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Dub Obsession W/ Aston „Familyman“ Barrett

Lieber spät als nie, aber ich muss doch noch ein paar Worte zum Tod dieser wegweisenden Musiklegende verlieren.
Am 3. Februar 2024 verstarb nach einem „langen Kampf“ gegen die Krankheit Aston Francis Barrett, einigen besser bekannt als Familyman oder kurz Fams. Der legendäre Bassist der Wailers starb im Alter von 77 Jahren im Krankenhaus der Universität von Miami in Florida, der Stadt, in der 1981 auch Bob Marley verstarb.

Aston Barrett wurde am 22. November 1946 in Kingston, Jamaika, geboren. Als viertes von fünf Kindern von Wilford Barrett, einem Schmied, und Viola (geborene Marshall) wuchs Aston in einem großen Mietshaus in der Beeston Street im Zentrum von Kingston auf, in dem auch der Saxophonist Val Bennett wohnte. Zu arm, um sich einen richtigen Bass leisten zu können, baute sich Familyman seinen ersten Bass aus einer Gardinenstange. Mitte der 1960er Jahre schloss er sich der Clubband The Hippy Boys an und begleitete den Sänger Max Romeo bei verschiedenen Auftritten in Kingston. Der Produzent Bunny „Stricker“ Lee war von seinen Basslines so beeindruckt, dass er Barrett 1968 ins Studio holte, um Slim Smiths „Watch This Sound“ – eine Adaption des Buffalo Springfield-Hits „For What It’s Worth“ – aufzunehmen. In der Zeit, in der Aston Barrett zu Lees Hausband, den Aggrovators, gehörte, veröffentlichte er auch selbstproduzierte Werke auf den Labels Fam’s und Cobra. Die Singles „Distant Drums“, „Eastern Memphis“ und „Cobra Style“ zeugen von einer unverwechselbaren Herangehensweise an Instrumentalmusik und Dub-B-Seiten.

Seinen Spitznamen „Familyman“ verdankt er der Tatsache, dass Aston seine Musikerkollegen als Familie betrachtete und stets eine führende Rolle beim Arrangieren ihrer gemeinsamen Arbeit einnahm. Der Name Familyman rührt nicht daher, dass er viele Kinder hatte – 23 Töchter und 18 Söhne nannte er 2013 der BBC.

Ende 1969 schafften es die Barrett Brüder Aston und Carly mit Max Romeos schlüpfrigem „Wet Dream“ und dem Orgel-Instrumental „The Liquidator“ in die britischen Top Ten. Nach dem Erfolg des Instrumentals „Return of Django“ gingen sie im November mit den Upsetters auf Tournee durch das Vereinigte Königreich, obwohl sie selbst auf der Platte nicht mitgespielt hatten. Als Mitglied der Studioband The Upsetters lieferte Barrett kräftige und melodiöse Basslines, die auf den Aufnahmen zu hören sind, die die Wailers 1970-71 für den Produzenten Lee „Scratch“ Perry machten. Sein jüngerer Bruder Carlton „Carly“ Barrett spielte Schlagzeug. Der Autodidakt mit einem angeborenen Gespür für musikalische Arrangements und einem außergewöhnlichen Sinn für Timing spielte als Bassist und Bandleader von Bob Marley and the Wailers eine wesentliche Rolle bei der Beliebtheit und internationalen Verbreitung des Reggae. Als sich die Wailers von Lee „Scratch“ Perry trennten, um ihr eigenes Label Tuff Gong zu gründen, überredete Bob Marley die Barrett Brüder, die Upsetters zu verlassen. Von nun an bildeten Aston und Carly die Rhythmusgruppe, das Rückgrat der Wailers. Die Gruppe unterschrieb 1972 bei Island Records und die Erfolgsgeschichte begann. Als Fams 1973 bei den Aufnahmen zu „Natty Dread“ zum Bandleader und musikalischen Arrangeur avancierte, war er mit seinem Bass die treibende Kraft für Marleys berühmte Hymnen. Songs wie „No Woman, No Cry“ verlieh er die nötige Schwere.

Obwohl die Gruppe während der Island-Jahre viele Veränderungen erlebte, blieben die Barrett Brüder die Konstante, die stabilisierende Kraft in der Band. Familymans souveräne Beherrschung seines Instruments und sein gekonntes Zusammenspiel auf der Bühne bildeten das Rückgrat der elektrisierenden Auftritte der Band, während Marley seine Texte in tranceartigem Zustand vortrug.

Aston Barrett war auch ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil des Mitte der 1970er Jahre aufkommenden Dub-Subgenres, außerdem war er auch Mentor für jüngere Musiker wie den Keyboarder Tyrone Downie und den Bassisten Robbie Shakespeare.

