Und da reiten sie wieder: Dub Spencer und Trance Hill! Ihr neues Album trägt den schönen Titel „Physical Echoes“ (Echo Beach), der gewiss auf die geradezu physische Hörerfahrung anspielt, die ihre gewaltigen Bassfrequenzen stets ermöglichen. Typisch für die vier Schweizer ist ihr minimalistischer, handgespielter Dub-Sound, der nicht selten psychedelisch, trance-hafte Züge annimmt. Ihr neustes Werk baut auch auf diesem soliden Fundament, doch scheint die hierauf errichtete Sound-Architektur einen kleinen Evolutionssprung zu vollziehen. Der raue, rockige Charme ihrer früheren Alben weicht hier einem stärker elektronisch geprägten Klang. Die ganze Anmutung wirkt dichter, intensiver und noch „dubbiger“. Im Kontrast dazu gibt es aber auch geradezu beschwingte, melodiöse Dubs, wie „Polar“ oder „Wanna Ride“ und mit „Hyperactive Echo“ sogar so etwas wie Dub-Funk. Es ist also gar nicht so einfach, das Album auf den Punkt zu bringen. Mir scheint, dass die Jungs hier die Tür zu etwas neuem aufstoßen, ohne schon komplett hindurch gegangen zu sein. Und mir scheint auch, dass das, was da kommt, verdammt gut sein wird – denn „Physical Echoes“ zählt für mich schon zu den spannendsten Alben des Dub-Quartetts.
![]()










