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Mad Professor: 40 Years of Dub

Wenn man es richtig bedenkt, dann ist Neil Fraser tatsächlich der dienstälteste, kontinuierlich bis heute tätige Dub-Fabrikant des Planeten. Congratulations! Seit Gründung des 4-Track-Ariwa-Studios 1979 in seinem Wohnzimmer produziert er Dubs. 1982 kam das legendäre Album „Dub Me Crazy“ heraus, dem 11 weitere Alben mit gleichem (Unter-)Titel folgen sollten: Meilensteine der Dub-History. Nun feiert er sich mit „40 Years of Dub“ (Ariwa) selbst. Dafür hat er tief im Berg seiner Aufnahmebänder gegraben und – wie mir scheint – seine persönlichen Favoriten aus 40 Jahren zusammen gestellt. Was eine sehr persönliche Auswahl nahe legt, ist die Tatsache, dass gerade seine großen Dub-Hits (welch Contradictio in adiecto!) hier nicht zu finden sind. Das läßt das Album frisch und unverbraucht klingen, zumal der verrückte Professor seine Aufnahmen neu gemastert hat. Viele der aufgeführten Titel lassen sich nicht im Ariwa-Back-Catalogue finden, so dass es gut möglich ist, dass hier auch bisher unveröffentlichte Dubs vergangener Jahrzehnte zu hören sind – es sei denn, der Verrückte hätte den Tracks einfach nur neue Titel verpasst. Wie dem auch sei: Das Album macht Spaß und die stilistische Entwicklung des Professors und seiner Musik ist spannend. Mit dem letzten Track „Forward 2 Africa“ ist er ganz im Hier und Jetzt angekommen – ach was: Er ist sogar wieder seiner Zeit ein Stück voraus!

Bewertung: 4.5 von 5.

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Dubblog Charts 2020

2020 war definitiv kein positives Jahr – doch was den Output an guten Dub- und Instrumental-Alben betrifft, haben sich die letzten 12 Monate nicht lumpen lassen. Hier sind die aus Sicht der dubblog-Redaktion besten Releases des Jahres 2020.

Manasseh Meets Praise

Nr. 1 von René

Sinfonischer Dub. Ein mutiges Experiment, innovativ und perfekt umgesetzt.

Dub Spencer & Trance Hill: Tumultus II

Nr. 1 von gtkriz

Vier Schweizer machen sich auf, um das kreativste, innovativste und klangtechnisch brillanteste Album des Jahres zu produzieren.

Lee „Scratch“ Perry: Heavy Rain

Nr. 1 von Ras Vorbei

Sherwood trifft Perry: Genie und Wahnsinn geben sich ein Stelldichein. Immer wieder ein geniales Dreamteam.

Clive Hunt: Blue Lizzard

Nr. 2 von René

Superbe Instrumentalmusik aus Jamaika. Gibt nur noch wenige Produzenten und Musiker, die diese Qualität liefern können.

Manasseh Meets Praise

Nr. 2 von gtkriz

Ein Engländer macht sich auf, um mit einem Violinisten das schönste, aber auch melancholischste Instrumental-Album 2020 einzuspielen.

Rezin Tooth: Rezin Tooth

Nr. 2 von Ras Vorbei

Funk- und Afrobeatrhythmen erfahren eine superbe Dub-Veredelung.

Zenzile Remixed

Nr. 3 von René

Welche stilistische Vielfalt! Dürfte ich nur ein Album auf eine einsame Insel mitnehmen, es wäre dieses!

C Jones meets Ale X: Kalimba is my Telephone in Dub

Nr. 3 von gtkriz

Ein Österreicher macht sich auf, um mit einem kleinen Instrument ein großes, genreübergreifendes Dub-Album abzuliefern.

Dubment: Showcase & Dub Fugues

Nr. 3 von Ras Vorbei

Swiss Made: Ein sicherer Garant für Qualität und Präzision.

Tubby Isiah: Rising High

Nr. 4 von René

So muss Steppers!

Dubvisionist meets Dubblestandart & Firehouse Crew

Nr. 4 von gtkriz

Ein Deutscher macht sich auf, um ein dahinsiechendes Album zu retten und verpasst ihm en passant Atmosphäre, Stil und nicht zuletzt: Relevanz.

Nat Birchall meets Al Breadwinner: Upright Living

Nr. 4 von Ras Vorbei

Ein Roots Rock Reggae Dub Album wie aus einer anderen Zeit.

Various Artists: !! Dub !! Dub !! Dub !! Vol. 2

Nr. 5 von René

Die beste Dub-Compilation 2020. Kuratiert von Elastica und Zion Train.