Neben seinen Aufgaben bei Bob Marley and the Wailers wirkte Barrett an Keith Hudsons „Pick A Dub“, Yabby Yous Debütalbum „Conquering Lion“, Peter Toshs „Legalize It“, Bunny Wailers „Blackheart Man“, Burning Spears bahnbrechenden Veröffentlichungen „Marcus Garvey“, „Dry And Heavy“, Social Living und Augustus Pablos „East Of The River Nile“ mit. Durch die Tourneen der Wailers wurde seine Sessionarbeit etwas weniger. Es würde den Rahmen sprengen, alle Alben aufzuzählen, auf denen Astons legendärer Fender Bass überall zu hören ist.
Nach dem Tod von Bob Marley nahm Familyman weiterhin mit Burning Spear auf (z. B. Hail H.I.M.) und arbeitete eine Zeit lang eng mit Rita Marley zusammen. Auf dem von ihm selbst produzierten Album „Juvenile Delinquent“ (1981) spielte er die meisten Instrumente selbst ein.
Aston und Carlton spielten auch auf dem fantastischen 1986er-Album „Jerusalem“ des ivorischen Reggae-Stars Alpha Blondy. Im darauf folgenden Jahr wurde Carlton jedoch ermordet.

Familyman tourte bis in die 90er Jahre hinein regelmäßig mit der Wailers Band – danach wurden seine Auftritte seltener. Zuletzt lebte er in Miami und wurde 2021 von der jamaikanischen Regierung mit dem Order of Distinction ausgezeichnet.

Zum Abschluss habe ich etwas weniger Bekanntes ausgewählt – eine Live Reggae Dub Session mit dem Meisterbassisten, Innovator und Schöpfer des typischen Bob Marley Sounds. „Dub Obsession w/ Aston „Familyman“ Barrett“ (Island King Records) ist eine improvisierte, ungeprobte, seltene und klassische Dub Session, live aufgenommen auf St. John, U.S. Virgin Islands. Während einer kurzen Auszeit von seinem endlosen Tourneeplan traf Familyman 2004 den ehemaligen Hausmixer der Wailers, Liston Bernie, der auf St. John lebt. Sie beschlossen, die Insel mit einer echten Dub Session zu verwöhnen. Die Reggae-Musiker der Insel konnten es kaum erwarten, mit diesem legendären Musiker aufzutreten, und das Publikum war mehr als begeistert. Der Auftritt wurde nicht angekündigt, und als sich die Nachricht in der Stadt verbreitete, strömten Fans aus allen Gesellschaftsschichten herbei, um bei diesem einmaligen Ereignis dabei zu sein.
Die 9 Tracks mit einer Spieldauer von knapp 75 Minuten sind definitiv ein Sammlerstück. Allein schon deshalb, weil Fams berühmter Fender Bass, mit dem er so unglaublich viele unsterbliche Basslines kreierte, für immer verstummt ist!

Bewertung: 4 von 5.
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aDUBta / Roots Organisation: A Tale Of Dubbing Horns

Die Roots Organisation aus der steirischen Landeshauptstadt Graz begeisterte mich bereits mit ihrer ersten EP “Strictly Recreational“. Ein Jahr später, im Oktober 2022, folgte das Album „A Tale Of Skanking Horns“ (Ginkgo Tree Music), ein Longplayer mit instrumentalem Reggae, feinsten jazzigen Bläsersätzen und Soli, auf dem die Roots Organisation wieder genial zu überzeugen wusste und einen vom ersten Ton an mitriss. Erinnerungen an die Urväter des Genres – die Skatalites – wurden wach. Die Riddims sind kraftvoll und strotzen vor Energie. Dazu kommen unzählige fein ausgearbeitete Bläsersätze mit viel Wucht. Am besten kommt dieser Sound zur Geltung, wenn die Bläser gleichzeitig eingesetzt werden. Hier sind wirklich Musiker am Werk, die es meisterhaft verstehen, im Grazer Stress Studio wunderbare Stimmungen und Spannungsbögen zu erzeugen. Neben der 8-köpfigen Band samt Bläsern waren als Gäste Fabian Supancic an der Orgel (Track 2 & 8), Michael Leitner an der Violine (Track 7) und Andreas „aDUBta“ Bauer an den Percussions mit von der Partie.

