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Black Ark Players: Black Ark in Dub

Wir alle lieben den Sound von Lee Perrys Black Ark-Studio. Während Tubby das Dub-Mixing erfand, war die dunkel-mystische Atmosphäre von Dub Perry Verdienst. Diese Atmosphäre lässt sich in absoluter Reinkultur nirgendwo besser inhalieren, als in instrumentalen Black Ark-Produktionen, so wie sie auf dem Album „Black Ark in Dub“ (VP) zu hören sind. Ursprünglich 1981 veröffentlicht, sind auf dem Album Aufnahmen versammelt, die kurz vor dem Untergang der schwarzen Arche produziert wurden. Darunter Dubs von so ikonischen Stücke wie „Jah Love is Sweeter“, „Ethiopia“, „Lion a De Winner“ und „Open the Gate“. Außerdem enthalten: „Guidance“, ein Stück, das lange Zeit von Jah Shaka als Sound System-Killer eingesetzt wurde. Die CD-Version der Veröffentlichung bietet mit „Black Ark, Vol. 2“ noch eine Bonus Disc – die in den Streaming-Diensten als eigenständiges Album verfügbar ist – und überwiegend Vokal-Tracks, ebenfalls aus der goldenen, späten Black Ark-Ära bietet. Diese beiden Alben sind von herausragender Qualität – zumal die fantastischen Dubs und Songs alle frisch remastert wurden und nun so gut klingen wie niemals zuvor.

Bewertung: 5 von 5.

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Brother Culture: Code Name in Dub

Der Brixton-MC Brother Culture erlebt gerade so etwas wie seinen zweiten Frühling. Erst die Hit-Single „Jump Up Pon It“, dann das erfolgreiche Album „Code Name“ und nun der dritte Streich: „Code Name in Dub“ (Evidence Music). Eines muss man dem sympathischen Rasta lassen: Er hat ein Gespür für Hooklines. Gold wert, um einen Dub-Sound System-Dance so richtig zum Kochen zu bringen. Zu schade jedoch, dass es ihm nicht gelingt, um diese Hooklines herum vollwertige Songs zu stricken, was zur Folge hat, dass er diese endlos stakkatohaft wiederholen muss, um auf Song-Länge zu kommen. Mich nervt das ein wenig. Umso mehr freute ich mich, als das Dub-Pendant zu „Code Name“ erschien, versprach es doch gute Schweizer Qualitätsproduktionen ohne enervierende Lyrics-Schleifen. Jedoch weit gefehlt: Der Vocal-Anteil ist für ein Dub-Album gewaltig. Noch schlimmer: Ohne Vocals bleiben die Produktionen erschreckend blass. Schnelle Beats, die keinen Raum für spannungsvolle Arrangements lassen, stereotypes Dub-Mixing und generell meist aalglatter Sound. Tja, da hatte ich mehr erhofft. Aber hohe Erwartungen sind ja meist Ursache von Enttäuschungen.

Bewertung: 2.5 von 5.

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Khoe-Wa Meets Luiza: Nadjilo

Gelegentlich begegnet mir Musik, die mich regelrecht beglückt und an der ich mich kaum satt hören kann. Aktuell ist das diese EP: Khoe-Wa Meets Luiza, „Nadjilo“ (ODGPROD). Fünf perfekte Songs, wie ich finde. Und ja: „Songs“, also mit Gesang. Kann ich es trotzdem unter „Dub“ verbuchen? Ich meine ja, denn Musik und Stimme gehen hier eine so perfekte Symbiose ein, dass die Stimme zum Instrument wird, zumal Luiza in der mir gänzlich unverständlichen Sprache Shona singt (kling frappierend skandinavisch, wird aber tatsächlich von neun Millionen Menschen des Volkes der Shona als Muttersprache gesprochen und hat in Simbabwe den Status einer Nationalsprache). Begleitet wird sie von den Klängen des Khoe-Wa Sound Systems, über das nicht viel in Erfahrung zu bringen ist, außer dass es (wahrscheinlich) in Frankreich beheimatet ist und aus zwei Leuten besteht: einem Dub-Produzenten und einem Sitar-Spieler – was ja an sich schon eine fantastische Kombination ist. Die beiden haben bereits 2016 ein Album veröffentlicht, das aber unter den etwas zu brachial produzierten Beats litt. Auf „Nadjilo“ ist davon keine Spur mehr. Beats, Sitar und Luizas Gesang fügen sich zu sanften, ätherischen und doch energetischen Klängen voller Harmonie und Schönheit. Schade, dass es nur fünf Tracks sind. 50 wären mir lieber.

