Das letzte Album von Weeding Dub, war meine Sache nicht. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und der Dub-Produzent aus dem französischen Lille hatte Zeit seine Skills zu verbessern. Nun liegt sein neues Opus vor: „Still Looking For“ (Wise & Dubwise) und ich muss sagen: Wow, der Bursche nimmt keine Gefangenen! Nannte er zuletzt noch Mad Professor als Einfluss, so dürfte er jetzt eher Kanka, Vibronics oder Iration Steppas nennen. Entsprechend simple sind seine Beats gebaut – doch in der Einfachheit liegt die Kraft. Der erste Track beginnt als Wolf im Schafspelz mit einem klassischen Cello-Quartett, das unversehens in eine Drum und Bass-Orgie mündet, die Streicher zum Lead-Instrument werden lässt und mich ganz enorm an die frühere Aufnahme der Twinkle Brothers, „Inna Higher Heights“ erinnert. Es folgen fünf hart gesottene Vocal-Tracks und dann sechs amtliche Steppers-Dubs, die zeigen, wo der Hammer hängt. Eigentlich machen solche Dubs erst im Sound-System so richtig Spaß, doch wer – wie ich natürlich – ordentlich große Boxen sein Eigen nennt und zusätzlich – wie ich – noch einen Subwoofer befeuert, der kann sich auch in den eigenen vier Wänden von den brachialen Weeding-Beats betören lassen, sofern die Statik und der Nachbar mitspielen.
![]()