Mit aDUBta schließt sich nun der Kreis, denn die oben genannten Alben wurden bereits von ihm produziert, gemixt und gemastert. Eineinhalb Jahre später hat sich aDUBta erneut „A Tale Of Skanking Horns“ vorgenommen. Von den ursprünglich zehn Tracks wurden für „A Tale Of Dubbing Horns“ sechs von aDUBta einer Dub-Behandlung unterzogen, ordentlich entschleunigt und eine ganze Ecke tiefer gelegt. Das Mastering übernahm ein »gewisser« Umberto Echo, der hier im Dubblog kein Unbekannter ist.
Der Roots Organisation ist meines Erachtens ein nächster großer Wurf gelungen. Rundum hervorragend durchdachter Dub mit extrem viel Entspannungspotential. Ein wirklich exzellentes Album, das leider viel zu kurz geraten ist, da vier Tracks des Originalalbums bedauerlicherweise nicht gedubbt wurden!

Bewertung: 4 von 5.
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Christos DC: Kung Fu Action Theatre

Christos DC ist das Pseudonym von Christopher Vrenios, einem Sohn zweier professioneller Opernsänger aus Washington D.C. – was den letzten Teil seines Künstlernamens sofort erklärt. Den Spitznamen Christos verdankt Christopher seiner griechischen Großmutter. Nach seinem Mini-Album „Matchbox In Dub“ von 2023 meldet sich der griechisch-amerikanische Reggae-Musiker und Produzent mit einem bahnbrechenden Projekt „Christos DC: Kung Fu Action Theatre“ (Honest Music) zurück. Ein reines Instrumentalprojekt, das traditionelle chinesische Instrumente mit Roots-Reggae-Arrangements verschmilzt. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, aber ich bin der Meinung, dass die Verwendung chinesischer Instrumente ein Novum in diesem Genre ist.
In einem Interview nennt Christos DC zwei Gründe, weshalb er ausgerechnet ein Instrumentalalbum mit traditionellen chinesischen Instrumenten veröffentlichen wollte. Christos DC ist mit Kung-Fu-Filmen aufgewachsen, und die Musik, die er dabei hörte, hat ihn schon immer fasziniert, was ihn wiederum dazu brachte, mehr über klassische chinesische Musik im Allgemeinen zu erfahren. Die Idee, diese beiden Stile miteinander zu verschmelzen, trug er seit vielen Jahren mit sich herum, und das Ergebnis ist nun „Kung Fu Action Theatre“. In „Kung Fu Action Theatre“ kommen drei klassische chinesische Instrumente zum Einsatz: die Guzheng (eine Halbröhrenzither, die mit den Fingern gespielt wird), die Yangqin (ein chinesisches Hackbrett, das einem Saiteninstrument ähnelt und mit Klöppeln gespielt wird) und die Erhu (eine zweisaitige Röhrenlaute, die mit dem Bogen gestrichen wird, ähnlich einer zweisaitigen Geige). Kaum zu glauben, der Hintergrund ist zu 100 Prozent traditioneller Reggae, aber eines kann ich ohne Umschweife sagen: Die chinesischen Instrumente fügen sich traumwandlerisch in eine Fülle kreativer Arrangements ein und schaffen einen neuen Sound, der von Natur aus geheimnisvoll ist.
Zwei Tracks aus dem Projekt wurden bereits vorab von Christos DC veröffentlicht: das eklektische »Mountain King«, das auf Edvard Griegs klassischem Bühnenstück „In the Hall Of The Mountain King“ basiert, und das hypnotische »Distance«, bei dem die chinesische Instrumentierung im Vordergrund steht.
Insgesamt sind die Kompositionen, Darbietungen und die Produktion von „Kung Fu Action Theatre“ von höchster Qualität. An einfallsreichen Arrangements mangelt es nicht. Von der mäandernden, leicht melancholischen Grundidee von »Dread And Alive« bis zu »Far East«, bei dem das Tempo und der Fluss des rhythmischen Arrangements zunehmen. »Long Road« greift mit einer melancholischen, beunruhigenden Komposition den Titel des Albums auf, während »Mystic« mit seinem schnellen Schlagzeugarrangement etwas von Steppers hat. »Rising Sun« ist pures Vergnügen, »Survival« stimmt nachdenklich, während »Swan Lake« (ähnlich wie »Mountain King«) das Lied der Schwäne aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis klassischem Ballett aufgreift und neu belebt.