Bewertung: 4.5 von 5.
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Portugal Dubwise

Erwähnte ich schon, wie sehr es mich verblüfft, aber auch ungemein freut, dass Dub inzwischen an fast jedem Ort der Welt entsteht, gespielt und von netten Menschen gehört wird? Ja, Dub ist echte „Weltmusik“ geworden – auch wenn sie nach wie vor weit unter der Wahrnehmungsschwelle des Mainstreams existiert. Wie nicht anders zu erwarten, tummelt sich auch in Portugal eine rege Dub-Szene, wie der Sampler „Portugal Dubwise“ (Subciety) nun eindrucksvoll unter Beweis stellt. Stattliche 19 Dubs von 19 unterschiedlichen Dub-Artists sind hier versammelt, was ja schon mal die quantitative Dimension der Szene deutlich macht. Aber auch stilistisch präsentiert sich Portugal hier äußerst vielseitig. Während die ersten Tracks Bilder von unendlich relaxten Dub-Produzenten herauf beschwören, die in Lissabonner Cafés sitzend und Cortado trinkend auf ihren Laptops Lounge-artige Beats zusammen klicken, offenbart der Mittelteil des Samplers die harte Seite der portugiesischen Dub-Produktion. Steppers-Dubs, die sich richtig ordentlich gewaschen haben und perfekt in ein Set von Marc Iration passen würden. Zum Schluss gibt es dann noch ein paar experimentellere Tracks zu hören, die sogar ganz dezent technoide Sounds anklingen lassen. Insgesamt ein überaus solider und mit viel Gespür für einen nahtlosen Flow kuratierter Dub-Sampler, der Portugal mit Nachdruck auf die Weltkarte des Dub setzt.

Bewertung: 4 von 5.

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Mafia & Fluxy Remembers King Tubbys: King of Dub

Mafia & Fluxy produzieren nach wie vor Musik am laufenden Band. Wohin bloß mit dem ganzen Material? Im Fall des neunen Dub-Albums des Duos: Mafia & Fluxy Remembers King Tubbys, „King of Dub“ (Mafia & Fluxy) heißt es: Ab in die Streaming-Dienste – ohne Pressemeldung, ohne Linernotes, ja sogar ohne Social Media-Post. Spricht daraus die Geringschätzung des eigenen Werkes? Oder handelt es sich gar um ein nur halbherziges Tribut? Nach meinen Geschmack hätte das Album jedenfalls mehr Aufmerksamkeit verdient, denn den beiden Musikern ist hier durchaus eine schöne Hommage gelungen. Tubby-Dubs, digital nachgespielt und neu gemischt – übrigens erneut von „The Pharmacist“. Wer nicht genau hinhört (und nicht vom überaus crispen Sound irritiert wird) könnte hier historische Aufnahmen vermuten. Der Dromilly Avenue-Sound ist verblüffend gut kopiert, die Flying Cymbals zischeln wie in Bunny Lees Originalaufnahmen, der Bass spielt eher im Hintergrund, während der komplette Sound Echokammern und diverse Modulationen durchläuft. Natürlich stellt sich wie so oft die Frage, warum Reproduktionen anhören, wenn es doch die Originale gibt? Ein entscheidender Grund ist zweifellos die Klangdynamik moderner Aufnahmen, an die wir uns inzwischen gewöhnt haben und gegen die historische Originale einfach blass wirken – so tragisch das auch seien mag. Ein anderer Grund ist möglicherweise die Ehrfurcht vor dem handwerklichen Können, das darin besteht, historische Sounds getreu nachzuahmen. Der dritte Grund ist vielleicht der schönste: Die Werke der alten Meister sind oft von so herausragender Qualität, dass man sie immer wieder gerne hört, wann immer es einen Anlass dazu gibt – und sei es die Neuerscheinung eines Retro-Dub-Albums.

Bewertung: 3.5 von 5.

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Principal’s: Treacherous Dub

