I Fi Meets Askan Vibes: Well Conscious

Askan Vibes ist mir bereits mehrmals positiv auf einigen ODGProd Veröffentlichungen aufgefallen. Zuletzt beim letzten Werk von „Art-X – Nomad“.

In den letzten Tagen veröffentlichte nun das französische Label „I Fi meets Askan Vibes – Well Conscious“ (ODGProd.com), ein Showcase Album gleichen Namens, das bei mir seither täglich läuft und mich immer wieder begeistert. Vor allem die vier Dubs von Askan Vibes haben es mir angetan. Eigentlich handelt es sich dabei um nichts besonderes, es sind lediglich sau coole, teilweise sehr bekannte Riddims ohne viel Brimborium im klassischen Stil der 70er. Auch der Vocal Part dieses Albums überzeugt mich einfach. Der Singjay „I Fi“ ist für mich bisher nirgends in Erscheinung getreten und Informationen über ihn sind im WWW leider auch Mangelware. Nur soviel, seine Stimme ist sehr angenehm und die Lyrics, vorgetragen im Patois, sind real conscious.

Über Askan Vibes am Mixing Desk gibt es kaum viel mehr Informationen. Es soll sich um ein Ein-Mann-Studio-Projekt aus Paris handeln, dessen Vorliebe für Roots Reggae & Dub offenkundig auf die bereits oft erwähnten 70er Jahre zurückgeht. Die Riddims soll der Multiinstrumentalist selbst komponieren und in seinem eigenen „Vineyard Studio“ einspielen, wo er anschließend auch die Overdubs und das Mixing macht. Doch, bei vielen Riddims handelt es sich um (ur)alte Bekannte aus den Studios Jamaikas und um keine Eigenkompositionen. Das hat auch auf Jamaika schon sehr lange Tradition, mit Copyright hält man es – wie Askan Vibes auch – eh nicht so genau. Askan Vibes veröffentlicht hauptsächlich aber nicht ausschließlich auf dem von ihm gegründeten Label „Vinyard Records“. Er arbeitet(e) aber auch mit anderen Labels und Künstlern zusammen, so auch mit Roberto Sanchez (Lone Ark). Die Franzosen machen nicht nur Steppers, das hier sind strikkly Roots.

Abschließend noch eine Empfehlung aus dem letzten Jahr: Imanytree Meets Askan Vibes – Inna Old Fashioned Stylee (ODGProd.com)

Meine Wertung:

Dub Natty Sessions and Dennis Bovell feat. Matic Horns & Mad Professor: DNS And Friends

Zugegeben, das Album ist jetzt nicht gerade taufrisch, aber zwei meiner Helden aus der britischen Reggae- und Dubszene Dennis Bovell aka Blackbeard und Mad Professor waren maßgeblich daran beteiligt.

„Bei Dub Natty Sessions“ (DNS) handelt es sich um eine Band, die Anfang 2009 in einem Ghetto namens „Caricuao“ südwestlich von Caracas, Venezuela, gegründet wurde, um den Dub wiederzubeleben. DNS nahmen bereits 2014 mit dem legendären Mitbegründer der Reggae-Bewegung in Großbritannien, Dennis Bovell, ihre erste Platte auf, die sie schlicht „Dub Natty Sessions feat. Dennis Bovell“ nannten. Bereits auf ihrem Debüt-Album, das auch von Dennis Bovell produziert und abgemischt wurde, spielten sie einen astreinen Roots Reggae Dub.