Es fällt sofort auf, dass sich Christos DC diesmal für einen warmen Roots-Sound mit Bläsern (Brian Falkowski – Saxophon und Paul Hamilton – Posaune) entschieden hat. Ein Sound, der mich sofort an US-amerikanische Virigin Islands-Produktionen erinnert, und das ist kein Zufall, denn das gesamte Projekt wurde von Laurent ‚Tippy I‘ Alfred von I Grade Records professionell abgemischt. Wir hören kein überbordendes Dub-Feuerwerk, sondern einen exzellenten meditativen Klangteppich mit ruhig mäandernden Riddims ohne viel Schnickschnack. Mit Musikern wie Style Scott, Flabba Holt, Kenyatta Hill, chinesischen Künstlern und vielen anderen hat Christos DC letztlich alles richtig gemacht und ein höchst anspruchsvolles Werk geschaffen.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Ronnie Lion: Spanish Town

Vor etwas mehr als zwei Jahren habe ich die Wiederveröffentlichung des Albums „Ambient Warrior: Dub Journey’s“ in den höchsten Tönen gelobt. Noch heute begeistern mich diese wunderbaren Klanglandschaften immer wieder aufs Neue. Auch die Vielseitigkeit dieses 1995er-Albums war schon außergewöhnlich. Hier waren bereits südamerikanische Elemente wie Tango und Bossa Nova zu hören.
Das Kult-Reissue-Label Isle Of Jura veröffentlichte gerade das erste Soloalbum von Ronnie Lion, der einen Hälfte der oben erwähnten Ambient Warrior. Seit einigen Dekaden betreibt Ronnie Lion von Brixton aus sein Reggae-Label »Lion Music«, das seit vielen Jahren für seinen offenen Ansatz bekannt ist, Reggae mit unzähligen anderen Stilen zu mischen. Und welch Überraschung, das Album „Ronnie Lion: Spanish Town“ macht da weiter, wo „Ambient Warrior: Dub Journey’s“ aufgehört hat. Diese bekannten Sounds finden sich auch auf „Spanish Town“ wieder. „Spanish Town“ ist eine tiefe, gefühlvolle Verbeugung vor der Hauptstadt St. Catherine im Südosten Jamaikas. Die Rhythmusgruppe mit Ronnie Lion am Bass und Horseman am Schlagzeug bildet ein solides Fundament für die komplexen und eingängigen Hooks von Sean Wilkinsons spanischer Gitarre. Geschmeidige, lyrische Flamenco-Melodien des Lead-Gitarristen, werden gekonnt über schlendernde Roots- und Dub-Reggae-Grooves gelegt.
Wie vage Erinnerungen an einen erholsamen Urlaub am Meer wirken die neun wunderschön instrumentierten Instrumentalstücke auf „Spanish Town“. Ronnie Lions Basslines unterstreichen die warmen Keyboardsounds und natürlich das erstklassige Fingerpicking von Sean Wilkinson. Die unglaublich schönen Melodien zwischen dem geheimnisvollen, fast nostalgischen Flamenco »Hombre Peligroso« und dem federnden »Alligator Pond« sind dafür wohl der beste Beweis. Allerdings muss ich gestehen, dass die Tracks mit diesen schwülstigen „Synthie-Streicher-Einlagen“ meiner Meinung nach oft knapp an der Fahrstuhlmusik eines Einkaufszentrums vorbeischrammen. Wobei mich der berauschende Skank von „Naranja Colina“ neben dem brodelnden „Grants pen Steppers“ wieder voll überzeugen.

Unterm Strich ein sehr gelungenes, abwechslungsreiches Reggae-Instrumentalalbum mit einem ausgesprochen seltenen Alleinstellungsmerkmal, nämlich der spanischen Gitarre. Ein Album, das geschickt Reggae & Dub mit spanischen Klängen kombiniert, ist nicht nur Dub- und Reggaefans, sondern auch Tango-, Bossa Nova-, Folk- und Weltmusikliebhabern wärmstens zu empfehlen. Sollte man gehört haben.

Bewertung: 4 von 5.
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Awa Fall: Dub & Flames

Die im Oktober 1996 in Bergamo geborene italienische Reggae-Künstlerin senegalesischer Abstammung Awa Fall Mirone meldet sich mit einem Album zurück. Fast ein Jahr nach der Veröffentlichung des Song-Albums „Fire & Flames“ (WOW Records) folgt nun die Dub-Version „Awa Fall: Dub & Flames“ (WOW Records), an der einige illustre Gäste mitgewirkt haben – dazu später mehr.