Ein Aspekt, den ich an Dub ganz besonders liebe ist, dass Dub eine echte Weltmusik ist. Entwickelt in Jamaika, wird Dub inzwischen überall auf der Welt produziert, wobei keine einzelne Nation mehr im Vordergrund steht – wie noch vor 25 Jahren ziemlich deutlich das UK. Im besten Fall ließe sich noch behaupten, dass die meisten Dubs in Europa produziert werden, gefolgt von den USA, Asien und leider mit Jamaika als Schlusslicht. Mit Principal schießt sich nun auch Dänemark den Dub-Nations an. Hinter dem Namen verbirgt sich Rasmus Allin, der mit „Treacherous Dub“ (Stereo Royal) sein Dub-Debut vorlegt. Arbeitsplatz des inzwischen 50jährigen Dänen ist das Musikstudio, wo er seit den 1990er Jahren als Musiker, Songwriter und Produzent im Dienste der dänischen Musikindustrie arbeitet. Inspiriert von der britischen Trip Hop- und Drum ‘n’ Bass-Szene, entdeckte er den klassischen jamaikanischen Dub von King Tubby, Lee Perry, Augustus Pablo, Scientist und anderen Heroen. „Ich habe endlose Stunden im Studio damit zugebracht, den Sound der Dub-Originators zu reproduzieren,“ gibt er zu Protokoll, „Tape Delays, Filter-Boxen und sonstige analoge Effektgeräte – ich habe nichts ausgelassen.“ Womit er sich in die Schar unzähliger anderer Dub-Produzenten (wie. z. B. Prince Fatty, Roberto Sanchez oder auch Alborosie) einreiht, die der Sound-Mystik alter Dub-Produktionen nachspüren. Daher verwundert es nicht, dass „Treacherous Dub“ ins Sound-Gewand klassischen Dubs gekleidet ist. Aber die Reproduktion schrammeliger Dub-Sounds ist nicht die einzige Qualität des Albums. Souverän reiht Allin hier zehn kraftvolle – wenn auch mit durchschnittlich nur drei Minuten Spielzeit ziemlich kurze – Produktionen aneinander. Keine Platz schindenden X Versionen eines Tracks (Instrumental, Dub, Remix, etc.), sondern alles originäre Kompositionen, bei denen er auch noch (fast) alle Instrumentalspuren selbst eingespielt hat. Der Sound ist dabei richtig schön schizophren: wuchtig–dynamisch und schrammelig-analog zugleich. Aber so muss es ja auch sein. Clever arrangiert und smart gemixt, manchmal mit leichtem Jazz-Einschlag durch charmante Gitarrenklänge á la Ernest Ranglin, manchmal stripped to the bone, aber immer spannend und überraschend. Ich kann nur sagen: Rasmus Allin – Willkommen im Club.

Bewertung: 4 von 5.
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Review Zweite Meinung

Aldubb: Mesozoic Valley

Aldubb ist unser aller Liebling. Seine „Planets of Dub“-Alben eroberten die Herzen der stolzesten Dub-Kritiker; – und was mich betrifft, besitzt der Berliner spätestens seit Erscheinen seines Epos „A Timescale of Creation – Symphony No. 1 in Dub minor“ den Adelstitel „Al von und zu Dubb“. Mit seinem neuen Album „Mesozoic Valley“ (One Drop Music) widmet er sich erneut der Ur- und Frühzeit unseres Planeten (die „Planet of Dub“-Alben gehören offenbar thematisch auch in die Reihe, wie mir gerade auffällt). Doch während die Symphonie ein im wahrsten Sinne „großes“ Werk war, kommt „Mesozoic Valley“ (One Drop) als rein digitale Produktion, also gewissermaßen als Laptop-Dub, geradezu bescheiden daher. Doch sobald der erste Track startet, ist es vorbei mit der Bescheidenheit. Der Bass bläst einem ins Gesicht und die Ohrläppchen flattern im Wind. Das ist Hardcore-Stuff fürs Sound System. Raus damit und Spaß haben – so kommt es mir vor. Mein Dubblog-Kollege gtkritz bemängelt fehlende Hooklines und mangelnde Prägnanz, womit er zwar durchaus Recht hat, was aus meiner Sicht hier aber gar nicht so entscheidend ist. Warum nicht einfach mal in Bass baden und sich wohl fühlen? Warum nicht mal nonchalant System 2 abschalten und System 1 seinen Spaß haben lassen? Ich würde sagen: „Mesozoic Valley“ anklicken (Streaming ist die passende Konsumform für das Album) und schön laut aufdrehen. Wer dann noch sagt: „nee, da fehlt mir Komplexität und die Reflexion der Bedingungen unserer Existenz“, den (oder die) verweise ich an die „Timescale of Creation“.

Lest auch die Rezension von gtkriz.

Bewertung: 4 von 5.

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Interview

20 Questions to Alpha Steppa

Your name: Alpha Steppa
You live in: France
Title of your last album: Raise The Ark

What is your personal definition of dub?

It stems from a style of mixing pio- neered in Jamaica and became a genre of music in its own right. At the core, it is drum and bass with life and soul woven in via the hands of the dub mix- er. It’s magic.

What makes a good dub?

Space, bass and texture.

Which aspects of dub music fascinate you the most?

I love the spontaneity, the freedom and the experimentation.

How did you discover your passion for dub and how did you develop your- self and your music since then?

My dad taught me how to mix dub from a young age. I developed through incorporating all my other influences in life and music into my dub.

What does the process of creating a typical dub track look like?

You need a spark; a vocal line, a bass line, a sample, a melody, percussion, a feeling… something to ignite the idea, then get out the way and let the track build it- self.

When are you satisfied with a dub track you produced?

When I feel it drop and the crowd rise in a dance.

What is your special strength?

I have no need to fit in. This frees me and my music.

Which one of your albums do you consider your best work up until now?

Raise The Ark

Are you able to make a living with music?