DNS And Friends“ (Dub Natty Sessions – DNS 1) ist also die zweite Veröffentlichung des venezolanischen, mittlerweile in Großbritannien ansässigen Roots-Reggae-Dub Kollektivs. Dennis Bovell übernahm dieses Mal zusätzlich den Bass und leitete abermals die Aufnahmesessions. Den Feinschliff erledigte dann in den Ariwa-Studios Mad Professor. „DNS And Friends“ ist voller eingängiger, dubbiger Reggae-Instrumentals mit allen Ingredienzen, die man von Bovell und Mad Professor erwartet. Der Track „Un Amor“ klingt so authentisch, dass man meinen möchte, er stamme von Ricos „Jama Rico“. Auch „Plantation“ erreicht eine echte Brillanz, die mich unweigerlich an Bovells fantastische Arbeit mit „The 4th Street Orchestra“ erinnert. Obwohl Dub Natty Sessions bereits mit einigen wirklich guten und knackigen Grooves überzeugen können, sind das absolute Schmankerl auf diesem Album die Matic Horns. Dennis Bovells ex-Matumbi-Bandkollege Henry „Buttons“ Tenyue an der Posaune und die ex-Aswad-Mitglieder Eddie „Tan Tan“ Thornton an der Trompete und Michael „Bami“ Rose am Saxofon liefern hier eine brilliante Leistung ab. „DNS And Friends“ ist ein Album mit acht Instrumental-Dub-Tracks, dessen Einflüsse von Reggae, Jazz, Latin und dem großartigen Sound von Matumbi und Linton Kwesi Johnson geprägt sind. Dennis Bovells überzeugende Beteiligung an diesem Werk ist unüberhörbar und Mad Professors Mixing ist angenehm dezent ausgefallen, er setzt ganz gezielt und auf den Punkt genau seine Duftmarken.

Meine Wertung:

Papa Dee Meets The Jamaican Giants vs. Internal Dread: In Dub

Das wahre Leben schreibt Geschichten, die in keinem Drehbuch dramatischer stehen könnten. Vor circa sieben Jahren ist der schwedische Produzent und Sound Engineer Tom Åke Hofwander aka Internal Dread, der King Tubby Schwedens, bei einem tragischen Verkehrsunfall in Dänemark ums Leben gekommen. Der 58-jährige Schwede stürzte nachts bei voller Fahrt aus dem Tourbus auf die Autobahn, weil er anscheinend versehentlich einen Notschalter betätigt hatte, sodass sich die Seitentür öffnete und er auf die Fahrbahn stürzte. Zu diesem Zeitpunkt schliefen alle anderen Bandmitglieder und auch der Busfahrer hat erst viele Kilometer später das unfassbare Unglück bemerkt. Soweit die Unfallrekonstruktion der dänischen Polizei.

Internal Dread gründete 1987 in Stockholm die Rub A Dub-Studios und das dazugehörige Plattenlabel. Sein Freund Dennis Bovell soll ihn unter anderem auch mit ein paar Mixing Tipps tatkräftig unterstützt haben. Außerdem stand Internal Dread als Live-Engineer für den Dub-Poeten Linton „Kwesi“ Johnson und die Dennis Bovell Dub Band bei einigen Konzerten am Mischpult.

Zusammen mit Papa Dee veröffentlichte Internal Dread 2008 das Album „Papa Dee Meets The Jamaican Giants“. Die „ Jamaican Giants“ sind niemand anderes als die Roots Radics in der Besetzung mit Earl „Chinna“ Smith (Leadgitarre), Errol „Flabba“ Holt (Bass) und Dwight Pickney (Rhythmusgitarre), Leroy „Horsemouth“ Wallace (Schlagzeug), Robbie Lyn (Keyboard) und Lloyd „Obeah“ Benton (Piano, Organ). Auf dem Album befinden sich 10 Tunes, alles (Neu)Interpretationen von Reggae-Klassikern, die ursprünglich von Gregory Isaacs, Dennis Brown, Errol Dunkley, Horace Andy und Jacob „Killer“ Miller stammen. Bereits zu dieser Zeit entstand auch eine Dub-Version des o.g. Albums, die jedoch erst 10 Jahre später als „Papa Dee Meets The Jamaican Giants vs Internal Dread: In Dub” (Black Viking) auf den Markt kommen sollte. Papa Dee hat sich zusammen mit dem Produzenten Kent Gillström endlich der Sache angenommen und das längst überfällige Album veröffentlicht. Das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt und auch hier gilt der Spruch: Lieber spät als nie! Internal Dread hat das Dub-Album im klassischen Old-School-70er Jahre-Dub-Stil mit warmen, hörenswerten Grooves versehen und perfekt abgemischt. Die bestens aufgelegten Roots Radics liefern einen gewohnt schweren, von fetten „Flabba“-Bass-Lines getragenen Set. Mir kommt es dennoch vor, als wäre Internal Dread mit seinem fesselnden, locker flockigen Analog-Mix das Kunststück gelungen, den Roots Radics einen warmen, etwas leichteren, uplifting Sound zu verpassen. Die Echos und Soundeffekte des 2019 posthum veröffentlichten Albums sind für mich Internal Dreads letzte Grüße aus dem Jenseits.