Seit den 80er Jahren gibt es in Italien eine sehr lebendige Reggae-Szene. Stars wie Alborosie oder Africa Unite und weltbekannte Soundsystems wie One Love Hi Powa sind vielen ein Begriff, nicht zu vergessen das Rototom-Festival. Ein aufsteigender Stern am italienischen Reggae-Himmel ist zweifellos Awa Fall, Tochter eines senegalesischen Vaters und einer italienischen Mutter. Nachdem sie einige Jahre mit ihrer Tante Valentina auf der Bühne gestanden hatte, beschloss Awa Fall im Alter von 18 Jahren, ihr eigenes Projekt zu starten. So veröffentlichte die Sängerin, Songwriterin und Musikerin 2016 ihr erstes Album „Inna dis ya Iwa“ und ging mit den Eazy Skankers auf Tour. Das zweite Album „Words Of Wisdom“ ist im Januar 2019 erschienen. Das Album ist eine schillernde Produktion, die von Reggae über Hip-Hop alle Genres der schwarzen Musik berührt.
Mit durchschnittlich 100 Konzerten pro Jahr hat Awa Fall ihre Musik mittlerweile in ganz Europa und der Welt bekannt gemacht. Sie trat auf vielen großen europäischen Bühnen auf, wie z.B. dem Rototom Sunsplash in Italien, dem African Festival in Deutschland, dem Uprising in der Slowakei, dem Txapel im Baskenland etc. Außerdem hat Awa eine direkte Zusammenarbeit mit der Schule E.M.P PA Unite 15 in Dakar (Senegal) begonnen: für jedes Konzert spendet sie einen Prozentsatz an die Schule, die vielen Kindern, Jungen und Mädchen, von der Grundschule bis zum Gymnasium, eine Ausbildung ermöglicht.

Das nur 26 Minuten lange Album „Dub & Flames“ besteht aus sieben Tracks, die aus den acht Originaltiteln ausgewählt wurden, und wie auf dem abwechslungsreichen Album „Fire & Flames“ zeichnet sich jeder Track durch seinen eigenen Stil aus.
Die ersten beiden Tracks sind »Dub Resurrection« und »Dub & Flames«, die vom österreichischen Label Anaves Music produziert wurden. Der dritte Track ist das bereits bekannte und von Gaudi produzierte »I Wanna Dub«, das schon als Preview mit dem Originaltrack veröffentlicht wurde. »Dub Music« featured den englischen Künstlers Brother Culture und wurde von Dub Tree produziert. »Show Dub« featured den senegalesischen Künstler Ombre Zion und wurde von Nico Roccamo produziert. Der meisterhafte »Dub for the Rights« wurde von Paolo Baldini DubFiles produziert, der den Track in seinem unverwechselbaren Stil gedubbed hat, der ihn seit einigen Jahren auszeichnet. Der letzte Dub-Track des Albums ist »Key To Dub«, produziert von Buriman, dem Reggae & Dub-Produzenten und Mitbegründer des Projektes Moa Anbessa, dessen Dubplates und Veröffentlichungen regelmäßig von Top-Soundsystems wie Jah Shaka und Aba Shanti gespielt wurden/werden.
Alles in allem ein sehr schönes, modernes One-Drop-Reggae-Album auf der einen Seite mit kraftvollem Steppers-Stil auf der anderen.
Das vorliegende Werk wurde vom italienischen Komponisten, Musiker, DJ und Produzenten Walter Buonanno alias Walter Bonnot gemastert.

Bewertung: 4 von 5.
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Interview

Interview with Tropical DUB Connection

Your name: Tomas Kroutil aka DubT
You live in: Tangalle, Sri Lanka
Title of your last album: Raabta Dub

What is your personal definition of dub? 
Dub music, to me, is essentially a studio reimagining or deconstruction of a track or song. It emphasizes the drum and bass, employing effects like delay, echo, and reverb to unveil a deeper, more atmospheric, or meditative dimension of the original piece.

What makes a good dub? 
A solid groove is foundational, but it’s the originality in the studio approach that truly defines a good dub. This includes introducing dynamic shifts and unexpected moments in the mix, enriching the listening experience.

Which aspects of dub music fascinate you the most?
The unique atmosphere of dub music – its depth, space, and the hypnotic, almost mystical vibe – is what fascinates me the most. It’s an immersive experience that transports the listener.

How did you discover your passion for dub, and how have you and your music evolved since then? 
My journey into dub began with reggae music. I was instantly drawn to the dub elements and the sparse drum and bass sections found in almost all reggae songs, especially live versions. This fascination has guided my musical evolution.

What does the creation process of a typical dub track of yours look like?
It all starts with an idea or concept. The Tropical DUB Connection project is based on applying the dub principles on various genres. I begin by choosing a genre – be it Indian, African, Latin, etc. – and envision transforming it into dub. The process involves finding intriguing sounds, rhythm patterns, and melodies. I play and record almost every string instrument, including ethnic ones, along with keys and percussions. Sometimes, it involves extensive searching in sound libraries and working with samples. After establishing the riddim and layering all instruments and vocals, the fun begins with applying FX and mixing, leading to the final mix and master.

When are you satisfied with a dub track you have produced?
I’m satisfied when everything sounds clear and crisp. If, after listening in various situations and with fresh ears, I feel nothing more needs to be added, the track is complete.