Yes, I live a simple and happy life so don’t need much.

What aspects of your job do you enjoy the most?

I love to create. And it pleases me to know it brings joy to others.

What do you dread in the studio?

When I forget to drink my tea and it goes cold.

When you’re not working on dubs, what is your favorite thing to do?

My hammock.

What do you listen to besides dub music?

Folk, hiphop, trap, trad, blues, classical

If money and time didn’t matter: Which project would you like to realize?

Money and time doesn’t matter. But I need a new septic tank. I’d also like to develop a community where people could come to develop new ways of sustainable living and practice self inquiry.

Are there any sound system events that you particularly like to attend? Why?

Jah Shaka, always and forever the greatest, deepest and most mystical soundsystem experience.

What do you prefer: Studio work or sound system performance?

I love both. But if I had to choose one, creation is paramount, so studio would win.

Whom do you consider the greatest dub artist of all time?

My dad and aunt (Alpha & Omega)! Ha ha

And who is currently the most interesting dub artist?

Currently the most interesting dub artist is JahYu

Which sound system do you value the most?

Jah Shaka

What are your personal top 5 dub albums?

A&O: Voice In The Wilderness
Jonah Dan: Intergalactic Dub Rock
King Tubbys: Meets Rockers Uptown
Upsetters: Black Board Jungle
Scientist: Rids The World Of The Evil Curse Of The Vampires

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Review Zweite Meinung

Paolo Baldini DubFiles meets Dubblestandart: Dub Me Crazy

In letzter Zeit ist öfters von Paolo Baldini zu hören. Der italienische Reggae- und Dub-Produzent scheint einen Lauf zu haben. In schöner Regelmäßigkeit brachte er zuletzt jedes Jahr einen Longplayer heraus und war in zahlreichen Remix-Projekten unterwegs. Erst im März veröffentlichte Echo Beach eine Retrospektive seiner ersten Band, den B. R. Stylers. Nun kommt der zweite Streich aus gleichem Hause: Paolo Baldini DubFiles Meets Dubblestandart, „Dub Me Crazy“ (Echo Beach). Wien trifft auf Pordenone: Dubblestandart – ihres Zeichens selbst Dub-Produzenten – legt das Oeuvre der Band in die Hände Baldinis, um aus den Dubs weitere Dubs machen zu lassen. Ich finde, das klappt ganz gut. Der Italiener versteht sein Handwerk und liefert wunderbar kreativ gemixte Dubs ab. Allerdings muss man den trockenen, etwas spröden Sound von Dubblestandart mögen, um die Remixe angemessen würdigen zu können. On.U-Sound und das Dub Syndicate lassen grüßen. Baldini geht jedenfalls ganz Old School ans Werk: reines Mixing, keine Overdubbs oder neue Beats. Da Dubblestandart ja als Remix-Enthusiasten bekannt sind und die meisten ihrer Produktionen bereits x-fach durch verschiedenste Dub-Wölfe gedreht und durch Echo-Kammern gejagt wurden (ich erinnere nur an Tracks wie „Chrome Optimism“ oder „Holding you Close“ zu denen komplette Remix-Alben existieren), dürfte es für Paolo Baldini nicht ganz einfach gewesen sein, den Tracks neue Aspekte abzugewinnen. Erstaunlich, dass es ihm trotzdem so gut gelungen ist. Ich bin gespannt, wer als nächstes remixen darf.

Lest auch die Review von gtkritz

Bewertung: 4 von 5.

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Irie Miah & the Massive Vibes: Dub Conference

Die gute alte Dub Conference, 1976 von Harry Mudie und King Tubby ins Leben gerufen, tagt immer noch. Heute am Rednerpult: Irie Miah & the Massive Vibes, auf dem Podium einige von Deutschlands profiliertesten Dub-Mixern: The Dubvisionist, Dr. Mabuse, MrtnDrms, Biba Sattadub und Chris Sattadub vom Kunterbunt Soundsystem sowie The Dub Ape himself. Auf „Dub Conference“ (Gemelo) erörtern sie die Tracks des Miah-Albums „Times of Trouble“ von 2018. Während der eine Hall ins Feld führt, kontert der andere mit Echo, mancher dreht alle Spuren auf, andere schalten sie nach ausgeklügeltem Plan ab. Die musikalischen Argumente fliegen hin und her, alle sehr kreativ erdacht und akribisch formuliert. Doch trotz aller Kontroversen sind sich alle Podiumsteilnehmer bei einer Sache einig: beim Bass. Hier wagt niemand Abstriche zu machen. Ein Kompliment gilt auch dem technischen Konferenzteam hinter den Kulissen: Der Sound der Übertragung ist fantastisch. Einen Mitschnitt der Konferenz gibt es auf Vinyl. Inzwischen wird sie dann auch weltweit ausgestreamt.

Bewertung: 4 von 5.