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Dubblog Jahres-Charts 2022

Es ist wieder so weit: Wir servieren euch unsere Dub-Top 5 des zu Ende gehenden Jahres. Wie ihr seht, zählt bei uns Diversity. Wie sollte es bei einem so facettenreichem Genre auch anders sein? Wir sind auf eure Kommentare gespannt.

Top 5 von René

Horace Andy: Midnight Scorchers

Ein Dub-Treatment von Adrian Sherwood, das weit über die Grenzen von Dub hinaus geht.

Mysticwood: The Mystic Way of Dub

Volle Arrangements, schöne Basslines, klassische Dub-Techniken und analoges Equipment – eine Schweizer Qualitätsproduktion.

Death by Dub: Abundance

Ein Album mit wunderschönen Bläsermelodien, inspiriert komponiert und perfekt produziert. Hier stimmt alles.

JonQuan & Associates

Doppelpack bestehend aus Vocal-Versions und Dubs. Produziert und gemixt von Victor Rice. Der authentische Klang echter Instrumente ist erfrischend und die Kunst der Musiker beeindruckend.

Errol Brown & The Revolutionaries: Conference Dub

Hier ist einer der großen alten Meister des Dub an den Reglern, der stets im Schatten von Tubby & Co. stand. Doch nicht nur die Mixes sind groß, auch die Produktionen.

Top 5 von Ras Vorbei

Ambient Warrior: Dub Journey’s

Schön, dass es noch Labels gibt, die es sich zur Aufgabe machen, solch äußerst seltene, einzigartige Dub-Klänge vor der Vergessenheit zu bewahren.

Sabab presents: Dubplate Pirate

Riddims for Eternity! Von Sabab kongenial neu bearbeitete Klassiker.

Horace Andy: Midnight Scorchers

Über 40 Jahre sagenhafter und einzigartiger On .U Sound. So geht der etwas andersgeartete Dub.

Eeyun & The Co-Operators – Vibrations from the Bionic Tabernacle

Da wurde es auch höchste Zeit. Endlich ein paar fantastische Dubs zu den wunderbaren Vokal-Vorlagen aus Bristol.

Black Uhuru: Taxi Trax

Ultra rare A-Sides, Dubs und Dubplates aus der stärksten Phase der besten Black Uhuru, die es je gab.

Top 5 von Helmut

The Soul Revivers: Grove Dub

Geprägt vom Nu-Jazz Londons und den goldenen Jahren der Roots-Ära hat Nick Manasseh mit „On The Grove“ das schönste Reggae-Album des Jahres abgeliefert. „Grove Dub“ ist das ebenbürtige Pendant.

Boris Gardiner Happening: Super Ultra Dub Vol. 1

Zwei unauffindbare, rätselhafte und unbezahlbare LPs kommen ans Tageslicht. Niemand weiß, wer sie wo gemischt hat. Auch die meisten Vocaltunes dazu lassen sich nicht herausfinden.

Boris Gardiner Happening: Ultra Roots Dub Vol. 2

Beide Ultra-LPs stammen aus den Mittsiebzigern. Das Enigmatische und die ungelösten Fragen sorgen für Faszination. Der restaurierte Sound ist fantastisch. Die Rätsel bleiben.

Rockers All Stars: Chanting Dub With The Help Of The Father

Ein Reissue von 1978. Nicht die beste Pressung, was aber bei den mit voller Breitseite von Prince Jammy bei King Tubby gemischten Dubs untergeht.

Paolo Baldini Dubfiles: L.A.B in DUB

Paolo Baldini beherrscht derzeit die Klaviatur von Effekten und On & Offs wie kein zweiter. Das Artwork mit seiner Reminiszenz an Linton Kwesi Johnsons „LKJ in DUB“ von 1980 sorgt für den Platz in der Top 5.

Top 5 von gtk

Dub Vallila: Katakom Beat

Die Überraschung 2022 schlechthin: Die Finnen können auch Reggae! In diesem Fall sind es Instrumentals, die von einer hervorragenden Horn-Section, aber auch wunderbaren Dub-Effekten, Marke King Tubby, profitieren.

Joe Yorke: Noise and Emptiness

Ein überraschendes Debut-Album, das auf einprägsame Riddims, Yorke’s tonsicheres Falsetto und feine Bläsersätze setzt. Das Ganze im besten Sinne zurückhaltend distinguiert – wie es der vermeintliche Ruf der Briten halt so verlangt.

Gaudi + Savona: Havana Meets Kingston in Dub

Gaudi entblättert Tracks der viel zu üppigen geratenen „Havanna Meets Kingston“-Alben. Was bleibt sind wunderbar erschlankte Dubs, die Drums, Bass und gelungene Hooklines in den Mittelpunkt stellen.