Paolo Baldini Dubfiles meets Dubblestandart

Nr. 5 von gtkriz

Ein Italiener macht sich auf, um den Altvorderen eine Dub-Lektion zu erteilen, die sich gewaschen hat.

Tara Putra: Obvious Dubvious

Nr. 5 von Ras Vorbei

Vive la différence!

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Five Star Review

Clive Hunt & The Hit Team: Blue Lizzard

Zum Glück hat es NUR 12 Jahre gedauert bis uns Clive Hunt ein neues Instrumental/Dub-Album vorlegt. 2008 war ich wegen „Clive Hunt & The Dub Dancers“ völlig aus dem Häuschen und setzte das Album auf Platz drei meiner Jahrescharts. Nun ist sein neues Werk da: „Blue Lizzard“ (VP) – und ich bin schon wieder aus dem Häuschen. Für alle, die Clive Hunt nicht kennen: Er war Studiomusiker auf Hunderten von Tracks (meist in der Horn Section, am Bass oder an den Keyboards) und hat mindestens ebenso viele Tracks produziert. Eine wichtige Station in den 70ern war seine Produktionstätigkeit im Wackies-Studio, wo er u. a. für das legendäre Dub-Album „African Roots Act 1“ aufnahm. Nach 2000 wurde er Hausproduzent von VP Records und verantwortete u. a. das schöne „We Remember Dennis Brown“-Tribut-Album. Nun also „Blue Lizzard“ – benannt nach Hunts Spitznamen. Was für ein superber Sound! Präzise, crisp, tight, volltönend, warm und wohlig. Kein Wunder, wenn die Bläser Bobby Ellis, Nambo Robinson und Dean Fraser, die Keyboarder Robbie Lyn und Bubbler Waul, der Gitarrist Wayne Armond sowie die Drummer Squidley Cole und Kirk Bennet heißen. Ein wahres Hit Team! Sie spielen wunderschöne Evergreens neben neuen Kompositionen, allesamt ausgeklügelt und abwechslungsreich arrangiert – kein Vergleich zu so mancher allzu glatter Taxi Gang-Produktion. Erst im Kontrast zu solch perfektem Handwerk fällt auf, welch erbärmliche Produktionsqualität so manche moderne Dub-Alben bieten (die dann allerdings oft andere Qualitäten haben). „Blue Lizzard“ ist Old School im besten Sinne. Da die Bläser im Zentrum des Geschehens stehen, bemüht VP den Vergleich zu Rico Rodriguez’ „Man From Wareika“. Das ist nicht abwegig. Hätte der Perfektionist Rico sein Album heute aufgenommen, würde es wahrscheinlich klingen wie „Blue Lizzard“. Es ist zu befürchten, dass es nicht mehr lange Reggae-Produzenten und -Musiker geben wird, die diese herausragende handwerkliche und künstlerische Qualität abliefern können. Ein Grund mehr, jetzt ganz aus dem Häuschen zu sein.

Bewertung: 5 von 5.

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David Harrow: Virus Dubs

Dass sich David Harrows nicht auf eine klare Stilistik festlegen lässt, verdeutlicht sein nach „Lockdown Dubs“ zweites Corona-Album: „Virus Dubs“ (Workhousedigitial). Von Techno keine Spur mehr. Das Album klingt wie eine Produktion aus den 1970er Jahren: luftiger, akustischer Klang, echte (wahrscheinlich eher gesampelte) Instrumente, langsame Beats – und dennoch unverkennbar eine moderne Produktion. Erkennen lässt sich das an ihrer Komplexität und den überall hervorragenden Ecken und Kanten. Diese Musik wurde nicht als Backing für einen Song komponiert – wie in den 70s üblich. Die Virus Dubs sind pure Instrumentalmusik – und das nicht nur, weil keine Stimme zu hören ist. Deshalb bin ich auch so ein großer Freund von Dubs, die von vornherein als solche produziert wurden: Komposition und Sound sind meist radikaler, komplexer und origineller. Wenn dann noch, wie hier, ein fantastisch cleverer und spannungsvoller Mix hinzu kommen, ist der Dub ganz und gar bei sich.

