techno, Reggae und Dub. Puristen werden die Nase rümpfen – alle anderen haben ihren Spaß.

Rating 4 Stars

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Jahtari Dubbers Vol. 4

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Eine neue Ausgabe der „Jahtari Dubbers“ ist erschienen: „Vol. 4“ (Jahtari). Und, wie ich finde, eine der schönsten der Serie. Die hier versammelten Tunes stammen aus allen Ecken des Globus: Australien, London, Canada, China, Südafrika, Schottland und natürlich Deutschland. Trotz der unterschiedlichen Herkunft verbindet sie ein einheitlicher Sound: der typische, 8-Bit-Klang des frühen digitalen Reggaes, dem sich das inzwischen erstaunliche 10 Jahre alte Netlabel Jahtari mit Leib und Seele verschrieben hat. Anders als der Titel suggeriert, werden hier allerdings keineswegs nur Dub-Instrumentals geboten. Das Album ist vielmehr eine bunte Tüte aus deepen Dub-Tunes (mit deren Hilfe sich die Theorie, dass der digitale Sound des Reggae dem Dub in Jamaika den Garaus machte, ins Reich der Legenden verbannen lässt), energiegeladener Deejay-Action im Stile eines Cutty Ranks oder Super Cat sowie Retro-Singing nach Art eines Tenor Saw. Meine Lieblinge sind jedoch die puren Dub-Tunes wie Roothas hypnotisches „Dancing Chrods“ oder Diggory Kenricks „Stranger Flutes“. Aber die Mischung macht’s.

Rating 4 Stars

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The Giants: Reel 1-2 Adapted Chapter

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Wer Lust hat, gute, alte Reggae Riddims aus Studio One- bis Channel One-Zeiten als neu eingespielte Dubs anzuhören, der sollte sich das Doppelalbum „Reel 1-2 Adapted Chapter“ der französischen Rub-A-Dub-Live-Band The Giants anhören (kostenloser Download unter dukeprod.com ). Liest man den Text auf der Download-Seite, so wird klar, dass die Giganten ihre Reels als Demotape für ihre Live-Dienste als Backingband verstehen. Uns soll es egal sein. Die hier angebotene Musik ist kostenlos, grundsolide und ruft schöne Erinnerungen wach. Vom Dub-Mix sollte man sich nicht allzu viel erwarten, aber für einen gemütlichen Sonntagnachmittag ist es genau der richtige Soundtrack.

Rating 4 Stars

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Kein Hass da: Bad Brains in Dub

Bad Brains in Dub

Verrückt. Da bekomme ich das Album Bad Brains in Dub (Echo Beach) zugeschickt, mit Illustration der vier Bandmitglieder auf dem Cover, und denke: „Alles klar. Lizensiertes altes Material der Reggae/Hardcore-Jungs aus Washington“. Was ich nicht wusste: Es gibt eine deutsche Band, die ausschließlich Songs der Bad Brains (mit deutschem Text) nachspielt und die ihr Material 2010 auf dem Album „Hirntrafo“ bei Echo Beach veröffentlicht hatten. Ihr Name: Kein Hass da. Dieses Material hat Labelchef Nicolai nun Umberto Echo, Dub Spencer & Trance Hill, dem Dubvisionist, Dubmatix, Aldubb und dem Bassisten der Bad Brains, Darryl Jenifer zur weiteren Verwendung gereicht. Sie haben haben sich nicht lumpen lassen, haben kräftig geschraubt und insgesamt 13 Tracks aus vier Songs gemixt. Fragt sich, ob das Album so gut ist, wie die Story dahinter. Sagen wir es mal so: es entspricht meinen Erwartungen. Wie bei den Bad Brains, so ist auch der Sound von Kein Hass da ein typischer Live-Sound. Für meinen Geschmack etwas zu trocken, etwas zu hölzern, mehr Rock als Reggae. Irgendwie wollen die Reggae-Beats sich nicht zu einem harmonischen Flow fügen – anders als z. B. bei Dub Spencer und Trance Hill, denen trotz ihrer Live-Atmosphäre ein sehr eigener, faszinierender Reggae-Dub-Vibe gelingt. Auch das Dub-Trio ließe sich hier als Vergleich anführen. Ihr Sound ist ähnlich, aber extremer und hypnotischer. Selbst die Bad Brains klingen neben ihrer deutschen Reinkarnation deutlich tighter. Ganz spannend ist allerdings zu vergleichen, was die verschiedenen Dub-Mixer aus identischem Ausgangsmaterial gezaubert haben. Dubvisionist versus Dubmatix oder Umberto Echo versus Aldubb, zum Beispiel. Eine kleine Hörschule des Dub. Ich hätte mir dafür zwar anderes Ausgangsmaterial gewünscht, bin aber trotzdem wieder beeindruckt von der formgebenden Macht des Dub.
Rating 3 Stars