Horace Andy: Midnight Scorchers

Adrian Sherwood wendet sich nach einigen Ausflügen in genrefremde Gefilde endlich wieder dem Dub zu: Glänzend aufpolierte Remixes zeichnen dieses Companion-Album zum Vocal-Release „Midnight Rocker“ aus.

LAB: In Dub

Ein Album, dass sich einzig & allein & nur aufgrund des feinen Dub-Mixes von Paolo Baldini in die Top 5 geschlichen hat. Das ist umso bemerkenswerter, als die Originale das Prädikat aalglatter Pop-Reggae verdienen.

12 Antworten auf „Dubblog Jahres-Charts 2022“

Wie immer sehr interessant zu sehen, was am Jahresende die subjektiven Favoriten sind. Und schön, dass die persönlichen Favoriten so divers ausfallen.
Auch ich habe mir da so meine Gedanken gemacht (das gerade eine Momentaufnahme, die sich durchaus wieder ändern könnte):

– Joe Yorke – Noise and Emptiness
– Don Peyote – Reggae Style -Anthology 2004/2022
– Tropica DUB Connection – Irie Selection Vol. 1
– Horace Andy – Midnight Scorchers
– Mad Professor – Covidub Illusion – Dub You Crazy 20-22

Und unbedingt erwähnen möchte ich „meinen“ Riddim des Jahres:
Lion’s Den – Blaxploitation Riddim, der Song „Dem A Kill We“ von Micah Shemaiah ist mein absoluter Lieblingssong des Jahres, natürlich immer in Kombination mit der Dub-Version (die beiden hab ich sicherlich schon hundert Mal gehört und es wird einfach nie langweilig!)… Ist leider kein klassischer Album-Release, aber wirklich top und sehr zu empfehlen!

Hey Philipp !

Ich brauch mal wieder Hilfe !

„Don Peyote – Reggae Style …………….“ sagte mir gar nix. Wenn ich das so „copypaste“ lande ich z.B. bei youtube bei einem Konzert von Horace Andy mit der Dub Asante Band. Is ja nicht schlecht aber ich denke ich habe hier mal wieder einen Grund mehr, mich über das i-net aufzuregen. Wieso komme ich im Jahr 2023 noch weniger klar, als all die Jahre zuvor. Sonst hat mich „copy – paste“ IMMER (!) zum Ziel geführt. Oder habe ich mir ein fröhliches NeujahrsVirus eingefangen ?
Wenn du etwas Empathie für mich übrig hast, schick doch mal nen konkretes
Link zu der Scheibe ( oder was auch immer ).

„Bedaankt“ im Voraus ………………. lemmi

Yo ! Danke Philipp !
Is auf jeden Fall auch guter Dub für mich. Schön psychodelisch und rhythmisch auch recht experrymentell.
Aber kaufen würde ich nur Vinyl zum korrekten nice Price oder eben auch ne CD.
Meine Mühlen mahlen sehr langsam ( soon come is meine devise ) und ich schaffe es vielleicht in diesem Jahr mir mal so ne externe Festplatte oder noch lieber n´ Laptop nur für Musik anzuschaffen.
Aber mir graust schon bei dem Gedanken wieviel Zeit ich wieder verschwenden werde, um das alles easy zum Laufen zu bekommen.
Ich kann eigentlich nur Cd oder Vinyl für das andere Medium bin ich viel zu faul oder – was ich auch befürchte – einfach nur zu blöd.

Ich habe da so gewisse Schranken im Kopf. Und Schranken sind nun mal nicht immer geöffnet. Aber ich kann sogar noch Cassette ;-)
Das muss mir son´ ComputerFreak erst mal nachmachen ;-)

Auf jeden Fall Danke Philipp ! Geile Dubs …………………. lemmi

Super gute Auswahl von euch, auch weil ich mich darin mit meinen Tops dieses Jahr gut wiederfinde. Die beiden Boris Gardiner feiere ich schwer ab und zum Jahresende noch die Black Uhuru Taxi Trax… Das Jahr 2022 war in Sachen DUB gut zu mir/uns. Das sich alle immer noch auf Adrian Sherwood Releases einigen können erfüllt mich mit Wärme. Beeindruckend auf welchem hohen Niveau die Veröffentlichungen sind. Über die Plattenpreise könnten wir noch sprechen… 40 Euro für eine Vinylscheibe… puh…
Analog zu Philipp möchte auch ich noch zwei Alben erwähnen, die mir 2022 außerhalb des Dub Kosmos sehr gut gefallen haben, als da wäre das neue Holly Cook Album und das von KOFFEE. Habe ich beide viel und gerne gehört.