What is the most important thing when producing dub?
Remembering the foundation is crucial: a good drum and bass groove and maintaining musicality before getting carried away with effects.

You also work with singers (or sing yourself). When do you decide to turn your production into a song, and when does it stay a dub?
Most of the time mainly due to lack of possibilities and ocassions, I’m working with samples and acapellas from various sources. Voices, much like the message they convey, are treated as another instrument in the mix. I’m open to collaborations and have plans for projects involving live vocalists.

Basically speaking: Do you prefer songs or dubs? Why?
My preference varies. As a listener, I enjoy a wide range of genres equally. As a producer, I ensure dub elements are prominent, regardless of the project.

How is the situation of dub music in your country?
In Sri Lanka, where I currently reside, the dub scene is virtually non-existent. However, in my home country, the Czech Republic, the scene is vibrant with regular events and talented producers.

What is your unique strength in music production?
I believe my gift lies in vision and musical ideas, particularly in blending diverse elements harmoniously.

Which album do you consider your best?
It’s difficult to self-assess, but based on audience reception, Dubbin’ La Cumbia vol 1 has been well-received. I’m currently working on the sequel, aiming for a release at the end of March 2024.

Are you able to make a living with your music?
Barely. Luckily having other things going on. Give thanks.

Which aspects of music production do you enjoy the most?
The entire creative process, especially when separate tracks begin to groove together, is what I find most fulfilling.

What do you hate in the studio?
Hours of sitting.

When you’re not working on dubs, what do you like to do the most?
I enjoy immersing myself in nature, meditating, reading, and traveling.

What music do you listen to besides dub?
Quite a wide variety of genres. From all kind of world music, mainly African, Latin and Indian to RnB, Jazz, Soul, Blues. All the way to Sri Lankan pop music which I’m naturally exposed by living here with my wife.

If money and time were no object: What project would you like to realize?
I’d love to collaborate with musicians from Africa, India, and Jamaica to create a unique, dub-infused production akin to Real World Studios’ style.

Are there any Sound System events that you particularly like to attend? Why?
In Europe, I’d choose King Shiloh events for their memorable experiences, though my performance focus has been more with bands.

What do you prefer: studio work or Sound System performance?
While I enjoy occasional gigs in local beach bars, I feel more at home in the studio environment.

Who do you think is the greatest dub artist of all time?
Hard to pick one, but if it has to be a one, would say Lee »Scratch« Perry.

And who is the most interesting dub artist currently?
Equally hard. And same time not that much aware of some on the youngest generation, so I would name a living legend: Adrian Sherwood.

Which Sound System do you appreciate the most?
Jah Shaka – real foundation.

What are your personal top 5 dub albums?
Easy Star Allstars: Dub Side Of The Moon
Dub Syndicate: Fear of the Green Planet
Lee Scratch Perry: Blackboard Jungle Dub
Israel Vibration: Dub Vibration
Suns Of Arqa: Jaggernaut Whirling Dub

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Vibronics: Woman On A Mission 2

2018 veröffentlichte Steve Vibronics ein Album, für das er ausschließlich Sängerinnen eingeladen hatte, Vocals zu seinen Produktionen beizusteuern. Es trug den programmatischen Titel „Woman on a Mission“ und sollte das Schlaglicht auf weibliche Protagonistinnen in der UK-Soundsystem-Szene werfen. Denn wie generell im Roots-Reggae, im Dub und weitgehend sogar in der Dancehall-Szene sind weibliche Artists dramatisch unterrepräsentiert. Also eine wirklich gut gemeinte Aktion des UK-Dub-Urgesteins. Leider war das musikalische Ergebnis seiner Bemühungen nicht wirklich gut gelungen. Viel schwerer wog aber aus meiner Sicht, dass die hier versammelten Sängerinnen eben genau das waren: Sängerinnen. Wo blieben die Produzentinnen und weiblichen Sound System-Betreiberinnen? Nun, sechs Jahre später, erscheinen die beiden Alben „Woman On A Mission 2“ und „Woman On A Mission 2 – The Dub Mixes“ (Scoops Records) und beheben diesen Schönheitsfehler eindrucksvoll. Zwar sind die ersten vier Tracks von „Woman On A Mission 2“ ebenfalls wieder Vocal-Tracks – diesmal mit Carroll Thompson, Sandra Cross, Marina P und den Sisters in Dub an den Mikrophonen, aber die verbleibenden acht Tracks sind lupenreine Dubs, produziert von weiblichen Protagonistinnen der internationalen Dub-Szene – Steve Vibronics summiert sie unter „The Riddim Makers“. Namentlich handelt es sich um Sista Habesha aus Italien, Empress Shema aus dem UK, Vanya O’hnec, Red Astrid Soul Steppa von den Philippinen und Koko Vega aus Spanien. Unklar bleibt, ob diese Produzentinnen ihr Material in das Vibronics-Studio mitbrachten oder vor Ort gemeinsam mit Steve Vibronics Tracks entwickelten. Das Ergebnis ist jedoch beeindruckend kohärent und trägt trotz der geographischen Vielfalt deutlich die Handschrift des UK-Dub. Das wiederum hat zur Folge, dass sich trotz des vorbildlichen Engagements mit dem Album kein Innovationspreis gewinnen lässt – auf einem Sound System-Gig ließe sich mit den Steppers-Tracks hingegen mächtig für Furore sorgen. Obgleich es sich bei acht der zwölf hier versammelten Tracks bereits um Dubs handelt, gibt es ein explizites Dub-Album-Pendant unter dem Titel „The Dub Mixes“. Wie zu erwarten, klingt hier alles noch einmal eine Ecke härter, noch mehr nach vier Uhr morgens in einer Sound System Night, mehr Hall, mehr Bass und halsbrecherische Mixes. Natürlich gilt es hier, den vier Vocal-Tracks zu entsagen, aber deren Dub-Reinkarnation ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Leider gibt es die „Dub Mixes“ nicht im Stream, sodass ihr Genuss mit 10 britischen Pfund erkauft werden muss, was sie wahrscheinlich zu einem exklusiven Hörvergnügen machen wird.

