Die UK-Dub-Pioniere der 1990er Jahre werden alt und reichen den Staffelstab an ihren Nachwuchs weiter: Mad Professor, Aba Shanti I, Jah Shaka und auch Alpha & Omega. Bei letzteren übernimmt Sohn Ben die Position von Vater John Sprosen, während seine Tante Christine Woodbridge unverdrossen weiter den Bass spielt. Das neue, alte Duo gab sich dazu den passend programmatischen Namen „Dub Dynasty“. Im April hat die Dynastie mit „Holy Cow“ (Steppas Records) ihr neues, drittes Album vorgelegt. Ein mächtiges Werk, das einem Bass-Tsunami gleicht, der sich unaufhaltsam durch den Küstendschungel eines exotischen Landes wälzt. Die Bassdrum marschiert, der Bass dröhnt und darüber erklingen mystische Urwald-Sounds und Melodien fremder Länder. Ein magischer, hypnotischer Sound, der unverkennbar dem Konzept von Alpha & Omega folgt, letztlich aber klarer und differenzierter und zweifellos auch dynamischer ist. Ein echter Evolutionsschritt. Doch die Holy Cow lässt sich nicht nur auf Sound reduzieren, denn das Album bietet auch richtig starke Kompositionen, nicht selten markante Melodien und gelegentlich sogar sehr schöne Vocal-Beiträge. Insgesamt gibt’s 19 Tracks zu hören, wovon acht Dub-Versions der vorangegangenen Dubs sind. Also: Dub galore und das auf höchstem Niveau.
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