RIP Tom Åke Hofwander aka Internal Dread and thanx for the music!!!

Meine Wertung:

Aldubb: Planets Of Dub Vol. 2

Aldubb und seine Crew (Big Finga, Pollensi, Stahl, Odi, Keyboarder Toni Farris, Ganjaman, Jon Moon und Trompeter Mathieu Pé) haben Mitte Juli den nächsten Wurf der Aldubb Sessions Serie „Planets Of Dub Vol. 2“ unter die Bewohner der Dubwelt gebracht.

Der Enstehung, der hier vorliegenden Dubs, ging wie immer ein organischer Schaffensprozess voraus. Entweder sammelte Produzent Aldubb seine irgendwo verstreuten Riddims zusammen oder er organisierte spontane Aufnahme-Sessions in seinen Berliner Planet-Earth-Studios. So sind bei diesen Sessions erneut zehn sehr schöne Stücke entstanden. Der Fokus liegt offenkundig wieder auf dubbigen Instrumentals und erstklassigem, entspanntem Spiel der Band. Offenbar machte die rein instrumentale Konzeption die Titelfindung etwas schwierig, denn nur so ist zu erklären, dass es dieses Mal die meisten Arbeitstitel auch in die finale Playlist geschafft haben. Titel wie: Norbert, Franz, Bufflex, Claudia, Hartmut sind mir bisher noch in keiner Playlists begegnet. Ich finde Aldubbs neues Werk unglaublich musikalisch mit sehr schönen Melodien und was ich ganz besonders hervorheben muss, sind die wünderschönen Trompetensoli. Generell fällt die Horn Section extrem positiv auf. Der „70s Steppa“ könnte auch als Lost Tune der Revolutionaries durchgehen, das ist durchaus anerkennend zu verstehen. Die Titel klingen ein weiteres Mal sehr entspannt und super abgemischt. Da gibt es wirklich nix, was nervt. Deutsche Wertarbeit kann immer noch ein Qualitätsmerkmal sein – hier auf jeden Fall.

Kurz und prägnant: Yepp, das ist schöner, abwechslungsreicher, vielseitiger, vielschichtiger, durchdachter, geil instrumentierter, klassischer Dub für das 21. Jahrhundert, der allen Steppers Protagonisten die Schamesröte ins Gesicht treiben muss. Es geht auch anders…, so klingt Dub, yeah Mon…

Meine Wertung:

Rootz Lions (feat. Hornsman Coyote & King Cooper): Dub Meets Horns

Dieses bereits 2017 erschienene Album muss von der Reggae-/Dubwelt komplett verpennt worden sein, denn nur so kann ich mir erklären, dass dieses hervorragende Werk auf keiner der einschlägigen Seiten bislang Erwähnung findet.

Dub Meets Horns“ (digital Album bandcamp) ist keineswegs ein waschechtes Dub-Album, vielmehr handelt es sich um extended Discomix-Tributversions mit allerfeinsten Brass-Lines und tiefsten Roots-Rhythmen. Es ist eine tiefe Verbeugung vor den alten Meistern Rico Rodriguez, The Skatalites, Cedric „Im“ Brooks & The Light Of Saba, Tommy McCook & Sound Dimension und Studio 1. Wir hören hier beileibe kein inspirationsloses Nachspielen alter Klassiker, sondern die geniale Umsetzung bekannter Riddims in die „Jazzy Side Of Reggae.“

Die Rootz Lions aus Rotterdam wurden 2016 vom Bassisten Carlos Silva aka Rootz Lion gegründet. Für das Projekt „Dub Meets Horns“ konnte die nur vier Mann starke Roots Reggae Band, bestehend aus Drums, Bass, Guitar und Keyboards noch den versierten Jazz-Saxofonisten King Cooper (aka Jan „King“ Kooper in der Jazzwelt) aus Amsterdam, sowie einen der führenden Posaunisten in der momentanen Reggae-Szene Hornsman Coyote gewinnen.