Bewertung: 3.5 von 5.
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Ras Teo: Ion Man in Dub

Was erwartet man wohl von einem Album, bei dem sich Lone Ark, Zion High und I Grade (sprich: Roberto Sanchez, David Goldfine und Laurent Alfred) die Hand geben? So ziemlich die Roots-Granate schlechthin – noch dazu wo es sich um den neuen Release von Ras Teo handelt, der mittlerweile vom Rezensenten und – wie man hört – in der Community geschätzt wird. Und das Teil gibt’s kommt auch noch mit feinster Artwork: einem klassischen Portrait des Kaisers von Äthiopien – wann hat man sowas zuletzt in solch‘ schöner Aufmachung gesehen?

Deshalb geich vorweg: Ras Teo’s neuer Release „Ion Man in Dub“ (Forward Bound Records) und das entsprechende Vokal-Album „Ion Man“ erfüllen durchaus die hohen Erwartungen: Die Produktion ist 1A – nicht weichgespült wie so manche neuere I-Grade Produktion, sondern schön griffig; sie bedient sich klassisch anmutenden Arrangements und kann mit Extras wie feinen Bläsersätzen und wunderbaren Querflöten-Passagen aufwarten. Auch David Goldfine‘s dynamischer Dub-Mix ist gediegenes Handwerk – ohne zukunftsweisende Gimmicks, aber einem Echo, das reichlich eingesetzt und punktgenauer nicht sitzen könnte; der Hall unterstützt die passenden Passagen wohldosiert. Kurzum: Allein produktionstechnisch wäre das Ganze schon ein Fall für eine 5-Sterne-Rezension, wenn… ja wenn da nicht die Fade-outs wären. Die sind ja wohl mittlerweile ein No-go, wer macht die noch? Gerade bei Dub-Tunes sind Fade-outs eine Schande, wo sich doch Effekte en masse anbieten, um einen dubbigen Schlussakkord zu setzen. Also bitte: Das muss nun wirklich nicht mehr sein.

Wir beschäftigen uns hier zwar mit Dub, ich möchte aber trotzdem eine Lanze für das Vokal-Album „Ion Man“ (Forward Bound Records) brechen: Nicht nur Ras Teo’s samtweicher Gesang hat sich weiterentwickelt – man beachte etwa die wunderbar übereinander gelegten Backing-Vocals; auch sein Songwriting hat ein neues Niveau erreicht und langt schon an das von Ijahman Levi heran. Als eindrucksvolles Beispiel sei der Track „Hard Fe Ketch“ genannt, der ebenso gut auf einem Ijahman-Album hätte erscheinen können. Auch hier: 5 Sterne-Material, wenn… ja wenn da nicht wieder die ungeliebten Fade-outs wären, siehe oben: No-go.