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Phil Harmony: 10 YRS of Dub

10 YRS In Dub

Seit 2004 gibt es die Dubnight Radio Show von Phil Harmony, live aus dem Studio in Leipzig. Phil präsentiert hier alle zwei Wochen eine Auswahl interessanter Dub-Releases. Richtig bekannt wurde die Dubnight durch die inzwischen drei Dubnight-Compilations, die Phil zum kostenlosen Download ins Netz gestellt hat. Zum zenhjährigen Jubiläum der Dubnight erscheint jetzt – ebenfalls als kostenloser Download (dubnight.de) – 10YRS in Dub. Dabei handelt es sich keineswegs um ein „Best Of“ der Dubnight-Sampler. Versammelt sind hier stattdessen 11 Dubs, die Phil Harmony selbst aufgenommen und gemischt hat. „Du bist doch DJ und kein Musiker. Wie hast du das hinbekommen?“ frage ich ihn. „Habe mir alles im Laufe der zehn Jahre selbst beigebracht“, erklärt er stolz. Und ich muss konstatieren: Nicht schlecht. Die Tracks können wirklich überzeugen. Oft nah am Downtempo-Style gebaut, fällt auf, dass Phils Liebe chilligen Rhythmen gehört. Sanft, aber mit dem nötigen Bassdruck, schickt er uns auf eine Reise durch die von elegischen Synthie-Klängen illuminierte Dub-Nacht. Das könnte ich mir auch die nächsten zehn Jahre noch anhören.
Rating 4 Stars

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Five Star Review

Dubvisionist: King Size Dub Special

Dubvisionist

Bei Dub denke ich immer noch spontan an England und dann an Frankreich. Aber wenn ich es mir recht überlege, dann müsste inzwischen eigentlich auch Deutschland in diesen Reigen der Top-Dub-Nationen gehören. Allein schon ein Label wie Echo-Beach sorgt dafür, dass in good old Germany eine der produktivsten Quellen für Dub-Music sprudelt. Außerdem haben wir hier einige höchst innovative Dub-Artists am Start, denen so manche UK-Steppers-Epigonen nicht das Wasser reichen können. Einer von ihnen ist Felix Wolter. Von ihm kann man ohne Übertreibung sagen, dass er der Vater des Dub in Deutschland ist. Bereits Mitte der 1980er Jahre begann er mit Dub zu experimentieren und brachte 1987 mit seiner Band „The Vision“ das erste deutsche Dub-Album heraus. Ungezählte Alben und Sound-Exkursionen später, erscheint erst heute sein Debut-Album King Size Dub Special (Echo Beach), bei dem Felix sich nicht hinter Band- oder Projektnamen verbirgt, sondern als der „Dubvisionist“ auf dem Front-Cover prangt. Echo Beach Label-Chef Nicolai Beverungen ist dazu tief in das Oeuvre des Dub-Veteranen und Studiomeisters eingetaucht und hat 17 dunkle Dub-Kristalle ans Tageslicht befördert, die Felix zum Anlass der veröffentlichung nochmals auf Glanz poliert hat. „Es ist die Grundatmosphäre, die einen Dub ausmacht. Gute Dubs basieren auf Vibes, schlechte hingegen nur auf Technik“, sagt der Meister und tritt mit seinem Album den Beweis dafür an. Felix’ Dubs sind zart gewobene, akustische Kunstwerke, harmonisch ausgewogen, fein abgestimmt, von bestechender Präzision. Der vordergründige Effekt ist Felix’ Sache nicht. Man muss schon genau hinhören, um in den vollen Genuss der Feinheiten zu kommen, die in jedem der Tracks stecken, um in seinen atmosphärischen Flow einzutauchen und sich in den Vibes zu verlieren. Obwohl Felix betont, dass die Atmosphäre die wichtigste Eigenschaft seiner Dubs ist, verlässt sich jedoch keineswegs auf die bloßen Vibes. Er hat vielmehr den Anspruch, die Hörer mit seinem Mix zu unterhalten, der Repetition des Beats eine sich stets verändernde, stets überraschende und die Hörerwartungen aufbrechende Qualität hinzu zu fügen. Bei Felix steht der Mix im Zentrum des Dubs wie eine „Leadstimme“. Hier wird das Mischpult wirklich zum Instrument. Es ist die klanggewordene Definition von Dub. Hut ab.
Rating 5 Stars