Bewertung: 4 von 5.
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David Harrow: Lockdown Dubs

Wer im Web nach „Dub“ sucht, stößt immer häufiger auf Minimal-Techno. Was Rhythm & Sound vor rund 20 Jahren erfanden, erlangt heute zunehmend Popularität. Ich habe den Dub-Techno damals gefeiert – war er doch eine echte Innovation und klanglich absolut faszinierend. Heute jedoch langweilt mich der Sound der Epigonen zu Tode. Dabei lässt sich Elektronik mit technoidem Einschlag auch ganz frisch und unerhört mit Dub kombinieren: David Harrow macht es mit seinen „Lockdown-Dubs“ (Workhousedigitial) vor: Schnelle, hüpfende Beats, flotte, melodische Basslines, elektronisches Kraftwerk-Gebimmel und eine optimistische Grundstimmung. Dabei wird natürlich der klassische One-Drop-Rhythmus aufgelöst und auch Steppers hat hier nicht allzu viel zu melden. Dennoch gibt es genug Offbeats, Hall und Echo, um dem Genre Dub gerecht zu werden. Harrows ist übrigens ein Veteran des Dub, auch wenn er in dieser Szene wenig bekannt ist. Bereits in den 1980er Jahren arbeitete er eng mit Adrian Sherwood zusammen und komponierte einige der Tracks der goldenen On-U-Ära. Später war er dann ein wichtiger Acid-House-Protagonist, bevor er sich weitgehend der elektronischen Musik und nicht selten experimentellen Sounds verschrieb. Inzwischen ist er ein alter Mann mit langem, weißem Bart, der sich in Lockdown-Zeiten offenbar seiner Wurzeln erinnert und nerdig-schöne Dubs produziert.

Bewertung: 4 von 5.
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Black Ark Players: Black Ark in Dub

Wir alle lieben den Sound von Lee Perrys Black Ark-Studio. Während Tubby das Dub-Mixing erfand, war die dunkel-mystische Atmosphäre von Dub Perry Verdienst. Diese Atmosphäre lässt sich in absoluter Reinkultur nirgendwo besser inhalieren, als in instrumentalen Black Ark-Produktionen, so wie sie auf dem Album „Black Ark in Dub“ (VP) zu hören sind. Ursprünglich 1981 veröffentlicht, sind auf dem Album Aufnahmen versammelt, die kurz vor dem Untergang der schwarzen Arche produziert wurden. Darunter Dubs von so ikonischen Stücke wie „Jah Love is Sweeter“, „Ethiopia“, „Lion a De Winner“ und „Open the Gate“. Außerdem enthalten: „Guidance“, ein Stück, das lange Zeit von Jah Shaka als Sound System-Killer eingesetzt wurde. Die CD-Version der Veröffentlichung bietet mit „Black Ark, Vol. 2“ noch eine Bonus Disc – die in den Streaming-Diensten als eigenständiges Album verfügbar ist – und überwiegend Vokal-Tracks, ebenfalls aus der goldenen, späten Black Ark-Ära bietet. Diese beiden Alben sind von herausragender Qualität – zumal die fantastischen Dubs und Songs alle frisch remastert wurden und nun so gut klingen wie niemals zuvor.

Bewertung: 5 von 5.

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Brother Culture: Code Name in Dub

Der Brixton-MC Brother Culture erlebt gerade so etwas wie seinen zweiten Frühling. Erst die Hit-Single „Jump Up Pon It“, dann das erfolgreiche Album „Code Name“ und nun der dritte Streich: „Code Name in Dub“ (Evidence Music). Eines muss man dem sympathischen Rasta lassen: Er hat ein Gespür für Hooklines. Gold wert, um einen Dub-Sound System-Dance so richtig zum Kochen zu bringen. Zu schade jedoch, dass es ihm nicht gelingt, um diese Hooklines herum vollwertige Songs zu stricken, was zur Folge hat, dass er diese endlos stakkatohaft wiederholen muss, um auf Song-Länge zu kommen. Mich nervt das ein wenig. Umso mehr freute ich mich, als das Dub-Pendant zu „Code Name“ erschien, versprach es doch gute Schweizer Qualitätsproduktionen ohne enervierende Lyrics-Schleifen. Jedoch weit gefehlt: Der Vocal-Anteil ist für ein Dub-Album gewaltig. Noch schlimmer: Ohne Vocals bleiben die Produktionen erschreckend blass. Schnelle Beats, die keinen Raum für spannungsvolle Arrangements lassen, stereotypes Dub-Mixing und generell meist aalglatter Sound. Tja, da hatte ich mehr erhofft. Aber hohe Erwartungen sind ja meist Ursache von Enttäuschungen.

Bewertung: 2.5 von 5.

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Khoe-Wa Meets Luiza: Nadjilo