Die Länge der sechs Titel bewegt sich zwischen knapp sechs und gut acht Minuten. Die Rootz Lions rollen ihren fantastischen Roots Reggae-Teppich aus, auf dem sich dann die Gastinterpreten nach Lust und Laune wunderbar austoben und beeindruckend ihre Akzente setzen können. Besonders erwähnen muss ich auch das Keyboard/Piano, das stellenweise so schön schräg klingt, wie ein leicht verstimmtes Barklavier. Für dieses Album haben sich wahre Virtuosen zusammen getan und ein durchweg überzeugendes, nicht alltägliches Werk abgeliefert.

Auch wenn es sich um kein 100%iges Dub-Produkt handelt, wie es der Titel suggeriert, muss es dennoch in diesem Blog Erwähnung finden, denn „Dub Meets Horns“ ist umwerfend gut, keine Minute zu lang und beweist uns erneut, dass Jazz und (Instumental)Reggae/Dub immer noch eine enge Verbindung pflegen. Möglicherweise ist das der Ansatzpunkt, um Reggae/Dub über die Schiene Jazz einem breiteren Publikum bekanntzumachen. Aktuelle Beispiele sind die – auch in Jazzkreisen hochgelobten – Alben von Nat Birchall („Sounds Almighty“) und Vin Gordon („African Shores“) in Zusammenarbeit mit Al Breadwinner. Murderer…

Meine Wertung:

Jim The Boss: Dub In Hifi

Dass immer noch nicht sehr viele brauchbare Dubs aus Jamaika kommen, ist zwar schade aber kein großer Verlust, solange der Rest der Welt dieses Manko mit links ausgleicht.

»Dub In Hifi« ist der zweite Coup von Jim the Boss aka Jim Monaghan, dem Produzenten aus Secausus, New Jersey, der das Hoboken HiFi-Studio und das Hudson Soul-Label leitet. Das neue Album steht seit 05.07.2019 als free download im Netz. »Dub In HiFi« ist ein Konglomerat aus richtig fetten Bässen, tighter Instrumentierung, gefälligen Vocals und trippigen Dub-Elementen.

Für mich ist Jim The Boss eine echte Entdeckung im Dickicht des Dub-Dschungels. Die Recherchen zu Jim Monaghan haben ergeben, dass seine Arbeits- und Herangehensweise genauso verrückt und abgedreht sein soll, wie die der alten Dub-Helden. Es werden Mikrofone im Sand vergraben, in Eimer gehängt, Wasser darüber geschüttet, in verschiedenste Materialien eingepackt, Kochtöpfe als Schlaginstrumente benutzt oder es werden Kupferrohre zusammengefügt, um einen langen Schallkanal zu erzeugen etc. Bei »Grits« einem Remake von »Outmeal« ein Titel aus seinem ersten Album »Hudson Soul« (2016) nimmt Jim The Boss eine Schachtel Müsli, um die Snare nachzuahmen, weil ihm der Sound besser gefällt. Das ist gutes, altes Dub-Handwerk in seiner reinsten Form. So wurde analoger Dub gemacht, als es die Technik noch nicht besser zuließ und man noch Mopeds oder was auch immer im Studio knattern ließ.

»Dub In Hifi« klingt tatsächlich, als wäre die Zeit zurückgedreht worden und wir befänden uns gerade in der glorreichen ersten und frühen zweiten Dekade des Reggaes/Dubs. Wem die Namen der Dub-Engineers King Tubby, Lee Perry, Sylvan Morris, Errol Thompson & Joe Gibbs, Scientist und King Jammy ein freudiges Lächeln aufs Gesicht zaubern, der sollte sich entspannt zurücklehnen und »Dub in HiFi« starten. Es erwartet ihn ein Feuerwerk schöner, alter, klassischer Reggae und Dub Riddims.