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Zeb: Zebstep

Zebstep

Aradubs Album „The Spy from Cairo“ war meine Entdeckung des Jahres 2012. Auf Oud, Qifteli und Saz gespielte, orientalischen Melodien verbanden sich hier mit so dermaßen solidem Dub, dass ich mir spontan sicher war: Aradubs Wurzeln müssen im Reggae und Dub liegen. Den Beweis dafür gibt es jetzt, zwei Jahre später, mit dem Album Zepstep (Wonderwheel Recordings) von ZEB. Hier präsentiert Moreno Visini, der in einer italienischen Zigeunerfamilie aufgewachsene und nun in New York lebende Mensch hinter den Pseudonymen, seine klassische Dub-Seite. Zehn großartige Dub-Tunes, die von starkem Steppers-Appeal geprägt sind, aber weit über die Stereotype des Genres hinaus gehen. Statt auf Impact zielen seine Dubs auf differenzierendes Zuhören, statt auf sture Wiederholung auf Abwechslung, statt auf Tech-Sounds auf Samples aus arabischer Musik, statt auf digitaler Logik auf Soul und musikalische Spontanität. Dabei zerfällt seine Musik nicht in disparate Ansätze, sondern fügt sich zu einem wunderbaren Flow, der sich mal sanft, mal kraftvoll entfaltet. Insgesamt ein klassisch schönes, sehr inspiriertes Dub-Album, das am Sonntagnachmittag im Park genau so gut funktioniert wie im Club in Kairo.
Rating 4 Stars

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Five Star Review

Rafter: It’s Reggae

Rafter

Es ist ja immer spannend – oft aber auch frustrierend – zu hören, wie sich Artists anderer Genres dem Reggae nähern. Erfolgt diese Annäherung aus dem Feld des Rock, so bin ich per se skeptisch. Kommt sie hingegen aus Richtung der elektronischen Musik oder aus dem riesigen Feld der Worldmusic, dann hoffe ich auf Gutes. Im vorliegenden Fall hat sich ein Artist auf den Weg zum Reggae gemacht, der normalerweise bei Art-Punk und Noise zuhause ist. „Urghh“ – die spontane Reaktion ist – nennen wir es mal: verhalten. Doch vollkommen zu unrecht. It’s Reggae (Asthmatic Kitty ) von Rafter ist eine wahre Entdeckung. Das coole an solchen Reggae-Experimenten artfremder Musiker ist doch, dass sie statt „same, same but different“ echte Abwechslung, wahre Innovation und grundlegend Neues versprechen. Ich bin der Meinung: Rafter ist dies gelungen. Er selbst bezeichnet sich als „The most intense and powerful music nerd you may ever meet“, lebt in California und entdeckte seine Liebe zum Reggae auf einem Trip nach Maui. Danach verfasste er einen Liebesbrief an das Genre und produzierte 12 absolut außergewöhnliche Dub-Tracks. (Wer nach einer Referenz verlangt: Hey-O-Hansen würde am ehesten passen). Es beginnt schon beim Sound. Wie lässt er sich beschreiben? Spröde? Experimentell? Arty? Zumindest ist er das Gegenteil des sauberen, präzisen, digitalen Studio-Dub-Sounds, den wir gewohnt sind. Dann die Kompositionen und Arrangements: ihre Bestandteile sind wohlvertraut, ihre schräge Kombination hingegen ist im positiven Sinne „befremdlich“. Da treffen Samples aus 60er-Jahre-Schlagern auf fette Bläsersätze, Ska-Rhythmen auf synthetische Sounds, schwere Basslines auf ultraleichte Kindermelodien, Kammblasen auf Steeldrums. Die Musik hat bewusst etwas naives, ultrasimples, das in scharfem Kontrast zu dem sperrigen, kopfigen Sound steht, der dennoch – und das ist wirklich bemerkenswert – wunderbar grooved. Keine Ahnung wie das Ganze funktioniert, aber: es funktioniert, und zwar ganz hervorragend. Ich liebe dieses Album und höre es zur Zeit ständig. Und zwar nicht als intellektuelle Pflichtdisziplin, sondern aus purem Spaß an schönen Grooves, schönen Melodien, schönen Bläsern und überhaupt an einem so wunderbar positiven, unverkrampften, frischen Umgang mit Dub.
Rating 5 Stars

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Dublaw: Suburban Roots

Suburban Roots

Hinter Dublaw steckt Jordan Shaw. So viel ist klar. Alles andere bleibt im Dunkel. Keine Info, keine Website, auf Soundcloud ein paar Tracks, aber nichts über den Artist. Egal, die Musik haben wir ja, und die ist gar nicht schlecht. Zwar unglaublich simpel gestrickt, dafür aber mit ordentlich Wumms, stark akzentuierten Offbeats und handgezupften Ohrwurmmelodien. Verglichen mit so fein ausgearbeiteten Mixen wie denen eines Dubvisionist, arbeitet Dublaw auf seinem neuen Album Suburban Roots (Svaha Sound) zwar mit Boxhandschuhen, aber das ist seinen Steppers-Tunes durchaus zuträglich. Erschienen ist das Album übrigens auf dem erst vor einem Jahr im UK gegründeten Label Svaha Sound, das sich gänzlich Roots und Dub verschrieben hat und bereits sechs Albumveröffentlichungen vorweisen kann. Mal sehen, was daraus wird.
Rating 4 Stars