Unter’m Strich haben wir’s mit zwei feinen Roots-Alben zu tun, die süchtig machen und beim Rezensenten zur Zeit gefühlt rund um die Uhr laufen. „Ion Man in Dub“ ist aktuell leider nur eingeschränkt über bandcamp erhältlich; das Vokal-Album „Ion Man“ hingegen hat den großen Release erhalten und ist quasi auf allen digitalen Plattformen zu finden. Sämtliche Daumen hoch für beide Releases – aber ein kleiner Sterne-Abzug für obiges Ungemach.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Youthie & Macca Dread: Gecko Tones

Youthie und Macca Dread setzen mit ihrem neuen Album „Gecko Tones“ (Youthie Records) nahtlos dort an, wo sie mit „The Roots Explorers“ aufgehört haben, das wiederum dort anknüpfte, wo die beiden mit „Nomad Skank“ zuvor stehen geblieben waren. Diese Kontinuität sollte nicht als Stagnation missverstanden werden. Die Multiinstrumentalistin Youthie und der Riddim-Maker Macca Dread setzen ihre Zusammenarbeit einfach auf dem gleichen hohen Niveau fort. Die 44 Tracks der drei Alben könnten in einer einzigen ausgedehnten Session entstanden sein. Ich ahne es schon: Meine Worte können nicht ohne eine leichte Kritik gelesen werden, da oft die allgemeine Erwartung besteht, dass sich alles ständig weiterentwickeln und verbessern muss. Doch für uns Freunde des Dub ist klar: Gutes bleibt. Und dies muss man den beiden Franzosen wirklich zuschreiben: Was sie tun, ist wirklich, wirklich gut. Eine Veränderung könnte diesen Status der Perfektion gefährden. Daher bin ich dankbar dafür, dass Macca Dread für „Gecko Tones“ ebenso kraftvolle Rhythmen produziert hat wie für die Alben zuvor und und das Youthie ihr Instrumentalspiel dazu abliefert, wie es kongenialer nicht sein könnte. In jeder Note ist zu hören, dass Juliette Bourdeix aka Youthie, die klassisch an der Trompete ausgebildet wurde, nicht nur ihr Handwerk beherrscht, sondern den Reggae bis ins Mark verinnerlicht hat. Ihre Trompete, gelegentlich auch Querflöte oder Akkordeon, spielt nicht stumpf über die Rhythms – wie nicht selten bei Reggae-Instrumentalalben zu hören ist –, sondern MIT ihm. Youthie spürt den Vibe des Reggae auf eine Weise, die nur einer wahren Liebhaberin dieses Genres möglich ist, und verwebt ihr Spiel mit den Beats zu einer untrennbaren Einheit. Youthie und Macca Dread haben hier wahre Instrumental-„Songs“ geschaffen, in denen sich Rhythms und Lead-Instrument perfekt ergänzen und miteinander interagieren. Das Ergebnis sind vollkommen stimmige Instrumentalstücke, wie man sie im Reggae nicht allzu oft hört. Geschickt ist auch, wie Youthie von Track zu Track die Instrumente wechselt und so für viel Abwechslung sorgt. Sie lässt auch Musikstile verschiedener Kulturen anklingen, was das Hörerlebnis des Albums zu einer kleinen Reise macht, die uns vor allem nach Osteuropa in den Balkan führt. Dabei findet sie stets wunderschöne Melodien, die ihre Stücke prägen und einzigartig machen. Doch die Musik von Youthie könnte ihre Magie nicht entfalten ohne die absolut brillanten Produktionen von Macca Dread. Auch ihm gelingt es, abwechslungsreiche Tracks zu komponieren, die er vollständig selbst analog einspielt und sie in einem dynamischen, crispen Klanggewand zu produzieren. Wer nun noch darüber meckert, dass es keinen „richtigen“ Dub-Mix gibt, sollte sich in die Ecke stellen und schämen.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Menotti HiFi: YKSI

Es gibt ein neues Kind im Viertel: Menotti HiFi. Drei Musiker aus Münster, Thomas Hoppe (Drums), Gudze (Bass) und Arne Piri (Keyboard) bilden das Trio, von dem zwei der Akteure bereits Mitglieder der Senior Allstars waren. Nach drei Jahren Jam Sessions, Experimentieren und Sound-Findung, legen sie nun ihr Debutalbum vor: „YKSI“ (Vinyl Only Records). Name und Herkunft der Band verweisen auf Dub – und doch verstehen die drei sich nicht als „Dub Act“. Sie klingen (nach eigener Aussage), als würden die Beastie Boys ein Instrumental-Album in Lee Perry’s Black Ark Studio aufnehmen. Da die Beastie Boys bekanntlich keinen Reggae gespielt haben, dürfte klar sein, dass wir es hier mit einem Sound ziemlich am Rande des Genres zu tun haben – was ja ganz erfrischend sein kann. Für mich klingt es nach Rock und Breakbeat, gespielt und verarbeitet nach dem Konzept von Dub. Schwer genauer zu beschreiben und ebenso schwer, es zu bewerten, da die klaren Referenzen fehlen. Am besten, ihr hört mal selbst rein.

Bewertung: 3.5 von 5.