Auch das Buch Dub Conference hat mein Herz mit Freude und einer Menge an Basiswissen erfüllt. Danke dafür!

Abschließen möchte ich mit einer Frage/Bitte: Falls jemand weiß, wo ich bezahlbar noch die Joe Yorke Noise And Emptiness bekommen kann? Das ging sogar mir zu schnell, so fix war das Vinyl ausverkauft. Bei Discogs isses jetzt bereits explodiert (über 100 Euro werden aufgerufen…). Im besten Fall wird im neuen Jahr nachgepresst (auch Infos hierzu sind gern gesehen).

Dann wünsche ich hier allen und insbesondere der gesamten Dubblog Crew einen juten Rutsch…

Hätte Andi es nicht getan, wäre es von mir gekommen, aber ich möchte es doch nochmal unterstreichen und erläutern. Helmuts „Dub Konferenz“ gehört zu den Dub-Highlights des Jahres!
Es gelingt dem Autor hier etwas, das ich bei vielen Büchern über Musikgeschichte vermisse: auch wirklich eine Geschichte zu erzählen.
Ich hatte erwartet, eine Interview-Sammlung zu bekommen (auch cool bei solchen Gesprächspartnern), aber diese sind so wunderbar und sinnvoll in die Erzählung eingeflochten, dass das Werk eine einzige Freude ist.
Dazu hat Helmut eine – seine – Haltung zu Dub, die geprägt ist von seiner Tontechnik-Erfahrung, was dem Buch einen sehr eigenständigen Charakter verleiht.

Ganz herzlichen Dank dafür!

Und noch was, Andi: Ich habe Joe Yorke bei einem französischen Versand noch gefunden. Du musst dort einen Account erstellen, sonst funktioniert das Bestellen nach Deutschland nicht. Ist leicht frickelig auf französisch, klappt aber. Kostet dann inklu Versand 35 Euro, und angeblich haben sie noch vier. Ich habe sie gerade bestellt.

http://www.fnac.com

„Über die Plattenpreise könnten wir noch sprechen… 40 Euro für eine Vinylscheibe… puh…“

Ich würde sagen „BUH“ ! Babylon bullshit !

„Das ging sogar mir zu schnell, so fix war das Vinyl ausverkauft. Bei Discogs isses jetzt bereits explodiert (über 100 Euro werden aufgerufen…). Im besten Fall wird im neuen Jahr nachgepresst …“

100 euro geht schon in Richtung finanzfaschismus. Sowas in der ReggaeScene finde ich einfach nur heuchlerisch. Die Begriffe, die mir sonst noch dazu einfallen, kann ( darf ) ich hier bestimmt nicht hinschreiben.
Das geht doch alles auf Kosten der Kunst und in unserem falle auf Kosten der guten Musik. Mir tun´ da die Produzenten´echt Leid. Ich ban da jedenfalls ganz „easy“ drauf. Wenn mir die Preise „zu bunt“ werden sage ich ganz cool, „dann hört euch die Musik eben alleine an.
Offensichtlich ist das ganze geschäft mal wider in die falschen Hände geraten. Es wird nicht von MusikFreaks unternommen, sondern von a-löchern die mit Musik gar nix am Hut haben und die sich lieber das Geräusch anhören, wenn sich die Hunderter aneinanderreiben ( an ein ander reiben oder ….. ? deutsch nix gut ).

Wollte nur mal wieder meinem Unmut über die „Entwicklung der Menschheit“
kundtun.
( Die sollen das Plastik aus dem Meer holen und dann mit Cannabis veredeln, so das man dann richtig schöne, bunte Reggae und Dub Platten in einem Kaleidoskop aus Farben drucken kann. Und wenn einem die Scheibe dann irgendwann doch nicht mehr gefallen sollte – was ich bei Reggae und Dubfans ausschließe – kann man sie eventuell sogar noch aufrauchen. Ich weiß jetzt aber selbst noch nicht so genau, wie meine Lunge mit Plastik klarkommt …… )

So long ……………. lemmi

Ja, ein frohes neues Jahr and a happy new year erst mal !