Gelegentlich begegnet mir Musik, die mich regelrecht beglückt und an der ich mich kaum satt hören kann. Aktuell ist das diese EP: Khoe-Wa Meets Luiza, „Nadjilo“ (ODGPROD). Fünf perfekte Songs, wie ich finde. Und ja: „Songs“, also mit Gesang. Kann ich es trotzdem unter „Dub“ verbuchen? Ich meine ja, denn Musik und Stimme gehen hier eine so perfekte Symbiose ein, dass die Stimme zum Instrument wird, zumal Luiza in der mir gänzlich unverständlichen Sprache Shona singt (kling frappierend skandinavisch, wird aber tatsächlich von neun Millionen Menschen des Volkes der Shona als Muttersprache gesprochen und hat in Simbabwe den Status einer Nationalsprache). Begleitet wird sie von den Klängen des Khoe-Wa Sound Systems, über das nicht viel in Erfahrung zu bringen ist, außer dass es (wahrscheinlich) in Frankreich beheimatet ist und aus zwei Leuten besteht: einem Dub-Produzenten und einem Sitar-Spieler – was ja an sich schon eine fantastische Kombination ist. Die beiden haben bereits 2016 ein Album veröffentlicht, das aber unter den etwas zu brachial produzierten Beats litt. Auf „Nadjilo“ ist davon keine Spur mehr. Beats, Sitar und Luizas Gesang fügen sich zu sanften, ätherischen und doch energetischen Klängen voller Harmonie und Schönheit. Schade, dass es nur fünf Tracks sind. 50 wären mir lieber.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Portugal Dubwise

Erwähnte ich schon, wie sehr es mich verblüfft, aber auch ungemein freut, dass Dub inzwischen an fast jedem Ort der Welt entsteht, gespielt und von netten Menschen gehört wird? Ja, Dub ist echte „Weltmusik“ geworden – auch wenn sie nach wie vor weit unter der Wahrnehmungsschwelle des Mainstreams existiert. Wie nicht anders zu erwarten, tummelt sich auch in Portugal eine rege Dub-Szene, wie der Sampler „Portugal Dubwise“ (Subciety) nun eindrucksvoll unter Beweis stellt. Stattliche 19 Dubs von 19 unterschiedlichen Dub-Artists sind hier versammelt, was ja schon mal die quantitative Dimension der Szene deutlich macht. Aber auch stilistisch präsentiert sich Portugal hier äußerst vielseitig. Während die ersten Tracks Bilder von unendlich relaxten Dub-Produzenten herauf beschwören, die in Lissabonner Cafés sitzend und Cortado trinkend auf ihren Laptops Lounge-artige Beats zusammen klicken, offenbart der Mittelteil des Samplers die harte Seite der portugiesischen Dub-Produktion. Steppers-Dubs, die sich richtig ordentlich gewaschen haben und perfekt in ein Set von Marc Iration passen würden. Zum Schluss gibt es dann noch ein paar experimentellere Tracks zu hören, die sogar ganz dezent technoide Sounds anklingen lassen. Insgesamt ein überaus solider und mit viel Gespür für einen nahtlosen Flow kuratierter Dub-Sampler, der Portugal mit Nachdruck auf die Weltkarte des Dub setzt.

Bewertung: 4 von 5.

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Mafia & Fluxy Remembers King Tubbys: King of Dub

Mafia & Fluxy produzieren nach wie vor Musik am laufenden Band. Wohin bloß mit dem ganzen Material? Im Fall des neunen Dub-Albums des Duos: Mafia & Fluxy Remembers King Tubbys, „King of Dub“ (Mafia & Fluxy) heißt es: Ab in die Streaming-Dienste – ohne Pressemeldung, ohne Linernotes, ja sogar ohne Social Media-Post. Spricht daraus die Geringschätzung des eigenen Werkes? Oder handelt es sich gar um ein nur halbherziges Tribut? Nach meinen Geschmack hätte das Album jedenfalls mehr Aufmerksamkeit verdient, denn den beiden Musikern ist hier durchaus eine schöne Hommage gelungen. Tubby-Dubs, digital nachgespielt und neu gemischt – übrigens erneut von „The Pharmacist“. Wer nicht genau hinhört (und nicht vom überaus crispen Sound irritiert wird) könnte hier historische Aufnahmen vermuten. Der Dromilly Avenue-Sound ist verblüffend gut kopiert, die Flying Cymbals zischeln wie in Bunny Lees Originalaufnahmen, der Bass spielt eher im Hintergrund, während der komplette Sound Echokammern und diverse Modulationen durchläuft. Natürlich stellt sich wie so oft die Frage, warum Reproduktionen anhören, wenn es doch die Originale gibt? Ein entscheidender Grund ist zweifellos die Klangdynamik moderner Aufnahmen, an die wir uns inzwischen gewöhnt haben und gegen die historische Originale einfach blass wirken – so tragisch das auch seien mag. Ein anderer Grund ist möglicherweise die Ehrfurcht vor dem handwerklichen Können, das darin besteht, historische Sounds getreu nachzuahmen. Der dritte Grund ist vielleicht der schönste: Die Werke der alten Meister sind oft von so herausragender Qualität, dass man sie immer wieder gerne hört, wann immer es einen Anlass dazu gibt – und sei es die Neuerscheinung eines Retro-Dub-Albums.

Bewertung: 3.5 von 5.