Beinahe hätte ich es vergessen, die Band, die an der Entstehung des Albums maßgeblich beteiligt war, sind The HiFi Rockers in Zusammenarbeit mit mehreren Gastmusikern, unter anderem Dave Hillyard am Saxofon.

Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass es solch klassischen Sound immer häufiger wiederzufinden gibt!

Meine Wertung:

DubRaJah: Reprise

Oft bin ich wie ein Trüffelschwein im WWW. unterwegs, immer auf der Suche nach neuen, nicht gekannten Dub-Interpreten.

DubRaJah ist so einer, ich habe ihn bereits 2012 entdeckt. Es handelt sich um ein Projekt des Russen Sergey Gabbasov. Er ist Sozialanthropologe, spezialisiert auf Menschen und Kulturen im Himalaya, Regisseur mehrerer ethnografischer Filme über die verschiedenen Kulturen Asiens und Afrikas, Reisender und Musiker. Gabbasov arbeitet mit Künstlern wie Eric Mouquet («Deep Forest») und Robert Rich zusammen.

Nach DubRaJahs Veröffentlichung „Enkang“ (2014) mit verschiedensten Klängen aus Afrika und unter Mitwirkung von Mad Professor, kombiniert nun der russische Sozialanthropologe und Ethnomusikologe auf dem Album „Reprise“ (2017) seine Dub-Soundscapes mit gesampelten Klängen aus Indien, Nepal, Sri Lanka, Thailand und der Mongolei. Den letzten Feinschliff erhielt das Album in Moskau, wo es 2017 abgemischt wurde.

„Reprise“ wurde hauptsächlich in der „goldenen“ indischen Stadt Jaisalmer im Bundesstaat Rajasthan und der nepalesischen Kleinstadt Sauhar aufgenommen. Wie sein erfolgreicher Vorgänger „Enkang“ basiert das Album auf demselben Konzept. Es wurden lediglich die verwendeten „Zutaten“ verändert. Dieses Mal liegen DubRaJah’s Schwerpunkte in der musikalischen Erforschung der asiatischen und nicht der afrikanischen Kultur. DubRaJah verwendet subtil Fragmente seiner eigenen Feldaufnahmen aus Indien, Nepal, Sri Lanka, Thailand und der Mongolei, um die fremdartigen Klänge aus den bereisten Orten gekonnt mit Dub zu verschmelzen. Unter den acht Titeln findet man Beiträge, die vom ältesten nepalesischen Chitwan-Nationalpark (1973) oder dem indischen Bundesstaat Karnataka inspiriert sind, wo sich die von ihm gerne bereisten gewaltigen Jokou-Wasserfälle am Sharavati (Fluss) befinden. DubRaJah kehrt bei „Reprise“ nur bei einem Titel “Arusha“ in sein verehrtes Afrika (Tansania) zurück. Der Titel ist nach seinem afrikanischen „Hauptquartier“, wenn er sich mal wieder in Afrika aufhält, Arusha benannt. Viele seiner musikalischen Arbeiten wecken bei mir Assoziationen zu den Sound-Experimenten eines Adrian Sherwood und seinem On-U-Sound Label. Wir hören schrägen Percussion-Sound, Blechbläser, Mönchsgesänge, Sitarklänge, asiatisches Glockenspiel, russische Polka und hypnotisierende Gesänge. Alles sehr verhalten in die Dubscapes eingearbeitet. Wer sich auf die Klänge einlässt, wird vor dem eigenen Auge eine Reise durch das Himalaya Gebiet erleben.

DubRaJah, der Ethnomusikologe, beweist dem interessierten Hörer ein weiteres Mal, dass DUB im wahrsten Sinne keine Grenzen kennt, und dass seine Inspirationen die Reisen in andere Länder, zu anderen Kulturen und/oder das Interesse an dem etwas Anderen und Unbekannten sind.

Meine Wertung: