
Neben seinem Projekt „Dub Dynasty“, das Alpha Steppa zusammen mit seiner Tante Christine Woodbridge betreibt, publiziert er auch Solo-Alben unter seinem eigenen Namen. Der Name ist ein anderer, doch der Sound unterscheidet sich nicht sonderlich vom Dub Dynasty-Sound (so wie dieser sich wiederum nicht viel vom Alpha & Omega-Sound unterscheidet) – was aber eigentlich eine gute Nachricht ist. Sein neustes Werk trägt den Titel: „Rooted & Grounded“ (Steppas Records) und folgt einem einfachen und gerade deshalb starken Prinzip: Dub ist das Standbein, exotische Sounds das Spielbein. Ersteres steht fest auf dem Bass-Fundament, letzteres überschreitet die Grenze des eigenen, vertrauten Kulturkreises und tritt ein in fremde Klang-Kosmen, in alte, tief verwurzelte Musiktraditionen. Es lässt sich nicht anders sagen: Dub harmoniert einfach perfekt mit Worldmusic. Nicht zuletzt deshalb sind die Dubs von Alpha Steppa schlichtweg magisch. Was Papa und Tantchen früher schon gelungen war, wird vom Sprössling mit seinen besten Tunes noch einmal gesteigert. Doch leider packte er auch nicht ganz so gelungene Stücke auf’s Album, was die Qualität etwas verwässert. Schade, hier hätte er etwas kritischer auswählen können (12 statt 24 Tracks hätten es auch getan). Das hätte ihm dann noch das Sternchen hinter der ohnehin mit Bravour erzielten Einsplus eingebracht.
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