Auch ich bin hocherfreut, das ich mich auch in euren Top 5 2022 wiederfinde. Mmmmh, das klingt ja jetzt so, als ob ich in euren Top 5 währe. Nein, ich meine natürlich, das ich größtenteils auch mit euren Top 5 d´accord bin, wie es so schön heißt.
Ganz besonders bin ich natürlich mit Platz 1 von René zufrieden. Also ihr wisst schon, ich meine DIE SCHEIBE, die auch bei René auf Platz 1 steht, bzw. „manifstiert“ ist. Für mich ganz klar das DubEreignis 2022. Sowohl die Vocal-Scheibe (!) als auch die Vocal-Dub-Toast-Scheibe ( hehe Toast-Scheibe ) von Horace Andy mit einer erlesenen On .U Sound Kru ( Crew ), war mein Musik – HighLight 2022 ! Und es freut mich sehr, das dieses Werk auch bei euch in den Top 5 auftaucht. Bei Helmut kommt sie wohl erst auf Platz 6 ;-). Das ist auch egal, zumal es mich ebenso extrem freut, das bei Helmut die „Grove Dub“ von den Soul Revivers auf Platz 1 ( bzw. ganz links gleich als erstes ) aufgezählt wurde. Das hätte ich nicht erwartet, da es hier im DubBlog weder eine Rezension noch irgendeine andere Erwähnung zu diesem High Grade Album gab. Naja, immerhin ist sie nicht komplett unter dem Dub-Radar hindurchgeflogen, so das ich wenigstens dort meiner Begeisterung für diese fantastischen Dubs, bzw. für diese souveräne High-Grade-Music etwas Luft verschaffen konnte. „Havana meets Kingston In Dub“ taucht nur noch bei gtk in den Top 5 auf. Nun, bei mir jedenfalls auch ! Ebenfalls nicht einfach nur ne DubScheibe, sondern ein echtes „Werk mit Autor“, bzw. einer ganzen Reihe von erstklasigen Könnern, sowohl an den Instrumenten als auch am Mischpult. Bei RasVorbei finde ich ebenfalls eine Schnittmenge
mit meinen musikalischen Vorlieben und ganz besonders die „DubPlate Pirate“ von Sabab muss einfach ebenfalls in eine ganz spezielle Top 5 Box. Und dabei wird meine Krux leider wieder etwas deutlicher. Denn ich kann diese fantastischen Dubs und vor allem Riddims nicht in eine Box packen. Es handelt sich mal wider nur um Daten.
Daher habe ich zwei Top 5 Dub-Listen für 2022. Eine seriöse, die dem Computer auch mal ne Pause gönnt und eben eine für ComputerNerds, wo das ding eben Tag und Nacht läuft.
Auch wenn s vielleicht niemanden interessiert, ich habe das Bedürfnis, es euch mitzuteilen :

1.) „Midnight Scorcher“ Horace Andy meets On .U Sound //// Sabab „DubPlate Pirates“ Files
2.) „Grove Dub“ The Soul Revivers“ //// „Havanna meets Kingston“ Files
3.) „Covidub Illusion“ Mad Professor //// Arky Starch „Bass It Up“ Files
4.) „Imago Cells“ D.S.T.H. //// Jon Quan meets Victor Rice „Easy Star Meets Jonquan and Associates“ Files
5.) „Dub Showcase“ Jah Schulz //// „The Roots Explorers“ Youthie Files

Und wie immer tut es mir Leid, das ich nicht alle Files und Scheiben nochmal erwähnen konnte, die mir musikalisch geholfen haben, das Jahr 2022 gut – ja im Nachhinein sogar wieder sehr gut – zu überstehen. Es gab noch jede Menge mehr sehr gute Dub-Scheiben ( die ich alle nicht bekommen habe, so wie z.B. die Taxi Tracks von Black Uhuru oder die von Vibronics mit Mafia and Fluxy- die allerdings nun doch unterwegs sein dürfte ). Bei den Taxi Tracks hält sich meine Enttäuschung aber in Grenzen, da ich in Sachen Black Uhuru wirklich sehr gut aufgestellt bin. Bei dem DoppelAlbum hätte ich auch locker 40 „eurazien“ berappt und hätte eventuell nur ca 15 Minuten wirklich „neues“ oder eben umfangreicheres MusikMaterial gehabt.
Ich schaue ja keine fernsehwerbung und habe auch immer den Finger am Abzug, um werbung sofort in the outaspace zu schießen und auch sonst ist meine Neugier nach neuen Informationen sehr begrenzt. Daher ist es mir wohl auch wider´ entgangen, das es ein neues Buch über DUB gibt.
Naja, wie es fast immer so ist, wollte JAH wohl, das ich von diesem Buch etwas weiß, denn nun, weiß ich bescheid ;-)

„JAH is my driver“ and DubBlog is my long vehicle …………………. lemmi

Neben den genannten (v.a. Hanava meets Kingston) war noch Home Run #5 ein Highlight des letzten Jahres für mich. Kann auch in flac qualität für lau geladen werden. Tipp!

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